Neue Regeln im Flugzeug: Airlines begrenzen Powerbanks wegen Brandgefahr

neue-regeln-im-flugzeug:-airlines-begrenzen-powerbanks-wegen-brandgefahr

Fliegen mit halbem Elektronik-Zoo im Handgepäck wird ungemütlicher. Auch US-Airlines fahren beim Thema Powerbanks gerade die Regeln hoch, weil die Zahl der Vorfälle mit brennenden Lithium-Akkus steigt. Southwest Airlines macht den Anfang und schränkt ab dem 20. April die Mitnahme von portablen Akkus deutlich ein. Pro Passagier ist nur noch eine Powerbank erlaubt. Die darf nicht ins aufgegebene Gepäck und auch nicht in die Gepäckfächer über den Sitzen, sondern muss griffbereit bleiben. Hintergrund ist, dass das Kabinenpersonal schneller reagieren kann, wenn ein Akku warm wird oder qualmt. Southwest verlangt schon jetzt, dass genutzte Powerbanks sichtbar bleiben, damit der Flugbegleiter nicht erst lange suchen muss.

Interessant: Die neue Grenze liegt sogar unter der Empfehlung der International Civil Aviation Organization, die zwei Powerbanks pro Passagier vorschlägt. Southwest kündigt aber an, den Kram nicht mit harter Linie durchzuziehen. Es soll also keine Akku-Razzia am Gate geben. Stattdessen will die Airline beim Buchen und am Flughafen auf die Regeln hinweisen und erklären, warum das Ganze überhaupt eingeführt wird.

Langfristig will die Airline das Ganze für Passagiere erträglicher machen. Bis Mitte des kommenden Jahres sollen alle Maschinen mit Strom an den Sitzen ausgerüstet werden. Wer dann nur eine Powerbank mitschleppen darf, kann immerhin direkt im Flieger nachladen.

Luftfahrtexperten wie der frühere United-Pilot Steve Arroyo sehen laut AP in der Regelverschärfung einen sinnvollen Schritt. Im Verhältnis zu rund 100.000 Flügen weltweit pro Tag sind Batteriebrände zwar selten, der Ausgang kann im Worst Case aber übel werden. Akku geht hoch, Feuer breitet sich aus, Druckkabine, Rauch, das eskaliert im Zweifel in Minuten.

Spannend wird, ob andere Airlines nachziehen und wie einheitlich das am Ende aussieht. Wer künftig mit mehreren Powerbanks unterwegs ist, sollte sich auf jeden Fall die jeweiligen Regeln vor dem Flug anschauen, sonst bleibt ein Teil der Akkus am Boden.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies