Das Internet vergisst nichts – dieser Satz kann für Betroffene von ungewollt veröffentlichten, intimen Aufnahmen zur psychischen Belastung werden. Mit dem kostenlosen Dienst „Take It Down“ gibt es eine Möglichkeit, gegen die Verbreitung sensibler Bilder und Videos vorzugehen, die im Jugendalter entstanden sind.
Die Initiative des National Center for Missing & Exploited Children richtet sich gezielt an Menschen, die als Minderjährige intime Aufnahmen von sich gemacht haben oder von denen solche Aufnahmen existieren. Der besondere Vorteil: Betroffene müssen die Bilder oder Videos nicht erneut teilen oder hochladen, um sie löschen zu lassen.
Die technische Umsetzung basiert auf einem digitalen Fingerabdruck-System. Jede Datei erhält einen einzigartigen Hash-Wert, der es den teilnehmenden Online-Plattformen ermöglicht, diese Inhalte zu identifizieren und zu entfernen. Der Prozess läuft vollständig anonymisiert ab, da nur der Hash-Wert und nicht das eigentliche Bild oder Video übermittelt wird.
Der Dienst kann auch präventiv genutzt werden, wenn die Befürchtung besteht, dass Aufnahmen in Zukunft veröffentlicht werden könnten. Dies ist besonders relevant bei Erpressungsversuchen oder wenn Bilder in die falschen Hände geraten sind.
Für Erwachsene, die von der ungewollten Veröffentlichung intimer Aufnahmen betroffen sind, existiert mit „stopncii.org“ eine alternative Anlaufstelle. Diese Plattform nutzt laut dem LKA Niedersachsen ein ähnliches System, ist aber auf Fälle ausgerichtet, bei denen die Aufnahmen nach dem 18. Lebensjahr entstanden sind.
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