Facebook erweitert „An diesem Tag“ um neue Zusammenfassungen

Facebook hat Neuigkeiten für Euch und Eure Freunde. Das erfolgreiche „An diesem Tag„-Feature wird aufgebohrt, sodass man noch einfacher in noch mehr Erinnerungen schwelgen kann. Während „an diesem Tag“ nur eine Tageszusammenfassung aus der Vergangenheit bietet, gibt es nun zwei neue Zusammenfassungen, monatlich und saisonal. So kann man einen Rückblick auf seinen Sommer genießen oder auch einfach nur noch einmal betrachten, was die vergangenen Wochen so im Leben passiert ist.

Auch seine Freundschaften kann man auf neue Weise feiern, allerdings bekommt man diese nur selbst angezeigt, sie lassen sich noch nicht mit anderen teilen, so wie es bei den Erinnerungen der Fall ist. Man erhält solche Feier-Posts zum Beispiel, wenn man eine bestimmte Anzahl an Likes erhalten hat oder einen Meilenstein bei der Anzahl der Freunde erreicht hat.

Facebook hat außerdem viel daran gearbeitet, dass auch tatsächlich nur Erinnerungen zum Vorschein gebracht werden, die der Nutzer gerne sehen möchte. Also solche, mit denen er im Idealfall etwas Positives verbindet. Laut Facebook ist die Funktion selbst eine der beliebtesten bei Facebook, das Unternehmen ist sich durchaus bewusst, dass man mit diesen Erinnerungen sensibel umgehen muss und filtert die Erinnerungen entsprechend.

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Nokia 8 im Test: Finnlands erstes Android-Flaggschiff

Das Nokia 8 ist das erste High-End-Smartphone des finnischen Startups HMD Global. Neben moderner Hardware wie einem leistungsstarken Prozessor und ausreichend Arbeitsspeicher hat es ganz im Stil der alten Nokias eine Dual-Kamera mit Optik von Zeiss sowie ein sauberes und nahezu aktuelles Android-Betriebssystem. Seit einigen Tagen testen wir nun das Flaggschiff-Smartphone der Finnen. Wo die Stärken und Schwächen liegen und ob wir den Kauf empfehlen können, verrät der ausführliche Testbericht von TechStage!

Nach den Einsteiger- bis Mittelklasse-Smartphones Nokia 3, 5 und 6 bringt HMD Global im Nachhinein ein Gerät auf den Markt, das durchaus gegen Galaxy und Co. antreten kann, wenn man Kompromissbereitschaft mitbringt.



Beim ersten Auspacken der kleinen und einfach gehaltenen Umverpackung des Nokia 8 wird der Kunde direkt von seinem Smartphone begrüßt. Unter der ersten Schicht aus Pappe befinden sich die Kopfhörer im In-Ear-Design. Gewicht und Verarbeitung lassen den Eindruck erwecken, dass es sich hierbei um hochwertige Hörer handelt. Und in der Tat: der Klang ist gut und basslastig. Zum Hören von Musik und zum Führen von Telefonaten sind sie ideal geeignet. Zwischen dem 3,5-mm-Klinkenstecker und den Hörern sitzt eine Fernbedienung mit Lautstärkenregulierung sowie Funktionstaste.

Das Nokia 8 wird aufgeladen über USB Type C mit der zeitgemäßen und schnellen Spezifikation USB 3.1. Ein 1 Meter langes Ladekabel befindet sich im Lieferumfang. Das Netzgerät lädt das Telefon in drei Phasen auf: Mit einer Stromstärke von 1,5 über 2 bis 2,5 Ampere bei einer Spannung von 12 über 9 bis 5 Volt. Die Ladetechnik kommt von Qualcomm und trägt den Namen QuickCharge 3.0. Im Test war der Akku schon nach 35 Minuten zu 50 Prozent aufgeladen, das vollständige Laden dauerte 1 Stunde und 40 Minuten.

Das Nokia 8 wird es in vier verschiedenen Farben geben: Mattsilber, Mattblau sowie Blau und Kupfer. Die letzten zwei Ausführungen verfügen über eine Hochglanzpolitur und vermitteln deshalb den Eindruck, als wäre das Gehäuse komplett aus Glas. Doch der Schein trügt: Das Nokia 8 wird aus einem einzigen 6000er-Aluminiumblock herausgefräst. Mit dieser Aluminiumlegierung hatte Apple vor drei Jahren keine
gute Erfahrung gemacht, deshalb baut HMD Global vorsichtshalber einen zusätzlichen Rahmen im Gehäuse ein, erklärte Deutschlandchef Sebastian Ulrich bei der offiziellen Vorstellung des Nokia 8 in Hamburg.

Für die Herstellung des Telefons werden 40 Arbeitsschritte und 22 Stunden benötigt. So viel Aufwand sei nötig, um diese edle Optik zu schaffen, gab Dr. Florian Seiche, Vorstandsvorsitzender von HMD Global im Einzelgespräch preis.

Fürwahr: Das Nokia 8 fühlt sich enorm hochwertig an. Die Verarbeitung des Smartphones ist an allen Ecken und Kanten sauber. Selbst die dicken Antennenstreifen an Kopf und Fuß gehen nahtlos in das an den Rändern abgerundete Metal-Glas-Design hinein. Im Vergleich zum
Nokia 6 (Testbericht)hat der Hersteller einiges dazu gelernt und gestaltet das vierte Smartphone etwas freundlicher für die Hand, statt es kantig und sperrig zu machen. Uns gefällt die Optik gut, auch wenn sie gewisse Nachteile in der Praxis zeigt, ohne praktischen Nutzen hervorbringen. Als Beispiel: die Rückseite des Nokia 8 ist derart glatt, dass sich das Gerät auf unebenen Oberflächen schleichend bewegt, bis es irgendwann auf dem Boden knallt. Außerdem sind Fingerabdrücke besonders schnell sichtbar, selbst wenn die Hände perfekt gereinigt sind.

Ein weiterer Nachteil dieser Oberfläche liegt in ihrer Beschaffenheit: Bei einer unachtsamen und ungeschützten Nutzung können sich silberne Kratzer auf der Rückseite bilden, weil das Aluminium eloxiert und stark poliert ist. Wir empfehlen von vorhin eine einfache Hülle.

Mit einer Höhe von 152 und einer Breite von 74 Millimetern vermittelt das 160 Gramm schwere Nokia 8 einen schlanken Anblick, obwohl der Hersteller den aktuellen Trend von randlosen Gehäusedesigns nicht nachgeht. Wir sehen das positiv: HMD Global möchte langfristig in die
Top 3 der Smartphone-Hersteller.Das Ziel ist ambitioniert, aber nicht unmöglich – eine eigene und sukzessiv aufgebaute Designsprache ist da sicherlich vom Vorteil.

Das Nokia 8 ist IP54 zertifiziert und damit resistent gegen Staub und Spritzwasser. Vollständig staub- und wasserdicht, wie die meisten High-End-Smartphones, ist es nicht. Untertauchen sollte also vermieden werden, Regen macht dem Gerät aber nichts aus.

Im Gegensatz zu den vorherigen Nokia-Smartphones ist das 8 in Hinblick auf die Hardware ziemlich stark ausgestattet. Im Inneren arbeitet der
Snapdragon 835von Qualcomm. Der Achtkerner besitzt eine maximale Taktfrequenz von bis zu 2,45 GHz. Im Test schwankte er zwischen 300 und 2457 Megahertz. Das Nokia 8 wird über ein Wärmerohr aus Kupfer gekühlt, ähnlich wie man’s von
Galaxy S8 (Testbericht)und Galaxy S8 Plus kennt. Bei einer alltäglichen Nutzung läuft das Smartphone mit einer Temperatur von 29 Grad, bringt man es jedoch an seine Grenzen, so lassen sich auch 34 Grad Celsius im oberen Bereich des Gehäuses messen. Die Werte liegen im Normalbereich.

Der CPU stehen 4 GByte als Arbeitsspeicher zur Seite. Das erlaubt das problem- und nahtlose Wechseln zwischen mehreren Applikationen ohne lange Wartezeiten. In den gängigen Benchmark-Applikationen erreicht das Nokia 8 Spitzenwerte und ist auf einem Niveau mit Galaxy S8 und
HTC U11 (Testbericht). Bei AnTuTu erzielte es ein Ergebnis von 169.000 Punkten. Im Test konnte das Telefon tadellos mit großen Apps und 3D-Spielen umgehen.

Der integrierte Speicher des Nokia 8 ist 64 GByte groß. Nach Abzug des Betriebssystems und der ab Werk installierten Google-Apps bleiben dem Nutzer rund 49 GByte für eigene Daten übrig. Wer mehr möchte, der kann eine Speicherkarte im Format microSDXC einsetzen und den Speicher erweitern. Unsere im Test verwendete 200-GByte-Speicherkarte ließ sich einwandfrei verwenden.
Welche Speicherkarte die beste ist, erfahrt Ihr in unserem aktuellen Vergleichstest.

Das Nokia 8 wird es als Single- als auch Dual-SIM geben. Unser Testgerät mit der Typenbezeichnung „TA-1012 SS“ besitzt einen Schlitten, der entweder mit zwei nanoSIM-Karten oder einer nanoSIM und einer microSDXC-Karte bestückt werden kann – allerdings hat die Software nur eine SIM-Karte gelesen. Auf der Verpackung wird ebenfalls nur eine IMEI-Nummer ausgewiesen.

Der Akku im Nokia 8 hat eine Kapazität von 3090 mAh. Er ist fest eingebaut und lässt sich wie anfangs beschrieben über USB Type C aufladen. Das drahtlose Aufladen ist wegen des Metallgehäuses nicht möglich, war aber auch keine Intention, erklärte Sebastian Ulrich. Bei einer gewöhnlichen Nutzung kommt das Smartphone über einen Arbeitstag hinaus und geht am Ende in einen Energiesparmodus. Bei voller Display-Helligkeit und mit einem Videostream über das WLAN erreicht das Nokia 8 eine Laufzeit von 4 Stunden und 58 Minuten. Ein Vergleichsbeispiel: Das HTC U11 schafft über 7 Stunden. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass das Display des HTC-Telefon nicht so hell leuchtet.

Ferner besitzt das Nokia 8 auch Bluetooth in der Version 5.0. Dazu gibt es NFC sowie WiFi 802.11 nach dem ac-Standard. Für die Lokalisierung greift es auf drei Satellitensysteme zurück: GPS, Glonass sowie das chinesische BDS. Das künftig europäische Galileo wird nicht unterstützt. Klang und Empfang für Sprache und Datenkommunikation im Großraum Hamburg mit Vodafone waren ebenfalls einwandfrei.

Der Bildschirm des Nokia 8 hat eine ungewöhnliche Diagonale: 5,3-Zoll. Eine Größe, die man nicht jeden Tag bei Smartphones sieht. Wie dem auch sei, die verwendete Technologie ist Flüssigkristall – also LCD. Neben klaren und realitätsnahen Farben sorgt sie für eine auffallend hohe Helligkeit. HMD Global bewirbt einen Wert von 700 Candela pro Quadratmeter. Subjektiv betrachtet leuchtet die Anzeige heller als die des iPhone 7 Plus von Apple.

Die Auflösung des IPS-LCDs beträgt Quad-High-Definition, also 2560 × 1440 Pixel. Mit fast 3,7 Millionen Bildpunkten auf einer 16:9-Anzeige ist die Darstellung mit 554 Pixel pro Zoll doch sehr scharf. Damit ist das Nokia 8 ideal für den Einsatz in VR-Brillen. Eine Auswahl von
VR-Brillen für's Smartphonefindet Ihr hier. Eine nicht beworbene Bereicherung hierfür ist auch Nokias sogenannte ClearBlack-Technologie, die ein sattes Schwarz für die Darstellung liefert.

Apropos: HMD Global schnappt sich eine weitere ehemalige Technologie von Nokia. Sie nennt sich „Glance“ und erlaubt das Einblenden von Informationen auf dem Bildschirm, wenn sich das Nokia 8 im gesperrten Zustand befindet. Eben ein Always-on-Screen, wie man’s von LG und Samsung kennt.

Ein Highlight des Nokia 8 ist die Kamera. Oder Plural: sind die Kameras! Einfach zu merken. Sowohl vorne als auch hinten gibt es je eine Dual-Kamera mit 13 Megapixeln. Die kleinen Bildsensoren sind nahezu identisch, auch wenn es feine Unterschiede gibt, die HMD Global auf Nachfrage nicht näher erklären wollte.

Die Frontkamera ist weitwinkelig mit 78,4 Grad und hat sogar einen Autofokus. Letzteres ist bei Frontkameras nicht üblich, oft gibt es einen einfachen Fixfokus. Das Dualkamera-System mit Zeiss-Optik auf der Rückseite kombiniert einen monochromen sowie einen farbigen Bildsensor mit einem optischen Bildstabilisator (OIS). Einen optischen Zoom wie beim iPhone 7 Plus oder dem neuen
Galaxy Note 8gibt es nicht, obwohl die Brennweiten der beiden Kameras sich minimal unterscheiden. Stattdessen steht ein über die Software implementierter Bokeh-Effekt zur Verfügung. Ähnlich wie das menschliche Auge ermittelt die Dual-Kamera durch den Abstand der beiden Linsen die Tiefeninformationen im Bild, kann so Vorder- von Hintergrund unterscheiden – und per Software eine Hintergrundunschärfe, das Bokeh, hinzufügen. So viel zur Theorie. In der Realität sieht es oft anders aus. Bei großen Objekten funktioniert das gut, bei feinen Motiven wie Haaren oder Ästen wirkt es unsauber. Hier wird klar: Der Effekt ist nicht, wie bei Spiegelreflexkameras, optisch bedingt, sondern kommt von nicht allzu smarten Algorithmen.

HMD Global bewirbt das Nokia 8 unter dem Motto: „Teile beide Seiten Deiner Geschichte“. Gemeint ist damit die zeitgleiche Nutzung beider Kameras. Der Nutzer ist in der Lage, ein Bild oder ein Video mit in beiden Richtungen aufzunehmen. Das Feature ist nicht neu: Schon das Galaxy S4 aus dem Jahr 2013 beherrschte die simultane Nutzung. Der Unterschied bei Nokia liegt in zwei Bereichen:

  1. Auflösung: Die Videoaufzeichnung aus beiden Perspektiven läuft im hochauflösenden Format 4K Ultra-High-Definition. Übrigens, es ist kein 360-Grad-Video, da die beiden Linsen zusammengerechnet auf effektive 155,3 Grad kommen.
  2. Live-Stream: Die Hardware im Nokia 8 überträgt einen nativen Videostream mit zwei Kameras ins Internet. Technologisch ist das definitiv ein Highlight; keine Frage. Aber wer braucht das?

Mit der Kamera sind wir zufrieden. Die Qualität der Bilder kann sich sehen lassen, solange genug Licht vorhanden ist. Bei Dämmerung und in anderen Schwachlichtsituationen verabschiedet sich das Nokia 8 von den anderen High-End-Smartphones wie dem Galaxy S8, dem iPhone 7 oder dem HTC U11. Schuld daran ist nicht nur eine lichtarme Blende von f/2, sondern auch der kleine Bildsensor mit einer Kantenlänge von 1,12 Mikrometer.

Gut gefallen hat uns dagegen die Aufnahmetechnik Nokia OZO Spatial. Ähnlich wie das
U Ultra von HTC (Testbericht)nimmt das Nokia 8 Ton aus bestimmten Richtungen auf und ignoriert dabei andere Quellen. Grundlage dafür sind die drei Mikrofone des Nokia 8.

Testbilder der Kamera

In Sachen Software brüstet sich HMD Global besonders. Zu Recht, wie die Erkenntnisse im Test zeigen. Das Nokia 8 läuft mit der (fast) aktuellen Version: Android 7.1.1 alias Nougat. Nach dem ersten Einschalten und Konfigurieren in der vergangenen Woche kam gleich das Sicherheits-Update vom Dienstag, den 1. August 2017 rein. Das Thema Sicherheit nimmt das finnische Unternehmen offensichtlich ernster als vermutet: Auf unserem Nokia 6 lieferte man in der Vergangenheit die monatlichen Patches teilweise schneller aus als Google selbst.

Fast aktuelles Android? Genau: Das Timing ist ungünstig, hat Google doch gerade erst Android 8 (Oreo) vorgestellt. Das Update soll es natürlich auch für das Nokia 8 geben, einen Termin hat der Hersteller allerdings noch nicht genannt.

Ein weiteres Highlight in der Software: HMD Global lässt Aussehen und Funktion unberührt und gibt das Betriebssystem so weiter, wie Google bei seinen Pixel-Smartphones macht. Selbstverständlich gibt es Unterschiede und Abstufungen, die teils durch die Hardwar,e aber auch durch die Geräteumgebung kommen. Im Großen und Ganzen findet man jedoch ein Bloatware-freies und schnelles Android wieder, das gerade bei Puristen gut ankommt.

Das Nokia 8 von HMD Global ist ein Top-Smartphone zu einer attraktiven unverbindlichen Preisempfehlung von 579 Euro, wenn es ab Anfang September in den deutschen Handel kommt. Wer das Gerät kaufen möchte, sollte kompromissbereit sein und seine Erwartungen in die Kamera runterschrauben. Auch die Konkurrenz ist nicht perfekt, sie können aber in 90 Prozent aller Lichtsituationen ordentliche Fotos herausholen. Das Nokia 8 ist gefühlt bei 65 Prozent.

In allen anderen Kategorie kann sich das Nokia 8 jedoch behaupten. Sowohl von der Leistung her als auch bei Punkten wie Display oder Akku kann es mit etablierten Marken mithalten. Einen echten Mehrwert bietet es mit seiner Software. Die Eigenschaft, die einst das ehemalige Motorola Mobility ausgezeichnet hat, hat nun HMD Global mit seiner weltweit bekannten Marke: Nokia.

  • Test: Nokia 3310
  • Test: Nokia 3
  • Test: Nokia 5
  • Test: Nokia 6
  • Test: HTC U11
  • Test: Samsung Galaxy S8
  • Test: LG G6
  • Test: Sony Xperia XZ Premium
  • Offizielle Webseite zu dem Nokia 8

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Vergleichstest: Multiroom von Bose, Sonos, Raumfeld & Co.

In den vergangenen Monaten haben wir eine Menge Multiroom-Lautsprecher und –Systeme genau unter die Lupe genommen. In diesem Vergleichstest erfahrt Ihr alles über die Unterschiede der vernetzten Audiosysteme und welches das richtige für Euch ist.



Der wichtigste Punkt bei (WLAN-)Lautsprechern ist natürlich zuerst einmal der Klang. Damit einher geht auch das subjektive Soundempfinden des Hörers. Deshalb unser Tipp: Vor dem Kauf am besten beim Elektronikhändler seines Vertrauens mal ganz in Ruhe probe hören. Uns konnten die meisten Geräte im Test klanglich überzeugen, wobei es natürlich Unterschiede im Detail gibt. Für unsere Ohren tönen jedoch nahezu alle Geräte aus unserem Test-Parcour auf sehr hohem Soundniveau.

Ausnahmen waren die beiden Speaker von Philips und die Box von JBL. Bei diesen war der Sound im Vergleich zur Konkurrenz hörbar „flacher“. Von schlechtem Klang kann man zwar auch bei diesen Geräten nicht sprechen, Bose, Sonos, Raumfeld & Co. gefielen uns diesbezüglich jedoch eine ganze Ecke besser. Da die Geräte von JBL und Philips preislich attraktiv sind, stellen sie aber durchaus eine Alternative dar.

  • JBL Playlist im Test
  • Philips BM50 im Test
  • Philips BM6 im Test

Während die meisten Lautsprecher aus unserer Multiroom-Test-Serie sehr gut klingen, gibt es bei den Abspielmöglichkeiten große Unterschiede. Während nur das System von Sonos (
Sonos Play:1 im Test,
Sonos:Play 3 im Test) innerhalb seiner App alle gebräuchlichen Streamingdienste unterstützt, versuchen andere Hersteller die oft magere Auswahl durch zusätzliche Optionen wettzumachen. Sie bieten dann beispielsweise Bluetooth oder Chromecast bei ihren Boxen (siehe auch:
Wer mit wem? Multiroom-Systeme und Streamingdienste).

Im Vergleich zum System von Sonos muss der Nutzer dann aber mit zwei bis drei Apps hantieren, was in puncto Bedienung nicht besonders komfortabel ist. Außerdem funktioniert Bluetooth nicht bei allen Systemen im Multiroom-Verbund. In Sachen Chromecast gibt es allerdings auch einen großen Pluspunkt: Darüber spielen Geräte verschiedener Hersteller problemlos zusammen (siehe auch:
Chromecast: Multiroom mit Teufel, Sony, Pioneer & Co.)

  • SoundTouch 10und
    SoundTouch20im Test
  • Samsung R1und
    Samsung R5im Test (kein Multiroom)
  • MusicCast WX010und
    MusicCast ISX18Dim Test
  • Philips BM6und
    Philips BM50im Test
  • Raumfeld One Sund
    Raumfeld One Mim Test
  • Onkyo NCP 302 im Test
  • Pioneer MRX3 im Test
  • Sony ZR5und
    Sony ZR7im Test (kein Multiroom bei Bluetooth)
  • JBL Playlist im Test

Das Abrufen von Audiodateien per NAS, PC oder Medienserver im heimischen Netzwerk hingegen bieten fast alle der von uns getesteten Systeme. Wer jedoch dabei auf eine herkömmliche Festplatte zurückgreifen will, der findet diese Möglichkeit nur bei Speakern von Raumfeld, Philips und Sony.

  • Sony ZR5und
    Sony ZR7im Test
  • Raumfeld One Sund
    Raumfeld One Mim Test
  • Philips BM50 im Test

Um CD-Player, Plattenspieler oder MP3-Player an WLAN-Speaker anschließen zu können, besitzen einige Geräte einen AUX-Eingang. Der macht allerdings eigentlich ja nur Sinn, wenn das Signal dann auch an die vernetzten Boxen übertragen wird. Das ist jedoch nicht immer der Fall.

  • Sony ZR5und
    Sony ZR7im Test (kein Multiroom)
  • Raumfeld One Mim Test
  • SoundTouch 10und
    SoundTouch20im Test (kein Multiroom)
  • Philips BM6und
    Philips BM50im Test
  • Onkyo NCP 302 im Test(kein Multiroom)
  • JBL Playlist im Test

Gerade bei kleinen und kompakten Speakern ist es praktisch aus diesen Stereopaare bilden zu können. Dies ist zwar oft der Fall, es gibt aber auch manchmal Einschränkungen. Bei Sony geht das beispielsweise nicht in Verbindung mit weiteren Lautsprechern, beim SoundTouch 10 von Bose funktioniert das nicht in Verbindung mit dem Signal vom AUX-Eingang.

  • Sony ZR5und
    Sony ZR7im Test (funktioniert nicht im größeren Verbund)
  • Sonos Play:1und
    Sonos Play:3im Test
  • Raumfeld One Sim Test
  • SoundTouch 10im Test (funktioniert nicht in Verbindung mit Aux-Eingang)
  • Samsung R1und
    Samsung R5im Test
  • MusicCast WX010und
    MusicCast ISX18Dim Test
  • Onkyo NCP 302 im Test
  • Pioneer MRX3 im Test

Auch wenn der Großteil der Multiroom-Lautsprecher in unserem Test klanglich überzeugen konnte, ist ein Equalizer für die Feineinstellung in der App nützlich. Leider ist das – wenn überhaupt vorhanden – meist nur ein 2- oder 3-Band-Equalizer.

  • Sonos Play:1und
    Sonos Play:3im Test (2-Band)
  • Raumfeld One Sund
    Raumfeld One Mim Test (3-Band)
  • Samsung R1und
    Samsung R5im Test (7-Band)
  • MusicCast WX010und
    MusicCast ISX18Dim Test (3-Band)
  • Onkyo NCP 302 im Test (2-Band)
  • Pioneer MRX3 im Test (2-Band)

Auf welches System der potenzielle Käufer setzen sollte, hängt vor allem davon ab, auf welchem Weg Musik auf die vernetzten Lautsprecher gelangen soll. Beispielsweise gefielen uns die 360 Grad abstrahlenden Lautsprecher von Samsung mit ihrem tollen Rundumsound sehr gut – wer vor allem Streamingdienste nutzt, der wird mit diesen Geräten allerdings nicht glücklich werden. In der App finden sich nur wenige unterstütze Dienste und per Bluetooth kann nicht auf mehrere Speaker gestreamt werden.

Sonos hingegen beispielsweise bietet im Vergleich zu anderen Speakern beim Play:1 und beim Play:3 keine weiteren Anschlussmöglichkeiten wie AUX-Eingang oder USB-Anschluss, dafür gibt es in der App alle bekannten und gebräuchlichen Streamingdienste. Natürlich spielt auch der Klang eine große Rolle, der ist allerdings bei den meisten Geräten sehr gut. Hier lohnt sich – wie eingangs schon erwähnt – auf jeden Fall das Probehören, die Geschmäcker sind auch in Sachen Sound verschieden.

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Xiaomi Mi Pad 3: iPad-Mini-Konkurrent für 200 Euro im Test

Das Mi Pad 3 von Xiaomi gibt es in China schon ab knapp 200 Euro. Dafür bekommt der Käufer ein hochauflösendes 2K-Display, einen Hexa-Core-Prozessor, 4 GByte Arbeitsspeicher, eine 13-Megapixel-Kamera und 64 GByte internen Speicher. Das klingt nach einem echten Schnäppchen, doch es gibt auch Haken. Welche das sind und ob ihr das Tablet trotzdem kaufen solltet, erfahrt Ihr in unserem Test.

Mit seinen Abmessungen von knapp 200 × 133 mm, einer Bauhöhe von schlanken 7 mm und einem Gewicht von 330 g liegt das Mi Pad 3 gut und angenehm in der Hand. Dazu tragen auch die nach hinten abgerundeten Seiten ihren Teil bei. Das Tablet steckt in einem edlen Alu-Unibody-Gehäuse, die Front aus Glas ist sauber in den Rahmen eingefasst und schließt bündig ab. Die gesamte Verarbeitungsqualität des günstigen Tablets ist auf hohem Niveau.

Unterhalb des Bildschirms sitzen drei beleuchtete Android-Buttons, oberhalb sind die Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED angebracht. Die Hauptkamera befindet sich hinten links oben, am unteren Rand der Rückseite hat der Hersteller Stereolautsprecher platziert. Neben dem Powerbutton und der Lautstärkewippe auf der rechten Seite gibt es am oberen Rand dann noch einen herkömmlichen Kopfhörereingang und unten einen USB-Typ-C-Anschluss zum Aufladen und zum Datenaustausch.

Das 7,9 Zoll große Display des Mi Pad 3 löst 2048 × 1536 Pixel auf und kommt somit auf eine Pixeldichte von 326 ppi. Der Prozessor im Inneren ist ein Hexa-Core-Chip des Typs MT8176 von Mediatek mit einem Miaximaltakt von 2,1 Ghz. Neben 4 GByte RAM gibt es 64 GByte internen Speicher. Einen microSD-Karten-Slot zur Speichererweiterung hat das Mi Pad 3 nicht.

Die Hauptkamera des Gerätes hat eine f/2.2-Blende und löst 13 Megapixel auf. Vorne gibt es 5 Megapixel und eine f/2.0-Blende. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 6600 mAh und unterstützt eine Schnellladetechnik mit maximal 2 Ampere Ladestrom bei 5 Volt. Ins Internet geht's per WLAN nach 802.11 a, b, g und n. Außerdem funkt das Mi Pad 3 auch nach dem neuen ac-Standard. In Sachen Konnektivität gibt es noch Bluetooth 4.1, ein GPS-Empfänger ist nicht an Bord.

Wenig verwunderlich ist die gestochen scharfe Darstellung auf dem Bildschirm mit seiner Diagonalen von knapp 8 Zoll und der hohen Auflösung von 2048 × 1536 Pixeln. Zum Energiesparen gibt es einen Monochrom-Modus mit Schwarz-Weiß-Darstellung, ein Lesemodus macht aus Weiß auf Wunsch ein weniger blendendes Beige, um die Augen zu schonen. Für die Darstellung gibt es drei Farbtemperaturmodi: warm, natürlich und kühl; außerdem noch Einstellungsmöglichkeiten für den Kontrast. Ein Doppeltipp auf den Bildschirm weckt das Mi Pad 3 aus dem Standby.

Das Display ist definitiv ein Highlight des Tablets, allerdings haben wir im Test eine Sache vermisst: Es gibt kein haptisches Feedback, das beispielsweise das Schreiben mit On-Screen-Tastaturen erleichtert. Wer dies von seinem bisherigen Tablet gewöhnt ist, wird es beim Mi Pad 3 schmerzlich vermissen. Aber auch die maximale Helligkeit ist leider nur Mittelmaß. Beim Außeneinsatz mit Sonnenschein wünschen wir uns, noch etwas aufdrehen zu können.

Die Qualität der Bilder und Videos beider Kameras konnte uns im Test nicht überzeugen. Aufnahmen wirken oft blass, farblos und lassen Kontrast und Schärfe vermissen. Für einen halbwegs brauchbaren Schnappschuss und für Videocalls sind die Knipsen zu gebrauchen, zu mehr aber auch nicht.

Die Kamera-App bietet abgesehen von einigen Filtern wie beispielsweise „Blur“, „Mosaik“ und „Indigo“ keinerlei weitere Optionen. Einstellungen für die Auflösung von Bildern und Videos gibt es gar nicht. Bei Bildern der Hauptkamera beträgt die Auflösung 4160 × 3120 Pixel, bei der Frontcam 2560 × 1920 Pixel. Video landen mit 1920 × 1080 Pixel im internen Speicher.

4 GByte Arbeitsspeicher und der verbaute Hexa-Core-Prozessor von Mediatek sorgen nicht nur bei der normalen Nutzung für ein flüssiges und stabiles System – auch zum Zocken von grafisch anspruchsvolleren Games taugt das Tablet von Xiaomi. Modern Combat 5 beispielsweise läuft mit hohen Grafikeffekt-Einstellungen größtenteils ruckelfrei und mit kurzen Ladezeiten. Im AnTuTu-Benchmark kommt das Device auf ein gutes Ergebnis: 77.864 Punkte. Auch bezüglich seiner Laufzeit hat uns das Mi Pad 3 im Test gut gefallen, in der Regel musste das Gerät erst nach zwei Tagen wieder an die Steckdose. Das Aufladen dauert mit etwa dreieinhalb Stunden allerdings ziemlich lang.

Auf dem Mi Pad 3 läuft Android 7.0 in Form von Xiaomis MIUI in Version 8.2. Beim Kauf muss man darauf achten, dass auf dem Gerät die Global Version installiert ist, sonst gibt es keinen Play Store und keine deutsche Sprachoption. Davon abgesehen ist MIUI 8 nicht nur optisch Geschmackssache: Von Android 7 ohne größere Anpassungen vom Hersteller ist auf dem Mi Pad 3 nicht mehr viel zu erkennen. Xiaomi kocht ein ganz eigenes Süppchen und integriert diverse selbst entwickelte Features, entfernt aber auch einige normalerweise verfügbare Optionen. Den Split-Screen-Modus, wie man ihn eigentlich von Android Nougat kennt, gibt es auf dem Mi Pad 3 beispielsweise gar nicht.

Beim Thema Updates muss der Nutzer geduldig sein, die installierten Android-Sicherheitspatches sind vom 1. 3. 2017. Die aktuelle Version hingegen hat Google am 05. August veröffentlicht. Ob das Tablet ein Update auf Android 8 bekommt, ist nicht bekannt. MIUI 9 soll zwar in absehbarer Zeit auf dem Mi Pad 3 landen, basiert aktuellen Informationen zufolge jedoch noch auf Android 7.1.

Das Mi Pad 3 ist ein schickes Tablet mit tollem Display, klasse Performance und einem sehr guten Preisleistungsverhältnis. In chinesischen Online-Shops
wie Gearbestbekommt man das Gerät schon für knapp 200 Euro zuzüglich Zoll, mit Versand aus Deutschland kostet es ein gutes Stück mehr. Wer mit den im Test beschriebenen Kritikpunkten – nicht vorhandenem GPS, fehlendem haptischen Feedback und mäßiger Kameraqualität – leben kann, der bekommt für nicht übermäßig viel Geld ein feines Stück Technik.

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