Smart-TV-Systeme in Europa: Chancen für Titan OS und mehr

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Im Bereich der Smart-TV-Betriebssysteme führt in Europa insgesamt Android TV / Google TV. Das liegt vor allem an der starken Präsenz in Einstiegs- und Mittelklasse. Doch in Zukunft könnten viele aufstrebende Plattformen sich größere Marktanteile sichern. So gehen die Marktforscher von Omdia Research davon aus, dass neuere Smart-TV-Plattformen, die es 2022 noch gar nicht bei uns gegeben hat, bis 2030 in Europa Marktanteile von 28 % erreichen dürften.

Schon jetzt stehen derlei Systeme, wie z. B. Titan OS bei 21 % Marktanteil. TP Vision, das Unternehmen hinter der Marke Philips, hat sich etwa gerade zugunsten von Titan OS weitgehend von Google TV verabschiedet. Dabei spielen vor allem potenzielle Werbeeinnahmen eine entscheidende Rolle. Denn die TV-Hersteller setzen immer stärker darauf, auch nach dem eigentlichen Verkauf des jeweiligen Fernsehgerätes weiterhin laufende Einnahmen durch Werbung zu erwirtschaften – teilweise direkt verankert im Betriebssystem.

Google TV / Android TV führt dabei derzeit noch in Europa mit 32 % Marktanteil, aber wie ihr in der Grafik oben erkennen könnt, dürfte der Weg in den kommenden Jahren immer weiter abwärts führen. So rechnet Omdia damit, dass Google TV / Android TV zunehmend Marktanteile an V, ehemals VIDAA, Titan OS und TiVo abgeben muss.

Laut den Marktforschern macht vor allem ein Punkt die „Newcomer“ überlegen: Wie bei Google TV können Partner die Plattformen für ihre Smart-TVs, lizenzieren. Während Google sich jedoch die Werbeeinnahmen und Einnahmen mit Kundendaten selbst einsteckt, wird bei V, Titan OS und TiVo brüderlich geteilt. Dazu kommt, dass V, Titan OS und TiVo allesamt lose auf Linux basieren und Web-Apps verwenden, statt native Android-Apps zu nutzen. Deswegen sind die Plattformen schlanker und im Alltag deutlich performanter. Zumal sie weniger leistungsfähige Chips voraussetzen, wodurch Partner abermals Kosten einsparen können.

Dazu kommt, dass die Plattformen den Partnern mehr Kontrolle einräumen bzw. Anpassungen der Oberfläche und des Nutzererlebnisses möglich sind. Das negiert Google TV, was z. B. auch damals bei Panasonic der Grund gewesen ist, dass man von My Home Screen zu Fire TV statt Google TV für seine Flaggschiffe umschwenkte. Was bisher auch eher unter dem Radar geflogen ist: Titan OS und TiVo sind in Europa eine Partnerschaft für die Werbevermarktung eingegangen. So kombinieren sie ihre Marktmacht und sind für Werbetreibende im Tandem attraktiver.

Omdia prophezeit da speziell für 2028 einen Wendepunkt. Ab jenem Jahr könnten die kombinierten Auslieferungsmengen von Smart-TVs mit V, Titan OS und TiVo in Europa 11,9 Mio. Einheiten erreichen. 57 % davon gesteht man vorab Hisense zu. Der Druck erhöht sich dadurch nicht nur auf Google als Ökosystem-Partner, sondern auch auf Platzhirsche wie LG und Samsung.

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