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SoundSport Free: True Wireless von Bose im Test

Das True-Wireless-Headset SoundSport von Bose bietet laut Hersteller „naturgetreuen und kraftvollen Spitzenklang“. Das darf man bei einem Preis von knapp 200 Euro auch erwarten. Davon abgesehen richtet es sich mit wasserabweisenden Materialien und spezieller Technik für guten Sitz ausgestattet vor allem an Sportler. Wie sich das Bluetooth-Headset in der Praxis macht, zeigt unser Testbericht.

Die In-Ears sitzen zum Transport und beim Aufladen in einer stabilen Kunststoff-Box mit integriertem Akku. Auf der Vorderseite gibt es neben dem Druckknopf zum Öffnen des Deckels fünf LEDs, die den Ladestand der integrierten Batterie anzeigen. Hinten befindet sich der Micro-USB-Anschluss zum Aufladen. Innerhalb der Box gibt es für jeden Ohrhörer weitere Status-LEDs, die das Aufladen beziehungsweise den Ladestand des Akku im Inneren anzeigen. Die einzelnen Ohrstöpsel halten magnetisch in der Box.

Die Bedienelemente sind aufgeteilt. Am linken In-Ear befindet sich nur ein Taster, der die Bluetooth-Verbindung für schon einmal verbundene Abspielgeräte umschaltet. Rechts gibt es zwei Lautstärketasten und einen Multifunktions-Button.

Case und Ohrhörer hinterlassen einen robusten Eindruck, die Verarbeitungsqualität von beiden Komponenten ist gut. Allerdings wirken die Hörer ein wenig klobig.

Wie leider oft bei True-Wireless-Kopfhörern, nennt der Hersteller kaum technische Details. Einzig die schon erwähnten Abmessungen finden sich auf der Produktseite unter Technische Daten. Die Information, dass (Lithium-Ionen-)Akkus auch eine Rolle spielen – ohne Angabe der Kapazität der Batterien – haben wir uns hingegen irgendwie schon gedacht.

Bose zufolge laufen die Hörer mit einer Ladung bis zu fünf Stunden; der Energiespeicher der Transportbox lädt sie zweimal komplett wieder auf. In der Praxis soll also eine Gesamtlaufzeit von um die 15 Stunden drin sein. Klingt gut, und die positive Überraschung: Das haben wir im Test auch annähernd erreicht.

Zum Lieferumfang gehören neben einem Ladekabel noch Ohrpassstücke in insgesamt drei Größen. Bose nennt diese StayHear+ und spendiert ihnen biegsame Silikon-Flügel, die sich natürlich an die Ohrwölbung anpassen sollen. Dank IPx4-Zertifizierung sind die SoundSport Free gegen Schweiß und Wasser geschützt.

Wie bei anderen True-Wireless-Ohrhörern (Vergleichstest) gibt es auch bei Bose ein integriertes Mikro. Es sitzt im rechten Stöpsel. Telefonieren und das Nutzen der Sprachassistenten von Apple und Google sind ebenfalls möglich.

Zum Verbinden der SoundSport Free mit dem Smartphone gibt es eine spezielle App von Bose. Wer möchte, stellt Bluetooth-Verbindung auf herkömmliche Art und Weise her: Beim Herausnehmen aus der Box gehen die Ohrhörer automatisch in den Verbindungsmodus und sind in den Bluetooth-Einstellungen des Abspielgerätes auswählbar. Die App gibt nebenbei noch einen kurzen, aber sehr übersichtlichen Überblick auf die Bedienung des Headsets. Davon abgesehen findet der Nutzer in den Einstellungen des Programms noch ein ausführliches Benutzerhandbuch und eine Suchfunktion, die den letzten bekannten Standort des Headsets auf einer Karte anzeigt. Wer die Ohrhörer verlegt hat, kann über die App auch einen Signalton abspielen, um sie wiederzufinden – ähnlich wie bei den Bluetooth-Schlüsselfindern (Vergleichstest).

Die prinzipielle Bedienung ist simpel. Ein Druck auf den Multifunktionstaster startet oder stoppt die Wiedergabe, zweimal drücken springt zum nächsten, dreimal drücken zum vorherigen Titel. Gehen Anrufe ein, werden diese durch einmaliges Drücken angenommen respektive beendet. Um Siri oder Google Assistant auf dem Smartphone zu starten, hält der Nutzer den Multifunktions-Button etwas länger gedrückt. Die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt und sind gut erreichbar.

Mit den StayHear+ getauften Ohrpassstücken samt Silikon-Flügeln haben wir im Test einen bombigen Sitz erzielt. Auch im Fitness-Studio, beim Joggen und Fahrrad fahren sollte es keine Probleme geben. Akustisch bieten die SoundSport Free das, was man von Bose erwartet: einen tollen, räumlichen Klang über das ganze Frequenzspektrum. Der Bass tönt fett, aber konkret, die Mitten klingen warm und angenehm, und die Höhen zeigen sich detailfreudig, ohne dabei zu spitz zu klingen.

Die Bose SoundSport Free eignen sich ob ihrer Vorzüge nicht nur für Sportler. Gut sitzende In-Ear-Kopfhörer kann man auch als Nicht-Sportler gut gebrauchen, der Klang des Headsets ist Oberklasse und die Laufzeit auch sehr gut. Für viele dürfte die Lautstärkeregelung direkt am Headset ein weiterer Pluspunkt sein, dies ist keinesfalls die Regel bei True-Wireless-Kopfhörern.

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Retro-Gaming-Konsolen im Vergleichstest

Alte Spiele-Klassiker aus den Achtzigern auf Retro-Konsolen zu zocken ist ein großer Spaß, nur welches der zahlreichen Systeme ist das Beste? Wir haben verschiedene Modelle getestet und verraten, für wen sich welche Konsole am besten eignet.

Einer der wichtigsten Faktoren bei der Kaufentscheidung zu einer Retro-Konsole ist die verwendete Software. Die von uns getesteten Systeme unterscheiden sich in erster Linie durch die Tatsache, dass einige Konsolen veränderbare Software nutzen und andere nicht. Das ist spätestens dann relevant, wenn man zusätzliche Spiele installieren möchte.

Bei der billigen Handheld-Konsole mit hunderten vorinstallierten Spielen ist es beispielsweise möglich, eigene ROMs mittels SD-Karte zu ergänzen. Selbst die originalen Classic-Konsolen NES Mini und SNES Mini von Nintendo sind veränderbar. Mit einem entsprechenden Hack lassen sich weitere Spiele nachladen.

Bei den günstigen Nachbau-Konsolen aus China geht das nicht. Zwar kommen diese bereits mit hunderten vorinstallierten Spielen zum Kunden, wenn aber das persönliche Lieblings-Game fehlt, ist das sehr ärgerlich.

Am meisten Möglichkeiten hat der Nutzer mit einer Selbstbau-Konsolen. Diese bieten neben dem individuellen Design auch die größte Freiheit in Sachen Software. Auf Konsolen auf Basis des Raspberry Pi laufen beispielsweise Games von fast allen Nintendo-Systemen, Sega Megadrive, C64, Amiga und vielen weiteren.

Da die Nintendo-Konsolen aufgrund der hohen Beliebtheit innerhalb weniger Wochen vergriffen waren, sind die Verkaufspreise in die Höhe geschossen. Findige Geschäftsleute aus China nutzen diese Situation und verkaufen Eins-zu-Eins-Kopien von Nintendos Mini-Classic-Konsolen.

Diese sehen den Originalen zwar zum Verwechseln ähnlich, allerdings haben sie entscheidende Nachteile: Das größte Manko der Klon-Konsolen ist die Software. Eigene Spiele im Nachhinein zu installieren ist nicht möglich, außerdem schummeln die Hersteller bei der Angabe der installierten Titel, und die Rechtmäßigkeit der Spiele-Lizenzen ist zumindest fragwürdig.

Der China-Klon des SNES hat zwar tatsächlich hunderte Spiele vorinstalliert; trotzdem enttäuscht die Titelauswahl. Auf dem Konsolen-Nachbau ist kein einziges Super-Nintendo-Spiel vorhanden, es gibt nur Spiele der älteren NES-Konsole. Wer sich auf SNES-Spiele gefreut hat, wird an diesem vermeintlichen Schnäppchen keinen Spaß haben.

Nintendo-Fans empfehlen wir deshalb den originalen SNES Classic Mini. Dieser ist zwar um ein vielfaches teurer, aber hochwertig verarbeitet, mit tollen, lizenzierten Spielen bestückt und offen für Bastler, wenn die Vorauswahl der Games nicht ausreicht. Wie das genau funktioniert erklären wir in unserem Testbericht.

Bei der Kopie des Classic Mini NES sieht es etwas besser aus. Immerhin sind alte NES-Spiele installiert, so wie man es erwartet. Die Sortierung der Spiele ist allerdings eine Katastrophe. Wer die alten Nintendo-Klassiker spielen will und nicht auf ein bestimmtes Spiel aus ist, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Wer spezielle Spiele im Auge hat, sollte besser zum Original von Nintendo greifen.

Wer eine All-in-One-Lösung für Spiele von verschiedenen Konsolen sucht, muss selbst basteln. Mit einer Konsole auf Raspberry-Basis funktionieren unter anderem Spieletitel von NES, SNES, Wii, Gameboy, Gameboy Color, Gameboy Advanced oder Nintendo DS.

Die Spiele der neueren Konsolen wie Nintendo Wii laufen zwar theoretisch, allerdings ruckelt die Wiedergabe stark. Die älteren NES- oder SNES-Spiele laufen hingegen flüssig. Die Kosten für einen Selbstbau beginnen bei etwa 40 Euro. Wie der Aufbau einer DIY-Konsole funktioniert haben wir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengefasst.

Wer Retro-Games unterwegs zocken will, braucht eine der günstigen Handheld-Konsolen mit vorinstallierten Spielen. Die Auswahl der günstigen China-Handhelds ist sehr groß; deren Ausstattung sehr unterschiedlich. Verarbeitungsqualität und Haptik der von uns getesteten Konsole sind eher mäßig und passen zum niedrigen Preis von knapp 30 Euro. Weder der Bildschirm noch die Bedientaster sind so richtig zufriedenstellend. Zwar funktioniert die Handheld-Konsolen insgesamt ganz gut, aber auf lange Sicht frustrieren die ungenaue Steuerung und der schlechte Bildschirm. Ob eine Lizenz für die installierten Spiele vorliegt, ist ebenfalls fraglich. Für kurzzeitiges Zocken in Bahn oder Auto sind die mobilen Konsolen trotzdem gut geeignet.

Zum Ausprobieren geht es aber noch günstiger. Mit den passenden Apps wie beispielsweise ClassicBoy oder Snes9x EX+ wird jedes Android-Smartphone im Handumdrehen zur mobilen Retro-Konsole. Wir haben getestet, wie genau das funktioniert.

Die Steuerung erfolgt entweder über den Touchscreen des Smartphones oder mit einem Gamepad. Es funktionieren sowohl Bluetooth- als auch USB-Controller. Zur Nutzung der kabelgebundenen Devices ist allerdings zusätzlich einen OTG-Adapter nötig.

Eine weitere Möglichkeit für mobiles Zocken wäre der Selbstbau auf Basis des Raspberry-Einplatinen-Computers. Aufgrund der geringen Größe einer Handheld-Konsole ist so ein Aufbau eine echte Herausforderung und kommt deshalb nur für sehr erfahrene Bastler in Frage.

Wer sich mehr für Automaten-Games als für Nintendo & Co. interessiert, der sollte sich seine Konsole entweder selbst bauen oder zu einer fertigen Lösung wie der Pandora's Box greifen.

Diese Konsole setzt auf echte, digitale Arcade-Joysticks und klackernde Druckknöpfe. Das einfache Plug&Play-System für maximal zwei Spieler hat uns im Test überzeugt: Gehäusedesign und bekannte Arcade-Spiele sorgen für authentisches Spielhallen-Feeling. Die Verarbeitung ist hochwertig und der Nutzer kann die Spiele nach eigenen Vorstellungen sortieren. Mit einem Hack ist es auch möglich, eigene ROMs zu installieren – ausprobiert haben wir das aber noch nich. Einziges Manko an dieser Lösung ist der verhältnismäßig hohe Preis.

Nintendo-Fans die ein unkompliziertes System haben möchte, sollte sich für den originalen Classic Mini SNES entscheiden. Wer Arcade-Games aus der Spielhalle vorzieht kauft am besten die Konsole Pandora's Box. Nutzer die sowieso gerne basteln oder ein Multi-Konsolen-System wollen, sollten sich auf jeden Fall für die flexible und günstige DIY-Konsole entscheiden. Zum Spielen unterwegs empfehlen wir die Nutzung eines Android-Devices mit der passenden App.

  • Kaufberatung Retro-Konsolen: Nintendo, Sega, Atari & Co.
  • Anleitung: Retro-Konsole mit dem Raspberry Pi selber bauen
  • Retro-Konsole Nintendo SNES Classic Mini im Test: Kaufen!
  • SNES-Klon im Test: gute Hardware, falsche Spiele
  • China-Klon von Nintendos Classic Mini NES im Test
  • Arcade-Feeling: Retro-Konsole Pandora's Box im Test
  • Mobile Retro-Konsole aus China im Test: 10.000 Spiele, 40 Euro

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Amazon Echo Spot im Test: Sprachassistent mit Display

Nach dem Echo Show ist der neue Echo Spot der zweite Amazon-Lautsprecher mit dem Sprachassistenten Alexa, der Zusatzinformationen über ein integriertes Display darstellt. Wie gut das klappt und ob man das braucht, zeigt unser Testbericht.

Während der große Echo Show (Testbericht) mit seinem 7-Zoll-Display ein großer, auffälliger Kasten ist, passt der Echo Spot überall hin. Er macht eine gute Figur als „Radiowecker 2.0“ auf dem Nachttisch, als Küchenuhr mit Timer auf der Arbeitsplatte oder im Wohnzimmerregal oder auf dem Wohnzimmertisch – wäre da nicht die zwingend nötige Stromversorgung über das mitgelieferte Netzteil, die den Woman-Acceptance-Factor (WAF) zumindest für den Wohnzimmertisch fast auf Null zurückschraubt.

Der Echo Spot sieht etwa aus wie ein Tennisball, von dem man eine Seite abgeschnitten hat. Dort befindet sich nun das runde Display im 2,5-Zoll-Format. Obwohl wir bei der kreisrunden Anzeige automatisch an Smartwatches denken, hinkt der Vergleich: Die Displays der portablen Uhren messen in den meisten Fällen zwischen 1,2 und 1,4 Zoll, dagegen ist das Display des Echo Spot mit seinen 64 mm im Durchmesser fast riesig.

Das restliche Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt; der Echo Spot ist wahlweise in Schwarz oder Weiß zu haben. Die komplette Front wird von einer Scheibe echtem Glas dominiert, die außerhalb des Displays etwa einen 1 cm breiten Rahmen lässt. Oberhalb des Displays befindet sich die Linse der integrierten Kamera, daneben – ganz versteckt – ein Helligkeitssensor. Die Oberfläche ist berührungsempfindlich, der Echo Spot ist also neben Sprachbefehlen und der Alexa-App für iOS und Android auch über seinen eigenen Touchscreen bedienbar.

Auf der Oberseite gibt es drei Tasten: Lauter, leiser und „Mute“, wobei der Stummschalter sich auf Mikrofon und Kamera und nicht auf den eingebauten Lautsprecher bezieht. Um die Tasten herum finden sich vier Mikrofone für die Sprachanweisungen, unten sitzen in einer Aussparung Klinkenbuchse zum Verbinden externer Lautsprecher sowie der Anschluss des Netzteils.

In der Praxis überraschen uns die insgesamt doch recht großen Abmessungen des Echo Spot sowie sein hohes Gewicht von 460 Gramm. Das gesamte Gerät wirkt hochwertig verarbeitet.

Grundsätzlich kann der Echo Spot das, was andere Echo-Produkte auch können: auf Sprachbefehle reagieren. Das können Befehle für die Smart-Home-Technik sein („Alexa, mach' die Stehlampe im Wohnzimmer an“), Musikwünsche („Alexa, spiele Eminem“), einfache Fragen („Wie wird das Wetter morgen“) und Informationen von Amazon-Partnern.

Zusatzinformationen kommen wie bei den anderen Smart Speakern von Amazon auch über Erweiterungen ins Haus. Die Erweiterungen sind organisiert wie ein App Store und höhren auf den Namen Skills. Entsprechende Skills gibt es etwa von der deutschen Bahn, die Reiserouten berechnet und auf aktuelle Verspätungen hinweist, von der Tagesschau und von unseren Kollegen von heise online für einen Podcast, die sogenannte tägliche Zusammenfassung in Ton und Bild oder von etlichen Drittanbietern, die Spiele wie Stadt-Land-Fluss oder Akinator ins Wohn- oder Schlafzimmer bringen.

Das Display ist in allen Fällen aber nur Beiwerk. Priorität liegt auf der Sprachausgabe, allerdings gibt es Zusatzinfos. Bei der Wiedergabe von Musik laufen beispielsweise ganz Karaoke-mäßig die Lyrics über den Screen, die Bahn-App zeigt Abfahrtszeiten an und der Wetterdienst simple Grafiken, die die Wettervorhersage untermauern. In den meisten Fällen ist das nett, aber auch nicht wirklich nötig.

Exklusiv für die Display-Varianten der Echos ist die Integration der Amazon-Prime-Bibliothek, man kann Filme und Serien also direkt auf dem Echo schauen. Allerdings ist das irgendwie nicht ganz das Gelbe vom Ei. Zum Einen wollen moderne Filme und Serien im Ultrabreitbildformat irgendwie nicht so ganz auf das runde Display passen. Per Sprachbefehl („Alexa, vergrößern“) hat man die Wahl, ob man einen runden Ausschnitt aus der Mitte des Bildes auf dem kompletten Display sehen möchte oder fast die komplette Breite des Films, dafür aber mit breiten Streifen oben und unten. Noch mehr stören wir uns aber an der unpraktikablen Bedienung: Wofür baut man denn einen Touchscreen ein, wenn man die gewünschte Serie dann umständlich per Sprache heraussuchen muss? Das Abrufen einer bestimmten Folge einer bestimmten Staffel ist zäh, eine Übersicht, gar mit einer Inhaltszusammenfassung, gibt es auf dem Display gar nicht. Rudimentäre Funktionen zum Spulen, für Pause oder 10-Sekunden-Sprünge sind vorhanden, aber so wirklich Spaß will dabei nicht aufkommen. Schade, als Mini-Display, um beim Einschlafen noch ein paar Minuten in die Serie zu blicken, hätte der Echo Spot eine gute Figur gemacht. Vielleicht kommt das ja alles noch mit einem Software-Update. Und dann könnte Amazon auch gleich noch Youtube-Unterstützung hinzufügen. Wobei das wohl erst passiert, wenn die Streithähne sich beruhigt haben.

Wie der Echo Show (Testbericht) bringt auch der Echo Spot eine Video-Telefoniefunktion mit. Per Sprachbefehl kann man andere Echo-Nutzer mit Kamera anrufen. Auf diesem Weg ist auch eine Kommunikation mit anderen Räumen des Hauses möglich. Wer möchte, kann auch direkt den Blick in einen anderen Raum erhaschen – ohne, dass jemand den eingehenden Anruf annehmen muss. Selbstverständlich ist dafür eine gesonderte Freigabe nötig, und die ersten Sekunden der Übertragung legt sich eine virtuelle Milchglasscheibe über die Kamera des Angerufenen. So bleibt Zeit, den Finger aus der Nase zu ziehen.

In Anbetracht der noch geringen Verbreitung von Display-Echos ist das Spielerei. Schade, dass Amazon andere Dienste für Videotelefonate wie Microsoft Skype, Apple FaceTime oder WhatsApp derzeit aussperrt. Immerhin, mobil auf dem Handy kann man über die Alexa-App telefonieren.

Der miese Kontrast des Displays des großen Bruders, dem Amazon Echo Show, ist uns negativ aufgefallen. Auf Anhieb finden unsere Kollegen die Anzeige des Echo Spot deutlich besser. Wer genau hinsieht, bemerkt aber auch hier ein Grau statt Schwarz in Bereichen, in denen nichts angezeigt wird. Es fällt jedoch einfach nicht so stark auf, was sicherlich auch am kleineren Display liegt.

Insgesamt können wir uns nicht beschweren, was die Qualität angeht. Farben und Blickwinkel stimmen, das Echo-Spot-Display kann sich sehen lassen.

Der integrierte Lautsprecher leistet mehr, als wir ihm zugetraut hätten. Allerdings lässt er sich über seine kritische Lautstärke hinaus aufdrehen: Im oberen Viertel des Regelbereichs übersteuert die Box, der Klang – vor allem von Musik – wird schlecht. Für die Sprachansagen von Alexa reicht es aber noch. Unterm Strich sind wir dennoch positiv überrascht. Die Lautstärke reicht auch bei 75% aus, um für angemessene Musik, etwa im Schlafzimmer, zu sorgen; der Klang ist gut. Er reicht nicht an den Echo 2 (Testbericht) oder den Echo Plus (Testbericht) heran, ist aber deutlich besser als der des Echo Dot (Testbericht).

Wenn das nicht ausreicht, kann man wie bei den größeren Geschwistern einen zusätzlichen Lautsprecher oder eine Stereoanlage per Klinkekabel oder Bluetooth anbinden.

Bei der Einrichtung des Echo Spot hilft der Touchscreen ungemein. Eine komfortable, logische und intuitive Oberfläche hilft beim Verbinden mit dem WLAN sowie beim Einrichten des Amazon-Kontos. Schade, dass sich das User Interface so nicht durchzieht. Leider lässt sich nicht immer alles per Touchscreen einstellen. Oft verlangt der Echo Spot nach Spracheingaben, obwohl man bereits mit dem Finger auf dem Display ist – wie das oben genannte Beispiel mit der Wiedergabe von Videos aus das Amazon-Prime-Bibliothek.

Ein positives Beispiel sind die praktischen Erinnerungsfunktionen („Erinnere mich in 8 Minuten an Pasta“), von denen man zum Beispiel beim Kochen gleich mehrere an den Start bringen kann. Auf dem Display erscheint eine Liste, die man mit dem Finger scrollen kann, das Löschen einzelner Timer ist per Sprachbefehl und Fingerwisch möglich.

Der Homescreen zeigt standardmäßig eine analoge Uhr. Hier gibt es verschiedene Skins zur Auswahl, digitale oder analoge Uhren, mit Grafiken oder eigenen Bildern. Die Anpassung erfolgt über den Touchscreen. Ähnlich wie bei Android-Smartphones wischt man von oben nach unten ins Bild und bekommt in einem Menü Zugriff auf drei Touch-Tasten: Einstellungen, Startseite und den Bitte-nicht-stören-Modus. Außerdem zeigt der Echo Spot ähnlich wie der Show diverse Nachrichten oder die Wettervorhersage an, wenn es gerade sonst nichts zu tun gibt.

So intuitiv die Steuerung per Sprache in den meisten Fällen auch ist – gelegentlich muss man allerdings lernen, wie Alexa die Befehle gerne hören würde. Beim Echo Spot haben wir uns am Anfang mit dem Touchscreen etwas schwergetan, es ist nicht alles intuitiv. Wenn man sich eine Viertelstunde mit der Oberfläche beschäftigt, kommt man aber gut klar.

Aktuell gibt es in der Meinung wohl zwei Extreme: Entweder sind Echos Wanzen, die sich nur Idioten freiwillig ins Haus stellen. Oder sie sind der nächste, logische Schritt einer technischen Evolution, der nur von Technikfreinden und Bedenkenträgern abgelegt wird.

Fakt ist: Natürlich stellt man sich ein Gerät ins Haus, das das Potential hat, als Wanze zu agieren. Fakt ist aber auch, dass das Thema Sprachassistent – und damit ein wichtiger Zukunftsmarkt für große Technologiekonzerne wie Amazon, Microsoft, Google und Apple – sich in dem Moment erledigt hat, in dem zum ersten Mal ein Sicherheitsforscher nachweist, dass die kleinen Kisten mehr Daten abhören und ins Netz übertragen, als sie sollten. Wie man zu dem Thema steht, muss man ganz persönlich für sich entscheiden.

Wer dem Schalter auf der Oberseite nicht traut, dass er die Kamera wirklich abschaltet, kann sich als Zubehör eine komfortable Abdeckkappe dazubestellen. Denn der Unterschied zwischen einem Mikrofon im Wohnzimmer und einer Kamera im Schlafzimmer ist durchaus noch einmal groß.

Der Amazon Echo Spot ist aktuell in Schwarz und Weiß zu haben.

Der Echo Spot ist aus unserer Sicht der bessere Show: Beim Amazon Echo mit großem Display fehlt uns in vielen Fällen die Begründung, wofür eine Anzeige überhaupt nötig ist. Beim Echo Spot wirkt das alles passender. Vielleicht auch deswegen, weil das Display einfach viel kleiner ist.

Als Radiowecker macht der Echo Spot eine ganz hervorragende Figur – und das nicht nur im Schlafzimmer, wo sein Einsatz samt Kamera und Mikrofon vermutlich sowieso die eine oder andere Diskussion verursacht. Er findet einen guten Platz in der Küche oder im Wohnzimmerregal. Qualität und Lautstärke des Lautsprechers reichen nicht, um eine Party zu beschallen, aber voll und ganz für Hintergrundsound.

Letztlich ist der Echo Spot die logische Weiterentwicklung der Echos. Wer nur ein paar Smart-Home-Aufgaben und gelegentlich einen Timer für's Nudelwasser laufen lassen möchte, braucht das Display nicht und kann auf den deutlich günstigeren Echo Dot zurückgreifen. Irgendwie stylischer ist es dann aber schon mit der Anzeige.

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Grumpy old Media Mogul: Murdoch will Facebook für News zahlen lassen

Murdoch will von Facebook Geld für News

Zorniger Medien-Mogul: Der Fox-News-Boss und internationale Medien-Grossunternehmer Rupert Murdoch setzt das Facebook unter Druck – das Social Network soll das Medienunternehmen künftig für die Verbreitung von Inhalten zu bezahlen. „Wenn Facebook „vertrauenswürdige“ Verlage anerkennen will, sollte es ihnen eine ähnliche Gebühr bezahlen, wie sie bei Kabel-Unternehmen üblich ist“, so Murdoch heute. Kabel-TV-Anbieter zahlen Fernsehsendern für das Recht, ihr Programm zu verbreiten.

Für Facebooks Gewinne hätte eine solche Abgabe nur geringe folgen – aber sie würde die Aussichten für Verleger und Journalisten stark verbessern, argumentierte Murdoch. Ihm gehören unter anderem die Londoner „Times“, die Boulevardzeitung „Sun“ und das „Wall Street Journal“.

Fox-News-Boss Murdoch will von Facebook Geld für News

Facebook hatte jüngst angekündigt, Inhalte von Medien, denen die Nutzer mehr vertrauen, sollen auf der Plattform Vorrang vor anderen haben. Dafür sollen Mitglieder danach gefragt werden, ob sie Medien kennen und für vertrauenswürdig halten. Facebook plant auch, im Newsfeed der Nutzer mehr Beiträge von Freunden und Familienmitgliedern zu zeigen.

Die Medien-Inhalte steigerten den Wert von Facebook – aber die Anbieter würden dafür nicht angemessen belohnt, kritisierte Murdoch. Facebook und Google hätten skurrile Nachrichten popularisiert, über Algorithmen, die für die Plattformen zwar profitabel, aber von Natur aus nicht verlässlich seien.

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Sehr cool: Nintendo Labo lässt Switch-Besitzer Pappspielzeug basteln #VIDEO


Angeln, Autos, Häuser – sogar ein Klavier: All das können Besitzer einer Switch-Konsole von Nintendo künftig mit Bausätzen aus Karton und Schnüren basteln.

Bei dem Labo getauften Konzept, das vor allem Kinder ansprechen soll, werden verschiedene Switch-Komponenten einbezogen. Sie hauchen den Karton-Konstrukten dann etwa über ihre Vibrationsmotoren Leben ein, dienen zur Steuerung oder erfassen mit ihren Sensoren Bewegungen und übertragen sie an die Konsole.

Beim Klavier registriert etwa die Infrarotkamera des eingebauten, Controllers, welche Taste angeschlagen wird. Das im Piano eingesetzte Handheld gibt dann über seine Lautsprecher die Töne wieder. Die aus Karton konstruierte Angelrute kann indes dank des eingebauten Controllers vibrieren, wenn beim Angel-Spiel ein Fisch angebissen hat.

Beim Robo-Set registrieren die eingesetzten Controller wiederum Bewegung Read More »

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