
Die Deutsche Telekom mischt im Gesundheitswesen mit und bringt eine eigene Version der elektronischen Patientenakte an den Start. Das Unternehmen liefert dabei das komplette Paket aus Plattform und Anwendungen, die Krankenkassen ihren Versicherten anbieten können.
Der Konzern tritt als Komplettanbieter auf, was bedeutet, dass Entwicklung und Betrieb vollständig in eigener Hand liegen. Die Daten landen in der sogenannten Open Sovereign Cloud innerhalb der Telekom-Infrastruktur. Verarbeitet werden sämtliche Informationen ausschließlich in deutschen Rechenzentren, die nach gängigen Standards wie ISO 27001 oder BSI C5 zertifiziert sind. Damit will man das Vertrauen der Nutzer gewinnen, die bei Gesundheitsdaten verständlicherweise empfindlich reagieren.
Technisch setzt die Telekom auf ein modulares System, das Probleme bisheriger Lösungen beheben soll. Es geht unter anderem um eine bessere Suchfunktion und die Verarbeitung strukturierter Daten, was auch der Forschung zugutekommen könnte. Die Software ist so ausgelegt, dass sie bei steigenden Nutzerzahlen mitwächst und später leicht um neue Funktionen erweitert werden kann.
Die Patientenakte wird zudem in das bestehende digitale Ökosystem der Telekom eingebunden. Verknüpfungen mit digitalen Identitäten oder dem TI-Messenger sind vorgesehen. Für die Krankenkassen bedeutet das angeblich einen geringeren Aufwand bei der Integration, da sie ihre digitalen Dienste schrittweise ausbauen können, ohne auf verschiedene Insellösungen setzen zu müssen. Die Lösung befindet sich zurzeit im Zulassungsverfahren der gematik.
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