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LG G6 im Test: Konkurrenz für das Galaxy S8?

Das Samsung Galaxy S8 hatten wir schon im Test – jetzt folgt der wichtigste Konkurrent, das LG G6. Warum LG ebenfalls einen sehr guten Job gemacht hat und uns das G6 in manchen Bereichen sogar besser als das neue Samsung-Top-Modell gefällt, verraten wir Euch in unserem Testbericht



Man merkt dem LG G6 gleich an, dass es sich um kein gewöhnliches Smartphone handelt. Es geht um viel. Es ist das neue Topmodell des koreanischen Unternehmens – dementsprechend haben die Designer versucht, dem Handy ein möglichst ansprechendes „Look & Feel“ zu verpassen. Die guten Nachricht: Das ist sehr gut gelungen. Mit seinem Metallrahmen und dem fast die ganze Front einnehmenden Display macht das das G6 zumindest optisch schon einiges her.

Die nicht abnehmbare Rückseite ist dem aktuellen Trend folgend (
Samsung Galaxy S8 im Test,
HTC U Ultra im Test) aus Glas und schmiegt sich angenehm in die Handfläche. Die Abmessungen von knapp 149 × 72 × 8 Millimeter tragen ihren Teil dazu bei, dass das G6 auch sehr gut einhändig zu bedienen ist. Das Smartphone ist übrigens nach IP68-Zertifizierung gegen Wasser und Staub geschützt.

Was die Position und die Funktionsweise der Tasten angeht, hat LG einen super Job gemacht. Der auf der Rückseite mittig recht weit oben sitzende Fingerabdruckscanner ist gut zu ertasten und auszulösen, außerdem dient er auch als mechanischer Power-Button. So lässt sich das Gerät beispielsweise in einer Hand gehalten sowohl per Fingerabdruck einschalten als auch durch Drücken des Scanners ausschalten. Vor allem, wer sein Smartphone viel mit nur einer Hand benutzt und bedient, wird diese Möglichkeit des Ausschaltens lieben. Ein seitlich sitzender Button ist ja oft ohne zweite Hand nicht besonders komfortabel zu erreichen.

Auch den Lautstärketasten hat LG eine perfekte Position verpasst, zumindest wenn man das Handy meist in der linken Hand hält: Während des Telefonierens lässt sich die Lautstärke komfortabel mit den links sitzenden Buttons, die einen guten Druckpunkt haben, einstellen. Im Standby dienen sie per Doppelklick als Schnellzugriffstasten. „Leiser“ startet die Kamera, „Lauter“ die App QuickMemo+, die handschriftliches Notieren ermöglicht.

Wie es sich für ein High-End-Smartphone gehört, steckt im Inneren des LG G6 Technik vom Feinsten – wenn auch nicht ganz so auf der Höhe der Zeit wie beim Galaxy S8. Als Antrieb kommt ein Snapdragon-821-Chip von Qualcomm zum Einsatz, der Arbeitsspeicher ist 4 GByte groß. Das G6 gibt es nur in einer Speicherausführung: 32 GByte, die mittels microSD-Karten-Slot erweiterbar sind.

Im mobilen Internet unterstützt das Smartphone laut Hersteller LTE der Kategorie 11 mit maximal 600 Mbit/s im Downstream, bei WLAN gibt es Dual-Band-Unterstützung nach 802.11a, b, g, n und ac. Zu den weiteren Spezifikationen gehören Bluetooth 4.2, GPS und NFC. Der Akku des LG G6 hat eine Kapazität von 3300 mAh und unterstützt die Schnelladetechnologie Quick Charge 3.0, mit der in 35 Minuten bis zu 50 Prozent frische Akkuladung drin ist. Beim Aufladen und beim Datenaustausch setzt LG beim G6 auf den USB-Typ-C-Standard.

Ähnlich wie bei Samsungs Galaxy S8 besteht auch beim G6 die Front auf den ersten Blick fast nur aus Display. Der Bildschirm misst 5,7 Zoll in der Diagonalen und löst 2880 × 1440 Pixel auf. Da LG auf ein 18:9-Format setzt, ist das Gerät trotz des eigentlich eher großen Displays noch recht kompakt. Inhalte zeigen sich bei solch höher Auflösung natürlich gestochen scharf, die Farbdarstellung gefällt uns gut. Wie auch bei einigen anderen Smartphones von LG holt man das G6 per Doppeltap auf den Bildschirm aus dem Standby, eingeschaltet schickt man es so auch wieder schlafen. Die Koreaner nennen das Knock-on. Weiterhin kann das Handy auf Wunsch Uhrzeit und Benachrichtigungen auch bei ausgeschaltetem Bildschirm anzeigen.

In Sachen Kameras hat das G6 einiges zu bieten. Auf der Rückseite sitzt neben einer Weitwinkel-Knipse mit einem Radius von 125 Grad und f/2.4-Blende noch eine Kamera mit 71 Grad und f/1.8-Blende. Letztere kommt mit optischer und elektronischer Bildstabilisierung. Die Auflösung beider Kameras ist 13 Megapixel. Beim Knipsen wählt man einfach das gewünschte Objektiv, je nach Einsatzzweck und Anforderungen. Die Frontcam löst 5 Megapixel auf, hat eine f/2.2-Blende und neben einem Standardperspektiven-Radius von 82 Grad auch wahlweise Weitwinkel drauf: Hier sind es 100 Grad.

Fotos mit dem G6 zu schießen und dabei zwischen Standard- und Weitwinkel wechseln zu können, macht Laune. Das wäre natürlich nicht der Fall, könnte nicht auch die Qualität überzeugen. Nicht nur bei guten Lichtverhältnissen gelingen im Auto-Modus sehr gute Bilder, auch unter Low-Light-Bedingungen kann man sich auf die Kameras des LG G6 verlassen. Auch die Qualität von mit dem Handy gemachten Videos konnte uns überzeugen, hier beträgt die maximale Auflösung UHD.

Natürlich gibt es beim LG G6 in der Kamera-App auch einen manuellen Experten-Modus für Weißabgleich, ISO & Co., außerdem noch einen ganz witzigen Quadrat-Modus. In diesem sieht man in der Standardeinstellung innerhalb der noch offenen Kamera-App das gerade geschossene Bild und kann es beispielsweise direkt löschen. Mit den Optionen Doppelfoto, Vorlagenaufnahmen und Fotogitter lassen sich hingegen ganz spaßige Effekte realisieren.

Das LG G6 bietet eine Top-Leistung. CPU und RAM sorgen für ein flüssiges und schnelles System ohne jegliche Hänger, dass natürlich auch für die aktuellsten grafisch anspruchsvollen Games geeignet ist. Im AnTuTu-Benchmark kommt das G6 auf 156652 Punkte, damit liegt es zwar hinter dem Galaxy S8 und dem iPhone 7, hat aber einen Platz auf den vordersten Rängen. In der Praxis wird man zwischen diesen Geräten allerdings auch keinen Unterschied wahrnehmen. Der Fingerabdruckscanner legt ebenfalls eine gute Performance an den Tag: Er reagiert zuverlässig und schnell.

In Sachen Akkulaufzeit ist das G6 zwar kein Überflieger, selbst als Heavy User kommt man aber in der Regel über den Tag. Nutzt man das Smartphone jedoch neben Telefonieren, Surfen, Chatten & Co. auch ausgiebig zum Fotografieren, muss das Gerät auch schon mal früher wieder ans Ladegerät. Per Quickcharge 3.0 geht das Aufladen aber zumindest sehr zügig.

Auf dem LG G6 läuft Android 7 inklusive Googles Assistant, der durch lange Drücken des On-Screen-Home-Buttons aktiviert wird. Wie bei den meisten Herstellern üblich verpasst LG dem Gerät eine optisch veränderte Benutzeroberfläche. Diese hat ein zwei nützliche Software-Features zu bieten. Beispielsweise ist es möglich die Reihenfolge der Bedientasten zu ändern und diese mit einem Schnellzugriff auf beispielsweise die Notizapp QuickMemo+ zu erweitern. Der Smart Doctor hingegen ist eine im System integrierte App, die Speicher & Arbeitsspeicher im Blick behält und dabei hilft, das Telefon zu optimieren. Wer mit der von LG vorgegebenen Optik nichts anfangen kann, der hat natürlich unter Android die Möglichkeit den Launcher seiner Wahl zu installieren.

Das LG G6 ist ein feines Stück Smartphone-Technik, dass sich nicht hinter der High-End-Konkurrenz wie beispielsweise dem Galaxy S8 verstecken muss. Zwar dürfte der Akku gerne etwas ergiebiger sein, dafür hat das Telefon klasse Kameras mit tollen Weitwinkel-Features, macht in Sachen Performance eine sehr gute Figur und weiß optisch und haptisch zu gefallen. Für mich persönlich ist der Fingerabdruckscanner mit integriertem Powerbutton außerdem noch ein großes Plus am Handy.

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Raumfeld One S: Multiroom-Lautsprecher im Test

Teufels Raumfeld One S ist die günstigste Multiroom-Komponente des Herstellers. Der kleine Lautsprecher ist mit allen weiteren Produkten der Raumfeld-Multiroom-Serie kombinierbar, soll aber auch als Stand-Alone-Box schon einiges zu bieten haben. Wir haben den WLAN-Lautsprecher ausführlich getestet.

Der One S ist mit Abmessungen von 18 × 13 × 11 Zentimetern und einem Gewicht von 1,4 Kilogramm ein kompakter Lautsprecher, der auch in der kleinsten Ecke seinen Platz findet. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, die Abdeckung der tönenden Komponenten aus Stoff. Auf der Oberseite sitzen hinter gegen Wasser geschütztem Silikon vier Direktwahltasten und zwei Buttons für die Lautstärke. Laut Teufel eignet sich der One S aufgrund der geschützten Bedienelemente auch für den Einsatz in Feuchträumen – also etwa im Bad, im Keller oder in der Garage.

Auf der Rückseite hat der Hersteller einen Ethernetanschluss, einen USB-Port und den Anschluss für das Netzteil untergebracht. Die rutschfeste, gummierte Abdeckung unten lässt sich abnehmen – dort findet sich ein Gewinde zur Befestigung einer Wandhalterung. Der One S präsentiert sich gut und solide verarbeitet. Optisch tritt er unauffällig auf, er dürfte sich in den meisten Räumen gut ins Gesamtbild einfügen. Es gibt ihn in einer weißen Ausführung mit schwarzer Stoffabdeckung und komplett schwarz.

An Technik sitzt im Inneren des WLAN-Lautsprechers ein 2-Wege-Koaxial-System mit 90-mm-Mitteltieftöner und 25-mm-Hochtöner. Weiterhin gehören zwei 95 Millimeter große Basstreiber, ein digitaler Signalprozessor und ein laut Hersteller rauscharmer 60-Watt-Class-D-Verstärker zu den technischen Spezifikationen. Der Frequenzbereich geht von 60 bis 20000 Hz.

Um Musik abspielen zu können, benötigt der One S eine Verbindung ins vorhandene WLAN. Der Lautsprecher unterstützt die WLAN-Standards im 2,4-GHz-Band nach 802.11b, g und n. Sollte das private Netzwerk für Musik-Streaming nicht stabil genug sein, gibt es mit dem Raumfeld Expand ein Gerät von Teufel, dass ein eigenes Netz exklusiv für das Multiroom-System aufbaut.

Um das Multiroom-System mit weiteren Geräten der Raumklang-Serie zu erweitern, verbindet man diese mit dem gleichen WLAN. Zur Steuerung kommt eine Fernbedienungs-App für Android und iOS zum Einsatz. Verschiedene Boxen können die selbe Musik synchron, aber auch verschiedene Songs abspielen. Zwei One S arbeiten auf Wunsch außerdem als Stereopaar, wenn man sie entsprechend konfiguriert.

Musik findet auf verschiedene Art und Weise ihren Weg auf den One S: per angeschlossenem USB-Stick oder Festplatte direkt am Lautsprecher, per Netzlaufwerk, per DLNA oder per UPnP-Medienserver, vom Smartphone aus oder aus dem Internet per Streaming-Dienst. Teufels Multiroom-Speaker unterstützt hierbei Tidal, Wimp, Napster, SoundCloud, Spotify (allerdings nur mit dem Premiumdienst Spotify Connect), TuneIn und Last.fm.

Wer beispielsweise Google Play Music in dieser Liste vermisst, der kann auf die integrierte Chromcast-Funktion zurückgreifen und die gewünschten Songs direkt vom Smartphone aus auf den Lautsprecher casten. Dies gilt natürlich auch für Streaming-Apps anderer Dienste, von denen die meisten Chromecast-Unterstützung haben. Nur für Amazon-Prime-Kunden gibt es bislang keine Möglichkeit, Prime Music auf Raumfeld-Geräte zu bringen. An Formaten unterstützt der One S ASF, MP3, WMA, WAV, AAC, FLAC, OGG und Apple Lossless.

Die Bedienung des One S erfolgt per App für Android oder iOS. Die Applikation unterstützt einen auch dabei, die Speaker ins WLAN einzubinden, was mit entsprechendem Wizard schnell und problemlos gelingt. In erster Linie zeigt sich die App für die Auswahl und das Abspielen von Musik verantwortlich, dies geht dank übersichtlicher und selbsterklärender Benutzeroberfläche gut von der Hand. Innerhalb des Programms können außerdem verschiedene Geräte zu einer Zone zusammengefasst werden, auf der dann in verschiedenen Räumen dieselbe Musik läuft. Natürlich ist auch die Lautstärke in der App regelbar, außerdem gibt es einen Dreiband-Equalizer.

Das Einbinden verschiedener Musikressourcen ging im Test ohne Probleme. Genutzt haben wir unter anderem einen USB-Stick, Musik auf dem Smartphone, den PC als Medienserver, TuneIn und die Chromecast-Funktion in Verbindung mit Google Play Music. All dies lief reibungslos und ohne technische Probleme wie irgendwelche Hänger oder Verbindungsabbrüche. An Formaten kam vor allem FLAC und MP3s mit Bitrates zwischen 192 und 320 Kilobit pro Sekunde zum Einsatz.

Trotz seiner kompakten Abmessungen klingt der One S im Bassbereich sehr fett, aber immer noch präzise. In der Grundeinstellung fehlen mir persönlich etwas Höhen, was per Equalizer in der App schnell behoben ist. Dieser beschert dem Klang dann auch die von mir gern gehörte Brillanz im oberen Frequenzspektrum. Die Mitten hingegen präsentieren sich im positiven Sinne neutral. Der Gesamtsound lässt sich als ausgewogen, aber auch voluminös bezeichnen. Der Kleine klingt auch bei hoher Lautstärke – nicht nur in Kombination mit einem weiteren One S als Stereopaar wie in unserem Test – noch richtig gut und dröhnt oder scheppert nicht.

Das Raumfeld One S ist in zwei Farbvarianten zu haben, technisch gibt es keine Unterschiede zwischen den Modellen. Interessanterweise ist das weiße Modell aktuell günstiger als die komplett schwarze Ausführung:

Hier findet Ihr die günstigsten Angebote für das Raumfeld One S in Schwarz:

Teufels Raumfeld One S ist mit seinem Preis von 250 Euro (UVP) ein relativ günstiger und sehr gut klingender Einstieg in die Multiroom-Welt. Zwar gibt es die preiswertesten Multiroom-Geräte der Konkurrenz teils noch etwas günstiger, die haben dann aber beispielsweise keine Chromecast-Unterstützung, die sich im Test als eine sehr praktische Sache zeigte. Und wer sein Multiroom-System nach und nach erweitern will, der findet bei Teufels Raumfeld-Serie
eine ordentliche Auswahlan weiteren Komponenten. Einzig Amazon-Prime-Music-Nutzer dürften mit dem One S mangels bislang fehlender Unterstützung für den Streaming-Dienst nicht glücklich werden.

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Coda Wireless: Mini-Bluetooth-Lautsprecher im Test

Neben dem von uns
kürzlich getesteten Bluetooth-Kopfhörergehört auch ein kleiner Bluetooth-Speaker zur neuen Coda-Wireless-Serie des Herstellers Ifrogz. Ob das süße Teil einen halbwegs vernünftigen Sound produzieren kann, haben wir uns angehört.



Schnuckelig, der kleine Coda Wireless Speaker. Mit seinem Durchmesser von knapp 6 und seiner Bauhöhe von knapp 5 Zentimetern könnte man ihn sich eigentlich an den Schlüsselbund hängen. Das Gehäuse ist mit einem leicht gummierten Material überzogen, oben schaut der Lautsprecher heraus. Die Bedienelemente sind auf der Unterseite, umrandet von einem rutschfesten Gummiring. Neben dem microUSB-Anschluss zum Aufladen sitzen eine LED für Ladestand und Bluetooth-Status und ein Mikrofon.

Der Mini-Bluetooth-Lautsprecher hat eine maximale Laufzeit von vier Stunden und lässt sich dank des eingebauten Mikros auch als Freisprecheinrichtung nutzen. Zum Lieferumfang gehört neben dem Coda Wireless Speaker nur noch ein USB-Ladekabel. Was die technischen Spezifikationen angeht, gibt es von Herstellerseite keine Informationen.

Der Einschalter unten ist gleichzeitig auch Start/Stop-Knopf und dient außerdem dazu Anrufe anzunehmen. Mit den beiden Tastern links und rechts lässt sich die Lautstärke regeln, lange gedrückt schalten sie die aktuelle Playlist durch.

Und wie klingt die Kiste? Wie man beim Anblick des Speakers schon erahnen kann, ist der Bassanteil sehr gering. Zugute halten muss man dem Gadget, dass man den Bass zumindest überhaupt einigermaßen orten und hören kann. Alles in allem ist der Gesamtsound aber recht flach mit wenig brillianten Höhen und etwas zu trockenen Mitten. Richtig Freude beim Musik hören will so also nicht aufkommen.

Irgendwie ist der Coda Wireless Speaker ja ein ganz witziges Gadget, als ernstzunehmenden Bluetooth-Lautsprecher kann man ihn allerdings nicht bezeichnen. Zum einen ist der Sound nicht besonders gut und vier Stunden Laufzeit sind auch nicht das gelbe vom Ei. Für Musikgenuss unterwegs sollte man dann doch zu einem etwas größeren und besseren Gerät greifen wie beispielsweise dem nicht wesentlich teureren
Bluetooth-Speaker von Xiaomi.

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Ausführlicher Test: Honor 8 Pro greift die Luxusklasse an

Diese Woche hat Honor sein neues High-End-Smartphone 8 Pro vorgestellt. Kostenpunkt: 550 Euro. Nicht billig, aber mit Ausstattungsmerkmalen der Oberklasse. Unser Test zeigt, ob das 8 Pro sein Geld wert ist.

Die Optik des Honor 8 Pro ist gelungen, allerdings ist das Design nicht gerade eigenständig. Es wirkt wie eine Kopie des iPhone 6s Plus (##das iPhone 6 Plus gibt’s übrigens bei Aldi). Davon abgesehen ist das 8 Pro aber extrem sexy und liegt trotz seiner Größe gut in der Hand. Der Aluminium-Unibody des 5,7-Zoll-Smartphones ist hochwertig und die Verarbeitung wirklich gut. Das muss auch so sein, wenn Honor in der obersten Liga mitspielen möchte. Allerdings fällt das hohe Gewicht auf.

Auf der rechten Seite sitzen der geriffelte Power-Button und die Lautstärken-Wippe. Beide haben einen angenehmen Druckpunkt und quittieren die Bedienung mit einem leisen Klick. Mittig auf der Rückseite befindet sich der Fingerabdruckscanner – ideal, um ihn mit dem Zeigefinger zu bedienen, und weit genug von der Linse weg, um nicht permanent Fettspuren auf der Kamera zu hinterlassen.

Apropos, die Linsen der Hauptkamera sitzen – wie beim iPhone – sehr weit oben auf der linken Geräteseite. Die Linsen? Ja, es gibt zwei. Dazu später mehr. Ein Vorteil des 8 Pro im Vergleich zu seinem optischen Vorbild ist, dass die Optik der Kamera bündig mit dem Gehäuse abschließt und nicht übersteht. Das Honor ist mit nicht ganz 7 Millimetern Bauhöhe sogar einen Hauch dünner als iPhone 6 und 7 oder Galaxy S8.

Auf der linken Seite befindet sich der Einschub für eine SIM-Karte und eine Micro-SD-Karte. Alternativ funktionieren auch zwei SIM-Karten – dann aber fällt die Möglichkeit der Speichererweiterung flach.

Auf der Unterseite sitzen USB-C-Ladebuchse und Kopfhörerausgang. Gut, dass Honor nicht – wie andere Hersteller – direkt auf die gute, alte Klinkenbuchse verzichtet. Schön und gut, dass sich Headsets auch per USB anschließen oder per Bluetooth koppeln lassen – aber die meisten haben eben auch Kopfhörer mit dem klassischen Klinke-Kabel zuhause.

Von außen iPhone, und von innen? Zumindest schon mal nicht Schmalhans. Honor hat dem 8 Pro eine gute Ausstattung spendiert. Als Prozessor kommt ein schneller Achtkern-SoC aus hauseigener Produktion zum Einsatz, der Kirin 960. Dazu gibt es satte 6 GByte Arbeitsspeicher und 64 GByte interner Speicher zur Verfügung. Wer auf Dual-SIM verzichtet, kann den Speicher um bis zu 128 GByte zu erweitern.

Der Akku ist mit 4000mAh großzügig ausgelegt und hält laut Honor rund zwei Tage bei normaler Nutzung. In der Praxis mussten wir das 8 Pro aber jeden Abend wieder anschließen.

Auf der Vorderseite befindet sich der Lautsprecher. Leider nur einer, Mono ist angesagt. Davon abgesehen klingt der Sound für ein Smartphone ganz ordentlich. Es mangelt zwar an Bass – wo soll der auch herkommen –, aber immerhin scheppert nichts, und der Sound klingt nicht blechern. Wer tatsächlich viel Musik hört, setzt wohl eher auf Kopfhörer oder
Bluetooth-Lautsprechersetzen. Wenn Ihr gerade 1000 Euro überhabt, könnt Ihr Euch den
P9 Signature von Bowers & Wilkinsja mal ansehen 😉

Erwähnenswert ist noch Dual-Band-WLAN (nach 802.11a, b, g und n und dem neuen ac-Standard). Vor allem für Bewohner von Mehrfamilienhäusern in Innenstädten ist das gut, weil das 2,4-GHz-Band hier üblicherweise vollkommen überlastet ist, während im 5-GHz-Band meist höhere Datenübertragungsraten möglich sind.

Über die weitere technische Ausstattung informiert die folgende Tabelle.

Auf den ersten Blick könnte man ja fast meinen, dass das Honor 8 Pro mit einem Super-AMOLED-Display ausgestattet ist. So knackig wirken die Farben, so stark wirken die Kontraste. Ist es aber nicht, stattdessen kommt ein nicht weniger beeindruckendes IPS-LCD zum Einsatz.

Man merkt das bei den Blickwinkeln – zumindest ein Bisschen. Blickt man mit Winkeln von über 45 Grad von der Seite oder von unten auf die Anzeige, sind die Inhalte immer noch gut und farbenfroh zu sehen, doch die Helligkeit lässt spürbar nach. Beim Blick von links und rechts bemerkt man auch, dass der Kontrast nachlässt: Eigentlich schwarze Bereiche werden dann leicht grau – aber alles im Rahmen des Erträglichen.

Die Helligkeit liegt im Bereich von etwa 400 cd/m². Bei direkter Sonneneinstrahlung könnte es noch etwas mehr sein. Zum Vergleich, das Galaxy S7 von Samsung erreicht etwa die doppelte Helligkeit, das iPhone 7 immerhin noch gut 50 Prozent mehr. Schön ist, dass die Anzeige fast überall gleichmäßig hell leuchtet. Bei unserem Testgerät fällt lediglich die obere rechte Ecke etwas ab – sie leuchtet bei voller Helligkeit und weißem Bild mit 380 cd/m². Der Unterschied ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Erfreulich ist auch der starke Kontrast. Mit unserem Messgerät ermitteln wir ein Verhältnis zwischen schwarz und weiß von 1:1300 bei voll aufgedrehter Display-Beleuchtung.

Das 5,7 Zoll große Display löst 2560 × 1440 Pixel auf – also mehr als Full-HD. Dementsprechend wirkt die Darstellung wirklich gestochen scharf. Mit diesen Daten erreicht das LCD eine Pixeldichte von 515 ppi (Pixel per Inch) und überragt andere Top-Smartphones wie das iPhone damit deutlich, die neuen Samsung-Modelle Galaxy S8 und Galaxy S8 Plus liegen aber noch mal darüber. Auch hier wagen wir aber zu behaupten: Den Unterschied sieht man nicht.

Die Hauptkamera besteht eigentlich aus zwei kompletten Kamera-Einheiten. Eine davon nimmt Bilder in Schwarz-Weiß auf – sie ist in der Praxis für Schärfe, Kontrast und Konturen zuständig, die andere für die Farben. Die Fotos landen mit einer Auflösung von 12 Megapixel auf dem Gerät. Die Selfie-Kamera auf der Vorderseite knipst Aufnahmen mit bis zu 8 Megapixeln. Sowohl für Fotos als auch für Videos steht ein Weitwinkel-Modus zur Verfügung. Videos dreht das Honor mit Ultra-HD-Auflösung (4K).

Ein hardware-basierter Bildstabilisator (OIS) ist leider nicht vorhanden. Stattdessen setzt das Honor auf Stabilisierung per Software. Die Videos landen im h.265-Format im Speicher. Ein Upload auf viele Videoplattformen und Social Networks ist deshalb meist erst nach der Umwandlung in ein anderes Format möglich. Bei der Speicherung in 4K-Auflösung fallen enorme Datenmengen an – wer viel in hoher Auflösung filmt, bekommt den Speicher schnell voll.

Auch Fotos bei mäßigen Lichtverhältnissen gelingen erstaunlich gut. Für Aufnahmen in totaler Dunkelheit setzt das 8 Pro auf einen Dual-Color-LED-Blitz. Dieser passt die Farbtemperatur des Blitzlicht an die Umgebung an. Das verhindert blau- oder gelbstichige Fotos in schummrigen Bars. Insgesamt können sich die Ergebnisse wirklich sehen lassen.

Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig. Dank zahlreicher Einstellmöglichkeiten und Zusatzfunktionen wie Zeitlupe, Lightpainting, Dokumenten-Scan oder Timelapse sind auch erstmal keine Zusatzapps nötig, um die Möglichkeiten der Kamera voll auszuschöpfen.

Als letztes gibt es noch die Monochrom-Funktion. Diese nutzt nur eine der zwei Kameras und schießt Graustufen-Fotos mit einer genialen Schärfe. Selbst sehr feine Details sehen damit richtig klasse aus.

Die Rechenleistung des Honor ist sehr gut. Das sich das 8 Pro allerdings bis auf Platz 14 der Antutu-Bestenliste vorkämpft, ist mehr, als wir erwartet hatten. Mit sehr guten 144.221 Punkten reiht sich das Gerät noch vor iPhone 6s Plus (142.054 Punkte) und Galaxy S7 (139.712 Punkte) in der Bestenliste ein, muss sich von den neueren – und teureren – Modellen iPhone 7 und Galaxy S8 aber schlagen lassen. Das Preis-Leistungs-Wunder Lenovo Moto G5 Plus kam gerade mal auf 63.160 Punkte – kostet aber auch nur etwa die Hälfte.

Selbst grafisch anspruchsvolle Games und große Apps laufen auf dem 8 Pro ohne Ruckeln und vor allem ohne lange Ladezeiten.

Antutu schätzt die Game-Performance als exzellent ein. Auch die CPU arbeitet im High-End-Bereich.

Als Betriebssystem setzt das Honor auf Android 7.0 (Nougat). Die Menge der vorhandenen Apps geht gerade noch in Ordnung, die vorinstallierte Bloatware fällt uns aber negativ auf. Neben recht verbreiteten Programmen wie Facebook oder Twitter finden wir auch einige Spiele und beispielsweise die Apps von Tripadvisor und Booking.com. Immerhin lassen sich die Apps alle deinstallieren. Durch den großen internen Speicher bleibt in jedem Fall genügend Platz für den User – aber trotzdem: weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.

Als Pluspunkt empfinden wir den Phone-Manager. Die App hilft bei der Optimierung des Telefons. Wer nach dem Start beispielsweise auf das Akku-Symbol tippt, sieht, welche der installierten Apps besonders viel Energie verbrauchen. Zwar finden sich diese Angaben auch in den Tiefen der Android-Einstellungen, aber hier hat man sie auf einen Blick. Außerdem ist ein Virenscanner integriert, der seite Nützlichkeit aber erst noch unter Beweis stellen muss.

Das Honor 8 Pro gibt es in Schwarz, Blau und Gold. Hier findet Ihr die günstigsten Angebote für das Honor in Schwarz:

Hier findet Ihr die günstigsten Angebote für das Honor in Blau:

Hier findet Ihr die günstigsten Angebote für das Honor in Gold:

Das 8 Pro ist zugegebenermaßen recht teuer, vor allem für Honor. Aber der flotte Chip, die beeindruckende Kamera und die üppige Ausstattung rechtfertigen den Preis.

Einzig das nicht besonders einfallsreiche Design und die vielen vorinstallierten Apps trüben das Gesamtbild ein wenig. Das allerdings ist Jammern auf hohem Niveau: das Honor 8 Pro ist ein echtes Top-Smartphone und lässt kaum Wünsche offen. Wer sich mit der iPhone-Optik anfreunden kann, wird mit dem Honor zufrieden sein.

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Fürs Wochenende: Gänsehaut-Kino mit AR – Strange Beasts von Magali Barbé #VIDEO

Vimeo Staff Pick: Strange Beasts by von Magali Barbé

Immersion, klar. Das ist es, was die Entertainment-Zukunft uns verheisst. Und wer will nicht so richtig eintauchen in die schöne, neue, bunte Welt. Mitten drin sein, statt nur dabei. Virtual Reality oder auch Augmented – die Möglichkeiten sind verlockend vielversprechend.

Wie verlockend, zeigt die Londoner Filmemacherin Magali Barbé. In ihrem Streifen „Strange Beasts“ packt sie ganz wunderbar in Bilder, wie das so sein kann in der erweiterten Welt, die sich nach Belieben anreichern lässt. In die man einfach sofort eintauchen muss – und, äh ja, vielleicht auch wieder auftaucht. Oder?!

Strange Beasts from Magali Barbé on Vimeo.

Magali Barbé hat das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und ihren Kurzfilm selbst produziert. Nach nur 24 Stunden auf Vimeo wurde „Strange Beasts“ direkt zum Staff Pick auserkoren und hat sogar einen eigenen Eintrag in der guten alten IMDb. Also: Einfach mal Abtauchen!

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