Web

Drohnen-Schnäppchen: DJI Spark, Star Wars, GoPro & Co.

Passend zum Beginn der Schönwetter-Jahreszeit sind wir kurz vorm Wochenende über gute Drohnen-Angebote gestolpert. Besonders günstig sind der Foto-Copter Spark von DJI und die Star-Wars-Drohnen von Propel.

Der bis vor kurzem kleinste Copter des Marktführers DJI, der Spark, ist aktuell bei Otto in allen Farben außer weiß für 299 Euro zu haben. Neukunden erhalten mit dem Gutscheincode 84883 zusätzlich 15 Euro Nachlass auf die erste Bestellung.

Bei anderen Händlern kostet der Spark mindestens 360 Euro, das entspricht einer Ersparnis von satten 17 Prozent – und ist gleichzeitig der günstigste Preis, zu dem der Spark jemals zu haben war (Preisverlauf: DJI Spark).

Da beim kleinen Set keine Fernsteuerung dabei ist, wird der Spark per Smartphone-App oder Hand- und Fingergesten gesteuert. Mehr Informationen dazu gibt's in unserem Testbericht: DJI Spark. Für deutlich mehr Reichweite sollte man sich allerdings die optionale Fernsteuerung dazu kaufen. Der Preis ist allerdings heftig, mindestens 130 Euro werden dafür fällig. Die Alternative – und für professionelle Piloten auch die bessere Entscheidung – ist das Fly-More-Set inklusive Zusatz-Akkus und Funke, doch hier ist das Angebot längst nicht so interessant. Eine gute Option ist das Set aus Copter und Fernsteuerung für aktuell 390 Euro.

Wer wirklich engagiert fliegen möchte, sollte zur Fly-More-Combo greifen. Wer einfach nur eine kleine, fliegende Kamera als regelmäßigen Begleiter sucht und keine große Reichweite braucht, macht aktuell ein echtes Schnäppchen.

Der Versuch des Action-Cam-Marktführers GoPro, auch im Drohnen-Segment Fuß zu fassen, hat viele Fehlschläge hinter sich: Zwei Wochen nach Markteinführung wurde das Produkt aufgrund von Absturzgefahr zurückgerufen, später kam es wieder in den Verkauf, Anfang des Jahres hat GoPro verkündet, aus dem Geschäft auszusteigen.

Es ist vielleicht nicht optimal, jetzt noch eine Karma zu kaufen. Das denken zumindest viele, daher ist der Preis im freien Fall – und ein perfektes Revier für Schnäppchenjäger. Unterm Strich gibt es zwar bessere Kamera-Copter, wie unser Testbericht GoPro Karma zeigt. Wirklich schlecht ist die Drohne aber nicht – und aktuell im Light-Kit bereits ab 599 Euro zu haben. Günstiger war sie nie, zeigt der Preisverlauf. Im Vergleich zur Markteinführung ist sie nun um satte 40 Prozent billiger.

Diese Modelle sind zwar mehr für Sammler und Freunde gepflegter Indoor-Action gedacht als für den professionellen Einsatz, aber die Ersparnis ist gigantisch. Als wir Ende 2016 zum Hands-on in London waren, kosteten die kleinen Drohnen im Look der verschiedenen Star-Wars-Raumschiffe 270 Euro, inzwischen ist der Tiefstpreis ab gut 83 Euro erreicht (fast 70 Prozent billiger).

Kamera- und Videofunktion gibt es nicht, dafür aber handbemalte Modelle, die mit viel Liebe, echten Soundeffekten und etlichen Überraschungen entworfen wurden. Als nettes Extra kann man mehrere der Propel-Flieger gegeneinander antreten lassen und sich per IR-Licht gegenseitig abschießen. Mehr Informationen dazu gibt es in unserem Testbericht: Star-Wars-Drohnen. Aber zugegeben: Mit Bürstenmotoren und ohne Live-Bild ist das im Vergleich zu Spark, Karma & Co. wirklich nur ein Spielzeug – aber für Star-Wars-Fans sicher ein perfektes Geschenk.

Wir die Preise diverser weitere Modelle wie Parrot Bebop 2 oder DJI Mavic Pro und Air untersucht, aber die größte Ersparnis gibt es bei den oben aufgeführten Drohnen. Schnäppchenjäger können bei allen drei Modellen zuschlagen. Unsere aktuelle Empfehlung als Allrounder bleibt aber die DJI Mavic Air, die aktuell ab etwa 800 Euro zu haben ist. Kein schlechter Preis, aber es war auch schon mal billiger.

Wichtig für alle Drohnenpiloten: Seit Apri 2017 gibt es neue Regel darüber, wo geflogen werden darf. Die Online-Karte des Anbieters Flynex zeigt die Verbotszonen. Zudem müssen über 0,25 kg Gewicht müssen mit einer Plakette versehen, ab zwei kg muss der Pilot einen Kenntnisnachweis liefern. Das Bundesverkehrsministerium hat einen Flyer mit den neuen Regeln hier veröffentlicht. Mehr Hintergrund zu den neuen Regeln haben unsere Kollegen der c't in diesem Artikel aufgeführt.

Kompletter Beitrag

Read More »

Cubot X18 Plus: 6 Zoll, Android 8 und Dual-Kamera ab 120 Euro

Das Cubot X18 Plus scheint ein vielversprechendes und vor allem günstiges Smartphone zu sein. In China-Shops ist ab 120 Euro, direkt in Deutschland für um die 200 Euro zu bekommen. Zur Ausstattung gehören ein großes Full-HD-Display, eine Dual-Kamera, Android 8.0 und ein großer Akku. Wir haben das Gerät auf Herz und Nieren getestet.

Während die meisten günstigen China-Smartphones recht wertig in einem Unibody-Metallgehäuse daherkommen, steckt das Cubot X18 Plus in einem Gehäuse mit Metallrahmen und einer Rückseite aus hochglänzendem Kunststoff. Der ist zwar ein Magnet für Fingerabdrücke, sorgt aber für eine gute Haptik. Hochwertig ist anders, dafür liegt das Cubot X18 Plus aber komfortabel und angenehm in der Hand. Als Nutzer muss man sich keine Gedanken darüber machen, ob das Gerät ob seiner glatten Metallrückseite aus der Hand gleiten könnte. Die Abmessungen des Handys betragen 158,5 × 73,6 × 8,55 Millimeter.

Lautstärkewippe und Power-Button sind an der rechten, der Slot für MicroSD- und SIM-Karte an der linken Seite zu finden. Unten sitzt ein Micro-USB-Anschluss, rechts daneben der Lautsprecher. Oben ist Platz für einen Kopfhöreranschluss mit Klinke. Auf der Rückseite mittig weit oben ist eine Dual-Kamera nebst Blitz verbaut, direkt darunter ein gut erreichbarer Fingerabdrucksensor. Die Verarbeitungsqualität des X18 Plus ist gut, wir fanden keinerlei Spaltmaße oder sichtbare Mängel.

Der im Inneren des X18 Plus arbeitende Prozessor des Herstellers Mediatek (MT6750T) hat insgesamt acht Kerne. Davon werden aber vier für rechenintensivere Aufgaben genutzt, sie takten mit maximal 1,5 GHz. Wird weniger Leistung benötigt kommen die vier anderen, mit maximal 1 GHz taktenden Kerne zum Einsatz. Neben 4 GByte RAM hat das Cubot X18 Plus 64 GByte internen Speicher. Zur Speichererweiterung gibt es einen MicroSD-Kartenslot. Wird dieser nicht benötigt, findet darin eine zweite SIM-Karte Platz.

Das Smartphone bietet LTE-Geschwindigkeit mit maximal 300 Mbit/s im Downstream und unterstützt alle in Deutschland genutzten Frequenzbänder. Die Verbindung zu einem WLAN-Router erfolgt nach 802.11 b, g und n. Der fest verbaute Akku des Cubot X18 Plus hat eine Kapazität von 4000 mAh. Zu den weiteren technischen Spezifikationen gehören Bluetooth in Version 4.0 und GPS. NFC oder ein Kompass fehlen.

Das 5,99 Zoll in der Diagonale messende Display im 16:9-Format löst 2160 × 1080 Pixel auf. Das Display leuchtet hell genug, um Inhalte auch beim schönen Wetter problemlos im Freien anzuzeigen. Farben werden satt und ansehnlich dargestellt, die Blickwinkelstabilität ist top. Abzüge in der B-Note gibt es für die bei unserem Testgerät nicht funktionierende automatische Helligkeitsregelung: Bei eingeschalteter adaptiver Helligkeit zeigt sich der Regler für die Lichtstärke ohne jegliche Funktion und ohne automatische Anpassung. Auf Eingaben reagiert der Touchscreen gut und präzise.

Auf der Rückseite des Cubot X18 Plus gibt es ein Kamera-Setup mit einer 20- und einer 2-Megapixel-Linse, Autofokus, f/2.0-Blende und LED-Blitz. Vorne ist eine 13-Megapixel-Selfie-Cam mit Fixfokus integriert. Die für Tiefenschärfe-Informationen zuständige 2-Megapixel-Knipse auf der Rückseite hätte sich der Hersteller in unseren Augen schenken können: Der damit realisierte Unschärfeeffekt sieht stark künstlich aus. Davon abgesehen macht das X18 Plus für ein Unter-200-Euro-Handy durchaus brauchbare Bilder, auch wenn das Gerät gerne überbelichtet. Was die Schärfe angeht, vor allem bei weiter entfernten Objekten und Landschaften, kann die Hauptkamera nicht überzeugen. Bei der Frontcam hingegen stimmen Schärfe, Farben und Belichtung, gute Lichtverhältnisse vorausgesetzt.

Mit dem Mediatek-Prozessor und dem 4 GByte großen Arbeitsspeicher liefert das Cubot X18 Plus eine flotte und für diese Preisklasse absolut zufriedenstellende Performance ab. Ruckler und auffällige Denkpausen sucht man bei dem Smartphone vergebens. Im AnTuTu-Benchmark kommt das Handy auf ordentliche 55.000 Punkte. Es muss sich allerdings dem Asus Zenfone Max Plus (Testbericht) geschlagen geben. Bei gleicher CPU erreicht das Asus-Gerät 60.000 Punkte. Dennoch kann man auch auf dem günstigen China-Handy zocken, jedoch mit Einschränkungen: Der Nutzer muss mit längeren Ladezeiten leben als bei aktuellen High-End-Smartphones, auch ist die Grafik nicht gerade High-End. Im Test machten jedoch auch die meisten aktuellen Games auf niedrigeren Einstellungen grafisch noch was her.

In puncto Akkulaufzeit macht das Cubot X18 Plus eine gute Figur. Auch bei reger Nutzung hatten wir keine Probleme mit einer Akkuladung über den Tag zu kommen. Bei gemäßigter Nutzung dürften zwei Tage locker drin sein. Der Fingerabdruckscanner zeigte sich im Test als zuverlässig, allerdings bei Weitem nicht so schnell, wie vom Hersteller versprochen: Statt 0,1 Sekunden dauert es circa 1,0 Sekunden, bis das Gerät entsperrt ist. Nicht gefallen hat uns der sehr blechern und im Bassbereich sehr dünn klingende Lautsprecher, dafür ist die Sprachqualität beim Telefonieren sehr gut.

Auf dem Cubot X18 Plus läuft Android Version 8.0, die fast aktuellste Version von Oreo. Zum Testzeitraum war der Google-Sicherheitspatch vom 05. Februar 2018. Erfreulicherweise gibt es keine vorinstallierte Bloatware, es handelt sich beim Betriebssystem im Prinzip um ein Stock-Android. Interessant ist, dass das Cubot x18 Plus das Projekt Treble unterstützt. Damit dürfte die Entwicklung von Custom ROMs deutlich einfacher werden.

Gemessen am Preis von unter 200 Euro (in manchen China-Shops schon ab um die 120 Euro erhältlich) hat das Cubot X18 Plus einiges zu bieten. Sehr gut gefällt uns das farblich ausdrucksstarke und hell leuchtende Display, aber auch die Performance und die Akkulaufzeit können sich sehen lassen. Und die aktuelle Android-Version 8.0 ist natürlich auch ein dickes Plus des Handys. Abgesehen vom nicht besonders dolle klingenden Lautsprecher konnte uns zwar auch die Kamera nicht größer begeistern, ist aber zumindest in der Lage brauchbare und ansehnliche Schnappschüsse abzuliefern.

Kompletter Beitrag

Read More »

Fette 4K-Fernseher: UHD Smart TVs unter 500 Euro (April 2018)

Die Preise für Fernseher mit 4K UHD sind im freien Fall. Inzwischen gibt es dutzende Geräte unter 500 Euro, die bei Bildschirmdiagonalen über einem Meter Inhalte in höchster Auflösung darstellen. Wir zeigen interessante Produkte, geben einen Überblick zu Inhalten und klären, welche zusätzlichen Ausgaben anfallen.

Der eigentlich richtige Begriff ist UHD (Ultra High Definition). Dieser beschreibt den neuen Standard, der auf Full HD folgt. UHD liefert 3840 × 2160 Bildpunkte, das Vierfache von Full HD, Inhalte werden im Seitenverhältnis 16:9 angezeigt. 4K kommt aus der digitalen Kinobranche, es steht dort für eine Auflösung von 4096 × 2160 Pixel und ein Seitenverhältnis von 17:9. Weil 4K aber so schön griffig klingt, wurde und wird es im TV-Umfeld als Synonym für UHD genutzt.

Bei Edge-Lit-Geräten sitzen die Lichtquellen für die LEDs seitlich an den Kanten. Dadurch lassen sich flache Geräte bauen, es kann aber auf Kosten der Qualität gehen: Vor allem dunkle Bereiche leiden.

HDCP: High-bandwidth Digital Content Protection ist ein Kopierschutz für digitale Inhalte. Aktuell ist HDCP mindestens in Version 2.2 notwendig, unterstützen müssen das alle Komponenten in der Wiedergabekette – auch das Kabel. Falls HDCP 2.2 nicht verfügbar ist, bricht die Wiedergabe ab.

HDMI 2.0: Der aktuelle HDMI-Standard hat höhere Übertragungsraten als der Vorgänger und sollte HDCP 2.2 unterstützen, beim Kauf also unbedingt darauf achten. Auch hier müssen alle Geräte kompatibel sein. Falls nicht, fällt die Wiedergabe auf den letzten gemeinsam unterstützen HDMI-Standard zurück, meist bedeutet das eine Fehlermeldung und Abbruch.

HDR: High Dynamic Range oder High Dymanic Range Plus gibt Bilder mit hohem Kontrast wieder. Das kann extrem gut aussehen, die Inhalte wirken „knackiger“. Je nach Gerät kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, entsprechend unterscheiden sich Ergebnisse von TV zu TV.

LED: Alle UHD-Fernseher in dieser Preislasse setzen auf LEDs. Das ist nicht schlecht, doch sind die Farben weniger knackig als etwa bei OLED, man kennt das von Smartphones.

Fernseher mit Direct-lit-LEDs haben die Leuchtquelle hinter den „Bildröhre“. Das macht sie deutlich dicker. Dafür ist die Bildqualität besser, die Fernseher können helle und dunkle Stellen im Bild gezielter darstellen.

Es geht zwar langsam, doch es gibt immer mehr Inhalte, die direkt in UHD zur Verfügung stehen. Gerade die Streaming-Anbieter können bauen ihre Kataloge aus.

Amazon: Es gibt einige Inhalte in UHD, vor allem neuere Produktionen und Original-Fassungen. Am einfachsten ist der Empfang in UHD mit einem Amazon Fire TV 4K, dieser wird direkt am Fernseher angeschlossen. Alternativ können kompatible Geräte die Inhalte aus der Amazon-App direkt streamen. Weitere Informationen zu UHD bei Amazon.

Apple: iTunes baut das Programm an 4K Filmen und Serien auf, seit dem Start im September 2017 mit damals 50 Filmen geht es stetig nach oben. Wichtige Einschränkung: Für die Wiedergabe ist ein iPhone ab Version 8, ein iPad Pro (Modell 2017) oder der Apple TV 4K notwendig. Weitere Informationen zu 4K bei Apple.

Google: Das Angebot an UHD-Inhalten im Google Play Store wächst langsam, aktuell sind vor allem Filme in 4K erhältlich. Die Wiedergabe erfolgt über den Chromecast Ultra oder kompatible Android-TVs. Weitere Informationen zu UHD bei Google Play.

Netflix: Um beim Streaming-Marktführer UHD-Inhalte zu sehen, muss das Abo auf die höchste Stufe gestellt sein (4 Streams gleichzeitig, 13,99 Euro im Monat). Die Inhalte lassen sich dann direkt über die Netflix-App auf kompatiblen UHD-Fernseher abrufen. Windows-10-Nutzer können die UHD-Streams per Netflix-App oder Edge ansehen. Weitere Informationen zu 4K bei Netflix.

Sky: Der Abo-Anbieter hat ein spezielles UHD-Paket, mit dem Filme und Sport in UHD übertragen werden. Im Paket ist der notwendige Receiver vorhanden, die Inhalte lassen sich per Satellit oder über Kabel empfangen – aber nur, wenn der jeweilige Kabelanbieter dieses auch unterstützt. Das Paket kostet zum Testzeitpunkt monatlich knapp 62 Euro, wobei es die ersten zwölf Monate verbilligt für 29,99 gibt. Weitere Informationen zu UHD bei Sky.

Im normalen Fernsehbetrieb ist eine UHD-Auflösung noch ein absolutes Unikum. Die Sender müssen sowohl in neue Hardware investieren wie auch die Inhalte in höherer Auflösung produzieren. Einzelne Sender arbeiten bereits an Konzepten oder starten Versuche, es ist aber ein Henne-Ei-Problem: Die meisten Kunden haben noch keine 4K-fähigen Empfangsgeräte, also lohnt die Produktion von 4K-Inhalten auch noch nicht – aber wenn es keine Inhalte gibt, dann kauft auch keiner die Geräte.

Öffentlich-Rechtliche: Die ARD sieht sich nach eigenen Angaben die Entwicklung von 4K-Inhalten derzeit noch an. Ein Regelbetrieb ist noch nicht geplant, möglicherweise gibt es aber demnächst einige Versuchsballons.

Das ZDF zeigt einige Inhalte per HbbTV in UHD, allerdings noch längst nicht alles. Wichtig dabei: HbbTV braucht zwingend schnelles Internet, es reicht also nicht, das ZDF allein „per Antenne“ zu empfangen. Die normalen Streams, egal ob Live oder aus der Mediathek bieten noch kein UHD.

RTL: Die Sendergruppe ist in Deutschland der Wegbereiter, mit der Serie „Sankt Maik“ wurde erstmals eine UHD-Serie im frei empfangbaren Fernsehen ausgestrahlt. Das gilt auch für die hauseigene Video-on-Demand-Plattform.

HD+: Der Satellitenbetreiber Astra hat mit HD+ sein eigenes Angebot für UHD-Inhalte im Live-TV. Dazu braucht es einen HD+ Receiver oder ein passendes Modul für bestehende Geräte. Für den Aufpreis bekommt man mäßig viel: Es gibt nur zwei UHD-Sender, die gemischte Inhalte anzeigen. Die restlichen 23 Privatsender werden in HD ausgestrahlt.

Blu Ray: Grundsätzlich bietet Blu-ray genügend Platz für 4K-Inhalte. Aber: UHD-Filme sind in einem anderen Format als „normale“ Blu-ray Filme, ein UHD-fähiger Player ist daher Pflicht. Vielen aktuellen Filmen liegen zwei Disks bei, einmal in UHD, einmal in Full-HD.

Microsoft Xbox: Sowohl die Xbox One S wie auch die Xbox One X geben Blu-ray UHD wieder. Zugleich streamt die Konsole 4K-Inhalte von Netflix, Amazon und Co. Sind Spiele auf das Format optimiert, lassen sie sich in UHD-Auflösung zocken.

Sony Playstation: Die PS4 Pro zeigt UHD nur über Streaming an, das interne Laufwerk unterstützt lediglich FullHD-Blu-rays. Wie bei der Xbox müssen Spiele speziell auf UHD getrimmt sein, ansonsten gibt es hochgerechnetes 1080p.

Glücklicherweise sind Fernseher abwärtskompatibel, geben also ganz selbstverständlich alle bisher produzierten Inhalte wieder. Die Qualität hängt vom Ausgangsmaterial und dem Zuspielgerät ab. Eine wichtige Funktion ist das Upscaling. Dabei versucht der Zuspieler, die Bildpunkte des Ausgangsmaterials hochzuskalieren, um eine höhere Auflösung zu erzielen. Wie gut das funktioniert, hängt von der verwendeten Hardware und dem Anbieter ab, je nach Hersteller kann das gleiche Ausgangsmaterial unterschiedlich ausfallen. Als Faustregel gilt aber: Je besser die Quelle, desto besser das Ergebnis – eine VHS-Aufnahme aus den 80ern wird immer schlechter aussehen als ein Full-HD-Film von der Blu-ray-Disc.

Ab dem 14. Juli findet in Katar die Fußball WM 2018 statt, können wir die bereits in UHD sehen? Theoretisch sollte es möglich sein, die FIFA will in UHD (und sogar VR) produzieren. Es liegt an den lokalen Anbietern und damit an ARD & ZDF, ob und wie die Inhalte ausgeliefert werden. Bereits klar ist, dass es per Satellit kein UHD gibt, ob der Live-Stream UHD können wird, ist noch unklar. Ende April 2018 ist eine Pressekonferenz angesetzt, auf der mehr Informationen veröffentlicht werden sollen. Wir behalten das im Auge und informieren.

Kürzlich warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) davor, dass Angreifer über unsichere smarte Fernseher in Netzwerke einbrechen, Inhalte auf dem TV abspielen oder eine integrierte Kamera anzapfen können. Wikileaks hatte bereits 2017 gezeigt, dass solche Attacken in Spionagekreisen existieren. Dazu kommen neugierige Applikationen. Etwa hatte sich der Sony-Android-Fernseher eines Twitter-Nutzers aktualisiert und die App von Samba.TV eingespielt. Diese überwacht, was der Nutzer wann und wie ansieht – eine reine Schnüffelei.

Die Schwachstellen sind leicht erklärt: TV-Hersteller mussten sich bislang kaum mit Themen wie Updates oder Patches auseinandersetzen. Entsprechend gibt es kein Bewusstsein für die Sicherheitsthematik, Prozeduren für Updates werden wenig genutzt und sind zu langsam. Die Installation von Schnüffel-Apps dagegen geschieht rein aus kommerziellen Interessen. Die Daten lassen sich nutzen und wiederum an Sender oder Werbetreibende verkaufen. Als Nutzer muss man hier genau hinsehen, was da auf dem Fernseher so alles läuft.

Unser Tipp: Nutzt nur die TV-Funktion, vergesst das Smart davor. Die Inhalte kommen am besten über einen Blu-ray-Player, eine Konsole oder ein Multimediacenter wie Kodi, Apple TV 4K oder Amazon Fire TV 4K. Deren Software wird von den Herstellern deutlich besser gepflegt.

Maximaler Bildschirm fürs Geld: Wer Fernseher in UHD-Auflösung mit einer Diagonale von 140 cm unter 500 Euro sucht, der wird bei diesen Geräten fündig.

Neben den TV-Kosten sollten die Kosten für Kabel und Inhalte in die Planung einfließen. Streaming-Dienste brauchen außerdem eine vernünftige Internetanbindung, 25 Mbit/s sind der Mindeststandard. Idealerweise ist TV oder Zuspieler per Ethernet-Kabel im Netzwerk angeschlossen. Kommt WLAN zum Einsatz, muss eine entsprechend gute Verbindung garantiert sein.

Wer UHD Blu Rays ansehen möchte, braucht dafür den passenden Abspieler. Diese kosten zwischen 140 und 800 Euro. Eine gute Alternative ist die Xbox One S. Sie kostet um die 220 Euro und kann neben UHD Blu-rays Inhalte auch in 4K streamen.

Kompletter Beitrag

Read More »

Nokia Steel HR im Test: Hybrid-Smartwatch mit Display

Mit der Steel HR mischt Nokias Health-Sparte im Hybrid-Smartwatch-Geschäft mit. Die Uhr zeigt unter anderem Nachrichtentexte auf dem Display an. Wir zeigen, was die Uhr noch so von der Konkurrenz unterscheidet.

Hinweis: Im April 2016 hat Nokia die französische Firma Withings übernommen. Ursprünglich kam die Nokia Steel HR vergangenes Jahr unter der Bezeichnung Withings HR Steel auf den Markt. Das aktuelle Produktportfolio wird aber mittlerweile unter der Markenbezeichnung Nokia vertrieben.

Die Steel HR ist unaufdringlich und unterscheidet sich erst auf den zweiten Blick von einer klassischen Analoguhr. Das runde Uhrengehäuse aus silberfarbenem Metall ist mit 36 Millimetern Durchmesser und 13 Millimetern Dicke etwas kleiner als Konkurrenzmodelle von Kronaby oder Fossil.

Direkt nach dem Auspacken fällt eine Auswölbung auf der Rückseite der Uhr auf. Diese sorgt dafür, dass Kontakt zur Hautoberfläche sichergestellt ist und somit der integrierte Herzfrequenz-Sensor gut aufliegt.

Auf der Vorderseite fällt das kleine Monochrom-Display – ein kleines OLED – im oberen Bereich des Ziffernblattes auf. Im unteren Bereich befindet sich noch eine weitere analoge Anzeige, die sogenannte Fortschrittsanzeige. Es handelt sich dabei um einen Schrittzähler, der das Erreichen eines Fitness-Ziels prozentual angibt. Vorab können Nutzer angeben, wie viele Schritte sie pro Tag gehen möchten.

Zur Bedienung steht statt einer Krone ein einzelner Drucktaster zur Verfügung. Das 18 Millimeter breite Silikonarmband verfügt über einen Schnellwechselverschluss, der einen einfachen Wechsel des Armbandes gestattet. Die Zeiger oder das Ziffernblatt sind nicht nachleuchtend. Dafür ist das kleine OLED beleuchtet, und so ist die Bedienung auch bei Dunkelheit möglich. Die Steel HR hat eine Wasserfestigkeit von 5 ATM und kann somit beim Baden oder Duschen am Handgelenk verbleiben. Im Schwimmbad oder beim Schnorcheln sollte man die Uhr jedoch besser abnehmen.

Verpackung und Verarbeitung sind hochwertig und geben keinen Grund zur Beanstandung. Zusätzlich zur Uhr gehört eine magnetische USB-Ladeschale zum Lieferumfang.

Die Steel HR setzt neue Maßstäbe bei Hybrid-Smartwatches in Sachen Nachrichtendarstellung. Zwar können auch die Modelle anderer Hersteller Anrufe oder eingehende Nachrichten signalisieren, aber eben nicht so komfortabel wie beim Nokia-Modell: Eingehende Anrufe oder Nachrichten werden nicht nur durch Vibration und Stellung der Zeiger, sondern als Text auf dem Display dargestellt. Zusätzlich bietet die Uhr einen Herzfrequenz-Sensor, der bei anderen Hybrid-Modellen grundsätzlich fehlt. Ein Bewegungssensor zum Zählen der Schritte und Überwachung der Schlafphasen ist ebenfalls vorhanden.

Das Display ist im Normalzustand ausgeschaltet und aktiviert sich erst, wenn ein entsprechender Taster bedient wird oder eine Benachrichtigung eingeht. Helligkeit bestimmen entweder Nutzer manuell per App oder ein Helligkeitssensor automatisch. Das verringert den Stromverbrauch und ermöglicht eine Batterielaufzeit von 20 bis 25 Tagen. Andere Hybrid-Uhren halten zwar deutlich länger durch, verglichen mit Voll-Display-Smartwatches ist dieser Wert aber extrem gut. Im Test hat die Uhr bei sehr intensiver Nutzung etwa drei bis fünf Prozent an Akkukapazität täglich verbraucht. Der angegebene Wert von 25 Tagen erscheint also durchaus realistisch. Zum Laden legt gehört die die Uhr auf die magnetische Ladeschale und steckt diese an einen USB-Port. Das Aufladen dauert mehrere Stunden.

Ein Druck auf den seitlichen Bedientaster aktiviert zunächst das Display der Steel HR und schaltet dann zwischen den einzelnen Funktionen durch: Sie zeigt Uhrzeit und Datum, Herzfrequenz, Anzahl der Schritte, zurückgelegte Distanz, eingestellte Weckzeit und Restkapazität des Akkus an.

Um die Steel HR zu einzustellen steht die kostenlose App Health Mate für Android und iOS zur Verfügung.
Zur Koppelung mit dem Smartphone wird zusätzlich zur Software auch ein Anmeldung bei Nokia-Health vorausgesetzt. Die Registrierung ist zwar kostenlos, wir fänden es aber besser, wenn es auch ohne ginge.

Die Einrichtung ist unkompliziert und innerhalb von fünf Minuten erledigt. Nach der erfolgreichen Verbindung von Uhr und Handy, lädt unser Testgerät gleich ein Update herunter und startet neu.

Die App ist in die Unterpunkte Timeline, Dashboard, Programme, Geräte und Profil unterteilt. Unter dem Reiter Timeline sind Schritte, Schlafzeiten oder Herzfrequenzen der letzten Tage, Wochen oder Monate ersichtlich. Das Dashboard gibt einen Überblick über die aktuellen Stand der Aktivitäten und Kennzahlen. Unter dem Punkt Programme finden sich diverse Ratgeber und die Möglichkeit seine Fitnesswerte mit anderen Nutzern teilen und vergleichen zu können. Unter Geräte listet die App auf, welche Nokia-Health-Produkte zusätzlich zur Uhr derzeit mit dem Smartphone verbunden sind. Einstellungen wie Wecker, Display-Helligkeit oder die Benachrichtigungsoptionen sind hier ebenfalls verfügbar. Die Weckfunktion lässt sich auf einzelne Wochentage beschränken. Außerdem ist es möglich, statt einer festen Uhrzeit einen Zeitrahmen für den Vibrationsalarm festzulegen. Dann analysiert die Steel HR die Schlafgewohnheiten und versucht die Weckzeit so zu wählen, dass man sich während des Alarms nicht in einer Tiefschlafphase befindet. Unter Profil finden sich persönliche Daten und diverse Erinnerungsfunktionen. So kann die Steel HR beispielsweise an ins-Bett-Gehen erinnern. Wer andere Apps wie Google Fit, Runkeeper oder ITTT nutzt, kann diese ebenfalls unter Profil verknüpfen. Um sich mit Freunden oder Familienmitgliedern zu messen, lassen sich unter diesem Reiter deren Konten hinterlegen.

Die Steel HR steht wahlweise mit silbernem oder goldenem Gehäuse zur Verfügung. Das Ziffernblatt ist in weiß und schwarz, das Silikonarmband in insgesamt sieben Farben verfügbar. Zudem gibt es geflochtene Armbänder und solche aus Leder.

Außerdem gibt es eine Version mit etwas dickerem Rand. Der Durchmesser beträgt dann knapp 40 Millimeter.

Das integrierte OLED erleichtert die Bedienung und bietet damit echten Mehrwert. Wer sich bislang nicht mit dem Hybrid-Konzept anfreunden konnte, sollte sich die Steel HR deshalb genauer ansehen. Mit der gelungenen Kombination aus klassischem Analoguhr-Design, Smartwatch und Fitnesstracker ist die Steel HR unser Favorit unter den Hybrid-Smartwatches und unsere Kaufempfehlung.

Wer auf das Display und den Herzfrequenz-Sensor verzichten kann, sollte sich die sehr ähnliche Nokia Steel ansehen: Die Hybrid-Smartwatch ohne OLED hat eine fest verbaute Batterie, die laut Hersteller etwa acht Monate lang halten soll. Ansonsten kommen beispielsweise die Modelle von Fossil, Kronaby oder Armani in Frage.

Die Modelle von Huawei, Boss oder Skagen sind für diejenigen interessant, die eine Smartwatches mit vollflächigem Farbdisplay suchen.

Kompletter Beitrag

Read More »

Staubsauger-Roboter von Dyson im Test: kraftvoll, aber teuer

Der 360 Eye ist der erste Staubsauger-Roboter vom für beutellose Staubsauger bekannten Hersteller Dyson. Das Modell punktet mit hoher Saugkraft und kompakter Bauform. Abschreckend ist der hohe Preis.

Das erste, was beim Dyson 360 Eye auffällt, ist die Größe. Sowohl die Verpackung als auch der Staubsauger selbst sind um gut 30 Prozent kleiner als die Staubsauger-Roboter von Pearl, Neato oder Proscenic. Mit 13 Zentimetern Gesamthöhe ist der 360 Eye zwar nur um gut 2 bis 3 Zentimeter höher als andere Modelle, durch den geringen Gehäusedurchmesser von nur 23 Zentimetern wirkt er aber deutlich höher.

Zur Orientierung setzt Dyson auf IR-Sensoren und eine 360-Grad-Kamera. Diese befindet sich mittig auf der Oberseite des Saugers. Um Treppenstürze zu verhindern, nutzt der Dyson-Sauger Infrarot-Sensoren. Für Vortrieb sorgen zwei kleine Raupenantriebe. Eine berührungsempfindliche Leiste zur Hinderniserkennung ist nicht vorhanden. Zur Bedienung ist nur ein einzelner Taster auf der Oberseite vorhanden. Er ist beleuchtet und gibt Auskunft über den Betriebszustand.

Der Schmutzbehälter sitzt an der Gehäusefront und hat ein Volumen von 0,33 Litern. Der Filter des Motors sitzt versteckt hinter dem Behälter. Der Abluftfilter ist rückseitig hinter einer Kunststoffblende versteckt. Auf der Unterseite befinden sich zwei Ladekontakte und die breite Bürstenwalze für Hart- und Teppichböden. Auf zusätzliche Bürsten an den Seiten verzichtet Dyson im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern.

Die im Lieferumfang enthaltene Ladestation ist sehr kompakt und kann bei Bedarf einfach zusammengeklappt werden. Das Kabel des Netzteils ist etwa 140 Zentimeter lang.

Der 360 Eye ist ein reinrassiger Bodenstaubsauger mit WLAN-Anbindung. Über eine Wischfunktion, wie der Proscenic Coco Smart 790T, verfügt das Modell nicht. Im Gegenteil: Dyson warnt explizit davor, Flüssigkeiten aufzusaugen, da diese den Motor beschädigen würden.

Um das Potential des Saugers zu nutzen, ist die kostenlose App notwendig. Auch ohne Smartphone startet der Roboter auf Knopfdruck, allerdings sind dann weder Reinigungsmodus noch Saugkraft einstellbar.

Da der Dyson sich per Kamerabild orientiert, muss seine Umgebung ausgeleuchtet sein. In kompletter Dunkelheit findet sich der Roboter nicht zurecht.

Durch die geringe Breite passt der Dyson problemlos zwischen Stuhlbeinen hindurch. Andere Testgeräte, wie das Modell von Pearl, haben die Stühle umfahren. Insgesamt klappt die Orientierung per Kamera und IR-Sensoren erfreulich gut. Der Sauger bemerkt Treppenabgänge ohne abzustürzen und knallt auch ohne Berührungssensoren nicht gegen die Wände.

Der 360 Eye unterteilt die Räume in ein quadratisches Raster und fährt dieses konsequent ab. Das führt mitunter dazu, dass er beispielsweise erst 80 Prozent des Esszimmers putzt, dann in der Küche weitermacht, um anschließend zurückzukehren und die restlichen 20 Prozent des Esszimmers zu saugen. Nach Beendigung des Vorgangs fährt der Roboter automatisch zur Ladestation zurück und meldet an die App.

Geht der Akku zu Neige, bevor alle erreichbaren Räume abgefahren sind, fährt er zum Nachladen an die Station und macht nach dem Ladevorgang dort weiter, wo er seine Arbeit zuvor unterbrochen hat. Das Laden des Akkus dauert in unserem Test etwa zweieinhalb Stunden. Stellt man den Roboter händisch in einen anderen Raum, findet er nicht selbstständig zur Ladestation zurück. Stattdessen parkt der 360 Eye dann nach getaner Arbeit an der Stelle, wo er zuvor platziert wurde.

Die Software zur Steuerung ist für Android- und iOS-Geräte erhältlich. Die Einrichtung dauert mehrere Minuten. Zuerst steht eine Registrierung mit Namen und E-Mail-Adresse an. Zur erstmaligen Verbindung benötigt die App die Kennwörter vom WLAN und dem 360 Eye. Nachdem wir den Staubsauger gekoppelt haben, kommt zunächst der Hinweis, das eine neue Firmware verfügbar ist. Das Überspielen der neuen Software dauert etwa fünf Minuten.

Die übersichtlich gestaltete App informiert über den aktuellen Status des Saugers und stellt zahlreiche Statistiken und eine Karte der gereinigten Flächen zur Verfügung. Die Bedienung ist insgesamt angenehm intuitiv und unkompliziert.

Neue Firmware-Updates aufspielen oder den Roboter per Fernzugriff starten, sind weitere Funktionen der App. Praktisch ist auch die Terminplanung per Smartphone. So startet der 360 Eye beispielsweise dann seine Arbeit, wenn man im Büro sitzt. Hat sich der kleine Helfer irgendwo festgefahren, schickt er eine kurze Meldung ans Smartphone.

Auch der Reinigungsmodus wird in der App eingestellt. Die Einstellung Max sorgt für maximale Saugkraft, aber verkürzt die Akkulaufzeit auf etwa 30 Minuten. Der Modus Leise reduziert zwar Lautstärke und Saugleistung, dafür liegt die Laufzeit dann bei circa 50 Minuten.

Ein Reset des Staubsaugers ist mit der App nicht möglich. Wer seinen 360 Eye verkaufen oder zurückgeben will, muss die Reset-Datei auf einen leeren USB-Stick speichern und diesen in den Anschluss hinter dem Luftfilter stecken. Drückt man dann den Knopf des Saugers für mehrere Sekunden, beginnt der Dyson mit der Übertragung der Datei. Das ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern auch komplizierter als nötig.

Der kleine Staubsauger-Roboter hat ordentlich Power. Das macht sich bei maximaler Saugleistung auch beim Geräuschpegel bemerkbar. Während der 360 Eye im Leise-Modus vergleichbar laut wie andere Modelle unterwegs ist, macht er bei maximaler Leistung deutlich mehr Lärm als beispielsweise der Neato D5. Die Saugleistung ist dann allerdings beeindruckend. Obwohl unser Testumfeld regelmäßig gesaugt wird, finden sich im Schmutzbehälter nicht nur Haare und extra platzierte Krümel, sondern auch jede Menge feiner Staub. Der Dyson-Roboter scheint bei Teppichen eine weit bessere Tiefenwirkung zu haben als günstige Sauger. Gerade für Allergiker kann das hilfreich sein.

Dank des kraftvollen Antriebs sind auch Türschwellen und Hochflorteppiche mit einer Höhe von bis zu zwei Zentimetern kein Problem.

Trotz der sehr guten Saugleistung ist auch der 360 Eye nicht unfehlbar. Obwohl die Bürste fast die komplette Breite des Saugers einnimmt, macht sich das Fehlen von seitlichen Bürsten deutlich bemerkbar. Ein schmaler Rand an den Wänden bleibt ungeputzt und muss per Hand nachgereinigt werden. Wer den Sauger regelmäßig auf Tour schickt, sollte damit aber nicht viel Arbeit haben.

Durch die höhere Bauform passt er auch nicht unter Sofas. Das stört uns allerdings nicht, denn die Erfahrung zeigt, dass sich die Roboter gerne unter Couchen festfahren. Zwar muss dann selbst Hand angelegt werden; nervige Rettungsaktionen um den Sauger zu befreien, entfallen aber.

Das der teure Dyson hin und wieder kleine Abschnitte von wenigen Quadratzentimetern nicht bearbeitet, hat uns allerdings verwundert. Gerade bei dem hohen Preis haben wir das nicht erwartet.

Um eine möglichst gründliche Reinigung zu gewährleisten, ist es notwendig, den Staubsauger regelmäßig zu warten. Dazu gehören in erster Linie die Entleerung des Schmutzbehälters und die Säuberung der Luftfilter und der Rundbürste.

Insgesamt dauert der gesamte Vorgang nur wenige Minuten. Die Entnahme und Entleerung des Schmutzbehälters ist unkompliziert und schnell erledigt. Und das ist auch gut so: die 0,33 Liter Volumen reichen für etwa zwei bis drei Stunden, dann ist der Behälter voll.

Rundbürste und Luftfilter halten da schon länger durch. Allerdings ist das natürlich davon abhängig, wie oft und was der 360 Eye saugt. Die Luftfilter sollten, laut Dyson, mindestens alle vier Wochen unter fließendem Wasser abgespült werden. Anschließend müssen die Filter dann etwa 24 Stunden lang trocknen.

Um die Rundbürste von Haaren zu befreien, wird sie kurzerhand ausgebaut. Zum Öffnen der seitlichen Arretierung reicht beispielsweise eine Münze. Nach dem Ausbau ist es einfach, die verhedderten Haare zu entfernen.

Unsere Befürchtung, dass sich lange Haare auch in den Raupenantrieben sammeln, hat sich nicht bestätigt. Der Antrieb ist auch nach mehreren Stunden im Praxiseinsatzfrei von Verunreinigungen.

Der 360 Eye macht besonders auf Teppichböden eine sehr gute Figur. Die Tiefenwirkung des sehr kraftvollen Staubsaugers ist beeindruckend. Aber auch auf Hartböden macht der Roboter einen sehr guten Job. Tierhaare und feinster Staub haben keine Chance gegen die Saugkraft des Dyson-Saugers. Insbesondere Allergiker können davon profitieren.

Das Fehlen von seitlichen Bürsten sorgt allerdings dafür, dass die Ränder nicht perfekt sauber werden. Händische Nacharbeit ist also auch bei diesem Modell notwendig. Die Systematik mit der der kompakte Roboter die Räume abfährt ist gut, aber anderen Saugern nicht überlegen. Dasselbe gilt auch für die App.

Wer auf eine besonders tiefenwirksame Reinigung haben möchte, sollte sich den 360 Eye genauer ansehen. Weder die Modelle von Neato, Pearl oder Proscenic haben vergleichbare Ergebnisse erzielt. Diese Gründlichkeit hat aber ihren Preis.

Um Räume von oberflächlichem Schmutz und Staub zu befreien, tut es auch ein günstigeres Modell. Auch wer möchte, dass sein Roboter unter dem Sofa saugt, muss sich nach einer Alternative umsehen. Dafür ist der Dyson schlicht zu hoch.

  • Proscenic Coco Smart 790T: Staubsauger mit Wischfunktion
  • Test: Günstiger Staubsauger-Roboter mit Wischfunktion
  • Neato Botvac D5 im Test: Was kann der Staubsauger-Roboter?

Kompletter Beitrag

Read More »

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.plugin cookies

ACEPTAR
Aviso de cookies
Beaktiv @ 2016