
Wer im Homeoffice oder im Büro seine Aufgaben sortieren muss, landet oft bei Abo-Diensten. Eine spannende Lösung für Leute, die ihre Daten lieber bei sich behalten, ist das Projekt Super Productivity, auf das mich der Entwickler und Maintainer Johannes Millan hingewiesen hat.

Das Werkzeug ist komplett quelloffen und kostenlos nutzbar. Der Fokus liegt hier auf der Privatsphäre, da die Anwendung erst einmal rein lokal arbeitet. Es gibt keinen Zwang für ein Benutzerkonto und keine Telemetrie, die im Hintergrund Daten funkt. Die Software lässt sich auf dem Desktop (Linux, macOS und Windows), im Web oder mobil nutzen. Wer seine Listen zwischen Geräten abgleichen möchte, greift auf WebDAV, Nextcloud oder Dropbox zurück, womit die Hoheit über die Dateien beim Nutzer bleibt. Wer mag, kann irgendwann die Server des Anbieters nutzen, dafür würde dann voraussichtlich eine Gebühr fällig.

Das Programm deckt klassisches Aufgabenmanagement ab, erlaubt aber auch tiefere Strukturen durch Unteraufgaben, Notizen und Fälligkeiten. Wer nach bestimmten Methoden arbeitet, findet Ansichten für Kanban-Boards oder die Eisenhower-Matrix. Ein Kernbestandteil ist die integrierte Zeiterfassung. Mit einem Klick oder per Tastenkürzel startet der Timer für die aktuelle Aufgabe.

Am Ende des Tages entstehen so automatisch Arbeitsberichte und Zeitprotokolle, was gerade für Freiberufler praktisch ist, die ihre Stunden abrechnen wollen. Um die Konzentration hochzuhalten, ist ein Pomodoro-Timer an Bord. Dieser bietet Benachrichtigungen für Pausen und einen speziellen Fokus-Modus, der Ablenkungen ausblendet.

Für Entwickler bietet die App eine Anbindung an Jira, GitHub und GitLab. Issues lassen sich direkt importieren und synchronisieren, was das ständige Wechseln zwischen den Tools erspart. Auch Kalender lassen sich über CalDAV einbinden, um den Tag im Blick zu behalten. Die Bedienung ist auf Effizienz ausgelegt und lässt sich fast vollständig über die Tastatur steuern. Der Export der eigenen Daten ist jederzeit im JSON- oder CSV-Format möglich, sodass kein Vendor-Lock-in droht. Da kann sicher einmal ein Blick lohnen. Auf GitHub hat das System schon über 19.300 Sterne gesammelt, zudem gibt es einen Schwung an Forks – und natürlich eine Liste mit den FAQs.
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