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emicro one – Elektroscooter von Micro Mobility im Test

Schnell von A nach B kommen: Der Elektroscooter emicro one von Micro Mobility Systems erreicht mit 500 Watt zügig eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Seit einiger Zeit fahren wir nun elektrisch – wie viel Spaß das macht, erfahrt Ihr hier.

Yes, endlich wieder Sommer! Es wird wieder heller, wärmer und angenehmer. Niemand möchte mehr freiwillig in überfüllten Bahnen oder Bussen sein. Doch wir alle müssen unseren Pflichten nachgehen. Wie kann man also nun das gute Wetter mitnehmen und trotzdem zur Arbeit, Uni & Co. kommen? Klar, ein Auto ohne Dach ist natürlich eine Möglichkeit, aber sicherlich nicht die günstigste. Der Klassiker: Fahrrad fahren. Das geht immer. Oder zu Fuß gehen, wenn man's nicht weit oder die Zeit hat. Und dann gibt es noch diese modernen City-Roller. Na Ihr wisst schon:
Männer im Anzug, Umhängetasche und auf zwei kleinen Rädern. Genau so ein Fahrzeug haben wir getestet, nur mit dem Unterschied, dass unser Modell eine elektrische Tretunterstützung besitzt.

Das emicro one kommt aus der Schweiz und wird unter anderem auch hier in Deutschland vertrieben. Wir sprechen von einem kleinen, kompakten und leichten Roller. Von außen sind keine Kabel sichtbar, deshalb nimmt man ihn zunächst auch gar nicht als einen Elektroroller wahr. Erst wenn man das Sirren des Radnabenmotors hört, versteht man, was Sache ist.

7,5 Kilogramm wiegt der Roller und kommt in der Farbe Schwarz daher. Der Hersteller sagt: Er ist für Erwachsene ausgelegt. Aber auch Jugendliche ab 16 Jahren können damit herumfahren. Wichtig zu beachten ist die maximale Nutzlast von 100 Kilogramm. Während meiner zweimonatigen Testzeit hatte ich das emicro one meistens im Kofferraum meines Autos. Und häufig bin ich mit dem Elektroscooter dann zur Bank oder zum nächsten Supermarkt gefahren. Oder einfach in der Nachbarschaft. Von Zuhause bis zur Arbeit hätte es am Stück nicht geklappt, da ich zu weit weg vom TechStage-Büro in Hamburg wohne.

Apropos: Sprechen wir über die Reichweite. Micro Mobility Systems schreibt dem Roller zwölf Kilometer zu. Diesen Wert habe ich so gut wie nie erreicht, dafür fahre ich viel zu
schnelldynamisch. Der Akku hat eine Nennladung von 22.000 mAh und eine Leistung von 82 Wattstunden. Mit dem mitgelieferten Netzteil wird die 100-Prozent-Marke in 60 Minuten erreicht. Vier LEDs im Brett zeigen die Kapazität in 25-Prozent-Schritten an. Der Energiespeicher kann bis zu 700 Mal stabil aufgeladen werden. In den Zyklen danach kommt er dann nicht mehr auf seine volle Kapazität.

Im hinteren Rad sitzt der Radnabenmotor mit einem Drehmoment von vier Newtonmeter und einer maximalen Leistung von 500 Watt. Um Euch ein Beispiel zu geben, wie stark das System wirklich ist: Das emicro one hatte auch bergauf mit meinen 87 Kilogramm keine Mühe.

Grundsätzlich verfügt das emicro one über drei Fahrprogramme. Im performantesten Modus, nämlich Sport, wird eine Nenndauerleistung von 500 Watt mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde freigeschaltet. In Deutschland ist diese Einstellung kritisch, denn man benötigt ein Versicherungskennzeichen, ein Mindestalter von 16 Jahren und sogar eine Fahrerlaubnisklasse ab A/M. Außerdem ist das Tragen eines Helms Pflicht. Aber (!) zum Glück gibt es eine Auswahl. Mit dem mitgelieferten Drehrad lässt sich der Modus einstellen: Mit Standard und Eco mit 250 Watt verhält sich das emicro one wie ein
Pedelec ohne Anfahrhilfe. Und die können in Deutschland auch ohne Helm, Versicherung und Fahrerlaubnis gefahren werden; weitere
Details dazu findet Ihr hier. Trotzdem wird das Tragen eines Helms empfohlen.

High-Tech: Der emicro gewinnt Energie aus Bremsvorgängen. Sobald man bremst, wird der Akku über Rekuperation aufgeladen. Das klappt nicht, wenn der Akku leer oder komplett voll ist. Die Kraft des Motors lässt sich einstweilig auch unterbinden. Für die Deaktivierung muss die Bremse dreimal im Stillstand betätigt werden. Das Blinken der LEDs bestätigen den Vorgang.

Gut, und wie fährt es sich nun mit dem emicro one? Eigentlich wie mit jedem anderen Scooter auch. Die Tretunterstützung greift erst nach dem Anfahren. Sobald man eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht hat und langsamer wird, aktiviert sich der Motor und schiebt einen kräftig nach vorne. Je stärker und intensiver der Kick oder ein gezielter Impuls, desto stärker und langanhaltender die Unterstützung des Motors. Wenige kraftvolle Kicks sind ökonomischer und effizienter als viele kleine Kicks. Für den Anfang rate ich Euch zur Vorsicht: Man unterschätzt die Kraft des Motors leicht. Vermeidet außerdem Fahrten in der Dunkelheit oder bei Nässe. Und nein: emicro one plus Halfpipe ist keine coole Idee. Das Chassis würde dieser Belastung nicht standhalten.

Die Bremse funktioniert prima und sie sollte möglichst immer eingesetzt werden. Das Abspringen während der Fahrt katapultiert den Roller nämlich nach vorne, da der Sprung vom integrierten Bewegungssensor als ein Tretimplus interpretiert wird.

Seit zwei Monaten fahre ich nun mit dem emicro one. Wenn ich ehrlich bin: In diesem Sommer will ich darauf nicht mehr verzichten. Das Fahren macht Spaß. Mit dem Roller bin ich schneller als zu Fuß oder sogar mit dem Fahrrad. Mir gefallen außerdem die Kompaktheit, die Robustheit und das Antriebskonzept. Außerdem ist er kinderleicht zu bedienen; es gibt noch nicht einmal eine Ein/Aus-Taste; alles läuft automatisch. Zwar würde ich gerne mit 500 Watt durch die Gegend fahren, aber das ist in Deutschland nicht so einfach. Für 999 Euro gibt es das emicro one im
Onlineshop von Micro Mobility Systems. Da muss man tief in die Tasche greifen…

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Danke: bestboyzde

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