In einer bemerkenswerten Kehrtwende hat Apple seine AppStore-Richtlinien geändert und ermöglicht nun offiziell das Angebot von Cloud-Gaming-Apps wie Microsofts Xbox Cloud Gaming und Nvidia GeForce Now im AppStore. Die Änderung erfolgte im Zuge der Anpassungen von Apple an die neuen Bedingungen des Digital Markets Act (DMA) in der EU, betrifft allerdings erfreulicherweise nicht nur Nutzer aus der EU.
Bislang waren Spiele-Streaming-Apps im AppStore nicht gestattet. Apple argumentierte, dass man dadurch nicht kontrollieren könne, ob die im Angebot enthaltenen, gestreamten Apps und Spiele mit den Richtlinien des AppStores konform sind. Daher mussten Kunden dieser Dienste auf ihren iPhones und iPads bislang einen Webbrowser benutzen, um auf diese Dienste zugreifen zu können. Entwickler können jetzt eine einzige App einreichen, die es Nutzern ermöglicht, alle in ihrem Katalog angebotenen Spiele zu streamen. Um die Kategorie der Game-Streaming-Apps zu unterstützen, wird Apple zudem das Auffinden von Streaming-Spielen und anderen Mini-Apps im AppStore verbessern.
Apples DMA-Anpassungen umfassen mehr als 600 neue APIs, erweiterte App-Analysen, Unterstützung für alternative Browser-Engines, alternative Zahlungsweisen in Apps sowie neue Optionen zur Bereitstellung von Apps über Drittanbieter-AppStores. Gleichzeitig hat Apple neue Einschränkungen diesbezüglich präsentiert, darunter eine Plattformgebühr von 50 Cent und einen verpflichtenden, bestätigten Mindest-Kontostand von über einer Million Euro für alle Drittanbieter-AppStores, damit diese Gebühren auch sicher eingehoben werden können. F-Droid wird es also eine Weile erstmal nicht auf iOS geben.
In einer bemerkenswerten Entwicklung könnten Microsofts Suchmaschine Bing und der Webbrowser Edge einer Regulierung durch die EU-Digital Markets Act (DMA) entgehen, die am 6. März 2024 in Kraft treten soll. Laut Bloomberg könnte die fünfmonatige Untersuchung der EU-Kommission dem Schluss kommen, dass Edge, Bing sowie Microsofts Werbedienste nicht dominant genug sind, um von der Regulierung betroffen zu sein. Ähnlich wie Apples iMessage oder Samsungs mobiles Ökosystem könnten einige Produkte von Microsoft nicht unter die DMA-Regulierung fallen.
Für die EU ist Microsoft weiterhin ein “Gatekeeper”-Unternehmen, daher gelten die neuen EU-Gesetze im Grunde nur für Windows und LinkedIn. Microsoft muss an diesen “Kernplattformen” eine Reihe von Veränderungen vornehmen, welche das Benutzererlebnis insbesondere unter Windows 11 verbessern werden. Wären auch Bing sowie Microsoft Edge unter diesen Gatekeeper- Plattformen, hätte das neue Gesetz auch auf diese Produkte Einfluss und insbesondere Microsofts Praktiken in Bezug auf die Implementierung von Drittanbieter-Diensten, Werbefunktionen und selbstverständlich irreführenden Dark Pattern-Designs, um Nutzer zum Wechsel des Browsers und/oder der Suchmaschine zu bringen, müssten unter dem strengen Auge der EU-Gesetzeshüter weichen.
Allerdings hat Microsoft Edge laut Statcounter einen weltweiten Browser-Marktanteil von knapp 5 Prozent, während es am Desktop allein mittlerweile nur knapp über 11 Prozent sind. Bing liegt global bei nur 3,37 Prozent Marktanteil, während Google über 90 Prozent des Marktes innehat. Dementsprechend ist einigermaßen verständlich, dass die EU diese beiden Microsoft-Produkte nicht genug relevant findet für eine gesetzliche Regulierung.
Während Microsoft uns in diesem Jahr gewiss nicht mit neuer Xbox-Hardware wird überraschen können, sind die diesjährigen Windows-Pläne dagegen ein gut behütetes Geheimnis. Grund dafür mag sein, dass sie selbst bei Microsoft intern noch in der Schwebe hängen.
Neue Gerüchte weisen darauf hin, dass Windows 12 doch nicht mehr im Jahr 2024 erscheinen könnte. Dafür sprechen auch eine Reihe von Entwicklungen, die wir für euch näher untersucht haben.
#1 Windows 10 Support offiziell verlängert
Microsoft muss mit Windows 10 und Windows 11 aktuell zwei Betriebssysteme für Endkunden unterstützen. Nachdem Microsoft kürzlich nicht nur den Windows Copilot auf Windows 10 “zurückportiert” hat, ist für die knapp 70 Millionen verbleibenden Windows 10-Nutzer auch eine kostenpflichtige Support-Verlängerung bis zumindest 2028 angekündigt worden. Dies sind durchaus große Veränderungen für den Konzern, die womöglich auch ein Umdenken bei “Windows 12” verursacht haben könnten.
#2 Panos Panay
Die Notwendigkeit zum Umdenken danach könnte auch der Abgang des früheren Windows- und einstigen Surface-Chefs Panos Panay mit sich gezogen haben. Panay kündigte erst im September 2023 seinen Abschied von Microsoft an, um kurz darauf in der Gerätesparte von Amazon tätig zu werden. Seitdem gab es in der Windows-Sparte einige Personalrochaden, welche auch anstehende Entscheidungen rund um die Zukunft von Windows verändert haben könnten.
#3 KI PCs mit lokaler Verarbeitung
Microsofts Pläne für Windows 12 werden intern bei Microsoft angeblich als Hudson Valley bezeichnet. Hudson Valley soll zahlreiche Neuerungen für Windows mitbringen und auf der aktuellen Germanium-Plattform basieren, welche aktuell bereits im Canary-Channel mit Windows Insidern getestet wird. Unter der Haube bringt Germanium beispielsweise WLAN 7-Support mit, einen effektiveren Energiesparmodus und zahlreiche Verbesserungen für die Implementierung zukünftiger KI-Funktionen mit. Eine neue Windows-Version mit Germanium muss daher bis April fertiggestellt werden, da dann bereits die ersten Geräte mit NPUs, WLAN 7 und weiteren Neuerungen auf den Markt kommen. Dazu gehören auch einige Funktionen, welche die Unterstützung von Qualcomms neuen Snapdragon X Elite-Prozessoren auf ARM-Basis unter Windows verbessern sollen und auch diese Geräte sollen etwa im Juni 2024 vorgestellt werden. Details dazu sind allerdings bislang kaum bekannt, jedoch sollen all diese Veränderungen unter der Haube notwendig sein, um die geplante Funktionalität von Windows 12 mitzubringen.
Mit “Hudson Valley” wollte Microsoft ursprünglich ein komplett neuartiges Benutzererlebnis für Nutzer moderner PCs mit KI-Prozessoren vorstellen, das allerdings frühestens August 2024 hätte fertigwerden sollen. Hierzu gehörte ein verbesserter Copilot, der direkt in den Windows Explorer und in die Windows Shell integriert ist, eine KI-gestützte Windows Timeline, einen neuen Creator-Bereich sowie KI-Upscaling für Bilder, Videos und Games, jeweils als integrierte Systemfunktionen. Hierfür wird allerdings neue und modernere Hardware mit KI-Coprozessoren erforderlich sein, für die Microsoft eine eigene Produktkategorie namens “KI-PC” schaffen will. Diese Geräte sollen NPUs (Neural Processing Units) mit 40 TOPS Leistung sowie moderne Prozessoren wie beispielsweise Intels Meteor Lake- oder Qualcomm Snapdragon X Elite-Plattform und mindestens 16 GB RAM erfordern. Ob diese neuen und sehr hohen Anforderungen jedoch schon mit “Windows 12” für alle Geräte kommen oder, ob sich die neuen Anforderungen nur auf jene Geräte beziehen, die KI-Funktionen unterstützen sollen, ist bislang jedoch unklar. Derart hohe Anforderungen würden nämlich einen sehr großen Teil der aktuellen Windows 11-PCs von einem Upgrade ausschließen, schließlich erscheinen neue PCs auch im Jahr 2024 teils weiterhin mit weniger als 8 GB RAM und lediglich High-End-Geräte verfügen über die erforderlichen NPUs.
Microsoft scheint jedoch die interne Timeline, welche einen Abschluss der Entwicklung von Hudson Valley im August 2024 vorsieht, womöglich nicht zwingend einhalten zu wollen. Es ist aufgrund der bislang nicht sehr weit verbreiteten KI-fähigen Hardware gut möglich, dass die unterliegenden Funktionen von Hudson Valley noch in diesem Jahr als Windows 11 Update erscheinen.
#4 Windows 11 24H2 mit ersten KI-Funktionen, Windows 12 nächstes Jahr?
Während Windows 11 24H2 bislang als kleines, finales Service-Update mit einigen zurückportierten Neuerungen aus dem Canary-Channel vermutet wurde, so scheint es einige der geplanten Neuerungen von Hudson Valley mitzubringen. Aller Voraussicht nach wird nämlich schon Windows 11 24H2 auf die neue Germanium-Plattform setzen, worauf eben alle aktuellen Windows Insider-Builds im Canary-Channel basieren. Eine erste Version von 24H2 wird Microsoft gegen Mitte dieses Jahres an Hersteller und voraussichtlich auch Insider bereitstellen, wenn eben Germanium fertiggestellt ist. Dies wird notwendig sein, da sonst die neu vorgestellten Geräte von der CES 2024 in Las Vegas nicht vollständig mit Windows kompatibel wäre.
Im Laufe des Sommers 2024 will sich dann Microsoft an die Arbeit machen, um den Release von Windows 11 24H2 für alle Nutzer vorzubereiten. Nachdem sich der Plattform-Kern verändert, wird Windows 11 24H2 wieder ein großes Update werden, da für ein Plattform-Update das gesamte Betriebssystem im Grunde neu installiert werden muss (OS Swap). Welche Neuerungen aus Hudson Valley in Windows 11 24H2 enthalten sein werden, ist jedoch unklar. Vermutlich wird sich Microsoft diese Features für eine zukünftige Windows-Version aufsparen wollen. Dazu gehört beispielsweise der verbesserte Copilot samt nativer Shell-Integration ins Betriebssystem, eine KI-Timeline und weitere exklusive, KI-gestützte Funktionen.
Sofern Windows 11 24H2 tatsächlich als großes Update erscheint samt Germanium-Basis, ist jedenfalls die Kompatibilität der neu vorgestellten Hardware samt KI-Prozessoren mit Microsofts Betriebssystem gesichert. Microsoft könnte für die KI-PCs einige Hudson Valley-Funktionen schon im Herbst ausrollen und den Windows 12-Launch verschieben. Dagegen spricht allerdings die vermutete 3-jährige-Release-Kadenz, die unter Ex-Windows-Chef Panos Panay implementiert wurde. In diesem Jahr werden wir wohl erfahren, ob sich Microsofts Kurs diesbezüglich erneut geändert hat.
Microsoft hat kürzlich sein Copilot Pro Abonnement angekündigt, das für 22 Euro pro Monat einen Prioritätszugang zu Copilot-Funktionen sowie verbesserte KI-Bildgenerierung, eine bessere Leistung und täglich 100 zusätzliche Boosts verspricht. Abonnenten erhalten dabei dank des Prioritätszuganges zum GPT-4 Turbo-Modell auch dann einen funktionalen KI-Assistenten, wenn der Dienst aufgrund hoher Auslastung für kostenlose Nutzer verlangsamt oder gar nicht verfügbar ist.
Performance-Probleme trotz Priorität
Trotz der Versprechen von Microsoft, berichten mehrere Copilot Pro-Abonnenten über sozialen Medien von Performance-Problemen und langsamen Ladezeiten. Ein Nutzer äußerte seine Frustration über die geringe Geschwindigkeit des Dienstes, insbesondere im GPT-4 Turbo-Modus. Microsofts Windows-Chef Mikhail Parakhin schloss Server-Probleme als Ursache aus und verwies auf den Effizienzmodus des Edge-Browsers als möglichen Verursacher der Probleme. Ein Software-Ingenieur wies darauf hin, dass Client-seitige Performance-Probleme sowohl im Edge- als auch im Chrome-Browser üblich seien und ein Neustart des Browsers meist Abhilfe schaffe.
Wir selbst haben den Copilot Pro seit Tag eins abonniert und bemerkt, dass der Copilot im Edge-Browser nach dem Wechsel in den Effizienzmodus entweder keine Antworten mehr generiert oder dies nur extrem langsam tut. Im Taskmanager wird bemerkbar, dass die Edge-Seitenleiste und weitere Komponenten des Browsers sich im Effizienzmodus befinden. Nachdem sowohl Copilot als auch Edge jeweils Produkte von Microsoft sind und diese Bezahlfunktion von der korrekten Funktionalität des Browsers abhängig ist, muss sich Microsoft in der Verantwortung sehen und dafür sorgen, dass Nutzern des Bezahldienstes auch ein entsprechendes Benutzererlebnis geboten wird.
Kein Office Copilot
Dass Microsoft dieses Abonnement trotz dieser Probleme veröffentlicht hat, zeigt auch die fehlende Integration des Copilot Pro in die Office-Suite von Microsoft. Dort fehlt bei uns der Copilot aktuell vollkommen trotz bezahltem Abonnement. Die Copilot-Integration ist zwar bei uns bereits in der neuen Outlook-App sowie auch für Office im Web vorhanden, nicht jedoch in Microsofts Office 365-Programmen. Dasselbe gilt aktuell für sämtliche der Microsoft 365-Anwendungen unter macOS, wo der Copilot Pro schlichtweg gar nicht angeboten wird. Laut Microsoft sei Outlook für macOS in der Preview, obwohl es längst besser und fertiger aussieht als die neue Mail-App für Windows. Es ist daher aus unserer Sicht gut vorstellbar, dass Microsoft noch nicht in der Lage ist, seinen Nutzern jenes Erlebnis zu bieten, das man ihnen mit dem Copilot Pro-Abonnement verspricht.
Microsoft Word Online hat kürzlich eine neue Funktion erhalten, die das Arbeiten mit Hyperlinks in Dokumenten leicht verbessert. Die neue Link-Vorschau-Funktion ermöglicht es Benutzern, eine Vorschau der Inhalte einer verlinkten Webseite direkt in Word Online zu sehen, ohne das Dokument verlassen zu müssen.
Link-Vorschau in Word Online
Word Online ist die Online-Office-Suite von Microsoft, die über das Web zur kostenfreien Benutzung bereitsteht. Nutzer haben dort zwar nicht Zugriff auf sämtliche Funktionen der Desktop-Suite, können aber immerhin mit voller Feature-kompatibilität die Dokumente zumindest korrekt darstellen und mit den vorhandenen Features über einen Browser benutzen.
Die neue Link-Vorschau ist immerhin sogar ein exklusives Feature der Online-Suite. Dabei können Nutzer mit der Maus einfach über einen Link drüberfahren und die Seite anzeigen, ohne das Dokument dafür verlassen zu müssen.
Um die Privatsphäre der Benutzer zu schützen, ist die Link-Vorschau-Funktion allerdings nicht standardmäßig aktiviert. Benutzer müssen die Funktion in den Datenschutzeinstellungen von Word Online manuell aktivieren.
Dazu müssen Nutzer zur File > About > Privacy Settings navigieren, um die optionalen “Connected Experiences” zu aktivieren. Das Feature wird allerdings in Wellen ausgerollt und ist daher beispielsweise auf unseren Word Online-Versionen noch nicht verfügbar.
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