MusicCast WX-010: günstige Multiroom-Box im Test

Yamahas Multiroom-System heißt MusicCast und umfasst ein recht großes Sortiment an Geräten. Den kleinsten Speaker mit der Bezeichnung WX-010 haben wir in den letzten Tagen ausgiebig getestet und verraten Euch im Artikel und im Video, ob uns der Lautsprecher und das Multiroom-System des Herstellers überzeugt.



Der kleine, 160 × 130 × 120 Millimeter messende WX-010 steckt in einem vergleichsweise wertig wirkenden Kunststoffgehäuse mit Stoffbezug um die Front und die Seiten. Auf der Oberseite gibt es berührungsempfindliche Buttons zum Einschalten, um die Lautstärke einzustellen und um die Wiedergabe zu stoppen und fortzusetzen. Das Gewicht des Speakers beträgt 1,7 Kilogramm.

Hinten gibt es neben einem Gewinde zur Befestigung an Ständern und Halterungen noch eine Aussparung, um den Lautsprecher direkt an Schrauben aufzuhängen. Der Anschluss für das Netzteil versteckt sich in einem Schacht weit unten, wo es noch einen Ethernetanschluss und einen microUSB-Port gibt. Der ist allerdings nicht zum Anschließen von Festplatten, sondern ausschließlich zu Service-Zwecken gedacht.

Wie bei den meisten Multiroom-Systemen verbinden sich Yamahas MusicCast-Devices mit dem heimischen Netzwerk, beziehen dann Musik auch über das Internet und kommunizieren übers Netzwerk miteinander. Die Steuerung der Speaker in verschiedenen Räumen erfolgt getrennt oder zu Gruppen zusammengefasst. An Technik steckt in der kompakten Box ein Zwei-Wege-Lautsprechersystem mit 2,5-Zentimeter-Hochtöner, 9-Zentimeter-Tieftöner und zwei Passivmembranen links und rechts. Die maximale Ausgangsleistung beträgt 25 Watt.

Direkt übers Internet unterstützt Yamahas MusicCast-System den Abruf von Musik über Spotify (wie üblich nur mit dem Premium-Dienst Spotify Connect), Napster, Juke, Qobuz, Tidal, Deezer und Net Radio. Neben diesen Streaming-Diensten gelangt Musik auch per Bluetooth, AirPlay, vom Handy und über im Netzwerk befindliche Speicher auf den WX-010. Im Vergleich zum kürzlich von uns getesteten Samsung-Multiroom-System (Samsung R1 Testbericht) klappt das Streamen per Bluetooth auch mit mehreren, zu Gruppen zusammengefassten Speakern.

Die MusicCast-Controller-App für Android und iOS bringt die gewünschten Lautsprecher ins WLAN und dient zur Bedienung und Konfiguration des Systems. Die Einrichtung des WX-010 mit entsprechendem Setup war schnell erledigt, auch das Hinzufügen der Soundbar-Komponente YAS-306 und des flachen Lautsprechers Restio ISX-80 lief reibungslos.

Die grundlegende Bedienung, was Auswahl der Musik, das Zuweisen von Gruppen und das Regeln der Lautstärke einzelner Geräte angeht, funktioniert innerhalb der App ebenfalls prima. Für die einzelnen Geräte gibt es dort jeweils noch einen 3-Band-Equalizer. In unserem üblichen Testsetup mit 50-MBit-Leitung und Fritzbox 7360 lief das System mit den drei schon erwähnten Komponenten ohne Streaming-Störungen oder anderweitige Probleme.

Obwohl der WX-010 um einiges günstiger ist als von der Größe her vergleichbare Boxen manch anderer Hersteller – wie beispielsweise der
Play:1 von Sonos, der
SoundTouch 10 von Boseoder der
One S von Raumfeld– hat uns der Klang im Test nicht schlechter gefallen. Der kleine Speaker bringt ordentlich Bass und zeigt sich in den oberen Frequenzbändern klar und detailfreudig. Gibt man in Sachen Lautstärke mal richtig Gas, klingt er aber nicht mehr ganz so stramm wie die erwähnten Konkurrenten und lässt etwas nach.

Den Yamaha WX-010 gibt es in Schwarz und in Weiß.

Der Yamaha WX-010 hat uns im Test gut gefallen. Er klingt ebenso gut wie die etwas hochpreisigeren Konkurrenten von Sonos, Bose und Teufel, ist aber billiger. Nur bei sehr hohen Lautstärken kann er dann nicht mehr ganz mithalten. Die unterstützten Streaming-Dienste sind zwar überschaubar, Bluetooth inklusive Multiroom-Unterstützung macht diesen Kritikpunkt allerdings wieder etwas wett. So ist es über den Umweg übers Smartphone auch möglich, Google Play Music und Amazon Music im Yamaha-Multiroom-System zu lauschen. Und das Anzapfen von Netzwerkspeichern und Medienservern inklusive Plex bietet entsprechend noch mehr Möglichkeiten, seine Musiksammlung auf den Lautsprecher zu bekommen.

Raumfeld One S im Test

Raumfeld One M im Test

Sonos Play:1 im Test

Sonos Play:3 im Test

Philips BM6 im Test

Philips BM50 im Test

Bose SoundTouch 10 im Test

Bose SoundTouch 20 im Test

JBL Playlist im Test

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Test: Skagen Hagen Connected – stylische Hybrid-Smartwatch

Wer die Nase voll davon hat, seine Smartwatch täglich aufladen zu müssen, findet in den Hybrid-Uhren der Fossil Group eine interessante Alternative. Wir hatten die letzten Tage die Gelegenheit die
Skagen Hagen Connectedauszuprobieren und zu testen.

Das optische Erscheinungsbild gefällt uns ausgesprochen gut. Neben der
Fossil Q Grantund der
Emporio Armani Connectedwirkt die Hagen Connected von Skagen sehr modern: Klare Linien und schnörkelloses Design. Farben und Beschriftung des Zifferblattes sind dezent und passen gut zum silbernen Edelstahlgehäuse. Auch die Schließe und das braune Lederarmband unseres Modells integrieren sich perfekt in das Erscheinungsbild.

Trotz modernem Äußeren: Ein Bildschirm, Pulssensor oder USB-Anschluss sind nicht vorhanden. Einzig das Fehlen einer Krone deutet auf das smarte Innenleben der Uhr hin. Die Hagen Connected sieht ansonsten wie eine klassische analoge Armbanduhr aus.

Das Gehäuse hat einen Durchmesser von 42 Millimetern und eine Höhe von 11 Millimetern. Das Armband hat einen praktischen Schnellverschluss – der Austausch des Bandes gelingt unkompliziert ohne zusätzliches Werkzeug.

Die Hagen Connected ist wasserdicht; allerdings nur nach
ATM3. Händewaschen übersteht die Uhr ohne Probleme; Für den Pool oder gar einen Tauchgang ist die Connected aber nicht geeignet.

Der Funktionsumfang der Hybrid-Uhren kann zwar nicht mit dem einer reinrassigen Smartwatch, wie der
Huawei Watch 2 (Testbericht)mithalten, der Mehrwert gegenüber einer analogen Uhr ist aber beträchtlich. Schrittzähler, Schlaftracker, Wecker, Benachrichtigungsfunktion, Musiksteuerung und Kamera-Fernauslöser für das gekoppelte Smartphone sind nur ein Teil der Möglichkeiten. Die Uhr kann auch den Fortschritt des Fitnessziel oder eine zweite Zeitzone darstellen.

Durch das Weglassen eines energiehungrigen Monitors, sind die Anzeigen ist auf ein Minimum reduziert und funktionieren anhand der analogen Zeiger, des Vibrations-Alarms und der kleinen Zusatzanzeige. Die Umsetzung ist gelungen – man hat sich schnell daran gewöhnt.

Durch den niedrigen Energieverbrauch gegenüber einer Display-Uhr, muss die Connected nicht jeden Tag ans Ladegerät. Die eingebaute Knopfzelle (CR2430) hält laut Herstellerinformation etwa sechs Monate. Der Batterietausch wird vom Nutzer selbst durchgeführt; Die Kosten für eine neue Knopfzelle betragen rund sechs Euro.

Was uns auch bei der Skagen stört, ist das fehlende Feedback für den Ziel-Erreichen-Taster. Ob man gedrückt hat, oder auch nicht, sieht man erst innerhalb der App. Eine Rückmeldung beispielsweise durch Vibration fehlt.

Wie bei den anderen Hybrid-Uhren der Fossil Group, braucht man zur Bedienung eine kostenlose App für
Androidoder
iOS. Die Skagen-App setzt leider ebenfalls eine Zwangsregistrierung voraus. Das finden wir extrem Schade: Eine optionale Registrierung hätte unserer Meinung nach gereicht.

Um eine vernünftige Auswertung der Fitnessdaten vornehmen zu können, müssen wir zu Beginn unser Alter, Geschlecht, Körpergröße und ein persönliches Schritt-Ziel eingeben. Das Koppeln von Uhr und Smartphone bei aktiviertem Bluetooth funktioniert unkompliziert. Direkt nach dem Verbinden synchronisieren sich die Uhrzeit und das Datum, sowie die alle persönlichen Einstellungen. Außerdem können wir direkt eine aktuelle Firmware auf die Uhr laden. Auch das klappt schnell und unproblematisch.

Abgesehen von der optischen Umsetzung sind sich die Apps der bisher getesteten Hybrid-Uhren sehr ähnlich. Auf dem Hauptbildschirm finden sich die drei Reiter
Schlaf,
Aktivitätund
Ziele. Per Fingerzeig wechselt man zwischen Tages-, Wochen- und Monatsübersicht. Wer möchte, stellt die gesammelten Informationen auch anderen Fitness-Apps zur Verfügung.

Die restlichen Funktionen wie Benachrichtigungen, Alarm, zweite Zeitzone oder Steuerbefehle für das Smartphone finden wir im Menü. Die drei Taster lassen sich, wie bei der Q-Grant völlig frei belegen. So wechseln wir beispielsweise per Druck auf den mittleren Knopf zwischen zweiter Zeitzone, Datum und Weck-Zeit.

Die Weckfunktion ist angenehm umgesetzt. Statt eines schrillen Handy-Klingelns lassen wir uns durch ein dezentes Vibrieren am Handgelenk alarmieren. Die Aktivierung und Weckzeit stellen wir in der App ein. Für Tiefschläfer ist diese Art Alarm zwar nicht wirklich geeignet; Für Erinnerungen am Tag ist der Vibrationsalarm aber ideal.

Die Benachrichtigungen funktionieren auch bei der Hagen Connected für sechs vorher definierte Kontakte. In der Praxis haben wir die Funktion aber nur kurz angetestet: Zum einen schaut man automatisch auf das Smartphone, sobald man eine Nachricht bekommt, zum anderen geht das häufige Vibrieren zu Lasten der Batterielaufzeit.

Die Musiksteuerung, Smartphone-Suche und der Fernauslöser für die Kamera sind super praktisch und werden deshalb auch intensiv von uns benutzt.

Skagen Hagen Connected ist in verschiedenen Gehäusefarben und Armbändern erhältlich.

Die Hybrid-Smartwatches gefallen uns aufgrund Ihres Mehrwerts gegenüber einer analogen Uhr wirklich gut. Der Hauptunterschied zwischen den bisher getesteten Modellen ist in erster Linie das Design. Und das gefällt uns bei der Skagen besonders gut – allerdings ist das natürlich Geschmackssache. Aber auch die Umsetzung der App ist Skagen wirklich gut gelungen. Vor allem die Tatsache, dass alle Funktionen und alle Taster frei belegbar sind, ist ein echter Pluspunkt gegenüber dem Modell von Armani. Auch der Preis von unter 200 Euro ist für eine so hochwertig gefertigte Uhr absolut fair.

Für diejenigen, die mehr als nur eine analoge Uhr, aber keinen Mini-Computer am Handgelenk wollen, ist die Hybrid-Smartwatch eine gute Lösung. Auch wer sonst ein Fitness-Armband ohne eigenen Puls-Sensor nutzt, findet mit der Skagen Hagen Connected eine sehr schicke Alternative für den Alltag.

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Umidigi C Note: 120-Euro-Smartphone im Test

Schon für knapp 120 Euro bekommt man das Android-Smartphone Umidigi C Note in den einschlägigen China-Shops. Ein Handy mit aktueller Software, fettem Akku, Fingerabdruckscanner, Quadcore-Prozessor, Full-HD-Display und 13-Megapixel-Kamera. Der Hersteller vertreibt das Gerät auch über Amazon direkt in Deutschland, allerdings kostet es dann knapp 150 Euro
– das ist gemessen an der Ausstattung aber immer noch ein guter Preis. Was auf dem Papier sehr gut klingt, muss sich in der Praxis allerdings erst einmal beweisen.

China-Handys überraschen heutzutage nicht mehr mit guter Verarbeitung und wertigen Materialien, das ist mittlerweile auch bei sehr günstigen Geräten schon fast üblich. Auch das C Note kommt optisch und haptisch nicht wie ein Billig-Handy daher, im Gegenteil. Am Unibody-Gehäuse konnten wir keine Verarbeitungsmängel feststellen, Qualität und Haptik stimmen. Ein klein wenig negativ fielen nur die Hardware-Tasten auf der rechten Seite auf: der Power Button und die Lautstärkewippe. Diese besitzen zwar einen guten Druckpunkt, sitzen aber etwas wackelig in ihren Ausfräsungen. Oberhalb des Displays sind Frontcam und Benachrichtigungs-LED untergebracht, auf der Rückseite links oben die Hauptkamera nebst Blitz. Am oberen Rand findet sich dann noch ein Kopfhörer-Eingang und unten ein herkömmlicher Micro-USB-Port. Die Abmessungen des 172 Gramm schweren C Note betragen 155 x 76 x 8,3 Millimeter.

Unterhalb des Displays befindet sich der Home-Button, der gleichzeitig der Fingerabdruckscanner ist. Links und rechts davon sitzen, leider ohne Beleuchtung und ohne aufgedruckte Symbole, die berührungsempfindliche Android-Bedientasten. Hier handelt es sich aber um die alte Belegung “Zurück” und “Menü” statt “Zurück” und “Zuletzt genutzte Anwendungen”, wie mittlerweile üblich. Die zuletzt genutzten Anwendungen werden hingegen durch gedrückt halten des Home-Buttons aufgerufen. Warum immer noch Hersteller aus China die alte Belegung nutzen, ist uns ein Rätsel. Die Menü-Taste hat in vielen Anwendungen keinerlei Funktion mehr und ist somit die meiste Zeit nutzlos. Wenigstens lassen sich die Soft-Touch-Tasten unterhalb des Displays in den Einstellungen des Smartphones mit On-Screen-Buttons in der aktuellen Anordnung “Zurück”, “Home” und “Zuletzt genutzte Anwendungen” austauschen.

Noch vor wenigen Jahren war eine Ausstattung wie beim C Note zu einem Preis von um die 120 Euro undenkbar. Das Handy hat einen Quadcore-Prozessor von Mediatek nebst 3 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte internem Speicher. Letzterer ist mit microSD-Karten erweiterbar. Der Akku des Gerätes hat eine Kapazität von 3800 mAh.

Im mobilen Internet unterstützt das C Note LTE inklusive des für China-Handys nicht selbstverständlichen Band 20. Das Handy kann zwei SIM-Karten aufnehmen, die parallel nutzbar sind. Nur eine davon funkt im LTE-Netz. Alternativ nimmt der zweite SIM-Kartenslot eine microSD-Karte zur Speichererweiterung auf. Zu den weiteren Spezifikationen gehören Bluetooth 4.1, WLAN nach 802.11 a, b, g und n, GPS und ein Fingerabdruckscanner auf der Front unterhalb des Displays.

Das 5,5 Zoll große Display vom Hersteller Sharp löst Full-HD auf. Die Auflösung von 1920 × 1080 Pixel sorgt für eine scharfe Darstellung. In Sachen Farbwiedergabe und Helligkeit macht das Display ebenfalls einen guten Job und gefällt uns gut. Die Blickwinkelstabilität ist allerdings nicht so dolle.

Was erwartet man von der Kamera eines 120-Euro-Handy? Richtig, nicht viel. Diesbezüglich wird man Umidigi C Note positiv überrascht, zumindest von der 13 Megapixel auflösenden Hauptkamera mit Autofokus. Bei guten Lichtverhältnissen kann man sehr ansehnliche Ergebnisse mit einer Qualität erzielen, die man von einem so günstigen Gerät nicht erwartet. Etwas anders sieht es bei schlechtem Wetter und unter Low-Light-Bedingungen aus, allerdings lassen sich selbst bei solchen Lichtverhältnissen zumindest einigermaßen brauchbare Ergebnisse erzielen, wenn man mit den zur Verfügung stehenden Optionen im Professional-Camera-Modus etwas herumspielt.

Auch die maximal in Full-HD aufgenommenen Videos des C Note sind gar nicht mal so übel. Die 5-Megapixel-Frontcam hingegen kann keine besonders ansehnlichen Selfies produzieren, da nützt auch der mittlerweile auf vielen Smartphones zum Standard gewordene Verschönerungsmodus nichts mehr.

Mit seinem auf maximal 1,5 GHz getakteten Quad-Core-Prozessor und 3 GByte Arbeitsspeicher bietet das C Note eine gute Leistung. Das System läuft meist flüssig, allerdings gönnt es sich ab und an Denkpausen – dann muss der Nutzer zwei, drei Sekunden warten, bis die aktuelle Anwendung wieder reagiert. Aktuelle, grafisch anspruchsvollere Spiele wie beispielsweise Modern Combat 5 braucht man auf dem Smartphone erst gar nicht installieren, diese sind meist mit geringer Framerate kaum spielbar.

Mit dem 3800-mAh-Akku hält das C Note lange durch. Gelegenheitsnutzer müssen das Handy im Idealfall nur alle drei, vier Tage wieder aufladen, da der Verbrauch im Standby-Betrieb sehr gering ist. Wer das Telefon häufig in den Fingern hat, kann zumindest einen Tag mit einer Akkuladung bestreiten. Der Fingerabdruckscanner ist zwar nicht der schnellste seiner Art, arbeitet aber präzise – es kommt nur selten vor, dass der Fingerabdruck nicht beim ersten Mal erkannt wird. Bleibt zu hoffen, dass das nicht zulasten der Sicherheit geht – aber wenn es darauf ankommt, sollte man ohnehin besser ein Passwort wählen.

Auf dem C Note läuft Android 7 ohne größere Anpassungen von Herstellerseite. In den Systemeinstellungen finden sich nur einige speziell auf das Handy zugeschnittene Funktionen. Es gibt Einstellungsmöglichkeiten die Farbtemperatur und die Benachrichtigungs-LED betreffend und eine Option, um das Gerät mit einem "Double Tap" aus dem Standby zu holen. Wie es mit zukünftigen Updates auf neuere Android-Versionen aussieht, ist schwer zu sagen. Im dreiwöchigen Testzeitraum bekam das C Note zwei System-Updates vom Hersteller, das ist diesbezüglich zumindest ein gutes Zeichen.

Das Umidigi C Note gibt es in einer grauen und einer goldenen Ausführung.

Das UMIDIGI C Note ist ein solides Smartphone mit purem Android, brauchbarer Kamera, ordentlicher Performance, ansehnlichem Display, dickem Akku und gut funktionierendem Fingerabdruckscanner zu einem kleinen Preis. Zum Zocken, zumindest von grafisch aufwendigeren Spielen taugt das Gerät nur bedingt und auch Selfie-Fans kommen mit dem C Note nicht auf Ihre Kosten.

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Marktübersicht: Smartphone-Gimbals im Vergleich

Seit 2015 ist das Interesse um Smartphone-Gimbals um ein Siebenfaches gestiegen. Wie sieht der Markt aus und welches System ist gut? TechStage hat das SPG von Feiyu Tech, Smooth Q von Zhiyun Tech sowie der Osmo Mobile von DJI Innovations getestet. In dieser Marktübersicht gibt es einen Einblick in die Welt der Gimbals.

Wer viel Videos mit seinem Smartphone aufzeichnet, weiß die Bild- und Tonqualität dieser Geräte zu schätzen. Heute vor zehn Jahren war das anders. Die Multimedia-Ausstattung eines Handys war nicht besonders gut: dumpfe Mikrofone, niedrige Videoauflösungen und Bildraten, die man so nur von einem animierten Stapel Papier in Form eines Daumenkinos kennt. Außerdem gab’s einen winzigen Speicher für die digitalen Inhalte – gemessen wurde in MByte, nicht wie heute im GByte-Bereich. Im Jahr 2017 haben wir uns an hochauflösende Formate wie 4K UHD oder 1080p mit 120 Bildern pro Sekunde gewöhnt. Flaggschiff-Smartphones wie das
HTC U11sind teilweise mit bis zu vier Mikrofonen ausgerüstet und können den Ton sogar aus einer bestimmten Richtung aufnehmen und den Rest ignorieren. Videos aufnehmen mit dem Smartphone ist also etwas ganz Selbstverständliches für uns. Bei einer
aktuellen Erhebung von Bitkom Researchgaben 90 Prozent aller Befragten an, dass sie die Funktion Foto- und Videokamera nutzen würden. Wie kann man nun die Videofunktion des Smartphones auf ein ganz neues Level heben? Zwischen einigen professionellen Aufnahme-Apps, Linsen zum Aufsetzen und den Selfiesticks gibt es die Gimbals. Sie versprechen stabile und komplett wackelfreie Videos.

Den Start machen wir mit dem Osmo Mobile von DJI Innovations. Der Hersteller, der gewöhnlich für seine Hexa- und Quadrocopter der Phantom- sowie Inspire-Reihe bekannt ist, bietet seine
kardanische Aufhängungseit Oktober 2016 an. Der Osmo Mobile ist ausgezeichnet verarbeitet und bietet eine umfangreiche Applikation an. Die App ist nicht komplett frei von Fehlern, bei Feiyu Tech und Zhiyun Tech gibt es ähnliche Probleme und sogar noch mehr.

Wirklich gefallen hat uns bei dem Osmo Mobile die Funktion des Gesichts- und Objekttrackings. In dem Bildsucher der Kamera kann ein Gegenstand oder ein Mensch mit einem halbdurchsichtigen Rechteck markiert werden. Anschließend werden Bewegungen automatisch von dem System nachgezogen. Im Mittelpunkt der Aufnahme steht immer das markierte Objekt. Das ist ideal für beispielsweise Food-Blogger, die selbst vor dem Herd stehen und sich ständig hin und her bewegen müssen. Am Ende wird es niemand glauben, dass es eigentlich ein One-Man-Show gewesen ist.

Wer sein Gimbal mit Smartphone an einem Stativ befestigen möchte, der wird bei diesem Vorgehen große Schwierigkeiten erleben. DJI hat den Gewinde-Anschluss an einer unglücklichen Position an der Seite angebracht, sodass eine vertikale Ausrichtung ohne zusätzliches Originalzubehör kaum möglich ist. Dabei kann der Osmo Mobile wunderbare Zeitrafferaufnahmen mit ganz feiner Motorik machen.

Mit einem durchschnittlichen Preis von 300 Euro ist der Osmo Mobile zwar nicht der günstigste Gimbal im Test, dafür aber der fortgeschrittenste. Bei Hitze, Über- oder Unterlastung der Motoren schaltet er sich automatisch ab und reagiert am Ende nachhaltiger, als seine zwei Kollegen. Dafür ist die Betriebszeit mit 4,5 Stunden im Vergleich zu den anderen am geringsten.
Testbericht zu dem DJI Osmo Mobile.

Der günstigste Gimbal in dieser Runde ist der Smooth Q von dem Spezialisten Zhiyun Tech. Während die Kernfunktion, das Stabilisieren von Videos, im Test exzellent funktioniert hat, sind andere Extras eher ausreichend bis mangelhaft. Das Tracken von Objekten ist zwar dabei, funktioniert aber in der Praxis äußerst träge und mit Verzögerung. „Was für ein langsamer Kameramann“, könnte man hier im Vergleich zu der Osmo Mobile meinen.

Wem die Verarbeitung und die Materialien wichtig sind, sollte einen Bogen um den erschwinglichen Smooth Q machen. Das Gehäuse ist durchweg aus Kunststoff gemacht und fühlt gar nicht wertig an. Die Gimbals von Feiyu Tech sowie DJI sind aus mattem Metall. Die Kontaktflächen wurden mit einer gummiartigen Schicht überzogen; das sorgt für einen festen Halt.

Im Smooth Q sitzt ein festeingebauter Akku, bei den anderen zwei lässt sich dieser in wenigen Sekunden austauschen. In der Testphase hat der Zhiyun-Gimbal eine Nutzungszeit von knapp sechs Stunden geschafft. Zeitgleiches Laden über eine Powerbank hat ebenso gut funktioniert, wie das Aufladen eines Smartphones über den integrierten Anschluss USB Type A.

Der Smooth Q wird in einer stark gepolsterten Tasche geliefert. Damit ist das Transportieren sicher und die sensible Technik bleibt gut aufbewahrt. Neben der Farbe Gold, gibt es den Smooth Q auch in Pink, Silber oder Schwarz.
Testbericht zu dem Zhiyun Smooth Q.

Von allen Gimbal-Systemen ist die Applikation von Feiyu Tech am schlechtesten umgesetzt. Was die Installation betrifft, so ist die App zwar mit vielen Smartphones kompatibel, doch sie stützt oft ab. Das ist ein großes Problem, wenn man das SPG im produktiven Einsatz hat. Bei diesem Gimbal hat uns ebenfalls die edle Aufmachung gefallen: handlich, leicht und klasse von der Beschaffenheit.

Eine weitere Herausforderung mit dem SPG sind große Smartphones. Ein iPhone 7s Plus von Apple bringt den Gimbal an seine Grenzen: Nach dem Anbringen, kratzt die Aufhängung an den anderen Teilen. Warum? Weil das eingesetzte Smartphone zu breit ist. Auch aufgefallen ist uns die schwache Leistung der drei Motoren. Während der Osmo Mobile und der Smooth Q jegliches von uns getestete Smartphone stabil und waagerecht halten konnten, gab es beim SPG eine leichte Schräglage. Selbst nach ganz feiner Balance-Einstellung, die bei allen drei Gimbals durchgeführt werden muss, kippte das iPhone entweder nach links oder rechts.

Genau wie beim Osmo Mobile und dem Smooth Q gibt es am Griff einige Tasten zur manuellen Steuerung des Gimbals. So kann die Aufhängung bei den drei Punkten in alle vier Himmelsrichtung gedreht werden. Spezielle Tasten blockieren einige Achsen oder wechseln zwischen den unterschiedlichen Modi. Ein mehrfaches Drücken der Funktionstaste aktiviert die zu dem Anwender gerichtete Kamera.

Der SPG hat ebenfalls sechs Stunden geschafft. Die Akkus sind im Vergleich zu der so genannten „DJI Intelligent Battery“ günstiger. Sie kosten in herkömmlichen Onlineshops etwas um die zwei bis drei US-Dollar. DJI liegt bei durchschnittlich 30 Euro.
Testbericht zum Feiyu Tech SPG.

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Was ist das beste Smartphone derzeit?

„Hey, was ist das beste Smartphone derzeit?“ Eine Frage, die nicht nur wir sehr häufig gestellt bekommen. Einige unter Euch, die sich ebenfalls mit Technik und vor allem enthusiastisch mit Smartphones beschäftigen, kennen die Situation: Bekannte, Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen stehen kurz vor dem Kauf eines neuen Gerätes und holen sich die Meinung bei Euch ein.

Wie antwortet man nun auf eine Frage wie diese? Gegenfrage: Gibt es das beste Smartphone überhaupt? Was für den einen perfekt funktioniert, muss schon lange nicht eine Allzweckwaffe für alle sein. Unterschiede gibt es beim Preis oder dem Betriebssystem. Manch einer kommt mit einem 250-Euro-Smartphone klar und ist für die nächsten zwei Jahre glücklich. Andere wiederum schwören auf das Ökosystem von Apple und greifen zum iPhone für 1000 Euro. Eine generalisierte Empfehlung ist also nicht einfach. Dann gibt es doch dieses eine Smartphone, womit sich 80 Prozent aller Nutzer zufrieden geben.

Was muss „das beste Smartphone“ besitzen? Fangen wir mit der Hardware an. Sie muss aktuell sein. Aber nicht unbedingt das Beste vom Besten. Oder ist es Euch wichtig, dass der Prozessor ein Snapdragon 835 ist, statt ein Snapdragon 821? Nicht wirklich, oder? Genau so wichtig, wenn nicht sogar wichtiger ist die Kamera im Smartphone. Hinzu kommen essentielle Dinge: wie gut ist die Verarbeitung, welche Materialien wurden eingesetzt oder was kann es noch?

Stand heute kommen für uns zwei Smartphones in die engere Wahl: das
Galaxy S8 sowie dessen großer Bruder, das Galaxy S8+und das
G6 von LG (Testbericht). Ohne den Blick auf morgen zu riskieren, ist LGs Android-Telefon derzeit das beste für uns, was es auf den Markt gibt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. LG Electronics’ innovativer Designansatz, den Samsung sichtlich auch inne hat und intensiver umsetzt, gefällt uns. Seit Jahren sieht ein neues Smartphone „mal anders aus“, als nur rechteckig mit einem dicken Rahmen und einigen Knöpfen auf der Vorderseite. Eine Veränderung wie diese mag nicht jeder, trotzdem musste dieser gewagte Schritt sein. Neu ist das alles aber nicht. Seitdem G2 aus dem Jahr 2013 und noch früher gibt es diesen Trend von mehr Display, weniger Rahmen.

Um es klar zu kommunizieren: das Design ist aber nicht alles. Auch die Kamera und das Display sind uns wichtig. LG ist der einzige Hersteller, der EIN Smartphone verkauft. Aber ZWEI Kameras. Alle anderen Dual-Kamera-Systeme haben nur eine komplementäre Funktion, wohingegen LG zwei unterschiedliche Szenarien abdeckt: Schwachlicht- und Weitwinkelfotografie. Na gut, nicht jeder braucht eine zweite Kamera. Eine ordentlicher Bildsensor mit 12 Megapixel, OIS und großer Blende tun es auch. Recht habt Ihr. Aber schon einmal die Option Weitwinkel ausprobiert? Wenn man gerne fotografiert, vor allem mit dem Handy, dann ist LGs Dual-Kamera ein echter Mehrwert.

Wenn Samsung doch LG in Sachen Design ähnlich ist oder umgekehrt, warum dann LG? Immerhin bringen sie eine kastrierte Variante mit einem älteren Prozessor nach Deutschland. In Asien und USA bekommen die G6-Nutzer die drahtlose Ladefunktion, mehr Speicher und einen besseren Umsetzer für analoge und digitale Signale. Trotzdem loben wir das
LG G6hoch in den Himmel? Wir müssen wahnsinnig sein. Grundsätzlich gilt: Wenn Ihr auf Wireless Charging angewiesen seid, dann greift zum Galaxy S8. Für uns ist LG in Sachen Nachhaltigkeit besser: schnellere Updates und Upgrades sind eine Sache. Die andere: das G6 ist stabiler. Genau wie das
Galaxy S8ist es staub- und wassergeschützt. Darüber hinaus ist es
Mil-STD-810Gzertifiziert; es ist stoß- und sturzsicher. Während das Galaxy S8 dagegen
zerbrechlich ist wie pures Glas. Wer wirklich mit einem Samsung liebäugelt, sollte eher zum Galaxy S7 edge greifen. So viel Unterschied zum aktuellen Modell gibt es nicht, das Design ist lediglich progressiver.

Jetzt empfehlen wir Euch das LG G6 und betiteln es als „bestes Smartphone“. Ein Gerät für 749 Euro, ein Flaggschiff halt. Gibt es denn nichts anderes? Doch! So viel mehr sogar. Ein
iPhone (Testbericht)funktioniert beispielsweise immer, oder eben Oberklassen-Geräte wie das
P10 (Testbericht). Ausführliches dazu gibt es in unserer
Kaufberatung.

Stimmt Ihr uns zu? Ist das etwas unter gegangene LG G6 auch in Euren Augen das beste Smartphone oder seid Ihr einer anderen Meinung? Wir freuen uns bald auf
Sonys Xperia XZ Premiumund
HTCs U 11. Weitere Geräte wie das kommende OnePlus folgen. Dann sieht der Markt wieder anders aus. Zum aktuellen Zeitpunkt gilt: das LG G6 ist das beste Smartphone.

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