
Das Team hinter dem beliebten Content-Management-System hat WordPress 7.0 veröffentlicht. Die Version trägt den Beinamen Armstrong, angelehnt an den Jazzmusiker Louis Armstrong. Technisch markiert dieses Release einen Umbruch, da es die Grundlage für die Integration von künstlicher Intelligenz direkt im Kern legt.
Die auffälligste Änderung betrifft die Benutzeroberfläche. Das Dashboard wurde modernisiert und kommt mit einem frischen Farbschema sowie flüssigen Übergängen daher. Nutzer finden sich in einer aufgeräumten Umgebung wieder, die durch ein neues Command Palette Kürzel ergänzt wird. Über das Icon in der oberen Leiste oder die Tastenkombination CMD K beziehungsweise Ctrl K lassen sich Werkzeuge nun von überall im Adminbereich direkt ansteuern.
Ein zentrales Thema ist die neue KI-Schnittstelle. WordPress bringt einen KI-Client im Kern mit, der die Kommunikation mit generativen Sprachmodellen ermöglicht. Verbindungen zu externen Diensten werden über einen zentralen Hub verwaltet, wobei drei Voreinstellungen den Start erleichtern sollen.
Ein passendes Plugin erlaubt es zudem, Bilder zu bearbeiten, Titel zu generieren oder Alt-Texte für Medien vorzuschlagen. Ergänzt wird das durch ein Javascript-Paket für clientseitige Funktionen, das eine eigene Benutzeroberfläche und Befehlspalette für hybride KI-Anwendungen bietet.
Die Schriftverwaltung wurde ebenfalls umgebaut. Schriften lassen sich nun an einem zentralen Ort installieren und verwalten, unabhängig vom genutzten Theme. Das funktioniert sowohl mit Block-Themes als auch mit klassischen Vorlagen. Bei den Revisionen gibt es jetzt eine visuelle Vorschau, mit der man Änderungen durch einfaches Scrollen vergleichen kann, bevor eine alte Version wiederhergestellt wird.
Im Bereich Design gibt es Zuwachs bei den Blöcken. Neu dabei sind ein Galerie-Block mit Lightbox-Funktion, ein spezieller Icons-Block sowie Brotkrumen-Navigationen. Die Steuerung für mobile Ansichten wurde verbessert, sodass Blöcke gezielt für bestimmte Endgeräte ein- oder ausgeblendet werden können, ohne das Layout auf anderen Bildschirmen zu beeinflussen. Menü-Overlays lassen sich jetzt komplett frei mit Blöcken und Mustern gestalten, inklusive eigener Spalten oder Buttons.
Entwickler erhalten erweiterte APIs und können Blöcke oder Muster nun serverseitig rein mit PHP erstellen. Der Website-Editor wurde zudem flexibler gestaltet, um Plugins das Erstellen eigener Seiten innerhalb des Editors zu ermöglichen. Wer das Update einspielen möchte, findet WordPress 7.0 ab sofort über die interne Aktualisierungsfunktion oder als Download auf der offiziellen Webseite. Es empfiehlt sich wie immer, vor dem Sprung auf eine neue Hauptversion ein Backup der Datenbank und der Dateien anzulegen – und sich vorher alle Neuerungen in Ruhe anzuschauen.
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