Samsung Galaxy Tab S10 Plus und Ultra: Marketingbilder geben ersten Eindruck

Nicht nur bei Google gibt es Infos zu neuen Geräten, auch Samsung scheint noch das eine oder andere Gerät in petto zu haben. So berichtet Android Headlines davon, dass man dort an noch nicht veröffentlichte Marketingbilder der kommenden Samsung Galaxy Tab S10-Serie (angeblich bestehend aus Tab S10 Plus und Tab S10 Ultra) gelangt ist, die man jetzt mit der Welt teilt. Eine günstige Option wird es demnach gar nicht erst geben.

Als Farboptionen soll es Silber und Graphit geben, zumindest ist aktuell nicht mehr bekannt. Ob es noch andere Varianten gibt, werden wir dann voraussichtlich im Oktober erfahren, wenn die Geräte auf den Markt kommen. Da die Geräte bereits durch Chinas Variante der FCC gewandert sind, könnte die Vorstellung in der Tat schon bald bevorstehen.

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Das Google Pixel 9 Pro XL im Ersteindruck

Es ist neu, größer, hat ein noch helleres Display, mehr RAM, statt zwei hat es drei Kameras, die Selfie-Kamera löst deutlich höher auf, es gibt einen 30-fachen Super-Resolution-Zoom für Fotos und 20-fach für Videos und und und. Die Rede ist vom neuen Google Pixel 9 Pro XL, dem größten der neuen Modelle aus Googles Smartphone-Schmiede, das beweist, dass Größe in der Tat nicht immer alles ist. Ich habe euch bereits meinen Eindruck vom Pixel 9 schildern können. Jener lässt sich in den meisten Aspekten so auch auf das Pro-XL-Modell übertragen – vor allem in Hinblick auf den nunmehr deutlich höheren Einstiegspreis der Modelle.

Doch das Pro-Modell bietet natürlich auch ein wenig mehr fürs Geld, vieles davon hier eingangs schon angeschnitten. Googles beste Entscheidung in diesem Jahr war es, gleich zwei Pro-Modelle herauszubringen. Eines für die Massen, die einfach „Pro“ wollen, dafür aber dennoch ein Smartphone besitzen möchten, das man gut in den Händen halten kann. Das andere für diejenigen, die vielleicht doch etwas größere Hände besitzen oder allgemein lieber auf große Displays setzen. Für meinen Test erhielt ich neben dem Pixel 9 auch das neue Pixel 9 Pro XL – in der Farbgebung Porcelain. Genau wie beim Pixel 9 landete auch das Pro-XL-Modell hier erst sehr spät, weshalb es hier erst einmal nur einen Ersteindruck geben kann. So viel vorweg: Ich lobte im anderen Test bereits die neuen Hüllen aus dem Hause Google, deren Verarbeitung nun deutlich besser als zuletzt ausfällt. Irgendwie hält sich meine Begeisterung aber beim weißen Modell eher in Grenzen.

Das Material zieht Staub und Fussel wie irre an, das fällt aus Weiß natürlich ungleich besser auf. Zudem gehöre ich eher zu den Menschen, die ein Smartphone in allen Alltagssituationen greifen, wenn sie es benötigen. Auch bei der Gartenarbeit. Ich hatte Mühe und Not, die Fingerabdrücke meiner von Erde leicht verschmutzten Finger, wieder aus dem Case zu waschen. Diese Farbe in Kombination mit diesem Material sollte sich nur zulegen, wer auch wirklich selten in die Situation kommt, dass das Case schmutzig werden könnte. Ändert aber nix an der restlichen Verarbeitung, die ist auch hier sehr gut.

Beim Pixel 9 gefällt mir der matte Rahmen mehr als der glänzende bei den Pro-Modellen. Dafür wirkt die matte Rückseite mit dem gut sichtbaren Google-G als Logo äußerst hochwertig und greift sich auch so. In meinem Test habe ich das Pro XL sehr oft ohne Hülle bedient, weil ich das Design persönlich sehr liebe und weil es sich so gut hält. Über den Kamerabuckel will ich mich nicht streiten – mich stört er absolut nicht und wird mit Sicherheit auch bald für Cases oder Skins sorgen, die das Modul einbinden für eine Bender-Adaption aus Futurama. Zudem werden viele Hüllenhersteller auch bald wieder Lösungen anbieten, bei denen der Kamerabuckel aufgrund einer dickeren Hülle gar nicht mehr so bullig wirkt.

Das Display des Pixel 9 Pro XL ist ebenfalls vom Schlag „Premiumklasse“, noch dazu bietet es hier sogar bis zu 3.000 Nits maximaler Helligkeit. Das macht sich im Alltag sehr gut bemerkbar und verstärkt den eh schon hochwertigen Eindruck. Die Rahmen ums Display sind genau wie beim Pixel 9 noch einmal schmaler als bei den Vorgängern, dafür fehlt aufgrund der runderen Ecken im Direktvergleich zum Pixel 8 Pro doch wieder ein bisschen vom Gesamtdisplay. Im direkten Vergleich mit dem Pixel 9 scrollt es sich trotz 120 Hz bei beiden, mit dem Pixel 9 Pro XL noch etwas flüssiger. Das XL kann bei Bedarf die Bildwiederholrate sogar bis auf 1 Hz herunterfahren, was unter anderem dem Akkusparen hilft.

Der Akku fällt beim Pro XL noch einmal 300 mAh größer aus als beim Pixel 9, das macht sich im Alltag aber nicht wirklich bemerkbar. Hier wird man im direkten Vergleich mit einem größer angelegten Benchmark sicherlich Unterschiede finden können, das interessiert den normalen Nutzer aber im Grunde nicht wirklich. So ist der Akku nach einer Dreiviertelstunde Schnellladung dann bei knapp unter 70 % Kapazität, genauso schnell wie auch beim Pixel 9.

Auch wenn hier gleich wieder viele Leser schimpfen werden „das reicht locker“, „damit komme ich mein Leben lang hin“ und dergleichen: 128 GB interner Speicher als minimale Ausführung ist im Jahr 2024 gerade in dem Preissegment nicht mehr zeitgemäß. In Zeiten von Cloudspeicher und Co. kann man da sicher viel argumentieren, aber es gibt es auch eine Menge Menschen, die ihre Daten lieber ausschließlich lokal gesichert wissen, die Cloud lieber größtenteils meiden möchten. Da wären 256 GB als Startgröße schon beruhigender.

Beim Kamera-Setup des Pixel 9 Pro XL stehen erneut drei statt zwei Sensoren zur Verfügung. So steht den beiden Kameras, die auch das Pixel 9 innehat, eine 48-MP-Kamera mit 5-fach Teleobjektiv zur Seite. Das kennt man so bereits von den bisherigen Pro-Modellen der Vorgänger. Außerdem bekommt ihr nur beim Pixel 9 Pro / Pro XL in der neuen Serie den 30-fachen Super-Resolution-Zoom für Fotos, beim Pixel 9 ist jener auf maximal 7-fach beschränkt. Neu ist nun, dass die Pro-Modelle jetzt auch im Videomodus einen Super-Resolution-Zoom anbieten, ihr also bis zu 20-fach hereinzoomen dürft und dabei höher aufgelöste Ergebnisse erzielt als mit anderen Kameras, wenn ihr mit denen so weit hereinzoomt.

Mit dem P9 Pro XL aufgenommen: das farbenprächtige Mammut vom @Chaosdrucker (YouTube) – ab sofort im Kliemannsland zu finden.

In der Praxis klappt das auch super und kann mit Sicherheit auch Reisevideos und mehr aufpeppen. Für meine persönlichen Einsätze benötige ich die Funktion nicht, bin aber dennoch froh, sie für den „Ernstfall“ griffbereit zu haben. Die Selfie-Kamera des Pixel 9 Pro löst zudem mit 42 MP auf, das Pixel 9 hier noch mit 10,5 MP. Ihr könnt es hier vielleicht schon erahnen, dass Google da mit Pixel Binning beim Pro-Modell arbeitet. Im direkten Vergleich – die Bilder sind als Originaldateien auch nochmal im hier herunterladbaren Archiv verfügbar – sieht man dann keine derartigen Unterschiede, wie es die Zahlen suggerieren würden:

Ebenso habe ich mit an den neuen KI-Funktionen des Geräts versucht, darunter zum einen „Mich hinzufügen“ und zudem auch die Bearbeiten-Funktion, mit der sich Bildinhalte durch KI verändern oder hinzufügen lassen. Dabei durfte ich feststellen, dass zumindest jene Features bereits außerordentlich gut funktionieren. Nehmen wir mal die Editierfunktion, mit der sich Bildinhalte umwandeln lassen. Zwei Beispiele:

In beiden Bildern habe ich mir eine Stelle im Motiv herausgesucht, die ich bearbeitet haben wollte. Im ersten Bild markierte ich grob das Haus, im zweiten einen kleinen Bereich auf den Blüten. Als Befehle soll man aktuell eher kurze Begriffe statt langer Phrasen wählen, so Google in einem Hinweis. Ich sagte der KI also in Bild 1 „Baum“ und in Bild 2 „Biene auf Blüten“. Beides ist schon ziemlich gelungen umgesetzt worden, wenngleich ihr im zweiten Bild eher an eine Hummel als eine Biene denken muss. Die KI erstellt euch nicht nur ein, sondern gleich mehrere Ergebnisse, aus denen ihr wählen dürft. Optional lasst ihr euch zu euren Anfragen weitere Ergebnisse generieren.

Das zweite Feature, welches ich unbedingt direkt mal ausprobieren wollte, ist „Add Me“ oder hierzulande „Mich hinzufügen“. Über dessen Funktionsweise ist schon reichlich in den vergangenen Tagen bis Wochen gesagt worden, ich will nur soviel dazu äußern: Google macht es euch wirklich einfach, damit zu hantieren und schnell nützliche Ergebnisse zu erzielen. Und wenn man möchte, dann kann man damit auch andere Ideen umsetzen:

Google „Mich hinzufügen“

Weder das Pixel Studio (eine App zum freien Generieren von KI-erstellten Bildern) noch die App Pixel Screenshots ist auf dem Testgerät voll funktionsfähig gewesen, beide sollen auch erst später in Deutschland eingeführt werden. Hierzu werden wir dann mit Sicherheit bei Verfügbarkeit mehr berichten können. Es ist aber schon zu merken, dass der Tensor G4 noch mehr auf KI geeicht ist. Das Erstellen solcher Inhalte wie oben genannt dauert nur kurze Momente, weshalb sich das Ganze dann auch gut integriert anfühlt und nicht wie eine Funktion, die eher Inhalte ins Web schicken würde, die dort dann bearbeitet und fertig ans Gerät zurückgeschickt werden.

Zum „neuen“ Ultraschall-Fingerabdrucksensor kann ich aktuell noch gar nicht so viel sagen, beziehungsweise weigere ich mich, zu bescheinigen, dass jener wirklich besser funktioniert als der des Pixel 8 Pro im direkten Vergleich. Der neue Sensor ist auch in Samsungs Galaxy S24 Ultra zu finden. Im Gegensatz zu einigen Lesern konnte ich selten Probleme mit der Erkennung am Pixel 8 Pro feststellen. Wenn die Finger mal schmierig sind oder verschmutzt, dann weigert sich der Sensor durchaus, seine Funktion auszuführen. Doch das gilt auch für den Ultraschallsensor des Pixel 9 / Pixel 9 Pro (XL). Demnach muss ich die neuen Geräte wohl erst noch ein wenig länger im Einsatz haben, um wirklich einen Unterschied ausmachen zu können oder eben nicht.

Wie auch bei meinem Bericht zum Pixel 9 möchte ich hier zum Pixel 9 Pro XL sagen, dass Google ein wahnsinnig schönes Gerät abliefert, das durchaus besser und mit mehr Funktionen bestückt ist, meiner Meinung nach aber keine direkte Kaufempfehlung für Besitzer des direkten Vorgängermodells ist. Blickt man mal auf die aktuellen Preise, dann kann ich auch durchaus verstehen, dass viele Nutzer eher auf das kommende Jahr und das zukünftige Pixel warten. Weder Performance noch die Qualität der aufgenommenen Bilder haben mit einem Mal enorm zugelegt, aber das war für viele Pixel-Nutzer auch gar nicht nötig. Als Allrounder sind die Geräte nämlich weiterhin für viele, auch mich, unschlagbar. Mit den neuen KI-Funktionen, Gemini und vor allem dem neuen Design, holt man wohl aber vor allem die Pixel-Ultras unter den Nutzern ab, die dann auch das nötige Kleingeld ausgeben würden.

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Das Google Pixel 9 im ersten Eindruck

Wirft man mal einen Blick in unsere Suche, dann lässt sich sehr schnell erkennen, wie oft die neue Pixel-9-Geräteserie in den vergangenen Monaten bereits Thema bei uns gewesen ist. Dabei sind zumindest in Anbetracht der mittlerweile ja auch offiziell vorgestellten Hardware keine unglaublichen Sprünge zur Vorgängerserie zu erwarten gewesen.

Wie in den letzten Jahren auch, hatte Google mir die Möglichkeit gegeben, die aktuelle Gerätereihe vorab auszuprobieren und euch damit ein wenig näherzubringen, was euch mit den neuen Modellen des Pixel 9 erwartet. Seht das Ganze hier bitte eher als Ersteindruck, ich konnte mit den Geräten bisher noch nicht so ausgiebig agieren, als dass ich schon jede noch so kleine Funktion bis ins Detail ausprobiert hätte.

Ihr kennt es mittlerweile: Die vollständigen Specs des neuen Pixel 9 rattere ich an dieser Stelle nicht erneut runter, stattdessen gibt es jene hier noch einmal in ausführlich nachzulesen. Nur die wichtigsten Eckdaten wollte ich noch einmal erwähnt wissen. Allem voran setzt das Google Pixel 9 auf ein überarbeitetes Design mit einem kantigen Rahmen und etwas mehr Rundungen in den vier Displayecken. Der Kamerahügel ist ebenso überarbeitet, diesmal dann eher im Pillendesign gehalten, statt wie seit dem Pixel 6 als eine Art Visor. Zudem setzt die neue Gerätefamilie mehr denn je auf das Buzzword KI, unter anderem auch aufgrund des neuen Tensor G4 SoCs, der euch Gemini als Assistenz aufs Handy bringt. KI bringt dann außerdem einige neue Funktionen in die Kamera des Pixel 9.

Doch eins nach dem anderen. Wer hier schon länger liest, weiß vielleicht inzwischen auch, dass das Pixel 8 Pro aus dem vergangenen Jahr der finale Grund für mich war, mein iPhone als Daily Driver abzulegen und stattdessen wieder voll auf Android zu setzen. Das tatsächlich einzige, dass ich von meinem (zugegebenermaßen „alten“) iPhone 12 noch immer vermisste, war der kantige Rahmen. Jener lag mir persönlich einfach noch besser in der Hand als es das Pixel 8 Pro tat, unabhängig von der eh recht glatten Rückseite. Ein Smartphone kommt bei mir auf kurz oder lang in eine Hülle, das erfordert mein Alltag einfach. Die neuen Pixel-9-Modelle bringen 2024 nun also genau jene Änderung am Design, die mir noch so schmerzlich fehlte.

So fasst sich das neue Gerät einfach noch besser als bisher, zudem ist dieses Jahr jetzt auch das Pro-Modell in derselben Größenordnung unterwegs wie das einfache Pixel 9. Das macht eben jenes Pro-Modell in meinen Augen zum – jetzt will ich den Ausdruck auch mal verwendet haben – absoluten Sweet Spot der Reihe. Denn die Größe des Pixel 9 / 9 Pro ist im Grunde für die meisten Hände einfach perfekt, dank des Rahmens greift es sich noch sicherer denn je. Zudem verzichtet Google beim kleinen Pixel 9 Pro auf keinerlei Features vom Pixel 9 Pro XL. Bei all der Freude über die Kanten, wäre mir zu Beginn fast untergegangen, dass der SIM-Slot unten ans Gerät gewandert ist. Die Tasten wirken meiner Meinung nach noch mehr nach Premiumklasse als bisher. Jene sitzen angenehm fest im Gerät, der Druckpunkt ist etwas fester als beim Vorgänger. Auch das verstärkt den Eindruck, hier ein wirklich hochwertiges Gerät in den Händen zu halten.

Dabei gefällt mir persönlich der matte Rahmen des Pixel 9 noch einen Deut besser als die polierten Rahmen der Pro-Modelle. Aber das sind subjektive Eindrücke, das sieht jeder für sich anders. Nicht leugnen lässt sich aber dennoch die Ähnlichkeit zu Geräten aus Cupertino, gerade wenn man ein aktuelles iPhone-Modell in einer ähnlichen Farbgebung neben das Pixel 9 legt. So geschehen zu Besuch bei Caschy, wo wir uns beide einig waren, dass auf den ersten Blick im Grunde vor allem das Kameramodul verrät, welche Marke da gerade vor einem liegt. Aber das ist in meinem Fall auch eine zu begrüßende Entscheidung, diese ganzen abgerundeten Displaykanten waren seit Tag 1 nie meins.

Glossy oder matt, was darf’s sein?

Das Gewicht der neuen Modelle ist im direkten Vergleich zu den Vorgängern minimal gestiegen, sorgt aber ebenfalls für ein noch besseres Handling. Dennoch sollte diese Info nicht ungenannt bleiben, ich kenne so einige Personen, die viel Wert darauf legen, dass ihr Smartphone bloß nicht zu schwer ausfällt – da können ein paar Gramm schon eine Kaufentscheidung beeinflussen. Was mir ebenfalls gut am Pixel 9 gefällt, ist der mattierte Kamerabuckel. Nicht wegen seiner neuen Form – die wird jeder für sich mögen oder eben nicht. Nein, eher die Tatsache, dass Google nicht einfach nur einen glänzenden Visor verbaut hat, sondern die Sensoren mit einer mattierten Metalloberfläche umgibt.

Google hat selbstverständlich auch neue, eigene Hüllen für die Pixel-9-Reihe veröffentlicht. Beim Pixel 8 Pro fühlte sich die hauseigene Hülle ob des verwendeten Materials einigermaßen flott „schmierig“ an, irgendwie fehlte es am nötigen Grip, zudem störten die teils sehr weichen Kanten im Bereich der Tasten und unten am Ladeport. Hier hat Google bei den neuen Hüllen ordentlich nachgebessert. Man kann sie also meiner Meinung nach durchaus auf lange Zeit hin nutzen, ohne sich für eine besser verarbeitete umsehen zu müssen. Ansonsten bietet Google in seinem Store auch die neuen Lederhüllen von Bellroy an – meine persönlichen Favoriten.

Das neue Actua-Display verspricht eine maximale Helligkeit von 2.700 Nits. Das ist nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis sehr positiv wahrzunehmen. In den vergangenen Tagen war es immer mal wieder recht sonnig. In hohen Helligkeitseinstellungen hatte ich überhaupt keine Schwierigkeiten, dabei alles auf dem Display zu erkennen. In Sachen Smoothness beim Bedienen und auch in der Darstellung von Farben sehe ich als Otto Normalbürger, wenn überhaupt, nur marginale Verbesserungen gegenüber dem Pixel 8 / Pixel 8 Pro.

Eines der mittlerweile regelrecht unangenehm oft verwendeten Marketing-Buzzwords ist „Künstliche Intelligenz / KI“. Auch Google ist nicht müde geworden, seine neue Gerätereihe mit allerhand KI-Features zu bewerben. Für jene sorgt allem voran Gemini als neuer integrierter Assistent. Diese Änderung begrüßen noch nicht unbedingt alle Nutzer, schließlich stellte jener sich in der Vergangenheit bei dem einen oder anderen gerne mal quer, wenn er Erinnerungen oder einen Wecker stellen sollte, etc. Der bisherige Google Assistant ist noch immer pfiffiger unterwegs, wenn es um direkte Befehle geht, die ausgeführt werden sollen. Gemini versteht sich eher als KI, die vor allem auch bei komplexen Problemen helfen können soll. Bilder erstellen, Inhalte zusammenfassen, Informationen querbeet aus den eigenen Diensten zusammentragen und so weiter. Da muss Google auch erst noch ein wenig nachbessern, bis Gemini auch die haushaltsüblichen Dinge wieder problemlos erledigt. Dennoch agiere ich mittlerweile viel mit Gemini, er lernt dazu, antwortet dank neuer Hardware auch ein wenig schneller als noch auf dem Pixel 8 Pro.

Die Leistung des Pixel 9 im Alltag brauche ich eigentlich gar nicht allzu groß zu beschreiben. Im Alltag spüre ich keinerlei Unterschied im Vergleich zum direkten Vorgänger, eher war es wie ein 1:1-Softwarewechsel, die nun einfach in einem neuen Gerät  wie gehabt weiterarbeitet. Nun gehöre ich aber auch nicht zur Generation der Mobile-Gamer, die oft rechenintensive Games am Smartphone daddelt. Wenn ihr euch daran gestört haben solltet, dass euch das Pixel 8 / 8 Pro für eure Spiele nicht leistungsstark genug gewesen ist, dann schaut auch lieber an der neuen Pixel-9-Serie vorbei. Hier ändert sich nichts. Das soll keineswegs heißen, dass die Modelle schwach auf der Brust sind – nur grafiklastige Games sind einfach nicht die Stärke der Pixel-Phones.

Als Nutzer, der ein schnelles Smartphone im Alltag zur Hand haben will, begeistern mich die Pixel-Phones aber seit jeher. Da ruckelt nichts, Apps starten enorm flott, App-Switching geht sehr schnell von der Hand. Ihr dürft eben schlicht nicht erwarten, dass das neue Pixel 9 riesige Performancesprünge machen würde – das tut es nicht.

Ebenso wenig überraschend sollte demnach auch sein, dass die neue Kamerahardware zwar erneut großartige Fotos knipsen lässt, rein von der Bildqualität aber ebenfalls eher marginale Verbesserungen anzubieten hat. Die Ultraweitwinkelkamera löst mittlerweile mit 48 MP auf, das Blickfeld liegt nun bei 126 Grad. Heißt also noch mehr Bildinhalte möglich, mit höherer Auflösung. Das sind aber eher die kleinen Verbesserungen. Die Hauptkamera löst indes erneut mit 50 MP auf, mit f/1.7-Blende. In meinem Test hatte ich den Eindruck, dass der Autofokus noch ein wenig schneller zuschlägt als der des Pixel 8 Pro. Zumindest wirkte dies in meinem 1:1-Vergleich so – wohlgemerkt NICHT unter Laborbedingungen. Die Fotos des Pixel 9 gelingen aber erneut schnell und sehen großartig aus, was auch diese Gerätereihe wieder perfekt zu Point-and-Shoot-Geräten macht. Hier geht’s zum Download der Originalbilder, die mit dem Pixel 9 und Pixel 9 Pro XL während des Testzeitraums angefertigt wurden.

Eine der KI-Funktionen, die hierzulande auch direkt von Anfang an auf den neuen Pixel 9 zu finden sein wird, ist „Mich hinzufügen“. Konnte man in den Demos beim Google-Event schon ausreichend sehen und sorgt dank KI quasi dafür, dass der Fotograf eines Gruppenfotos nachträglich automatisch ins Bild editiert wird, nachdem er von einer anderen Person allein im selben Motiv aufgenommen wird. Dabei werden euch zum einen die beiden Einzelfotos von euch und der Gruppe gespeichert, zudem natürlich auch das KI-bearbeitete Ergebnis. Das klappt erstaunlich gut und wird mit Sicherheit das eine oder andere Foto retten können.

Mit „Mich hinzufügen“ lassen sich auch andere Dinge anstellen

Eine weitere KI-Funktion, die mich durchaus beeindrucken konnte, kennen Nutzer der Galaxy-S24-Reihe bereits. Ihr markiert einen Bereich im Bild, den ihr von der KI verändern wollt. Das meint aber nicht nur Größe und Position, sondern vor allem den Inhalt. Sprich: Wenn ich mir einen Papagei auf die Schulter setzen lassen möchte, obwohl ich an schlimmer Ornithophobie leide, dann kreise ich im Editor meine Schulter und den kleinen Bereich darüber ein, sage der KI „Papagei auf Schulter“ oder einfach „Papagei“ und nach wenigen Sekunden werden mir mehrere Ergebnisse präsentiert. Das klappt je nach Motiv aber auch nicht immer perfekt. Unserem frechen Kater einen Heiligenschein zu verpassen, wollte einfach nicht gelingen. Ob das nun am Ende an seiner persönlichen Einstellung zum Thema liegt oder die Umsetzung für die KI einfach zu viel war – ich weiß es nicht.

Die KI-Apps „Pixel Studio“ als auch „Pixel Screenshots“ sind auf meinem Testgerät zwar verfügbar, funktionieren aber in der von mir gewählten Sprache nur in Teilen oder gar nicht. Darum habe ich mich dazu entschlossen, dazu erst zu einem anderen Zeitpunkt etwas zu berichten.

Bei so viel KI-Gefrickel, mehr Helligkeit und verbessertem Display, muss der Akku doch auch schneller runter sein als bei den bisherigen Modellen? Hier schafft es Google mit dem Tensor G4 erneut ganz gut, die in den Pressemeldungen so oft erwähnte 24-Stunden-Laufzeit einzuhalten. In meinem Fall ist am Ende des Tages bislang noch immer gut Akku (rund 25 – 30 %) übrig. Ich kenne aber auch genügend Personen, die bereits nach einem halben Tag „normaler Nutzung“ bereits mit ihrem Pixel ans Kabel müssen – das wird sich auch mit dem Pixel 9 nicht ändern. Am ersten Tag, nachdem ich die Testgeräte erhalten habe, wurden jene kurz eingerichtet und aufgeladen. Los ging es mit der Nutzung dann richtig erst ab Tag 2, dann aber auch mit >>aller Gewalt<<, sprich: KI-Features testen, reichlich Fotos machen, Display auf 100 %, Dienste einrichten, viel Social Media. Da hielt der Akku dann etwa bis 17 Uhr, danach war dann aber auch Sense. Dank Schnellladung sind die Geräte aber auch alle einigermaßen schnell wieder einsatzbereit. Für rund 60 % Ladung benötigte ich hier 40 Minuten.

Subjektiv betrachtet scheint Google aber auch am Telefoniererlebnis geschraubt zu haben. Ich habe hier den Eindruck, dass die Software noch besser Nebengeräusche ausblenden lassen kann, das allgemeine Telefonieren ist mit einem hörbar besseren Erlebnis möglich. Erneut stört mich aber, dass die höchste Lautstärkeeinstellung des Pixels dafür sorgt, dass mein Gegenüber viel zu laut zu hören ist, meine Umgebung so im Grunde hervorragend mittelefonieren kann. Hier muss ich grundsätzlich zwei oder drei Klicks auf der Lautstärkewippe nach unten machen.

Was ich bislang nicht feststellen konnte, sind Probleme mit der produzierten Abwärme vom Gerät. Bei der Vorgängerserie erhielt ich hin und wieder die Rückmeldung, dass die Geräte im Betrieb mit Android Auto oder beim Filmen enorm heiß werden konnten. Bei letzterem habe ich das leider auch schon mal erleben müssen, der Akku war dabei entsprechend arg belastet. Jene Szenarien sind mir (bisher) aber noch nicht mit dem Pixel 9 passiert. Genauso habe ich versucht nachzuahmen, dass ein Pixel-Phone in Kombination mit einer Videoaufnahme während der Nutzung von Android Auto stotternde, gar krass verzögerte Videos aufnehmen soll. Gesehen habe ich es persönlich mal mit einem Pixel 8 Pro, sogar reproduzierbar. Das Pixel 9 hat hier im Test anstandslos mitgespielt, darf auch gern so bleiben.

An dieser Stelle würde ich meinen ersten Eindruck aber auch erst einmal beenden wollen. Die von Google ausgerufenen Preise für die neuen Geräte sind zugegebenermaßen diskussionwürdig. Gerade dann, wenn neue Modelle vielleicht gar nicht so viel Neues im Vergleich zu den direkten Vorgängern bieten. Ich behaupte mal, dass das Pixel 9 sich als Bundle mit der neuen Pixel Watch 3 oder mit einem ersten Preisnachlass nach geraumer Zeit besser vermarkten ließe. Bislang kann nur gemutmaßt werden, was das Unternehmen im kommenden Jahr mit dem Pixel 10 (oder Pixel X?) abliefern wird. So bleibt zum aktuellen Pixel 9 zu sagen, dass es sich um ein gemütliches Update handelt, wenn man nur mal auf die aktuelle Hardware blickt. In Verbindung mit dem Tensor G4, Gemini und den KI-Funktionen (derer es hierzulande ja auch noch mehr werden sollen) könnte man zumindest als Besitzer eines Pixel 6 oder 7 überlegen, zuzugreifen. Besitzer des direkten Vorgängers können meiner Meinung nach sicherlich noch mindestens ein Jahr warten – sofern sie nicht ebenso gallig auf das neue Design sind wie ich es war.

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Blackmagic Camera für Android: Version 1.2 bringt Neuerungen und Support für neue Pixel-Smartphones

Im September 2023 veröffentlichte Blackmagic Design, bekannt für den Video-Editor DaVinci Resolve, eine neue Kamera-App speziell für iOS. Die App bietet fortgeschrittene Einstellungen, um Smartphone-Videos / -Fotos professioneller zu gestalten.

Benutzer können Parameter wie Verschlusszeit, ISO, Weißabgleich und Tönung selbst festlegen, ähnlich den Optionen von Blackmagic-Kameras. Die App ermöglicht den einfachen Wechsel zwischen verschiedenen Kameras, Anpassung der Bildrate und andere Funktionen. Seit Juni ist die Blackmagic Camera App auch für ausgewählte Android-Smartphones im Google Play Store verfügbar.

Ein Update auf Version 1.2. steht ab sofort bereit. Die ist vor allem für jene interessant, die sich ein neues Pixel-Smartphone bestellt haben, denn die App bietet nun Unterstützung für Google Pixel 9, 9 Pro und 9 Pro XL sowie verbesserte Stabilität bei der Wiedergabe von Clips im Media-Tab, korrekte Clipausrichtung für spiegelnde Frontkameras und mehr. Blackmagic Camera bekommt ihr im Google Play Store für euer Android-Smartphone.

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Google Pixel: Neue Klingeltöne und Alarme

Zusammen mit der Pixel-9-Serie hat Google auch neue Sounds und Alarme unter dem Claim „Sound Matters“vorgestellt. Mittlerweile wird der Spaß auch an andere Pixel-Geräte verteilt. Freuen dürfen sich all jene, die auf Natur- und Vogelgeräusche stehen.

Diese Kollektion ist nicht nur eine Hommage an die Natur, sondern auch ein Zeugnis für die Bedeutung von Klängen in unserem Leben. Der Google-Sounddesigner Henry Daw beschreibt die Vision hinter der Kollektion:

„Wir wollten nicht, dass dies einfach nur eine weitere Sammlung von Naturgeräuschen wird. Wir suchten nach Klängen, die tief bedeutungsvoll sind und unsere natürliche Welt widerspiegeln, sowohl auf positive als auch zum Nachdenken anregende Weise. Klänge, die sich von dem unterscheiden, was die meisten Menschen täglich hören, egal ob sie in städtischen Gebieten oder weniger naturreichen Ökosystemen leben. Letztendlich möchten wir, dass diese einzigartigen Klänge alle, die sie erleben, erfrischen und inspirieren.“

Zu finden ist das Ganze in euren Sound-Einstellungen auf dem Pixel, setzt aber voraus, dass das Update Version 3.1 (642123347) der Töne-App von Google auf dem Gerät ist.

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