Apple Home: Unterstützung für Saugroboter verzögert sich

Roborock Qrevo Master

Zur WWDC 2024 hat Apple die Unterstützung für Saugroboter in Apple Home angekündigt. Diese sollte später im Jahr 2024, sprich nach dem Release von iOS 18 folgen. Auch wenn das medial unter dem HomeKit-Framework verbucht wird, fußt die Unterstützung auf die Implementierung von Matter.

Genauer gesagt fehlt es Apple Home nach wie vor an der Unterstützung von Matter 1.2. Besagte Matter-Version (erschienen übrigens bereits im Oktober 2023) bringt die Saugroboter als eigenen Gerätetypen mit. Logisch, da muss von seiten der Plattform-Hersteller wie Apple auch die Unterstützung in der eigenen Home-App sowie die Verzahnung mit anderen Smart-Home-Gerätschaften angelegt werden. Mit Matter 1.2 soll es möglich sein, die Reinigungsmodi (z. B. Trockensaugen / Nasswischen) einzustellen und zusätzliche Details zum Bürstenstatus, Fehlerberichte und auch den Ladestatus zu übermitteln. Logisch, das deckt (insbesondere zum derzeitigen Entwicklungsstand) nicht die vollständigen (Einstellungs-) Möglichkeiten ab und für diverse Dinge (Karte) wird da auch weiterhin die hersteller-eigene App notwendig sein. Bislang hat sich an der Front jedoch nichts mehr getan und ursprüngliche Ankündigungen diverser Saugroboter-Hersteller bis Herbst mit einer Unterstützung aufzuwarten, verliefen da auch im Sande – man wartet da allem Anschein nach auf Apple. Roborock etwa hat seine Matter-Ankündigung nebst Zertifizierung bereits im Frühjahr verlauten lassen.

Apple wiederum lässt weiter auf sich warten und hat jetzt still und leise die Webseite der Home-App angepasst. Hier verweist man jetzt auf die Unterstützung der Saugroboter „Anfang 2025“. Sprich da brauchen wir jetzt vor dem Jahresende nicht mehr darauf zu warten. (Die deutsche Webseite verweist immernoch auf „kommt später dieses Jahr“). Eine Unterstützung wird dann aber wohl frühstens mit iOS 18.3 der Fall sein.

Neben der Steuerung der Kernfunktionen in der Home-App (siehe oben) lassen sich auch Automatisierungen anlegen und per Sprachbefehl an Siri kann der smarte Reinigungshelfer auf den Weg gebracht werden. Da dürfen wir uns abermals nicht zu früh freuen. So soll Siri vorerst Saugroboter nur in englischer Sprache (US) herumkommandieren können.

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WiZ: Outdoor-Lightstrip mit 5 Metern Länge vorgestellt

Signify hat im Sommer das Portfolio der WiZ Full Color Lightstrips ausgebaut. Der WiZ Lightstrip ist zuschneidbar und in einer Länge von vier, fünf, zehn, 15, 20 und 30 Metern erhältlich. Das Portfolio wird jetzt zudem um ein Outdoor-Modell ergänzt.

Der fünf Meter lange WiZ-Outdoor-Lightstrip verfügt über die IP-Schutzklasse IP65 und ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Im Hue-Portfolio mit Zigbee gab es einen solchen bereits, jetzt eben auch ein WLAN-Modell mit WiZ-Branding. Der LED-Streifen für draußen ist biegsam und setzt auf Niedervolttechnologie. Es werden zahlreiche Farben aus dem RGB-Spektrum unterstützt.

Die Steuerung erfolgt wahlweise per WiZ-App, mit Matter ist auch eine Anbindung an diverse Smart-Home-Ökosysteme gegeben. Kostenpunkt sind satte 159,99 Euro.

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Home Assistant: Update zur Roadmap 2024 und einen Ausblick auf neue „Baustellen“

Home Assistant ist eine Open-Source-Software, die es Benutzern ermöglicht, verschiedene Geräte und Dienste zu verwalten und zu automatisieren, indem sie Gerätschaften unterschiedlicher Hersteller verzahnt und kommunizieren lässt. Home Assistant kann auf einem Computer oder einem dedizierten Gerät wie einem Raspberry Pi oder Intel NUC installiert werden. Home Assistant unterstützt eine Vielzahl von Protokollen und Plattformen, darunter Z-Wave, Zigbee, aber auch Matter.

Zur Mitte des Jahres hat man die Roadmap für das restliche Jahr 2024 verkündet. Nun zieht man ein Resumé und gibt einen weiteren Ausblick auf kommende Funktionen und Planungen. Übrigens will man halbjährlich die Community auf dem Laufenden halten. Man mache, so die Macher von Home Assistant, große Fortschritte bezüglich der Ankündigungen aus dem Frühjahr und setzt sich damit jetzt auch neue Fahrpläne und Prioritäten. Diverse Ziele der Roadmap 2024 habe man nämlich planmäßig abgeschlossen. Eines der übergeordneten Ziele ist nach wie vor, die Akzeptanz des smarten Zuhauses durch alle Hausmitglieder zu gewährleisten. Daher arbeitet man unter anderem an den Themenfeldern Automatisierungen, Dashboards sowie Sprachassistenten.

Hinsichtlich der Automationen gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, diese zu kategorisieren, beispielsweise durch das Hinzufügen von Etiketten. Derzeit widmet man sich der erleichterten Erstellung von Automatisierungen.

Während die Aktionen inzwischen recht einfach zu bedienen sind, hat man damit begonnen auch die Handhabe von Auslösern und Bedingungen zu vereinfachen und damit zugänglicher zu machen – allerdings ohne an Fähigkeiten einzusparen. Für den weiteren Ausblick stehen auf der Liste auch das Verwenden sowie Teilen von Blueprints, deren Prozess man auf kurz oder lang vereinfachen möchte.

Bei den Dashboards hat sich in den vergangenen Monaten wohl am meisten verändert. So gibt es neue Layouts mit Abschnitten und schöne sowie nützliche Dashboards können sich viel einfacher erstellen lassen. Die Dashboard-Gruppe arbeitet derzeit an einer Standardisierung des Aussehens der Standardkarten. Künftig soll es von Haus aus noch einfacher sein, nützliche Dashboard-Vorschläge zu erhalten. Man hat als Muster bei den Nutzern erkannt, dass es nicht nur um die Gerätesteuerung geht, sondern vielmehr nützliche Alltagsinformationen im Vordergrund stehen – durch Visualisierung von Daten.

Derzeit werden in beim Standard-Dashboard alle Einheiten eines Hauses auf einer Seite zusammengefasst, was bei einem wachsenden Smart Home sehr unübersichtlich wird. Es kann zwar Entitäten automatisch nach Bereichen gruppieren. Jedoch werden diese Bereiche nicht alle identisch genutzt, sondern man sieht eine Spezialisierung der Dashboards, je nach Bereich und Funktion des Hauses – beispielsweise Energieverbrauch, Sicherheit sowie Netzwerkstatus oder Informationen zu Gerätschaften, wie einem 3D-Drucker bzw. dem Auto.

Auf der weiteren Agenda steht, den Schutz der Privatsphäre beim Zugang von Nutzern, Gästen sowie der Öffentlichkeit zu verbessern. So soll es möglich werden, den Zugriff von Gästen oder Familienmitgliedern auf den Home Assistant anders sowie feiner abzustimmen.

Beim Thema Sprachassistent steht der eigene, private Sprachassistent Assist im Fokus, der in den vergangenen Monaten weiter gereift ist und neue Funktionen erhalten hat. So gibt es inzwischen, wie bei den großen Playern, eine Bereichserkennung, sodass nicht der Raum im Befehl beim Schalten und Walten mit genannt werden muss. Ebenso werden Etagen hierbei unterstützt.

Assist lässt inzwischen auch Timer erstellen und mit Befehlen kombinieren. So ist es möglich auch erst nach 30 Minuten den Fernseher automatisiert abzuschalten. Zudem gibt es Befehle für laufende Fernseher bzw. Musikstreaming wie z. B. Pause, Fortsetzen sowie weiter. Zudem: Die geräteeigene Wake-Word-Erkennung ist jetzt viel schneller und zuverlässiger.

Man hat festgestellt, dass beim Thema Sprachassistenten Software das eine ist, aber auch Hardware eine wichtige Rolle spielt. Daher hat man selbst an Hardware für einen Sprachassistenten gefeilt, Firmware und Hardware sind hier vollständig quelloffen. Und die Veröffentlichung sei schon „sehr bald“.

Mit wachsendem Funktionsumfang von Assist stößt man an Grenzen und man hätte gerne eher eine dialogische Interaktion anstelle der derzeitigen Befehlsstrukturen. Zukünftig soll Assist in der Lage sein, vor der Ausführung eines Befehls um Klarstellungen zu bitten, z. B. um die Dauer eines Timers, wenn dieser nicht Teil des ursprünglichen Befehls war, oder um eine Bestätigung zu bitten, bevor kritische Aktionen, wie z. B. das Entriegeln aller Türen, ausgeführt werden.

Auch Konversationen sollen, so die Vorstellung, nicht nur vom Benutzer ausgehen. Denkbar wäre beispielsweise eine Begrüßung, wenn jemand einen Raum betritt. Hier sollen LLM in der Lage sein, den notwendigen Kontext, auch für komplexere Interaktionen, herzustellen.

Inzwischen unterstützt Home Assistant diverse LLM-Tools sowie Ollma. Und KI will man hier auch noch zugänglicher gestalten und die LLM-Integrationen verbessern und für gängige Anwendungsfälle zu Hause einsetzen. Man arbeitet derzeit zudem daran, ein Nutzerverständnis von Privatsphäre zu diesem Thema kennenzulernen.

Beim Thema der Home Assistant Cloud arbeitet man an einer Backup-Funktion. Hierbei will man neben dem Sichern in die eigene Cloud auch andere Backup-Speicherorte bei Drittanbietern anbieten. Zugunsten der Entwicklung von WebRTC hat man hier andere Arbeiten zurückgestellt. Die Unterstützung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung sei jedoch nur verschoben und weiterhin in Planung.

Home Assistant unterstützt diverse (Funk-) Protokolle, darunter Z-Wave, Zigbee sowie Matter und Thread. Da hat man in den letzten Monaten diverse Schritte für eigene Zertifizierungen der Implementierungen der Standards angestrebt. Inzwischen ist man Board-Member bei Z-Wave-Allianz und man treibt die Entwicklung des Funkstandards mit voran. Man entwickelt eigene Z-Wave-Hardware und plant die Implementierung zu zertifizieren.

Bei Matter unterstützt man die Spezifikation 1.3, Matter 1.4 ist erst frisch raus. Die Implementierung sei inzwischen zuverlässig und man habe die Kompatibilität der Matter-Geräte stark verbessert und hofft auf baldige Matter-Zertifizierung. Luftreiniger, Raumklimageräte und Thermostate werden jetzt besser unterstützt, zusammen mit benutzerdefinierten Clustern, die es Home Assistant ermöglichen, Datenänderungen in Echtzeit zu erkennen und die Netzwerkeffizienz zu verbessern.

Update-Entitäten liefern jetzt Firmware-Updates über offizielle Matter-Update-Kanäle, während Ereignis-Entitäten mehr Ereignistypen bieten, sodass sie auf Ereignisse reagieren können, die durch einfaches Drücken oder doppeltes Drücken ausgelöst werden. Weitere Funktionen sind die Unterstützung von Wasserventilen, die Verfolgung des Betriebszustands von Geräten sowie die Integration von Rauch- und CO-Sensoren. Matter 1.3 Strom- und Energiesensoren werden ebenfalls unterstützt und liefern Daten für das Energie-Dashboard.

An der Implementierung von Matter 1.4 arbeitet man. Zudem soll die Inbetriebnahme von Geräten leichter werden und eine Baustelle seien zudem die Thread Credentials. Die Zigbee-Integration sei in den vergangenen Monaten ebenfalls verbessert worden und einfacher durch eine separate Codebasis einfacher zu warten.

Die Planungen für die Roadmap für das kommende Jahr haben bereits begonnen. Sobald man da mehr kommuniziert, lest ihr es natürlich auch hier im Blog.

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Nuki: Neues Smart Lock Ultra vorgestellt – kompakter & schneller

Nachdem Nuki im vergangenen Herbst mit dem Nuki Smart Lock 4 und 4 Pro zwei neue, smarte Türschlösser vorgestellt hat, folgt jetzt (für die meisten sicherlich überraschend) die jüngste Ankündigung: ein Smart Lock Ultra. Der Name verrät es bereits, dass sich die fünfte Generation über den bisherigen Modellen ansiedelt. In Kurzform: Die neue Lösung zum Nachrüsten eines smarten Türschlosses ist schneller und kleiner.

Das Herzstück im Nuki Smart Lock Ultra bildet ein neu entwickelter Motor. Nuki setzt hier auf die Vorzüge eines bürstenlosen Motors, der mitunter Effizienz und Langlebigkeit bieten soll. Nuki hat zum einen die Leistung gesteigert, aber gleichzeitig das smarte Türschloss auch geschrumpft.

rechts: das neue Nuki Smart Lock Ultra im Vergleich zum Smart Lock 4 Pro

So ist nach Aussagen des Herstellers das Ultra dreimal schneller, bei einem Drittel der Größe im Vergleich zur vorigen Generation. Es gibt drei verschiedene, persönlich abstimmbare Geschwindigkeits-Modi zum Aufsperren (bei doppeltem Sperrvorgang). Im Insane-Modus sei ein Auf- oder Zusperren in weniger als eineinhalb Sekunden möglich. Im Standard-Betrieb dauert das Auf- oder Zusperren zwei Sekunden. Im dritten Gentle-Modus setzt man, zugunsten der Geräuschreduzierung, auf eine geringere Geschwindigkeit.

Trotz reduzierter Größe (jene erinnert an die Tedee-Modelle) setzt man, wie bei den bisherigen Pro-Modellen, auf einen integrierten Akku (Lithium-Polymer-Akku) sowie den LED-Kreis von Nuki. Bei der Optik setzt man auf einen Edelstahl-Look, der Basisring ist wahlweise Schwarz oder Weiß. Dieser lässt sich allerdings jederzeit wechseln und man muss die Farbe somit nicht beim Kauf festlegen. Der Akku lässt sich binnen zwei Stunden vollständig aufladen und soll einen monatelangen Betrieb gewährleisten. Man setzt auf einen extra entwickelten, magnetischen Ladeanschluss. In Kombination mit einem zwei Meter langen Kabel soll das Aufladen auch an der Türe ermöglicht werden.

Ihr habt bereits ein Smart Lock von Nuki, dann lassen sich Daten, wie Gerätekonfiguration sowie Zutrittsberechtigungen von einem älteren Modell migrieren. Diese Funktion ist ebenfalls neu. Nuki erhofft sich nämlich, dass eine Vielzahl an Kunden in den kommenden Jahren auf neue Geräte-Generationen umstellen.

Wichtig zu wissen: Nuki hat auch seinen Universal Cylinder überarbeitet. Dieser sei kompatibel mit allen gängigen Türbreiten. Für die Nutzung des neuen Ultra-Locks ist der Zylinder-Tausch obligatorisch. Der Universalzylinder liegt jedoch dem Lieferumfang bei. Man sei sich bewusst, dass nicht jeder Kunde gewillt ist, einen solchen Tausch, wenngleich der recht flott und einfach ist, durchzuführen. Man arbeitet an einer Lösung, die Nuki-Technologie aus dem Ultra-Modell auch ohne Zylindertausch auf die Beine zu stellen.

Weitere Infos? Ansonsten gibt es die von Nuki bewährten Funktionen, wie Auto Unlock, sowie die App. So ist das Smart Lock Ultra wie die vierte Generation Smart Locks zudem mit dem Smart-Home-Standard Matter kompatibel. Dies erlaubt eine Integration des Türschlosses in diverse Systeme, wie Google Home, Apple Home oder auch Alexa. Wie beim Pro-Modell ist WiFi, nebst Thread (für Matter over Thread) integiert. Das Ultra-Lock arbeitet zudem mit dem von Nuki erhältlichen Zubehör, wie dem Keypad und der Möglichkeit per Code oder Fingerabdruck die Türe zu öffnen.

Das Nuki Smart Lock Ultra hat mit 349 Euro seinen Preis. Da ist der Premium-Universalzylinder (sowie drei physische Schlüssel) mit dabei.  Letztgenannter Zylinder kann für alle Smart Locks ab der zweiten Generation verwendet werden und er ist auch separat erhältlich.

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Matter 1.4 vorgestellt: Verbesserungen für Multi-Admin & Thread-Netzwerke sowie neue Gerätetypen

Die Connectivity Standard Alliance (CSA) hat, knapp zwei Jahre nach dem offiziellen Startschuss, die Matter-Version 1.4 für den Interoperabilitäts-Standard vorgestellt. Bislang hält man die Versprechen der halbjährlichen Neuerungen, es ist eher an der Umsetzung auf den Endgeräten so, dass sich dort die Umsetzung des Matter-Standards hinzieht. So ist bei den meisten Matter-Controllern noch nicht mal Matter in Version 1.2 verfügbar. Wir wollen dennoch einen Blick auf die neuen Funktionen und Verbesserungen werfen, welche der Smart-Home-Überstandard in seiner vierten Iteration mitbringt. Matter 1.4 hat einige Verbesserungen bekannter Funktionen sowie neue Gerätetypen inne.

Enhanced Multi-Admin erlaubt Synchronisierungen über Ökosysteme hinweg

Wir hatten euch die Umsetzung des bisherigen Multi-Admin-Features in Matter bereits gezeigt. Jenes erlaubt es euch, (Matter-) Gerätschaften in mehreren Ökosystemen zu nutzen. So kann man parallel zu Apple Home beispielsweise im Haushalt auch Alexa, Google Home, Home Assistant oder Samsung SmartThings  – oder gar alle gleichzeitig – einsetzen. Nachdem das Smart-Home-Gerät in einem Ökosystem angelernt ist, kann es über den Kopplungsmodus in weitere Ökosysteme hinzugefügt werden.

Flaschenhals hieran ist bisher, dass man das für jedes Gerät separat tun muss und auch neue Gerätschaften erst wieder in die anderen Ökosysteme bringen muss. Die verbesserte Multi-Admin-Funktionalität erlaubt es schlicht mehrere Smart-Home-Systeme zu verbinden und die Nutzung mehrerer Systeme zu vereinfachen. So erlaubt die Implementierung von Matter 1.4, dass bestehende und neue Geräte automatisch in mehreren Ökosystemen landen. Details hierzu können wir hoffentlich bald vermelden.

Matter unterstützt jetzt Home Router und Access Points

Ein Problem von Matter ist derzeit die Nutzung eines gemeinsamen Thread-Netzwerks. Für den Betrieb eines Thread-Netzwerkes sind sogenannte Border Router notwendig, welche die Thread-Komponenten übers Netzwerk (auf IP-Basis) ansprechbar machen. Ein zertifizierter Thread-Border-Router reicht Thread-Geräte weiter und erlaubt es, dass mit diesen Geräten außerhalb des Thread-Netzwerks kommuniziert wird. Border Router sind beispielsweise die HomePods oder Apple-TV-Geräte, ausgewählte Echo-Smart-Speaker sowie auch Googles Nest Hub der zweiten Generation.

Problem ist es derzeit, dass jeder Border Router ein eigenes Thread-Netzwerk aufspannt, weshalb man herstellerübergreifend nicht von der Mesh-Funktionalität profitiert und diese Netzwerke konkurrieren. Das Problem adressiert man bereits seit längerem im Thread-Standard. Derzeit ist es so, dass verschiedene Hersteller untereinander die entsprechenden Netzwerk-Anmeldedaten („Credentials“) austauschen müssen. Dies funktioniert über eine API auf Android- und iOS-Geräten und läuft derzeit mehr schlecht als recht (nur zwischen kooperierenden Herstellern) und wird auch (mindestens Thread 1.3.0 notwendig) noch nicht von allen Herstellern so genutzt.

Mit Thread 1.4 ist die Möglichkeit eingezogen, dass neue Geräte unabhängig von Marke und Plattform in bestehende Thread-Netzwerke integriert werden können. Es ist übrigens reiner Zufall, dass Matter nun ebenfalls Version 1.4 vorgestellt hat – die Versionierung des Funkstandards Thread und des Kommunikationsprotokolls Matter hängen nicht zusammen.

In Matter 1.4 lassen sich jetzt Home Router und Access Points zertifizieren. Angedacht ist, dass die genannten Gerätschaften neben einem WiFi-Netzwerk auch als Thread-Border-Router dienen und somit ebenfalls ein Thread-Netzwerk aufspannen. Mit diesen beiden Funkstandards hat man (zumindest die in Matter vorgesehenen Funktechnologien, es gibt mit Z-Wave, EnOcean etc. bekanntlich diverse weitere) abgedeckt. Die Router und Access Points sollen zudem über ein sicheres Verzeichnis zum Speichern und Teilen von Thread-Credentials dienen. Über diesen standardisierten Ansatz soll es erleichtert werden, Thread-Hardware einem bestehenden Thread-Netzwerk hinzuzufügen und oben beschriebene Fragmentierung zu vermeiden.

Sprich: Es könnte künftig Access Points geben, die sowohl ein WiFi-Netzwerk, als auch eines für Thread ausstrahlen. Schauen wir mal, ob Thread-Netzwerke langfristig wie WiFi in jedem Zuhause landen werden.

Batterien, Wärmepumpen und Solar: Matter 1.4 baut das Thema Energiemanagement aus

In Matter 1.4 sind zudem diverse Erweiterungen rund um das Thema Energiemanagement vorgesehen. Die Grundsteine hierfür hatte bereits Matter 1.3, mit dem Energiebericht und der Möglichkeiten Verbräuche zu kommunizieren, gelegt. Zudem sind Wallboxen für elektrische Fahrzeuge bereits im Matter-Standard vorgesehen.

Mit Matter 1.4 werden die Möglichkeiten ausgebaut und es werden auch neue Gerätetypen wie Solarzellen, Batterien und Wärmepumpen unterstützt. Man möchte langfristig mit Routinen und Automatisierungen andocken, um Energiekosten und den Strombedarf (sowie auch Wasserbedarf) zu senken.

Die folgenden Gerätetypen spielen hierbei mit Matter 1.4 eine Rolle:

  • Solarenergie (darunter Wechselrichter, Einzel- und Panel-Arrays und hybride Solar-/Batteriesysteme)
  • Batterien (u.a Batteriewände, Speichereinheiten und Batterie-Energiespeicher-Systeme Energiespeichersysteme (BESS) zum Lastenausgleich)
  • Wärmepumpen
  • Warmwasserbereiter

So lassen sich Wärmepumpen mit dem Energiemanagement von Matter kombinieren, um den Verbrauch vorherzusagen und bei Bedarfsspitzen anzupassen. Die Zeiten zum Vorheizen des Hauses könnten so etwa verlagert werden. Zudem kann der „Pufferspeicher“ passend befüllt werden. Auch elektrische Warmwasserbereiter sind in der neuen Matter-Version vorgesehen. So ermöglicht etwa ein Boost-Befehl das schnelle Aufheizen zu Zeiten des besonderen Bedarfs. Auch Heizmuster sollen sich durch einfaches ein- und ausschalten bei veränderten Routineabläufen einfacher anpassen lassen.

Verbesserungen beim Heizen gibt es für die Nutzung von Thermostaten. Hier gibt es die Möglichkeit Cluster für Zeitplanung und Modi wie Urlaub, Heim/Abwesenheit durch Bewegungen oder auch andere Geräte sowie auf Basis von Ereignissen auszulösen.

Das Zusammenspiel mit einem elektrischen Fahrzeug wird ebenfalls durch die Einführung von benutzerdefinierten Ladepräferenzen ausgebaut. So kann man angeben, wann ein Auto aufgeladen werden soll und zwischen optimalen Zeiten für Komfort bzw. Kosten wählen.

Das Energiemanagement erlaubt es dank Matter 1.4 auch Geräten, die Startzeiten anhand von Vorhersagen des Energieverbrauchs und Anforderungen anhand das Energiemanagement zu legen. Hierdurch soll der Verbrauch besser optimiert werden. Das Management lässt sich gerätespezifisch, lokal, aber auch netzweit optimieren.

Matter 1.4 bringt zudem zwei weitere Gerätetypen neu mit. Diese sind speziell für (fest verdrahtete) Unterputzlösungen gedacht. Diese Geräte wurden bisher als Leuchten modelliert, das schränkt aber die Flexibilität und Automatisierungsmöglichkeiten ein.

Matter 1.4 führt zwei neue Gerätetypen ein, die speziell für fest installierte Smart Home


Geräte, die verdrahtete Geräte mit Strom versorgen, wie z. B. Unterputzschalter zur Steuerung von


Lichter, Ventilatoren und andere nicht intelligente Geräte. Bisher wurden diese Geräte typischerweise als Leuchten modelliert, was die Flexibilität der Benutzeroberfläche oder der Automatisierung einschränken konnte. Hier unterscheidet man jetzt einfache Relais (An/Aus) sowie Dimmschalter.

Erweitert werden bestehende Sensorcluster um Erfassungsfunktionen wie Radar, Vision und Umgebungserkennung. In dem Zuge ziehen Einstellungsmöglichkeiten für Empfindlichkeitseinstellungen für eine verbesserte Abstimmung ein. Dies sei Grundlage für die Realisierung einer künftigen Personenerkennung und Aktivitätsklassifizierung.

Verbesserungen gibt es zudem für batteriebetriebene Geräte. Die sollen durch ein neues Protokoll (Long Idle Time (LIT)) mit geringerem Stromverbrauch auskommen. Zudem sei ein neues Check-In-Protokoll mit zuverlässigerer Kommunikation und geringerem Stromverbrauch vorgesehen.

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