Die Energiepreislandschaft in Deutschland zeigt für das kommende Jahr ein differenziertes Bild. Während beim Strom positive Signale zu verzeichnen sind, bleibt die Situation bei Gas weiterhin angespannt. Eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Verivox, die auf den Preisankündigungen von über 1.100 Grundversorgern basiert, gibt Einblick in die Entwicklungen.
Im Stromsektor zeichnet sich eine erfreuliche Tendenz ab. 280 Grundversorger haben Preissenkungen um durchschnittlich 10 Prozent angekündigt. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von 189 Euro. Von dieser Entwicklung profitieren etwa 1,8 Millionen Haushalte. Die Gründe für diese Preisreduzierung liegen in den gesunkenen Einkaufspreisen an der Strombörse. Der Preis pro Megawattstunde ist von 164 Euro im Jahr 2023 auf 102 Euro im Jahr 2024 gefallen.
Die Situation beim Gas gestaltet sich komplexer. 64 Versorger haben Preiserhöhungen von durchschnittlich 18 Prozent angekündigt. Für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet dies Mehrkosten von 416 Euro pro Jahr. Gleichzeitig senken 211 Anbieter ihre Preise um durchschnittlich 12 Prozent, was einer Entlastung von 381 Euro entspricht. Natürlich muss man auch schauen, wie man selbst haushaltet. Nachdem ich aufgrund niedriger Preise lange nicht so darauf geachtet habe, was ich Gas-technisch verballere, habe ich das nun recht genau im Blick. Fazit: Wesentlich weniger verbraucht und somit Geld zurückbekommen.
Bemerkenswert sind die deutlichen Preisunterschiede zwischen Grundversorgung und alternativen Anbietern. Bei Gas kostet eine Kilowattstunde in der Grundversorgung durchschnittlich 14,2 Cent, während der günstigste überregionale Anbieter 9,2 Cent verlangt. Bei Strom liegt die Differenz zwischen 43,5 Cent in der Grundversorgung und 26,9 Cent beim günstigsten Alternativanbieter.
Verschiedene Faktoren beeinflussen die Preisentwicklung. Die Netzentgelte für Strom sinken bundesweit um 2,5 Prozent, während sie beim Gas um 21 Prozent steigen. Die CO2-Abgabe erhöht sich von 45 auf 55 Euro pro Tonne. Auch Umlagen wie die Gasspeicherumlage und die Offshore-Umlage tragen zu den Preisveränderungen bei.
Die Großhandelspreise zeigen einen positiven Trend. Am Spotmarkt ist der Gaspreis von 41 Euro pro Megawattstunde im Jahr 2023 auf 32 Euro im Jahr 2024 gefallen. Diese Entwicklung spiegelt sich jedoch nicht vollständig in den Endkundenpreisen wider.
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