Angesichts des Marktanteils von Windows 11 kann Microsoft mit seinen Upgrade-Zahlen nicht zufrieden sein. Der Konzern hat mit seinen hohen Systemanforderungen zahlreiche Computer vom Upgrade ausgeschlossen, allerdings gibt es auch unzählige zufriedene Windows 10-Nutzer mit moderneren Geräten, die das Upgrade schlichtweg nicht wollen.
Windows 10 nähert sich seinem Support-Ende und langsam beginnt Microsoft seine Nutzer an das Upgrade zu erinnern. Der Konzern zeigt dabei auf kompatiblen Geräten eine Vollbild-Meldung an, welche ein kostenloses Upgrade auf Windows 11 bewirbt. Dabei benutzt Microsoft die suggestive Formulierung, dass das kostenlose Upgrade auf Windows 11 nun entsperrt worden sei. Als sei das ein begrenztes Angebot, das erst jetzt vom Nutzer freigeschaltet wurde.
Die lästigen Vollbild-Popups erscheinen unter Windows 10 immer wieder und erinnern Nutzer daran, die von Microsoft „empfohlenen Browser-Einstellungen“ anzuwenden, den PC mit Office 365 und Smartphone-Link „fertig einzurichten“ oder eben neuerdings, das Upgrade auf Windows 11 durchzuführen. Diese liefert Microsoft immer wieder als Teil von kumulativen Updates aus und sie lassen sich durch den Nutzer praktisch nicht deaktivieren.
Microsoft hat soeben die Windows 11 Build 22621.1776 (KB5026446) für Windows Insider im Release Preview Kanal ausgerollt. Es handelt sich hierbei um das Moment 3 Update für Version 22H2.
Microsofts drittes Feature Update nach dem offiziell einzigem Feature Update im Jahr 2022 (22H2) erscheint für Windows Insider im Release Preview Kanal. Es bringt eine Reihe von kleinen Verbesserungen für das Betriebssystem, die wir im folgenden Changelog für euch zusammengefasst haben.
Windows 11 22H2 Moment 3 Neuerungen
Live Captions bzw. Live-Untertitel sind jetzt auch auf Deutsch offiziell verfügbar. Diese können mit der Tastenkombination Windows STRG L aktiviert werden.
Neues VPN-Icon zeigt Status verbundener VPN-Dienste in der Taskleiste an.
Live Kernel Memory Dump (LDK) ist jetzt direkt im Task Manager verfügbar.
Uhrzeit in der Taskleiste jetzt auch mit Sekundenanzeige. Diese kann in den Einstellungen > Personalisierung > Taskleiste aktiviert werden.
Zugriffstastenkombination werden nun im Kontextmenü des Windows Explorers angezeigt, sodass beim Drücken des Anfangsbuchstaben eines Menüpunks eine Aktion ausgeführt werden kann. Z.B.: E zum Extrahieren.
USB 4-Hubs werden nun als Geräte in den Einstellungen unter Bluetooth & Geräte angezeigt.
Dieses Update ändert die Standardfunktion für die Print Scr bzw. Druck-Taste. Ab sofort wird damit das Snipping Tool geöffnet.
Neue Optionen zum Öffnen der Bildschirmtastatur: Nie, Wenn keine Tastatur angeschlossen ist, und Immer.
Kiosk-Modus unterstützt nun mehr als eine App.
Neue Privatsphäre-Einstellungen für Geräte mit Sensoren für Anwesenheitserkennung finden sich unter Privatsphäre & Sicherheit.
Neue Sprachbefehle zum Bearbeiten und Auswählen von Texten per Sprachsteuerung.
Multitasking-Ansicht enthält nun ein Limit von 20 Tabs, wenn Nutzer die ALT TAB Tastenkombination verwenden.
Der gesamte verfügbare OneDrive-Speicher wird nun korrekt angezeigt, auch dann, wenn Nutzer über mehrere Abonnements verfügen.
Microsoft testet das Moment 3 Update nun mit Windows Insidern im sichersten und langsamsten Release Preview Ring. Es ist dennoch interessant zu sehen, dass Microsoft im Laufe dieses Jahres bereits das dritte Feature Update als „Moment“-Update für Windows 11 Nutzer ausrollt. Ursprünglich hatte es geheißen, es werde mit Windows 11 nur noch ein einziges, großes Feature Update pro Jahr geben. Jetzt dürfen wir uns über regelmäßig neue Funktionen freuen. IT-Admins sind sicher begeistert.
Microsoft hat im Oktober 2017 die Einstellung von Windows 10 Mobile angekündigt. Damals war jedoch längst klar, dass das mobile System des Unternehmens keine neuen Feature-Updates, Smartphones oder andere Verbesserungen erhalten würde, obwohl dies vom Unternehmen lange nicht so kommuniziert wurde. Ähnlich scheint es momentan dem Surface Duo zu ergehen, wo die Entwicklung Berichten zufolge bereits jetzt zurückgefahren wurde.
Ein Enthusiast des Betriebssystems hat nun ein interessantes Konzept als YouTube-Video veröffentlicht, worin er zeigt, was hätte möglich sein können, wäre… usw…
Es ist eine interessante Interpretation des Windows 11-Designs für einen mobilen Formfaktor, wo sich das Startmenü sowie auch die App-Liste an die länglichen, schmalen Displays von Smartphones anpasst. Der Windows Explorer wird ebenfalls neu interpretiert als moderne, mobile App mitsamt. Auch die Einstellungen wurden in dem Konzept angepasst für ein mobiles Interface.
Der Startbildschirm macht allerdings Schluss mit Live-Tiles und vielen Dingen, die Windows Phone und Windows 10 Mobile einst einzigartig gemacht hatten: Stattdessen gibt es ein großteils Icon-basiertes Interface mit Widgets dazwischen und einem Windows 11-Wallpaper dahinter. Es erinnert zweifellos an eine Kopie von iOS, allerdings mit Microsofts sinnloserweise weiß umrahmten App-Icons.
Die Designsprache von Windows 11 hebt das System insbesondere im Vergleich zum Vorgänger auf ein ästhetisch höheres Level, das mit seiner Transparenz und dem vielschichtigen Design durchaus passend wäre für Smartphones. Zweifellos wäre es sogar heute sehr brauchbar, wäre ein solches Interface Teil von Windows 11, denn das System läuft bereits beeindruckend gut auf Microsofts aktuellstem, aber mittlerweile fallengelassenen Flaggschiff-Smartphone, dem Surface Duo.
Wenn aktuelle Gerüchte rund um die Surface Duo-Entwicklung stimmen, habe der Konzern seine Bemühungen im Smartphone-Bereich erneut reduziert. Als Resultat werde es kein Surface Duo 3 geben, zumindest nicht mit dem aktuellen Dual-Display-Formfaktor.
Dass Microsoft seinen Duo-Entwicklern weniger Ressourcen bereitstellt, scheinen auch die jüngsten Verspätungen bei den Android-Sicherheitsupdates zu bestätigen. Das nur 25 Megabyte große Sicherheitsupdate für April für seine Surface Duos hat Microsoft erst jetzt im Mai ausgerollt. Es gibt daneben keine gerätespezifischen Veränderungen, welche die Verspätung erklärt hätten.
In Anbetracht jüngster Gerüchte scheint Microsoft allerdings auch dieses Engagement im Smartphone-Markt langsam zu beenden. Fraglich ist überhaupt noch, ob ein Surface Duo 3 in irgendeiner Form erscheinen wird. Vor wenigen Monaten sah es noch so aus, als würde Microsoft seine Android-Strategie überdenken und ein echtes Foldable planen, um mit Platzhirsch Samsung in diesem Segment zu konkurrieren. In der Zwischenzeit ist auch Google ins Rennen eingestiegen, mit dem gestern vorgestellten Pixel Fold.
Surface Duo mit Windows 11: Kein Ende in Sicht
Während sich Microsoft offenbar immer schwerer tut, seine Surface Duos mit Android Updates zu versorgen, haben andere Entwickler mit dem Windows-Support einen erneuten Meilenstein erreicht. Das neue Treiberpaket für das Surface Duo 1 verbessert die Kompatibilität mit Windows 11, löst zahlreiche Probleme und verbessert insgesamt die Stabilität. Die GPU-Treiber wurden aktualisiert, sodass Display-Flackern nicht mehr auftritt, die Helligkeitsregelung nun vollkommen funktional ist und die Arbeit an anderen Komponenten des Treiberpakets wurde aufgenommen. Sensoren-, Audio- und Kamera-Treiber werden neu programmiert, sodass auch hier in den nächsten Monaten einige Verbesserungen auf Duo-Nutzer mit Windows 11 zukommen könnten.
Es handelt sich hierbei natürlich um ein inoffizielles Projekt, aber die Erfolge bei der Entwicklung sprechen für das Engagement von Gustave Monce und der Surface Duo Community, die sich das Projekt zu Herzen genommen hat. So weit sogar, dass langsam auch Schnittstellen genutzt werden, um Apps für den Foldable-Formfaktor des Surface Duo unter Windows 11 zu optimieren.
Der Windows Defender Antivirus ist die integrierte Sicherheitslösung von Microsoft für Windows. Er bietet einen grundlegenden Schutz vor Malware und anderen Bedrohungen, ohne dass die Nutzer eine zusätzliche Software installieren müssen.
Das unabhängige Testinstitut AV-Test hat 18 Antivirus-Programme für Windows 10 im Januar und Februar 2023 auf ihre Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit geprüft. Die Ergebnisse wurden im Mai 2023 veröffentlicht. Dabei erhielt der Windows Defender die schlechteste Bewertung in der Performance-Kategorie mit nur 5 von 6 Punkten. AV-Test schreibt dazu: „Die höchste Systembelastung im Test erzeugte der Windows Defender Antivirus für Privatanwender. Da die Systembelastung deutlich höher ist als bei den anderen Produkten, verlor Defender einen ganzen Punkt und landete somit bei 5 von 6 Punkten.“ Die konkrete Methodik und Funktionalität, welche AV-Test nutzt und, wie stark der Defender das System dadurch tatsächlich mehr belastet als andere Lösungen, gaben die Tester jedoch nicht bekannt.
Der Microsoft Defender Antivirus erhielt somit 17 von 18 Punkten insgesamt, was immer noch ein sehr gutes Ergebnis ist. Er konnte alle 0-Tage-Malware-Angriffe und alle bekannten Malware-Samples abwehren und zeigte keine Fehlalarme. Allerdings wies er eine höhere Systemauslastung auf als alle anderen 17 getesteten Lösungen, was sich negativ auf die Leistung des Computers auswirken kann.
Zum Vergleich: AhnLab, AVG, ESET, F-Secure, McAfee, Microworld und Norton erhielten jeweils 5.5 von 6 Punkten in der Performance-Kategorie. Sie zeigten eine geringere Systembelastung als der Windows Defender, ohne dabei Abstriche bei der Schutzwirkung oder der Benutzbarkeit zu machen. Die besten Antivirus-Programme im Test waren Bitdefender, Kaspersky und PC Matic, die jeweils die volle Punktzahl von 18 erreichten.
Was bedeutet das für die Nutzer? Im Grunde gar nichts. Microsoft sollte sich allerdings solche Ergebnisse idealerweise zu Herzen nehmen und versuchen, den Ressourcenverbrauch seines eigenen Programms zu reduzieren. Als Sicherheitslösung scheint der Defender nämlich laut AV-Test den anderen Diensten nicht nachzuhinken. Der Windows Defender Antivirus ist eine solide Sicherheitslösung, die einen zuverlässigen Schutz vor Malware bietet. Er ist einfach zu bedienen und kostet nichts extra. Allerdings kann er die Leistung des Computers beeinträchtigen, vor allem bei anspruchsvollen Anwendungen oder Spielen. Wer Wert auf eine hohe Performance legt oder zusätzliche Funktionen wie einen Passwortmanager oder einen VPN-Dienst wünscht, kann sich aber nach einer alternativen Antivirus-Lösung umsehen. Ob diese aufgeblähten Lösungen dann wirklich performanter sind, wage ich zu bezweifeln, aber in gewissen, einzelnen Aufgaben könnten sie durchaus effizienter sein als Microsofts integrierte, kostenlose Lösung.
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