Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhebt Vorwürfe gegen den Online-Händler Shein. Nach Laboruntersuchungen von 18 Produkten sollen 15 Artikel mit unzulässigen Schadstoffen belastet gewesen sein. Nach Angaben der DUH verstießen damit knapp 40 Prozent der untersuchten Produkte gegen die geltenden EU-Chemikalienvorschriften.
Besonders auffällig sei eine Jugendjacke gewesen. Dort habe das Labor eine Belastung mit PFAS-Chemikalien festgestellt, die den gesetzlichen Grenzwert um mehr als das 12.000-Fache überschritten haben soll.
Die DUH hat nach eigenen Angaben rechtliche Schritte eingeleitet, um den Verkauf der betroffenen Produkte zu stoppen. Gleichzeitig fordert die Organisation Bundesumweltminister Carsten Schneider dazu auf, konsequenter gegen Ultra-Fast-Fashion-Anbieter vorzugehen und bestehende Regelungen stärker durchzusetzen.
Auch auf europäischer Ebene steht Shein bereits unter Beobachtung. Die EU hat Verfahren gegen das Unternehmen eingeleitet, die sich unter anderem mit mutmaßlich illegalen Produkten und Fragen des Verbraucherschutzes befassen.
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