
Der Anbieter Proton, vielen vielleicht bekannt durch seine Dienste mit Fokus auf Datenschutz ein Begriff. Darunter: Der E-Mail-Dienst Proton Mail, der Passwortmanager Proton Pass oder auch den VPN-Dienst Proton VPN. Mittlerweile hat man ein umfangreiches Portfolio am Start.
In einem Update ließ Proton jetzt verlauten, welche Funktionen und Neuerungen man für die verschiedenen Dienste für den Frühling und Sommer 2026 noch so auf der Roadmap hat. Nach dem Entwicklungstempo und diversen neuen Diensten im vergangenen Jahr steht eines fest: Das Tempo will man nicht drosseln, der Fokus soll (und muss) aber auf Verbesserungen bestehender Dienste liegen.
Im ersten Halbjahr 2026 hat man diverse Pläne für neue Funktionen und Verbesserungen des Proton-Ökosystems:
Proton Mail: Hier soll bald ein Update für die Verwaltung und Organisation der E-Mails in den Startlöchern stehen. Neu ist die Kategorieansicht, mit der Mails automatisch in verschiedene Kategorien, wie „Soziales“, „Werbung“, „Newsletter“, „Transaktionen“ und „Updates“ eingruppiert werden. Die neue Funktion wird standardmäßig aktiv sein, lässt sich aber auch auf Wunsch ausschalten.
Die Verwaltung der E-Mail-Posteingänge soll einfacher werden. Auch E-Mails von einer bestehenden Gmail-Adresse sollen sich direkt über den neuen Posteingang senden oder empfangen lassen. Weitere Mail-Anbieter sollen ebenfalls in Kürze folgen. Neuerungen stehen zudem auch für die Mail-App bereit: Diese soll leistungsfähiger werden und die Inhaltssuche zum Aufspüren von Mails auf die Mobilgeräte bringen. Suchanfragen bleiben auf dem Gerät.
Der Kalender-Dienst Proton Calender wurde von Grund auf neu programmiert und bringt unter anderem Funktionen, wie einen Offline-Modus mit. Weitere Verbesserungen, etwa Terminbuchung oder die Nutzung als Android-Standardkalenders sollen ebenfalls folgen.
Proton VPN wiederum soll schneller, zuverlässiger und plattformübergreifend konsistenter werden. Man arbeitet an einer neuen, clientseitigen WireGuard-Codebasis. Diese soll zuverlässiger und zensurresistenter sein. Außerdem soll es weniger Verbindungsabbrüche geben. Ein Beta-Test für Windows, Android, macOS, iOS, iPadOS und Linux soll bereits in den kommenden Monaten starten. Für Linux sei obendrein eine schlankere und datenschutzfreundliche App in der Mache. Als Teil der neuen Code-Basis steht hier die lang erwartete Stealth-Protokoll-Unterstützung auf der Agenda, um den Datenverkehr zu maskieren. Die verbesserten Verbindungseinstellungen für bestimmte Länder und Städte („Schnellstes Land“ oder „Zufällig“) sollen bald auch bei Windows verfügbar sein.
Beim Passwortmanager Proton Pass stehen ebenfalls neue Funktionen auf der Roadmap. Das automatische Ausfüllen soll intelligenter werden. So soll das automatische Ausfüllen von iFrames bei Anmeldefeldern mit komplexeren Layouts, etwa Banking-Anwendungen, tätig werden. Mittels URL-Übereinstimmung schlägt Proton Pass künftig auch die passende Website vor. Verbesserungen am Kryptografie-Modell sollen die Anmeldedaten besser schützen. Bald können die Einträge in benutzerdefinierten Ordnern sortiert und organisiert werden. Außerdem lassen sich SSH-Schlüssel im Proton Pass bereits im Proton Pass speichern, die sollen sich künftig und ohne manuelle Synchronisierung beim Gerätewechsel, geräteübergreifend nutzen lassen.
Bei Proton Drive stehen Benutzerfreundlichkeit und die Kernfunktionen im Frühjahr und Sommer im Fokus. Man arbeitet daran, Dateien und Fotos schneller hoch- und herunterzuladen. Dank neuem SDK stehen schnellere Apps, unabhängig von der Plattform in den Startlöchern. Die Leistung soll über alle Proton-Drive-Apps in den kommenden Monaten weiter verbessert werden. Für macOS wird das Synchronisieren von Dokumenten und Ordnern kommen. Auch eine Linux-App steht an.
Bei den Office-Lösungen Proton Sheets und Proton Docs setzt man auf den Ausbau der Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Dazu gehört auch Shared Drive, ein sicherer, gemeinsamer Speicherplatz, für Familien und Unternehmen. Auch das Erstellen von Inhaltsverzeichnissen soll bald möglich sein.
Und dann wäre da noch der KI-Assistent Lumo AI. Der soll ebenfalls neue Funktionen und eine höhere Geschwindigkeit, nebst mehr Leistung, erhalten. Lumo steht neben dem Browser und fortan auch per Desktop-App bereit. Auch an den mobilen Apps von Lumo und weiteren Funktionen arbeite man, so Proton. Außerdem wird man Lumo per API zur Integration in andere KI-Tools zur Verfügung stellen, um damit datenschutzrechtlich unbedenklich arbeiten zu können.
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