Home Assistant: Neues zu den eigenen Sprachassistenten

home-assistant:-neues-zu-den-eigenen-sprachassistenten

Die Heimautomatisierungs-Plattform „Home Assistant“ erfreut sich großer Beliebtheit in der Smart-Home-Szene. Stetig wird die Software weiterentwickelt und wächst um neue Funktionen. Die Open-Source-Software ermöglicht es Benutzern, verschiedene Geräte und Dienste zu verwalten und zu automatisieren, indem es Gerätschaften unterschiedlicher Hersteller verzahnt und untereinander kommunizieren lässt. Home Assistant kann auf einem Computer oder einem dedizierten Gerät wie einem Raspberry Pi oder Intel NUC installiert werden. Home Assistant unterstützt eine Vielzahl von Protokollen und Plattformen, darunter Z-Wave, Zigbee, Nest und Philips Hue.

Im Jahr 2023 will man den Fokus auf das Thema Sprachsteuerung legen. Der Home Assistant soll sich im kommenden Jahr per Sprache steuern lassen, hierbei greift man aber nicht auf Alexa oder den Google Assistant zurück. Um diese Ambitionen voranzutreiben, hat sich Mike Hansen, der Erfinder von Rhasspy Nabu Casa angeschlossen. Auch bei Rhasspy handelt es sich um Open-Source-Software. Diese erlaubt eine lokale Verarbeitung von Sprachbefehlen zur Sprachsteuerung diverser smarter Gerätschaften. Im Falle der Home-Assistant-Integration soll das Ganze in verschiedenen Sprachen möglich werden.

Mit „Assist“ hat man da bereits erste Gehversuche gemacht. In seiner ersten Version unterstützt Assist einfache Befehle in 22 verschiedenen Sprachen. Inzwischen ist man für gängige Smart-Home-Befehle sowie -Antworten bei 45 Sprachen angelangt und man nähert sich dem Ziel von 62 Sprachen. Nächster Meilenstein ist jetzt das Thema Audio.

Neben der Erfassung von Text hat man sich daher mit der Umwandlung von Sprache (Audio) in Text und vice versa beschäftigt. Damit stellt man für die Assist-Funktion eine vollständige Sprachschnittstelle zur Interaktion bereit. Logisch, so ein Sprachassistent benötigt auch an Hardware. Da unterstützt man vonseiten Assist ESPHome. Eine entsprechende Anleitung findet sich hier. Spannend auch eine Voice-over-IP-Integration, welche Telefone zum Sprachassistenten machen.

Konfiguration von Assist in Home Assistant

Aufbereitet hat man die Einstellungsseite für Sprachassistenten. Hier lassen sich mehrere Assistenten erstellen und Sprachdienste kombinieren. Dazu gehört auch ChatGPT. Für die Assistenten bietet man auch ein eigenes Debugging-Tool:

Home Assistant bietet einerseits die Unterstützung eines Sprachassistenten in Verbindung mit der Home Assistant Cloud, auf der anderen Seite auch eine vollständig lokale Variante. Erstgenannte Cloud-Option umfasst eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Verbindung zu Text-to-Speech-Diensten (TTS) sowie Speech-to-Text. Spannend: Man sei da auch mit Dialekten vertraut, aber wohl kaum den Deutschen. Wer also Abonnent ist, der benötigt keine zusätzliche Hardware oder Software für einen Sprachassistenten auf Home-Assistant-Basis.

Außerdem wird es auch Optionen geben, den Sprachassistenten lokal auszuführen. Hierzu hat man mit „Piper“ ein eigenes Modell für lokale TTS-Funktionalität entwickelt, welches für den Betrieb auf einem Raspberry Pi 4 optimiert wurde. Man setzt da auf maschinelles Lernen für eine realistisch klingende Sprachausgabe. Je nach Leistungsfähigkeit der CPU kann man beispielsweise mit einem Intel Core i5 bis zu 17 Sekunden Audio binnen einer Sekunde Verarbeitungszeit generieren. Deutsch zählt zu einer der 18 Sprachen, in denen Piper verfügbar ist. Piper kann man auch als eigenständigen Docker-Container betreiben und mit Sprachschnipseln als Trainingsdaten bei der Entwicklung helfen.

Mit Whisper kommt auch das quelloffene Sprach-zu-Text-Modell von OpenAI zum Einsatz. Hier ist man inzwischen in der Lage, dieses auf Einplatinencomputern und kleinen Servern zu betreiben. Integration findet mit Wyoming auch ein weiteres, offenes Sprach-Ökosystem.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies