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Kaufberatung: Das wichtigste Zubehör für DJI Mavic Air

Mit dem passenden Zubehör steigt nicht nur die Haltbarkeit der Drohne, es hilft auch bessere Ergebnisse in Sachen Video-, Foto- und Empfangsqualität zu erziehlen. Wir zeigen, welche Anschaffungen für die Mavic Air sinnvoll sind.

Obwohl die Mavic Air verhältnismäßig stabil ist, sollte sie ordentlich verpackt sein. Transportschäden sind unnötig und teuer. Hilfe versprechen spezielle Rucksäcke, Koffer und Taschen mit zugeschnittenen Schaumstoffeinlagen.

Vor dem Kauf sollte man überlegen, wie die Drohne transportiert werden soll. Soll die Mavic Air zum Beispiel mit anderen Dingen in einen Tourenrucksack für Wanderungen, muss die Drohnen-Verpackung möglichst kompakt ausfallen. Die Preise für die günstigsten Taschen beginnen bei etwa 15 bis 20 Euro. Wir nutzen privat ein sehr preiswertes Modell und sind grundsätzlich zufrieden. Störend ist lediglich der penetrante Kunststoffgeruch direkt nach dem Auspacken. In diesem Fall hilft nur langes Auslüften. Nach einigen Tagen an der frischen Luft verfliegt der unangenehme Geruch.

Wer die Mavic Air ohne ohne zusätzliches Gepäck transportiert, sollte sich einen Drohnen-Rucksack ansehen. Diese bieten ausreichend Schutz und der Transport ist bequem – ideal für längere Fußmärsche mit der Drohne, etwa für Tagesausflüge in die Berge. Preise für günstige Modelle beginnen bei etwa 30 Euro. Rucksäcke von Markenherstellern sind etwa dreimal so teuer. Teurer wird es, wenn auch Platz für die VR-Brille sein soll. Wem keiner der Drohnen-Rucksäcke gefällt, der kann sich alternativ klassische Kamera-Rucksäcke ansehen. Diese sind ebenfalls gepolstert und haben variable Innenräume, die sich für den Transport von Video-Drohnen eignen.

Unbequemer, aber auch deutlich stabiler und sicherer sind wasserdichte Hartschalenkoffer aus Kunststoff – und vor allem dann geeignet, wenn man mit dem Auto zum Drehort fährt. Der Preis ein Markenprodukt von B&W liegt, je nach Anbieter, zwischen 80 und 100 Euro. Die größeren Koffer mit Platz für die DJI Goggles sind noch teurer. Modelle aus chinesischer Produktion sind zwar häufig günstiger, können in Sachen Verarbeitung und Stabilität nicht mit Marken-Koffern mithalten. Wer auf die Wasserdichtigkeit verzichtet, kann ordentlich sparen. Beim Kauf muss man darauf achten, dass eine entsprechende Schaumstoffeinlage mit zum Lieferumfang gehört. B&W vertreibt die Koffer auch ohne Einsatz.

Wer seine Mavic Air mit in den Urlaub nehmen will, sollte sich nicht nur über die Rechtslage des jeweiligen Landes informieren, sondern sich auch über die Bestimmungen der Airline. Die Lufthansa verlangt beispielsweise, dass die Akkus gegen Kurzschlüsse zu sichern sind. Das funktioniert im einfachsten Fall durch Abkleben der Kontakte mit Isolierband oder das Aufsetzen spezieller Schutzkappen, eine Alternative sind brandhemmende Lipo-Taschen. In der Praxis haben sich bei uns die sogenannten Lipo-Bags bewährt, da sie sich auch zur Lagerung der Akkus eignen.

Egal, ob man sich für Koffer, Rucksack oder Tasche entscheidet: Wir raten zu einer zusätzlichen Absicherung der besonders empfindlichen Komponenten. So sollten beispielsweise die Sticks des Senders geschützt sein, damit sie nicht abbrechen. Das gleiche gilt für das Gimbal und die Propeller, wenn diese beim Transport an der Drohne verbleiben. Wer die Propeller in der Tasche abnimmt, sollte die Motoren gegen mechanische Beschädigungen schützen. Entsprechende Schutzkappen kosten unter 5 Euro, wer einen 3D-Drucker hat, findet auf Thingiverse diverse kostenlose Druckvorlagen.

Wer in Deutschland legal mit seiner Mavic Air fliegen möchte, braucht neben einer Modellflugversicherung auch eine feuerfeste Namensplakette. Diese ist für Modelle über 250 Gramm zwingend erforderlich und soll bei Verlust helfen, den Piloten zu identifizieren.

Gravierte Aluminium-Plaketten mit gelaserter Aufschrift gibt es in verschiedenen Größen zu sehr unterschiedlichen Preisen. Die hier aufgeführten Plaketten haben eine selbstklebende Rückseite und sind unserer Erfahrung nach gut verarbeitet. Zwei Stück in der Größe 20 × 10 mm kosten 6 Euro.

Verglichen mit DJI Mavic Pro (Testbericht) oder Parrot Anafi (Testbericht) ist die Flugzeit der DJI Mavic Air mit maximal 21 Minuten etwas kürzer. Wer seine Drohne länger in der Luft halten möchte, ohne zwischendurch aufzuladen, braucht mehr Akkus. Der aktuelle Marktpreis liegt bei etwa 70 bis 80 Euro pro Stück. Für die Mavic Air gibt es unserer Recherche nach bisher keine günstigen Akkus von Drittherstellern. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass wir aus Sicherheitsgründen dringend von der Nutzung solcher Billig-Akkus abraten. Bei der Nutzung von Fremdprodukten besteht die Gefahr, dass die Garantie erlischt und Schäden entstehen.

Wer drei oder vier Akkus besitzt, kann sich ein Mehrfachladegerät ansehen. Der Komfort-Gewinn durch Wegfall des Akku-Wechsels kostet, je nach Modell, zwischen 70 und 100 Euro. Wer seinen Multicopter häufig im PKW transportiert, kann schon während der Fahrt nachladen. Die Preise für KFZ-Lader liegen bei 40 bis 50 Euro.

Mit Skins oder Decals – oder schlicht Aufklebern – kann man die Drohne optisch aufmotzen. Neben einfarbigen Stickern stehen auch Folien im Carbonlook, Camouflage oder Signalfarbe zur Auswahl. Die Kosten für die zugeschnitten Skins liegen bei 15 bis 25 Euro.

Soll die Videodrohne auf Feldern oder Schotterwegen starten und landen, empfehlen wir die Anschaffung einer Landematte. Diese verhindert Beschädigungen an Kamera, Gimbal und Drohne und reduziert gleichzeitig aufwirbelnden Schmutz. Die Pop-Up-Matten sind sehr leicht und passen zusammengefaltet bequem in jeden Rucksack.

Wem eine extra Landematte übertrieben erscheint, der kann auch eine Erhöhung des Landegestells in Betracht ziehen. Auch die aufsteckbare Füßchen helfen, Schäden bei Landung und Start zu vermeiden. Wer sich mit seiner Mavic Air über offene Gewässer traut, sollte sich sicherheitshalber eine Schwimmhilfe anschaffen. Landegestelle mit schwimmfähigen Kufen sollten zwar nicht zu absichtlichen Landungen im Wasser verleiten, im Falle eines technischen Problems sind die Schaumstoff-Kufen aber allemal besser als ein versenkter Multicopter.

Wenn das Smartphone-Display für Flüge im Sommer nicht hell genug ist, hilft eine aufsteckbare Sonnenblende für etwa 15 Euro. Doch vorsicht, die meisten Blenden passen nur für Smartphones mit einer Diagonalen von maximal 5,5 Zoll. Alternativ kann man die Mavic auch mit dem Tablet steuern. Die Halterung am Handsender ist dafür zwar zu klein, aber spezielle Tablet-Halterungen für 20 bis 40 Euro helfen. Aus Erfahrung raten wir allerdings von günstigen Modellen ab. Sie sind nicht stabil genug und das eingesetzte Tablet wackelt bei jeder kleinen Bewegung. Teure Halterungen sind deutlich wiederstandsfähiger. Gerade bei der Nutzung eines schweren Tablets ist es außerde sinnvoll, sich eine Umhängeschlaufe für den Handsender zuzulegen. Das sorgt für zusätzliche Sicherheit, erhöht aber auch den Komfort, weil man den schweren Sender nicht die ganze Zeit in der Hand halten muss.

Ein besonders authentisches Flugerlebnis verspricht die Nutzung der VR-Brille von DJI. Rechtlich gesehen gelten beim Flug mit Brille allerdings andere Vorschriften als beim Sichtflug. Wer die DJI-Goggles einsetzt, sollte sich im Vorfeld darüber informieren.

Die Ausgaben für Propeller-Schützer kann man sich guten Gewissens sparen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kunststoffbügel bereits bei leichten Zusammenstößen kaputt gehen oder sich von der Mavic Air lösen.

Verbesserungspotential gibt es auch bei der von Haus aus sehr guten Kamera der Mavic Air. An Tagen mit starkem Sonnenschein erscheinen Aufnahmen häufig zu hell und kontrastlos. Das liegt an der hohen Lichtempfindlichkeit und am fehlendem Dynamikumfang. Besser wird's mit einem Graufilter. Er funktioniert wie eine Sonnenbrille und verlängert die Verschlusszeit der Kamera. Das führt zu einer verbesserter Bildqualität und einem harmonischen Gesamtergebnis. Die sogenannten ND-Filter gibt es einzeln oder als Set. Die Preise beginnen bei etwa 35 Euro für ein Set mit vier unterschiedlich Vorsätzen. Markenhersteller verlangen bedeutend mehr, bieten aber auch eine höhere Qualität. Der Aufpreis lohnt sich allerdings nur für Profis und Fotografen mit sehr hohen Ansprüchen. Aus unserer Sicht sind für Hobbyfilmer die Filter im unteren und mittleren Preissegment ausreichend. Wichtig ist ein niedriges Gewicht der Aufsätze, da sonst das Gimbal an seine Grenzen kommt und blockiert. Außerdem müssen die Filter gut an der Kamera halten, damit sie auch nach der Landung an Ort und Stelle sitzen.

Bei niedrig stehender Sonne hilft es, eine Sonnenblende an der Kamera der Mavic Air zu befestigen. Die sogenannte Streulichtblende verhindert unbeabsichtigte Sonneneinstrahlung und daraus resultierende Blend-Flecken (Lensflares). Die Preise für die Aufsteck-Blenden aus Kunststoff beginnen bei etwa 3 Euro.

Wer seine Mavic Air gerne für Aufnahmen am Boden und in Innenräumen einsetzen möchte, ohne sie dabei zu steuern, sollte sich die sogenannten Handheld- oder Stativ-Halterungen ansehen. Die Drohne ist zwar nicht so kompakt wie eine Actioncam, allerdings ist die Bildqualität gut und ein Gimbal zur Stabilisierung ist bereits integriert. Eine lohnende Investition für etwa 15 Euro.

Das Thema Reichweite ist aus juristischer Sicht sehr kritisch. Die Drohnen-Verordnung erlaubt ohne Sondergenehmigung nur Flüge in Sichtweite. Aufgrund der kompakten Abmessungen ist die Fluglage der Mavic Air nur in unmittelbarer Nähe erkennbar. Somit liegt die legale Reichweite deutlich unter dem technisch möglichen.

Diverse Anbieter versprechen eine höhere Reichweite für die Mavic Air mit sogenannten Antennen-Boostern ab etwa 10 Euro. Dabei handelt es sich aber nicht um aktive Komponenten oder Austausch-Antennen, wie sie wie sie für die Mavic Pro (Zubehör) erhältlich sind; etwas vergleichbares gibt es für die Air bislang nicht. Stattdessen handelt es sich dabei um eine Art Blechschild, das die Sende- und Empfangsantennen der Fernsteuerung richtet. Der Einsatz solcher Hilfsmittel kann aber illegal sein.

Eine höhere Reichweite ist ansonsten im amerikanischen Betriebsmodus („FCC-Modus“) erreichbar. Im Vergleich zum europäischen CE-Modus ist die Sende- und Empfangsleistung dann doppelt so stark, was sich natürlich positiv auf die maximale Flugentfernung auswirkt. Per Software-Trick lässt sich dieser Modus aktivieren, legal ist das aber nicht.

Wer an der Sendeleistung von Drohne und Fernsteuerung manipuliert, bricht unter Umständen geltende Gesetze und riskiert seinen Versicherungsschutz.

Wer möglichst lange Spaß an seiner Mavic Air haben möchte, braucht passendes Zubehör. Die Investition in eine vernünftige Tasche und eine Landematte lohnt sich aus unserer Sicht immer. Wer hohe Ansprüche an die Bildqualität hat, sollte zudem Filter, Streulichtblende für die Drohne und einen Sonnenschutz für das Smartphone kaufen. Alles andere hängt vom Nutzungsszenario ab: Gelegenheitspiloten brauchen weder Mehrfachlader noch KFZ-Lader, aber wer viel fliegt und filmt, kann davon durchaus profitieren.

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Getty Images: Bildersuche mit künstlicher Intelligenz (KI)

«Seeing is believing» lautet seit Jahren das Credo erfolgreicher Publikationen und Medien-Angebote. Schliesslich sagt ein Bild oftmals ja mehr als tausend Worte – und das nicht nur sprichwörtlich. Die Herausforderungen für Medienmacher sind entsprechend gross, Artikel, Reportagen oder andere redaktionelle Beiträge mit guten und aussagefähigen Fotos zu bebildern.

Auch in Hinblick auf den Anzeigenverkauf werden Fotos für Medienmacher immer wichtiger. Read More »

Handyhalterung für’s Fahrrad im Test: Silikonband Finn

Finn ist ein Silikonband – mehr nicht. Trotzdem soll die Handyhalterung jedes Smartphones an jedem Fahrrad sicher halten. Das wollten wir im Test genau wissen.

Wenn kleine Handyhalterungen teure Smartphones am Fahrrad halten sollen, überkommt viele ein mulmiges Gefühl. Schließlich will keiner bei voller Fahrt den digitalen Wegbegleiter auf den Boden der Tatsachen klatschen hören.

Wirkte schon die Spigen Velo 250 (Testbericht) auf den ersten Blick wenig vertrauenserweckend, steigert sich das Unbehagen bei der verhältnismäßig teuren Finn Fahrradhalterung nochmal deutlich. Schließlich ist die Finn nicht viel mehr als ein Silikonband. Kaum vorstellbar, dem sein Handy anzuvertrauen. Vorsichtshalber packen wir das Testhandy in eine dicke Schutzhülle und begeben uns auf Tour.

Die uns vorliegende Finn Fahrradhalterung besteht komplett aus einem transparentem Silikon. Sie ist knapp 20 cm lang und in ihrer Mitte auf Höhe des Bike-Citizens-Logos etwa 4 cm breit und 1 cm dick.

Die Funktionsweise ist simpel. Ein Ende der Finn wird um den Lenker geführt und durch die gegenüberliegende Lasche gezogen. Indem man die Enden nun um die Ecken des Smartphones legt, spannen sich die Silikonbänder. Das Ganze ist beim ersten Mal etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber nach etwas Übung gut von der Hand.

Finn verspricht, dass ihre Handyhalterung für jedes Smartphone passt. Das stimmt. Vom kleinem 4,7-Zoll-iPhone bis zum großen 6-Zoll-Pixel-2-XL passen alle Smartphones auch mit Schutzhülle in die Handyhalterung.

Allerdings stellte uns die Konstruktion zunächst vor Probleme. Denn Finn lässt zwischen Lenker und Handy weniger als 1 cm Platz. Deswegen passt die Handyhalterung nur an Lenker mit einer freien Fläche in der Breite des zu befestigenden Smartphones. In unserem Fall musste für eine sinnvolle Fixierung zunächst die Klingel weichen. Andere Handyhalterungen wie die Spigen Velo 250 halten das Handy über einen Arm mindestens 5 cm vom Lenker fern und kommen so tendenziell mit weniger Platz aus. Rahmentaschen (Testbericht) kennen dieses Problem nicht.

Einmal angebracht, wackelt das Smartphones schon bei leichten Berührungen verdächtig hin und her. Auch beim Fahren kam das Smartphone nur selten zur Ruhe und wippte stets zum Takt der Straße. Nur bei geraden Strecken war es möglich, Details auf dem Display zu erkennen. Schon ein Bordstein, brachte das Handy derart zum Wackeln, dass uns angst und bange wurde.

Diese Angst erwies sich jedoch als unberechtigt. Trotz unkontrollierbarem hin- und hergewedel hielt die Finn das Smartphone nicht nur im Straßenverkehr sicher am Lenker, sondern überstand auch wilde Fahrten durchs Unterholz problemlos.

Tatsächlich ist das Silikon stabiler, als zunächst vermutet. Auch beim Starken auseinanderziehen der Ecken riss die Finn nicht und begab sich danach unbeschädigt in ihre Ursprungsform. Das Material der in Österreich gefertigten Handyhalterung ist bezüglich seiner Widerstandsfähigkeit gut gewählt.

Die Finn kann nicht dauerhaft am Lenker befestigt werden. Durch die Schlaufenkonstruktion löst sie sich, wenn kein Handy eingespannt ist. Das ist sehr unpraktisch, wenn man regelmäßig dasselbe Fahrrad nutzt, etwa zum Pendeln. Dafür bietet sie sich im Umkehrschluss zum Beispiel bei Mieträdern im Urlaub an, da das nur 22 g schwere Silikonband in jede Tasche passt und so überall hin mitgenommen werden kann.

Die Finn von Bike Citizens ist eine sehr ungewöhnliche Handyhalterungs fürs Fahrrad. Das Silikonband ist widerstandsfähig und hält das Smartphone sicher am Lenker. Die Handyhalterung benötigt dort wegen dem fehlenden Abstand zum Lenker jedoch recht viel Platz und lässt das eingespannte Handy bei der Fahrt wild hin und her wackeln. Auch wenn die Finn nicht dauerhaft am Lenker fixiert werden kann, ist sie klein und leicht genug, um sie problemlos beim Verlassen des Fahrrads mitzunehmen. Leider ist die Finn verhältnismäßig teuer.

Wer eine dauerhafte Lösung für das Handy am Fahrrad sucht, kann einen Blick auf die Spigen Velo 250 (Testbericht) werfen. Auch Rahmentaschen (Testbericht) sind brauchbare Alternativen, die zusätzlich Stauraum bieten.

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Orbit Bluetooth-Tracker im Test: sucht Geldbeutel und Schlüssel

Bluetooth-Tracker versprechen Hilfe beim Wiederfinden verlorener Gegenstände. Wir haben zwei Tracker von Orbit getestet und verraten, wie sie sich in der Praxis schlagen.

Das wasserdichte Modell Orbit-Keys ist in einem runden Kunststoffgehäuse mit 35 Millimetern Durchmesser untergebracht und passt so gut an den Schlüsselbund. Zum Lieferumfang gehören neben dem Tracker eine Ersatzbatterie sowie zwei Werkzeuge zum Öffnen des Gehäuses.

Das Modell Orbit Card sieht aus wie eine Kreditkarte und gehört in den Geldbeutel. Statt einer Batterie ist ein aufladbarer Akku verbaut. Das passende USB-Ladekabel gehört zum Lieferumfang.

Beide Modelle verfügen über einen kleinen, unauffälligen Taster.

Die Hauptfunktion der Tracker ist der integrierte Alarm, mit dem der Nutzer nach Geldbeutel oder Schlüsselbund sucht. Das funktioniert mittels einer Bluetooth-Verbindung und einem Smartphone mit Android oder iOS und der entsprechenden App. Die Reichweite beträgt laut Hersteller 30 Meter. Wer möchte, kann auch die Rückwärtssuche nutzen. Ein kurzer Druck auf den Taster des Trackers startet einen Alarm am Smartphone. Praktisch, wenn man seinen Schlüssel hat, aber auf der Suche nach dem Smartphone ist.

Die Grundfunktion eines Schlüsselfinders beherrschen beide Tracker gut. Der Key-Tracker ist allerdings deutlich lauter und deshalb einfacher zu finden. Steckt der Card-Tracker in einem Geldbeutel, dämpft dieser den Alarm zusätzlich und so ist der Piepton nur in unmittelbarer Nähe zu hören. Außerdem sollte der Geldbeutel nicht zu voll sein, da das Bluetooth-Signal sonst nicht stark genug ist und die Verbindung gar nicht erst zustande kommt. Im Test klappte die Suche auch mit einem Geldbeutel mit RFID-Shielding.

Zusätzlich speichert das Handy die GPS-Position der Keyfinder, sobald eine Bluetooth-Verbindung besteht. So lässt sich der ungefähre Aufenthaltsort des gesuchten Gegenstandes mit Hilfe der App auf einer Karte überprüfen. Das gilt natürlich nur so lange, bis der Tracker seine Position verändert und keine Verbindung zum Handy besteht. Aber auch dafür hat sich eine einfache Lösung etabliert: die sogenannte Crowd-Suche. Letztlich bedeutet diese Zusatzfunktion, dass die Tracker mit jedem beliebigen Smartphone mit installierter Orbit-App kommunizieren. Der eigentliche Eigentümer bekommt dann die GPS-Position angezeigt, obwohl er sich nicht selbst in Reichweite befindet. Der Nachteil dieses Systems ist aber auch bei den Orbit-Trackern vorhanden: Die Idee ist gut – der praktische Nutzen ist aufgrund fehlender Verbreitung der Tracker sehr gering. Der angezeigte GPS Standort stimmt nicht exakt, reicht aber aus, um wieder in die Nähe des Trackers zu kommen. Die weitere Suche ist dank des Alarm-Tons bequem und unproblematisch.

Die angegebenen 30 Meter Reichweite sind zumindest im Freien sehr realistisch. In Gebäuden ist die maximale Distanz etwas geringer, aber immer noch ausreichend. Die Kommunikation über mehrere Räume hinweg klappt im Test problemlos.

Auch eine Trennungs-Alarm-Funktion ist vorhanden. Diese löst aus, wenn die Verbindung zwischen Smartphone und Tracker abreisst. Damit dieser nicht ständig losgeht, wird anhand eines WLAN-Netzwerkes eine sichere Umgebungen definiert, in der Alarm stumm bleibt. Im Testbetrieb funktioniert dieses Feature zuverlässig. Allerdings nervt es nach einigen Tagen.

Die Orbit-Tracker verfügen außerdem noch über eine Fernauslösefunktion für die Smartphone-Kamera. Allerdings funktioniert diese nur mit der Kamera-Funktion der App. Das Auslösen in der Standard-Foto-App klappt nicht.

Die Batterielaufzeit des Key-Trackers gibt Orbit mit bis zu einem halben Jahr an. Danach wechselt der Nutz die Batterie mit Hilfe des beigefügten Werkzeugs. Der Card-Tracker mit dem aufladbaren Akku muss nach etwa drei Monaten ans Ladegerät. Wann es tatsächlich soweit ist, zeigt die App. Der Ladezustand wird anhand einer Grafik angezeigt.

Neben den beiden getesten Modellen hat Orbit noch weitere Tracker im Angebot. Neben der Card-Version ist besonders der Brillen-Tracker eine sehr interessante Variante.

Die Tracker von Orbit funktionieren zuverlässig und helfen beim Wiederfinden von Schlüssel oder Geldbeutel. Der Alarm vom Modell Card ist zwar verhältnismäßig leise, dafür gefällt uns die flache Bauform und der wiederaufladbare Akku. Der Tracker für den Schlüsselbund funktioniert gut, kann sich aber weniger von anderen Keyfindern abheben.

Wer einen zuverlässigen Bluetooth-Tracker mit Fernauslösefunktion und ausreichender Reichweite sucht, macht den Modellen von Orbit alles richtig.

Wer eine höhere Reichweite braucht, muss sich den Finder 2 (Testbericht) ansehen. Dieser Bluetooth-Tracker funktioniert bis zu 50 Meter weit und verfügt ansonsten über vergleichbare Funktionen. Weitere Modelle finden sich in unserem Schlüsselfinder-Vergleichstest.

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Ring Spotlight im Test: Security-Kamera mit WLAN & Solar

Die WLAN-Überwachungskamera der Amazon-Tochter Ring hat Bewegungsmelder, LED-Beleuchtung und Cloudanbindung, läuft mit Akku – und lädt sich optional per Solarzelle wieder auf. Wir haben getestet, wie gut die autarke Überwachungslösung arbeitet.

Von Ring kennen wir bereits die smarte Türklingel Ring 2 (Testbericht). Die quasi identische Technologie gibt es nun ohne Klingelknopf, dafür aber mit LED-Beleuchtung und Bewegungsmelder in Form der Ring Spotlight. Die Überwachungskamera ist für den autarken Einsatz im Außenbereich gedacht. Sie läuft mit wieder aufladbaren Lithium-Akkus und besorgt sich ihre Energie auf Wunsch über ein optionales Solarpanel. Damit ist sie zumindest theoretisch perfekt geeignet für die Überwachung von Garagen, Schuppen, Hintereingängen oder Gartenhäusern, bei denen keine Infrastruktur für eine verkabelte Lösung vorhanden ist.

Im Vergleich zur Ring 2 ist die Spotlight ein großer Klotz, für eine Überwachungskamera mit Bewegungsmelder und Licht geht die Größe aber in Ordnung. Sie misst circa 13 × 7 × 7,6 Zentimeter.

Im unteren Bereich des Gehäuses befindet sich die typische halbrunde Fresnellinse des PIR-Bewegungsmelders. Neben dem eigenetlichen Sensor sitzen hier auch noch Status-LEDs: Die Sensorfläche kann leuchten oder blinken, wenn Ring etwas mitteilen will. Links und rechts am Gehäuse gibt es zwei weiße Lichtstreifen, hinter denen weiße LEDs zur Beleuchtung sitzen. Einen Baustrahler ersetzen sie nicht, aber für ein wenig Umgebungs- oder Wegbeleuchtung sind sie ausreichend; aktiviert werden sie – wie die Kameraaufzeichnung – über den Bewegungsmelder. Das ist konzeptionell sinnvoll bei einer Akku-Kamera, denn der Bewegungsmelder reagiert zuverlässig und benötigt erheblich weniger Energie als eine aktive Bildauswertung.

Oben in der Mitte befindet sich die Weitwinkellinse, dahinter sitzt der Bildsensor. Die Kamera zeichnet Videos in Full-HD auf (1920 × 1080 Pixel) – zumindest dann, wenn die Bandbreite ausreicht.

Die Unterseite der Spotlight ist eine Art Deckel. Ein Knopfdruck hakt den Mechanismus aus, das Gehäuse klappt auf. Dahinter befindet sich Platz für zwei Lithium-Akkus, die wir schon von der Ring 2 her kennen. Der Formfaktor erinnert an die Akkus in Spiegelreflexkameras. Ein Akku ist im Lieferumfang enthalten, der zweite ist optional (circa 25 Euro). Die Batterien selbst haben neben den Kontaktflächen zur Kamera eine Micro-USB-Buchse, über die sie sich direkt und ohne zusätzliches Ladegerät aufladen lassen. Eine einfache Lösung – verwunderlich, dass da nicht schon mehr Hersteller drauf gekommen sind.

Die Befestigung erfolgt über einen Kunststoff-Fuß mit Kugelgelenk, der mit vier Schrauben an der Wand montiert wird. Typisch für Ring: Sämtliches zur Installation nötiges Zubehör ist im Lieferumfang enthalten – inklusive Bohrer, Schraubenzieher, Schrauben und Dübeln. Freilich ist das Werkzeug nicht besonders hochwertig, aber gerade für die Befestigung an Holz mehr als ausreichend.

Nach der Montage des Fußes wird die eigentliche Kamera mit ihrem Kugelgelenk einfach eingerastet und mit einer Schraube festgezogen. Um es klar zu sagen: Das reicht und hält, ist perfekt für Gärten oder Garagen – aber für vandalismusgefährdete Orte ist es nichts. Kommt man an die Kamera, ist es ein Leichtes, sie zu verstellen, oder mit entsprechendem Kraftaufwand aus dem Gelenk zu reißen. Auch die Akkuklappe ist nicht verschlossen oder gesichert. Für Abo-Kunden gibt es eine Versicherung, aber dazu später mehr.

Für autarken Betrieb bietet sich das Solarpanel an. Es kostet knapp 60 Euro und wird mit zwei Schrauben irgendwo befestigt, wo die Sonne draufscheint. Dank des knapp 4 m langen Kabels kann man die eigentliche Kamera auch an einen geschützten Ort hängen. Man sollte sich aber im Idealfall schon vorher Gedanken machen, wo das überschüssige Kabel hinkommt. Für die Verbindung sorgt eine Buchse auf der Ring-Rückseite, die standardmäßig von einem Gummistopfen geschützt wird. Raus mit dem Schutz, Stecker rein und zwei Schrauben festziehen, damit man das Kabel nicht ohne Werkzeug rausbekommt – fertig.

Die Überwachungskameras greifen auf die gleiche App zurück wie die Türklingeln. Das ist gut, denn die App braucht sich nicht zu verstecken: Klar gegliedert, übersichtlich, einfach zu bedienen. Wie die Einrichtung der Kamera Schritt für Schritt abläuft, zeigt die folgende Fotostrecke:

Erkennt der PIR-Sensor eine Bewegung vor der Kamera und im ausgewählten Empflindlichkeitsbereich, schaltet er die Videoaufzeichnung an. Erst dann baut die Spotlight Cam eine Verbindung ins Internet auf und sendet den Videostream in Full-HD an die Cloud-Server des Anbieters. Dort werden sie gespeichert und stehen zur Ansicht bereit. Gleichzeitig gibt es eine Push-Nachricht an alle mit der Spotlight-Kamera verbundene Smartphones, von wo aus man sich live aufschalten kann. Das dauert wenige Sekunden – eigentlich nicht lang, aber wenn man wissen will, warum der Bewegungsmelder gerade angeschlagen hat, kommt einem das trotzdem wie eine Ewigkeit vor.

Ist die entsprechende Einstellung gesetzt, kann man auch von unterwegs jederzeit eine Livebild-Verbindung auf dem Smartphone öffnen. Dafür ist die Kamera allerdings permanent mit dem WLAN verbunden, was am Akku nagt. In unserem Fall ist das kein Problem: Nur wenige Bewegungen pro Nacht, sonnige Lage des Solarpanels – da verliert das Gerät keine 5 %, und schon morgens ist die Batterie wieder voll. Ob das im Winter auch so gut klappt, wird erst der Langzeittest zeigen. Die gute Nachricht ist aber: Man kann einen zweiten Akku einsetzen und leere Akkus im Notfall auch per USB-Kabel wieder aufladen.

Wie die Türklingeln haben auch die Überwachungskameras Lautsprecher und Mikrofon eingebaut. Von überall auf der Welt lässt sich, wie bei der Ring-2-Türklingel (Testbericht), eine Sprachverbindung herstellen.

Die Qualität der Übertragung ist bei Tag und Nacht auf sehr hohem Niveau. Die integrierte Infrarotbeleuchtung sorgt für klare Bilder auch bei völliger Dunkelheit. Auffällig ist dabei lediglich, dass bei bewegungsgesteuerten Aufnahmen zunächst die Kamera, dann die Beleuchtung aktiviert wird. In der ersten Sekunde einer Aufzeichnung gibt es Nachts immer erst einen Helligkeitswechsel. Prinzipbedingt sind die Nachtaufnahmen Schwarz-Weiß, tagsüber gibt es freilich ein buntes Bild.

Positiv fällt das Weitwinkelobjektiv auf. Es fängt einen großen Bildausschnitt ein, für die meisten Situationen dürfte das optimal sein – zumal man die Kamera dank Solarpanel und WLAN auch einfach da montieren kann, wo man sie eben braucht.

Die Bildqualität ist ordentlich, zumindest in der Theorie. Das ist nämlich der Nachteil am autarken Design: Wer so eine Kamera kauft, hängt sie vermutlich wirklich in die Pampa. Und dort ist der WLAN-Empfang, naja, oft nicht sonderlich gut. In unserem Beispiel steht das Gartenhäuschen etwa 15 Meter vom Wohnhaus weg. Die Ring-App beschwert sich und meldet schlechten Empfang, in der Praxis bemerken wir das durch die etwas pixelige Darstellung – das ist bei der Ring 2 mit besserem Empfang nicht so. Ausfälle oder Verbindungsabbrüche gibt es aber nicht. Dennoch sollte man vor der Montage unbedingt prüfen, ob der Empfang ausreicht, und im Zweifelsfall eine andere Position wählen oder beim WLAN nachhelfen. Ein paar Möglichkeiten zeigen wir in unserem Ratgeber WLAN im Garten: Repeater für den Außeneinsatz auf. Alternative Lösungen sind einfache WLAN-Repeater (Vergleichstest: WLAN-Repeater von 15 bis 150 Euro).

Die Kamera ist auf ihre Cloud-Anbindung angewiesen. Es gibt keinen IP-Stream, auf den man direkt zugreifen könnte, keine Speichermöglichkeit auf SD-Karte, FTP-Server oder NAS, kein SIP-Protokoll für die Live-Verbindung. IT-Profis sehen an dieser Stelle harte Einschränkungen und sollten besser auf eine alternative Lösung zurückgreifen.

Ring ist ein tolles System für Technik-Einsteiger und jene, die sich nicht mit den Details auseinandersetzen wollen. Wer damit leben kann, dass er die Ring-App zum Konfigurieren verwenden muss und die Videoclips auf einem Ring-Server gespeichert werden, bekommt ein einsteigertaugliches Produkt, was seinen Zweck – die Videoüberwachung – erstklassig erfüllt. Es gibt Push-Nachrichten aufs Handy, man kann Live-Bild abrufen oder Aufnahmen einsehen und anderen Nutzern wie Familienmitgliedern oder Nachbarn Zugriff auf die Kameras gewähren. Wer WhatsApp einrichten kann, bekommt auch Ring zum Laufen.

Der Preis dafür: Ein US-Unternehmen, das bei der Registrierung Namen und Anschrift des Nutzers abfragt, ein kostenpflichtiges Monatsabo für den Service (3 Euro im Monat für eine Kamera oder 100 Euro im Jahr für beliebig viele Ring-Kameras). Im großen Abo ist noch eine Versicherung enthalten: Geht eine der Kameras kaputt oder wird sie geklaut, gibt's kostenlos Ersatz. Achtung: Für die Bezahlung ist zwingend eine Kreditkarte nötig.

Wir haben bei Ring angefragt, was mit den Daten passiert, wo sie gespeichert werden und ob eventuell irgendwelche Behörden Zugriff auf die Aufnahmen erlangen können. Bislang haben wir keine Antwort erhalten, wir werden den Beitrag zu gegebener Zeit aktualisieren.

Die Vor- und Nachteile sind klar benannt. Das Produkt ist erstklassig, arbeitet autark, ist durchdacht und zuverlässig. Die Einrichtung ist einfach, die App macht, was sie soll und gibt keine Rätsel auf. Die wichtigsten Haken sind der Datenhunger des Anbieters und die Notwendigkeit des kostenpflichtigen Abos.

Wer nicht auf autarken Betrieb mit Solarpanel angewiesen ist, findet vielleicht eine Alternative in unserem Vergleichstest: Sieben Überwachungskameras mit Cloudspeicher.

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