Retro-Gaming-Konsolen im Vergleichstest

Alte Spiele-Klassiker aus den Achtzigern auf Retro-Konsolen zu zocken ist ein großer Spaß, nur welches der zahlreichen Systeme ist das Beste? Wir haben verschiedene Modelle getestet und verraten, für wen sich welche Konsole am besten eignet.

Einer der wichtigsten Faktoren bei der Kaufentscheidung zu einer Retro-Konsole ist die verwendete Software. Die von uns getesteten Systeme unterscheiden sich in erster Linie durch die Tatsache, dass einige Konsolen veränderbare Software nutzen und andere nicht. Das ist spätestens dann relevant, wenn man zusätzliche Spiele installieren möchte.

Bei der billigen Handheld-Konsole mit hunderten vorinstallierten Spielen ist es beispielsweise möglich, eigene ROMs mittels SD-Karte zu ergänzen. Selbst die originalen Classic-Konsolen NES Mini und SNES Mini von Nintendo sind veränderbar. Mit einem entsprechenden Hack lassen sich weitere Spiele nachladen.

Bei den günstigen Nachbau-Konsolen aus China geht das nicht. Zwar kommen diese bereits mit hunderten vorinstallierten Spielen zum Kunden, wenn aber das persönliche Lieblings-Game fehlt, ist das sehr ärgerlich.

Am meisten Möglichkeiten hat der Nutzer mit einer Selbstbau-Konsolen. Diese bieten neben dem individuellen Design auch die größte Freiheit in Sachen Software. Auf Konsolen auf Basis des Raspberry Pi laufen beispielsweise Games von fast allen Nintendo-Systemen, Sega Megadrive, C64, Amiga und vielen weiteren.

Da die Nintendo-Konsolen aufgrund der hohen Beliebtheit innerhalb weniger Wochen vergriffen waren, sind die Verkaufspreise in die Höhe geschossen. Findige Geschäftsleute aus China nutzen diese Situation und verkaufen Eins-zu-Eins-Kopien von Nintendos Mini-Classic-Konsolen.

Diese sehen den Originalen zwar zum Verwechseln ähnlich, allerdings haben sie entscheidende Nachteile: Das größte Manko der Klon-Konsolen ist die Software. Eigene Spiele im Nachhinein zu installieren ist nicht möglich, außerdem schummeln die Hersteller bei der Angabe der installierten Titel, und die Rechtmäßigkeit der Spiele-Lizenzen ist zumindest fragwürdig.

Der China-Klon des SNES hat zwar tatsächlich hunderte Spiele vorinstalliert; trotzdem enttäuscht die Titelauswahl. Auf dem Konsolen-Nachbau ist kein einziges Super-Nintendo-Spiel vorhanden, es gibt nur Spiele der älteren NES-Konsole. Wer sich auf SNES-Spiele gefreut hat, wird an diesem vermeintlichen Schnäppchen keinen Spaß haben.

Nintendo-Fans empfehlen wir deshalb den originalen SNES Classic Mini. Dieser ist zwar um ein vielfaches teurer, aber hochwertig verarbeitet, mit tollen, lizenzierten Spielen bestückt und offen für Bastler, wenn die Vorauswahl der Games nicht ausreicht. Wie das genau funktioniert erklären wir in unserem Testbericht.

Bei der Kopie des Classic Mini NES sieht es etwas besser aus. Immerhin sind alte NES-Spiele installiert, so wie man es erwartet. Die Sortierung der Spiele ist allerdings eine Katastrophe. Wer die alten Nintendo-Klassiker spielen will und nicht auf ein bestimmtes Spiel aus ist, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Wer spezielle Spiele im Auge hat, sollte besser zum Original von Nintendo greifen.

Wer eine All-in-One-Lösung für Spiele von verschiedenen Konsolen sucht, muss selbst basteln. Mit einer Konsole auf Raspberry-Basis funktionieren unter anderem Spieletitel von NES, SNES, Wii, Gameboy, Gameboy Color, Gameboy Advanced oder Nintendo DS.

Die Spiele der neueren Konsolen wie Nintendo Wii laufen zwar theoretisch, allerdings ruckelt die Wiedergabe stark. Die älteren NES- oder SNES-Spiele laufen hingegen flüssig. Die Kosten für einen Selbstbau beginnen bei etwa 40 Euro. Wie der Aufbau einer DIY-Konsole funktioniert haben wir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengefasst.

Wer Retro-Games unterwegs zocken will, braucht eine der günstigen Handheld-Konsolen mit vorinstallierten Spielen. Die Auswahl der günstigen China-Handhelds ist sehr groß; deren Ausstattung sehr unterschiedlich. Verarbeitungsqualität und Haptik der von uns getesteten Konsole sind eher mäßig und passen zum niedrigen Preis von knapp 30 Euro. Weder der Bildschirm noch die Bedientaster sind so richtig zufriedenstellend. Zwar funktioniert die Handheld-Konsolen insgesamt ganz gut, aber auf lange Sicht frustrieren die ungenaue Steuerung und der schlechte Bildschirm. Ob eine Lizenz für die installierten Spiele vorliegt, ist ebenfalls fraglich. Für kurzzeitiges Zocken in Bahn oder Auto sind die mobilen Konsolen trotzdem gut geeignet.

Zum Ausprobieren geht es aber noch günstiger. Mit den passenden Apps wie beispielsweise ClassicBoy oder Snes9x EX+ wird jedes Android-Smartphone im Handumdrehen zur mobilen Retro-Konsole. Wir haben getestet, wie genau das funktioniert.

Die Steuerung erfolgt entweder über den Touchscreen des Smartphones oder mit einem Gamepad. Es funktionieren sowohl Bluetooth- als auch USB-Controller. Zur Nutzung der kabelgebundenen Devices ist allerdings zusätzlich einen OTG-Adapter nötig.

Eine weitere Möglichkeit für mobiles Zocken wäre der Selbstbau auf Basis des Raspberry-Einplatinen-Computers. Aufgrund der geringen Größe einer Handheld-Konsole ist so ein Aufbau eine echte Herausforderung und kommt deshalb nur für sehr erfahrene Bastler in Frage.

Wer sich mehr für Automaten-Games als für Nintendo & Co. interessiert, der sollte sich seine Konsole entweder selbst bauen oder zu einer fertigen Lösung wie der Pandora's Box greifen.

Diese Konsole setzt auf echte, digitale Arcade-Joysticks und klackernde Druckknöpfe. Das einfache Plug&Play-System für maximal zwei Spieler hat uns im Test überzeugt: Gehäusedesign und bekannte Arcade-Spiele sorgen für authentisches Spielhallen-Feeling. Die Verarbeitung ist hochwertig und der Nutzer kann die Spiele nach eigenen Vorstellungen sortieren. Mit einem Hack ist es auch möglich, eigene ROMs zu installieren – ausprobiert haben wir das aber noch nich. Einziges Manko an dieser Lösung ist der verhältnismäßig hohe Preis.

Nintendo-Fans die ein unkompliziertes System haben möchte, sollte sich für den originalen Classic Mini SNES entscheiden. Wer Arcade-Games aus der Spielhalle vorzieht kauft am besten die Konsole Pandora's Box. Nutzer die sowieso gerne basteln oder ein Multi-Konsolen-System wollen, sollten sich auf jeden Fall für die flexible und günstige DIY-Konsole entscheiden. Zum Spielen unterwegs empfehlen wir die Nutzung eines Android-Devices mit der passenden App.

  • Kaufberatung Retro-Konsolen: Nintendo, Sega, Atari & Co.
  • Anleitung: Retro-Konsole mit dem Raspberry Pi selber bauen
  • Retro-Konsole Nintendo SNES Classic Mini im Test: Kaufen!
  • SNES-Klon im Test: gute Hardware, falsche Spiele
  • China-Klon von Nintendos Classic Mini NES im Test
  • Arcade-Feeling: Retro-Konsole Pandora's Box im Test
  • Mobile Retro-Konsole aus China im Test: 10.000 Spiele, 40 Euro

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Danke: bestboyzde

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