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Securitech: Über 50 Mrd. Euro Schaden durch Hacker – neues Telekom-Portal

Deutschland ist wirtschaftlich oben auf, die Wirtschaft boomt. Das macht Deutschland leider zu einem bevorzugten Ziel von Cyberkriminellen und Hackern. Die Zahl der Opfer und die Summe der Schäden wachsen stetig. Die Angreifer werden immer professioneller, sowohl was die Organisationsstruktur, als auch die Qualität der Angriffe betrifft. Darum ist es umso wichtiger, die eigenen Netzwerke und Systeme, Computer und Laptops, Smartphones und Tablets zu sichern. Einfache, schnelle und umfangreiche Hilfe ist gefragt. Sicherdigital.de ist das Internetportal der Deutschen Telekom, das gebündelt Sicherheits-Tipps bietet.

Opfer sind längst nicht nur Wirtschaftsunternehmen. Längst geraten Kinder, Jugendliche, deren Eltern und auch Senioren in die Fallen der Cyberkriminalität. Das Bundeskriminalamt spricht von fast 86.000 Fällen von Cyberkriminalität und knapp 252.000 Fällen mit dem Tatmittel Internet, die 2017 bundesweit von der Polizei dokumentiert wurden. Vier Prozent mehr als 2016. Gleichzeitig ist der Schaden deutlich gestiegen, von 50,9 Millionen auf 71,4 Millionen Euro.

Diese Zahlen alleine verdeutlichen die immense Dimension. Die tatsächliche Gefahr ist sogar noch viel drastischer und übersteigt die von der Polizei registrierten Straftaten um ein Vielfaches. Sicherheitsexperten schätzen, dass gerademal neun Prozent der Straftaten zur Anzeige gebracht werden. Das Problem ist, dass die meisten Opfer den Cyber-Angriff gar nicht bemerken. Der Digitalverband Bitkom beziffert den finanziellen Schaden durch Cyberkriminalität mit 55 Milliarden Euro. Experten schätzen, dass jedes viere Unternehmen und jeder zweite Haushalt Opfer von Cyber-Attacken sind.

Die Angriffsziele steigen mit der zunehmenden Vernetzung. Neben Wirtschaftsunternehmen und kritischer Infrastruktur sind es Im privaten Bereich nicht mehr nur Computer, Laptops und Smartphones, sondern zunehmend auch Geräte, die mit dem Internet und dem eigenen Netzwerk verbunden sind. Dazu gehören etwa Internet-Router, Netzwerke, vernetzte Klingeln und Türöffner, Alarmanlagen, Lampen, Babyphone.

Sicherdigital.de gibt vielfältige Hilfestellungen zu allgemeinen Themen wie, E-Mail und Phishing, Downloads, Soft- und Hardware-Aktualisierungen, Passwortsicherheit, Cloud und Backups. Darüber hinaus werden konkrete Themen vorgestellt, die auch spezifisch auf einzelne Betriebssysteme eingehen. Die Themen reichen von Konfiguration von Internet-Routern, Installation von Virenschutz, Einrichtung einer Firewall über Port-Freigabe, Öffnen von VPN-Tunnel, Smart-Home-Anwendungen, Nutzung von freiem WLAN, Gästezugang für WLAN-Nutzung, bis hin zu Verschlüsselungen, Online-Banking, Erkennung unseriöser Anbieter, Apps, Kindersicherungen. VoIP.

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Polaroid Play 3D-Pen im Test: Was kann der 3D-Druck-Stift?

Dieser Stift arbeitet wie ein kleiner 3D-Drucker: Er schmilzt Kunststoff, aus dem interessante Skulpturen werden und entpuppt sich in manchen Bereichen als bessere Heißklebepistole.

Der 3D-Stift ist für die Verarbeitung von PLA-Filament gedacht, also dem gleichen Kunststoff, den die meisten 3D-Drucker verarbeiten. Das Material schmilzt zwischen 180 und 200 Grad, wird auf Knopfdruck durch die Düse gepresst und von Hand schichtweise aufgetragen.

Der Play 3D-Pen liegt bequem in der Hand. Auch Kinderhände können den Stift vernünftig halten. Während des Tests kommen wir allerdings regelmäßig und unbeabsichtigt auf den Bedientaster für die Reduzierung der Fördergeschwindigkeit des Filamentes. Das ist ärgerlich und stört den Arbeitsfluss. Was außerdem nervt ist ein leises, aber stetiges surrendes Geräusch, das der Stift von sich gibt, während er heizt.

Die Bedienung ist unkompliziert und mit der von anderen Modellen vergleichbar. Neben einem Einschalter sind zwei Taster zur Regelung der Geschwindigkeit, ein Förder-Taster und eine Status-LED verbaut.

Bei der Verwendung von PLA entstehen keine giftigen Ausdünstungen – das ist vor allem auch dann wichtig, wenn Kinder mit dem Stift arbeiten. Mehrschichtige Objekte sind zwar stabil, allerdings deutlich weniger belastbar als Gegenstände aus ABS (Ratgeber: Filamente für 3D-Drucker). Vergleichbare Stifte anderer Hersteller können höhere Temperaturen erreichen und auch ABS verarbeiten. Da bei dessen Verarbeitung giftige Dämpfe entstehen, raten wir aber davon ab. Insofern ist die Einschränkung beim Play 3D-Pen kein Problem.

Theoretisch funktionen auch Holz- oder Metall-Filamente auf PLA-Basis. Schäden, die durch deren Nutzung entstehen, sind allerdings nicht von der Garantie abgedeckt. Sollte sich beispielsweise das Holz-Kunststoff-Gemisch im Inneren des Stiftes festsetzen, bleibt man auf den Kosten sitzen.

Geeignete Unterlagen zum Aufschmelzen des Plastiks sind entweder die beigelegte Glasplatte oder, noch besser, eine Druckunterlage aus PEI. Diese sind eigentlich dafür gedacht, besseren Halt bei 3D-Druckern zu gewährleisten, eignen sich aber auch zur Nutzung mit dem 3D-Pen. Es gibt sie in zahlreichen Varianten ab etwa 10 Euro. Durchsichtige Modelle haben den Vorteil, dass sie sich gut zum Abpausen von Grafiken aus Zeitschriften oder von gedruckten Vorlagen eignen.

Damit man Filament einfüllen kann, muss der Stift aufgeheizt sein. Nach einem Druck auf den Förder-Taster zieht der Stift das PLA mit einem Durchmesser von 1,75 Millimeter ein. Im Test dauert es gut 20 Sekunden, bis die blaue LED anzeigt, dass der 3D-Pen einsatzbereit ist. Weitere 35 Sekunden später kommt das erste Material aus der Spitze. Zum Wechseln der Farbe reicht ein langer Druck auf den Power-Taster; nach 15 Sekunden fällt das Rest-Filament aus dem Stift.

Wer ordentliche und optisch schöne Ergebnisse erzielen will, braucht Übung. Anfänglich ist es schwierig, das richtige Tempo zum Arbeiten zu finden. Zwar stehen vier verschieden schnelle Fördergeschwindigkeiten zur Wahl, trotzdem fällt es schwer, wirklich saubere Linien zu ziehen. Um mehrere Schichten direkt nebeneinander zu platzieren, muss der Stift fast senkrecht stehen. Ansonsten kommt das Kunststoffgehäuse an die bereits gezogenen Linien und die Abstände geraten zu groß. Auch die Distanz zur Arbeitsfläche muss stimmen, sonst werden die Linien zu dünn oder halten nicht. Mit der Zeit fällt es immer leichter, mit dem Stift zu arbeiten. Aber selbst mit viel Übung haben die Druckergebnisse nur wenig mit den Ergebnissen eines echten 3D-Druckers gemein. Die gezeichneten Objekte sehen schlicht zu krakelig aus.

Die Altersempfehlung von 14 Jahren ist gut gemeint und bezieht sich in erster Linie auf die Möglichkeit, den Stift alleine zu bedienen. Auch jüngere Kinder können den 3D-Pen problemlos benutzen, allerdings sollte dann unbedingt eine Aufsichtsperson dabei sein. Die Gefahr von Verbrennungen an der knapp 200 Grad heißen Spitze ist hoch. Die Düse ragt zwar nur wenige Millimeter aus dem Kunststoffgehäuse, aber das ist genug für Brandblasen oder Schäden am Inventar.

Die kostenlose App Polaroid Play Trace für Android und iOS ist eine nette Idee. Sie ermöglicht bequemes Abpausen von mehrteiligen, vorinstallierten Vorlagen. Wer möchte, kann auch eigene Bilder bearbeiten und mit der App darstellen.

Die beigelegte Glasscheibe wird mit den Klebepads auf das Display gelegt. Tablets eignen sich deutlich besser, da die Darstellung auf Smartphones schlicht zu klein ist. Die App zeigt Vorlagen an, die man mit dem Stift dann nachzeichnet. In der Praxis stört der Mindestabstand von mindestens 3 Millimetern zwischen Scheibe und Display. Dieser muss allerdings eingehalten werden, um Schäden durch hohe Temperaturen von Stift und Filament zu vermeiden.

Sehr viel einfacher ist es, wenn die Vorlagen direkt unter der Scheibe liegt. Wir empfehlen daher die Nutzung von gedruckten Vorlagen auf Papier. Passende Motive finden sich per Bildersuche mit Suchbegriffen wie Stencils for 3D Pen. Vorlagen direkt aus der App auf Papier zu drucken ist leider nicht möglich.

Die Gestaltungsmöglichkeiten mit einem 3D-Stift erscheinen erst einmal riesig. In der Praxis fällt der Nutzen allerdings weit geringer aus. Die Ergebnisse sehen einfach zu sehr nach Bastelei aus. Auch die verhältnismäßig geringe Stabilität und Hitzebeständigkeit von PLA setzt klare Grenzen.

Wer sich geschickt anstellt, kann beispielsweise gebrochene Batteriedeckel oder andere Kunststoffteile reparieren. Wirklich praktisch ist der Stift für Nutzer von 3D-Druckern, die mit PLA arbeiten. Hier dient der 3D-Pen nicht nur als Reparatur- und Ausbesserungswerkzeug, sondern auch als Klebepistole zum Verbinden mehrteiliger Drucke. Damit die Einzelteile ordentlich halten, muss langsam gearbeitet werden, da das PLA sonst nicht vernünftig haftet. Unschönes, überstehendes Filament lässt sich mit Schleifpapier entfernen.

Eine Kappe für den USB-Stick oder einen Handyhalter für den Schreibtisch zu basteln klappt zwar, ein Smartphone-Halter fürs Fahrrad ist hingegen keine gute Idee. Dieser sieht furchtbar aus, ist nicht besonders stabil und somit unzuverlässig. Primär ist der 3D-Pen ein Spielzeug zum „Zeichnen“ von Deko, Schmuck oder Spielzeug-Zubehör.

Zum Lieferumfang gehören 3D-Stift, Kurzanleitung, Stifthalter, USB-Kabel, Glas-Unterlage samt Klebepads und vier Filament-Päckchen. Die Filament-Packungen kommen in zufälligen Farben zum Kunden und haben jeweils ein Gewicht von 15 Gramm beziehungsweise eine Länge von 5 Metern. Das 150 Zentimeter lange USB-Kabel dürfte gerne länger sein. Ohne Verlängerungskabel ist bequemes Arbeiten an einem Tisch sonst nicht möglich. Ein für den Betrieb notwendiges USB-Netzteil mit einer Leistung von mindestens 2000 mAh gehört nicht zum Lieferumfang.

Das Gehäuse des Play 3D-Pens besteht aus Kunststoff und ist schwarz und blau gehalten. Die Verarbeitung ist gut; die Druckpunkte der Bedientaster sind deutlich spürbar. Durch das geringe Gewicht von 61 Gramm, nur etwas mehr als ein Funk-Autoschlüssel, fühlt sich der Stift trotzdem nicht hochwertig an. Das dies nur ein haptisches Problem ist, zeigt der Praxis-Test. Über einen Zeitraum von mehreren Stunden funktioniert der Stift problemlos. Erfahrungsgemäß ist das bei Noname-3D-Stiften aus China oft nicht der Fall. Diese halten teilweise nicht mal eine Stunde durch und gehen kaputt.

Das beigepackte Filament ist ausreichend für die ersten Versuche. Ist es aufgebraucht, muss es nicht das teure Original-PLA von Polaroid sein. Günstige Sets mit verschiedenfarbigen Filament-Proben für 3D-Drucker funktionieren ebenso gut.

Die Kosten für den Play 3D-Pen von Polaroid sind fair. Die Qualität ist gut und die Haltbarkeit erscheint uns deutlich besser als bei Noname-Modellen. Wer gerne bastelt oder nach einer neuen Beschäftigungsmöglichkeit für die eigenen Kinder sucht, ist mit dem Stift gut beraten. Auch zur Bearbeitung von 3D-Drucken aus PLA lohnt sich die Investition – zumal bei dem Preis.

Einen echten 3D-Drucker ersetzt der 3D-Pen hingegen nicht mal ansatzweise. Wer sich erhofft, komplizierte Konstrukte oder haltbare Alltagsgegenstände zu zeichnen, wird enttäuscht. Das auch echte 3D-Drucker kein Vermögen kosten, zeigen die günstigen Modelle i3 Mini (Testbericht), Renkforce RF100 (Testbericht) oder Davinci Mini w+ (Testbericht).

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Vodafone Gigacube: stationärer LTE-Router im Test

Strom rein, Internet da. Das verspricht Vodafone mit dem LTE-Router Gigacube. Wir haben das Gerät getestet, zeigen seine Stärken und stellen die Tarife dazu vor.

Der weiße, runde Plastikturm des Gigacube sieht gefällig aus. Er ist in die die Höhe gebaut ist und braucht weniger Standfläche als etwa eine breit stehende Fritzbox 7580 (Testbericht) oder eine flach liegende Fritzbox 7590 (Testbericht). Die sich nach oben hin leicht verjüngende Turmform erlaubt im Inneren auch eine gute Positionierung der LTE- und WLAN-Antennen.

Besonders praktisch ist, dass der Gigacube, der eigentlich ein umbenannter Huawei B528s-23a ist, neben den normalen Anschlüssen (Strom, LAN-Buchse, Festnetztelefon) zwei TS-9-Buchsen mitbringt. Damit lassen sich externe Antennen anschließen, die den Empfang in schwierigen Umgebungen verbessern. Antennen mit dem größeren SMA-Stecker lassen sich per Adapter oder über passende Pigtail-Kabel anschließen.

Ansonsten ist der Lieferumfang spartanisch: Neben dem Gigacube gibt es ein Netzteil, ein LAN-Kabel sowie eine Anleitung.

Der Gigacube funkt auf den hierzulande wichtigsten 4G-LTE-Frequenzen bei 800, 1800 und 2600 MHz. Sollte er auf allen diesen Bändern kein Internet bekommen, sei es nun wegen Netz-Überlastung oder mangels Flächenausbau, kann er auf das langsamere 3G-UMTS oder 2G-GSM zurückschalten. Im WLAN überträgt der Gigacube das Internet an die Endgeräte per 802.11 b/g/n/ac bei 2,4 GHz und 5 GHz an bis zu 64 WLAN-User.

Interessant ist, dass der Router hinten eine Buchse für die Festnetztelefone bietet. Diese wird von Vodafone nicht näher beschrieben und offenbar auch nicht beworben. Vermutlich verkauft Vodafone lieber einen gesonderten Handy-Vertrag und gibt einen Rabatt für Kunden, die einen Gigacube-Tarif dazu kombinieren.

Die Einrichtung geht erfreulich einfach und schnell. Unten die mitgelieferte SIM-Karte einstecken, 230-Volt-Strom anschließen und 27 Sekunden später hat sich vorne die Farbe der Signal-LED von Rot auf Blau geändert. Ab diesem Moment stand das Internet auch mit LTE-Speed im WLAN-Hotspot auf 2,4 GHz und 5 GHz bereit. Nicht einmal eine SIM-PIN wurde vom Router abgefragt. Die für die WLANs notwendigen Passwörter sind am Boden des Gigacubes aufgedruckt. Nach der Eingabe konnte unser Test-Smartphone sofort online gehen.

Bei den Messungen im Haus geht es um die Frage, ob der Gigacube einen herkömmlichen DSL- oder Kabel-Router samt eingebautem WLAN dauerhaft ersetzen kann. Zu diesem Zwecke stellen wir den Gigacube an die gleiche Position im Dachgeschoss (DG) einer Wohnung, an der zuvor auch schon die DSL-Fritzboxen zeigen mussten, wie weit sie das Internet per WLAN in die umliegenden Zimmer transportieren konnten.

Dann wandern wir mit dem Test-Smartphone, einem Sony Xperia XZ Premium (Testbericht), sechs Räume ab und messen den Durchsatz. Die vorsätzliche Router-Position rechts oben in der Grafik ist für eine gleichmäßige WLAN-Durchdringung der Wohnung gewollt ungünstig, weil dadurch in den Räumen 3 und 4 nur wenig WLAN ankommt. Just deshalb zeigt die Speed-Kurve bei schwachen WLAN-Routern in Zimmer 3 und 4 oft einen Durchhänger.

Für den LTE-Empfang dagegen ist die Router-Position rechts oben im DG vorteilhaft, weil hier ein Fenster per Zufall just in die Richtung eines großen Vodafone-Funkturmes zeigt, der etwa 600 Meter Luftlinie entfernt steht.

Die Testwohnung erreicht mit Telekom-VDSL-100 stabile 100 Mbps und Vodafone-Kabel-500 mit stabilen 500 Mbps. Diese Downloadwerte waren fast rund um die Uhr mit sehr geringen Schwankungen verfügbar. Das LTE aus dem Gigacube mit der zugehörigen SIM von Vodafone dagegen hatte am gleichen Standort je nach Uhrzeit enorme Schwankungen von unter 5 Mbps bis über 50 Mbps. Die folgenden Messungen fanden im August 2018 mittags gegen 13:00 Uhr statt, um diese Zeit maßen wir die schöneren Werte. Eine Erklärung für die Schwankungen sind die Shared-Medium-Nachteile von LTE: Je mehr Anwender an einer Zelle angemeldet sind, desto weniger Bandbreite ist für alle verfügbar.

Seinen großen Vorteil spielt der Router da aus, wo es kein Breitband aus der Dose gibt. Für die Messung haben wir den Gigacube samt einem tragbaren 230-Volt-Powerpack von Pearl eingepackt. Mit diesem Gespann besteigen wir die Münchner Flughafen-Linie-S8 bei Daglfing und fahren über München-Ostbahnhof quer durch die City, über Pasing bis zum Westkreuz und dann übers flache Land mit der S6 zum Starnberger See hinaus und wieder zurück.

Bei diesem Hindernislauf muss der Gigacube in der S-Bahn viele unterschiedliche LTE-Situationen bewältigen: oberirdisch, unterirdisch, dicht besiedelte Stadtgebiete, locker bebaute Vororte, sowie eine kilometerlange Waldstrecke im Würmtal, kurz vor Starnberg.

Die Messwerte notieren wir immer nur beim Ausfahren aus den 21 S-Bahnhöfen. Da sich die Gleise, Bahnhöfe und damit unsere Messpunkte über einen längeren Zeitraum hinweg nicht verschieben, können wir diese Messfahrten auch mit anderen LTE-Routern (und anderen LTE-SIM-Karten) vergleichbar wiederholen. Zwischen den Bahnhöfen dagegen nahmen wir nur Stichproben, vor allem in der langen Waldstrecke, die vor lauter Bäumen keinen markanten Fixpunkt hat.

Das Beste gleich vorweg: Der Gigacube von Vodafone hat sich auf der gesamten Strecke von Daglfing im Münchener Osten bis zum Starnberger See und Retour wacker geschlagen.

Der beste Download-Speed kam rund um den oberirdischen S-Bahnhof München-Pasing mit 102 Mbps Download (DL) und 26,4 Mbps Upload (UL). Die zweitbeste LTE-DL-Versorgung hatten wir rund um die oberirdische Haltestelle Hackerbrücke mit 52 Mbps DL und satten 41,7 Mbps UL. Sogar im kilometerlangen Würmtal-Waldstück kurz vor Starnberg kam nonstop ein brauchbares Internet. Das ist besonders nennenswert, weil die meisten kleineren LTE -Router in unseren Messungen das Internet in der S-Bahn nur sporadisch hereinholen konnten. Hier kann die größere Bauform des Gigacube punkten.

In der Tabelle zeigen wir die Werte an den 21 Messstationen. Dazu notieren wir auch den Ping. Positiv ist, dass der Gigacube in den fünf unterirdischen Bahnhöfen vom Rosenheimer Platz bis einschließlich Hauptbahnhof das Internet zwar langsamer in die S-Bahn holt als oberirdisch, die Verbindung aber anders als beim kleinen Huawei-LTE-Router E5788 nie komplett abreißt.

Den Router gibt es in zwei Versionen: Die Vodafone-Edition als Gigacube samt SIM-Karte oder als Geräte mit entsperrter SIM, letztere allerdings nur über Ebay. Wer den Router direkt über Vodafone kauft, zahlt einen Euro für die Hardware und entsprechend mehr für die monatlichen Kosten. Bei Amazon wird das Gerät ebenfalls verkauft, allerdings über einen Umweg: Der Versender Crebyte liefert im Grunde nur eine Karte mit dem Link auf www.vodafone.de/spezialangebote. Das kann man sich sparen, wir haben das Angebot der Übersicht halber in unseren Preisvergleich aufgenommen. Sollten sich die Angebote ändern, aktualisiert sich die Übersicht automatisch.

Die von Vodafone mitgelieferte SIM-Karte funktioniert in ganz Deutschland, aber leider nicht im Ausland. An optimalen Standorten werden theoretisch bis zu 200 Mbps Download-Speed versprochen: Das wäre viermal schneller als VDSL-50 und doppelt so schnell wie VDSL-100. Das ist aber abhängig vom Ausbau, Vodafone stellt dazu eine Online-Karte bereit.

Im August 2018 gab es zwei Volumen-Angebote für Dauernutzer:

  • 50 GB für Normalsurfer für knapp 35 Euro pro Monat.
  • 200 GB für Vielsurfer für knapp 45 Euro pro Monat.

Die Verträge laufen 24 Monate. Ist das Volumen aufgebraucht, wird der Speed massiv gedrosselt, tröpfelt aber weiter. Weitere Informationen stehen auf der Webseite zum Gigacube. Einen potentiellen Pferdefuß gibt es im Kleingedruckten. Dort schreibt Vodafone: "Vodafone behält sich vor, dass Videos auf SD-Qualität (480p) beschränkt sind, sofern dies rechtskonform (insbesondere in Einklang mit Verordnung (EU) 2015/2120) unter Berücksichtigung der Verwaltungspraxis und der Rechtsprechung erfolgt."

Ja, das mag Sinn machen, um das Netz vor Verstopfung durch Streamer und den Kunden vor zu schnellem Verbrauch seines Volumens zu schützen. Gleichzeitig fühlt es sich einfach komisch an, wenn ein Konzern pauschal in den Datenstrom eingreift und die Bildqualität herunterregelt.

Daneben bietet unser Testgerät eine Tarif-Variante namens Gigacube Flex: Da wird der Monatspreis nur fällig, sofern der Gigacube auch wirklich genutzt wurde. Das klingt perfekt für gelegentliche, nomadische Nutzung irgendwo im Inland. Wird der Gigacube monatelang nicht genutzt, dann sollte man ihn vorsichtshalber erst gar nicht an den Strom stecken, damit nicht aus Versehen Daten gezogen werden.

Sollte der Kunde mit dem Daten-Volumen nicht über den Monat kommen, so kann er jederzeit auch einzelne Pakete nachbuchen. Diese Nachschläge sind allerdings relativ teuer: Etwa 25 GB für 24,99 oder 1 GB für 2,99 Euro. Im Test war das Nachbuchen geradezu erschreckend einfach: Der Tester drückte beim teuersten Häppchen auf „Jetzt kaufen“ und schon war es passiert. Das Guthaben schnellte sofort über die 200 GB hinaus und die 24,99 Euro waren weg. Eine zusätzliche Abfrage oder einen Storno-Knopf gab es nicht.

Rein technisch klingt LTE Cat6 mit 300 Mbps LTE nicht mehr so aufregend. Immerhin gibt es schon viel kleinere Router mit 1000 Mbps LTE wie dem Huawei E5788 (Testbericht). Doch im echten Leben kommt es beim Funk auf die Antennen an: Der Gigacube hat große LTE- und WLAN-Antennen im Bauch und das mit ordentlichen Abständen. Das gibt ihm robuste Sende- und Empfangseigenschaften, sowohl bei LTE wie auch beim WLAN.

Im stationären Betrieb hat er das Internet nicht schlechter aus der Luft geholt und lokal verteilt, als eine FRITZ!Box 7590 am VDSL-50-Anschluss im gleichen Standort. An einem guten VDSL-100 schneidet die 7590 allerdings besser ab. Außerdem kommt VDSL mit weniger Schwankungen als LTE. Wo sonst nur langsames Internet vorhanden ist, liefert der Gigacube eine sinnvolle Alternative, solange man sich nicht für das Thema Streaming interessiert.

Schade, dass Huawei den Router nicht direkt in Deutschland vertreibt, denn die Hardware hat uns im Test sehr gut gefallen. So ist man auf Ebay-Käufe angewiesen, wenn man den Router ohne Vodafone-Bindung betreiben möchte.

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Renkforce RF100: Günstiger 3D-Drucker von Conrad im Test

Der Elektronikhändler Conrad hat mit dem RF100 einen 3D-Drucker für unter 300 Euro im Angebot. Wir haben getestet, wie sich das Einsteiger-Gerät in der Praxis schlägt.

Der RF100 kommt sauber verpackt und gut geschützt bei den Kunden an. Der massive Rahmen besteht aus Metall. Lediglich die Seitenverkleidungen sind aus hochglänzendem, schwarzen Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitung ist für den Preis überraschend hochwertig. Sämtliche elektronische Komponenten sitzen im Inneren des Gehäuses. Die Leitungen, die zum Druckkopf führen, sind mit Kabelschutzschläuchen umhüllt. Das Geräts wiegt rund neun Kilogramm.

Der Aufbau des Druckers ist unkompliziert: Es sind zwei Kabelbinder zu entfernen, der Führungsschlauch für das Filament in eine Halterung zu schieben und der Filament-Halter auf der Rückseite anzuschrauben. Anschließend folgt die Kalibrierung des Druckbetts und das Einlegen des Filaments.

Der Druckkopf des RF100 hängt an der horizontalen X-Achse (Links- und Rechsbewegung). Diese ist auf beiden Seiten mit der Y-Achse verbunden (Bewegung von vorne nach hinten). Die Z-Achse zur Höhenverstellung fährt nicht der Druckkopf, sondern die bewegliche Druckplattform ab. Die Konstruktion ist verwindungsfest und sehr stabil.

Das Druckbett aus Glas ist nicht fest mit dem Drucker verbunden, sondern mit drei starken Dauermagneten an der Plattform der Z-Achse befestigt. Zur Kalibrierung der Druckunterlage stehen drei Rändelschrauben zur Verfügung.

An der Frontseite des Gehäuses ist ein mehrzeiliges Display und ein Dreh-Taster zur Steuerung angebracht. Der SD-Karten-Einschub sitzt auf der linken Gehäuseseite.

Zum Lieferumfang des Druckers gehören Strom- und USB-Kabel und eine 8 GByte große SD-Speicherkarte mit 3D-Modellen und der Slicing-Software Cura. Eine lange Pinzette hilft bei der Reinigung des Druckkopfs, mehrere Sechskantschlüssel sind für Wartungsarbeiten im Paket. Ein Spachtel zum Entfernen des Drucks vom Druckbett und ein kleiner Seitenschneider, zum Lösen der Transportsicherung, gehören ebenfalls zum Lieferumfang. Außerdem sind eine 250-Gramm-Rolle Polylactide-Filament (PLA) und mehrere Filament-Muster beigelegt. Wer möchte, kann also gleich mit Holz, Metall, TPU und Farbwechsel-PLA drucken.

Die beigelegt Software Cura für Windows und Mac ist, verglichen mit anderen Programmen, einfach zu bedienen. Trotzdem ist es ratsam, sich in die Software einzulesen.

Der RF100 arbeitet mit Filamenten beliebiger Hersteller. Da das Druckbett nicht beheizt ist, kann der Drucker trotzdem nicht jedes verfügbare Material verarbeiten. Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) oder Nylon haften beispielsweise erst ab einer gewissen Druckbett-Temperatur (Übersicht Standard-Filament, Übersicht exotische Filamente). Der Druck von PLA oder dem beigelegten Holz- oder Metall-Filaments ist problemlos möglich.

Da das Verbrauchsmaterial nicht in den Druckkopf hineingeschoben, sondern von dort eingezogen wird, eignet sich der RF100 auch für das gummiartige Thermoplastisches Polyurethan (TPU). Ein absoluter Vorteil gegenüber anderen vergleichbaren Druckern.

Die kleinstmögliche Schichtdicke beträgt 0,1 Millimeter. Der Bauraum – also der Platz, der für den 3D-Druck zur Verfügung steht – misst 12 × 12 × 12 Zentimeter. Diese Abmessungen taugen nicht für große Ausdrucke. Für zahlreiche Anwendungen und den Einstieg ins Thema ist die Größe trotzdem ausreichend.

Zur Übertragung der Druckdaten nutzen wir im Test die beigelegte SD-Karte. Wer möchte, kann den Drucker aber auch direkt per USB mit dem Computer verbinden und die Drucke darüber starten. Eine kabellose Verbindung per WLAN oder Bluetooth steht nicht zur Verfügung.

Für Einstellungen am Drucker dient das integrierte Display und dem daneben angebrachten Drehtaster. Dieser arbeitet absolut exakt, anders als das Pendant vom Wanhao Duplicator i3 Mini. Das Auswählen der Menüpunkte gestaltet sich intuitiv und unproblematisch. Allerdings ist die Bedienung des Druckers trotzdem unnötig kompliziert: Im Vergleich zu anderen Druckern sind extrem viele Schritte notwendig, um beispielsweise das Filament zu laden oder das Druckbett zu kalibrieren. Hier gefällt uns die Umsetzung der Software beim Davinci Mini w+ (Testbericht) oder Duplicator i3 Mini (Testbericht) deutlich besser.

Zur Vorbereitung eines Drucks ist das Programm Cura im Lieferumfang, eine sogenannte Slicing-Software. Diese teilt digitale 3D-Objekte in einzelne Schichten auf und gibt an den RF100 weiter, mit welchem Tempo und mit welcher Temperatur er drucken soll. Cura ist zuverlässig und unkompliziert. Durch die weite Verbreitung der Freeware sind im Internet zahlreiche Tipps und Tricks zu finden.

Das Druckerprofil des RF100 ist in Cura bereits angelegt. Eigenes Konfigurieren des Bauraums, Filament-Durchmessers oder Geschwindigkeiten ist deshalb nicht notwendig. Alternative Programme, wie das kommerzielle Programm Simplify3D, funktioniert ebenfalls mit dem RF100.

Zum Erstellen von 3D-Objekten ist eine Slicing-Software allerdings nicht geeignet. Dazu benötigen Anwender ein zusätzliches Programm. Hier lohnt ein Blick auf die 3D-Software von Windows oder das weit komplexere Autodesk Fusion360.

Die Muster-Modelle auf der beigelegten Speicherkarte funktionieren ohne Umwege über den Computer. Wer möchte, kann also direkt loslegen.

Zu Beginn bedarf es einiger Softwareeinstellungen, damit die Drucke ordentlich funktionieren. So scheiterten bei unserem Test die ersten Druckversuche mit dem RF100 aufgrund mangelnder Haftung am Druckmett. Das ist ein bekanntes Problem, welches wir auch mit dem Duplicator i3 Mini hatten: Nach mehreren gedruckten Schichten beginnt sich das Druckteil von der Unterlage zu lösen. Wer den Vorgang jetzt nicht abbricht, kann zusehen, wie der Druckkopf das Druckteil verschiebt und in der Luft weiter druckt.

Bei Zimmertemperaturen über 20 Grad Celsius sollte dieses Problem nicht auftreten. Zumindest dann nicht, wenn das Druckbett korrekt kalibriert ist und auch sonst alle Einstellungen in der Slicing-Software stimmen. Dennoch ist es ratsam, die erste Druckschicht mit verminderter Geschwindigkeit und ohne Bauteilkühlung zu drucken. Diese Maßnahmen verbessern die Haftung und sind reine Einstellungssache.

Falls es trotzdem zu Haftungsproblemen kommt, hilft das Einschmieren des Druckbetts mit einem handelsüblichen Klebstift. Dann klebt die erste Druckschicht und der Druck lässt sich ohne Haftungsprobleme abschließen. Sogar dann, wenn der Abstand zwischen Düse und Druckbett nicht perfekt stimmt.

Der RF100 druckt zwar ordentlich, allerdings sind im Test mehrere Versuche notwendig, bis das erste Objekt in passabler Qualität gelingt. Die notwendigen Korrekturen sind Temperatur- und Geschwindigkeitsanpassungen in den Einstellungen der Slicing-Software. Welche Kniffe für die verschiedenen Fehler im Druckbild nötig sind, erklären Anleitungen im Internet. Ein gutes Beispiel mit den häufigsten Druckfehlern und Lösungen findet sich hier.

Sind die korrekten Einstellungen endlich gefunden, klappen auch größere Drucke mit Stützstruktur und Überhängen. Die Druckergebnisse sind dann mit denen des Davinci Mini w+ und des Duplicator i3 Mini vergleichbar.

Wer auf der Suche nach einem günstigen Fertig-Drucker für Einsteiger ist, macht mit dem RF100 alles richtig. Zusätzlich zum günstigen Preis überzeugen vor allem die sehr gute Verarbeitung und die Tatsache, dass der Drucker sogar flexibles Filament verarbeiten kann.

Während bei den Modellen von Davinci Mini w+ und Duplicator i3 Mini keinerlei Nacharbeit in Sachen Software-Einstellungen nötig ist, funktioniert der Conrad-Drucker erst nach längerem Herumprobieren. Die Steuerung des Druckers per Wähl-Taster ist zwar nicht ideal, aber immerhin logisch und zielführend.

Die größten Einschränkungen des RF100 sind der begrenzte Bauraum und das unbeheizte Druckbett. Wer beispielsweise ABS oder PETG drucken will, muss sich einen Drucker mit beheiztem Druckbett zulegen. Wem Materialien wie PLA, Holz-Filament oder flexibles TPU ausreichen, der kann zuschlagen.

Wer mit dem RF100 arbeitet, muss sich trotz guter Hardware, unbedingt mit dem Thema Slicing-Software beschäftigen. Wer darauf keine Lust hat, ist mit dem deutlich günstigeren, Duplicator i3 Mini (Testbericht) besser beraten. Dieser kann ohne Modifikationen allerdings kein TPU drucken. Das gleiche gilt auch für den ab Werk sehr gut funktionierenden Davinci Mini w+. Dieser ist allerdings etwas teurer als der RF100 und arbeitet nur mit Filament des Herstellers xyzprinting.

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Sounds great: Neue OnePlus Type-C Bullets Kopfhörer


Smartphone-Hersteller OnePlus präsentiert eine aktualisierte USB-C-Version seiner Bullets V2 Kopfhörer, die Type-C Bullets. Diese neuen Kopfhörer sollen mit dem nächsten Gerät des Unternehmens in Q4 2018 vorgestellt werden.

Die Type-C Bullets werden zum gleichen Preis wie die Bullets V2 (19,95 €) auf allen Online-Kanälen erhältlich sein. Read More »

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