Gigaset GS370 plus: Mittelklasse mit Dual-Kamera im Test

Gigaset hat mit dem GS370 und dem GS370 plus zwei Mittelklasse-Smartphones auf den Markt geschmissen, deren Besonderheiten der 18:9-Bildschirm und die Dual-Kamera sind. Die beiden Modelle unterscheiden sich in Puncto Speicherausstattung und Kameras. Wir haben das GS370 plus getestet und zeigen, ob uns das ab 270 Euro erhältliche Handy überzeugen konnte.

Beim Vorgänger, dem Gigaset GS270 plus (Testbericht), haben uns Design und Verarbeitung zwar gut gefallen, allerdings kam Handy mit seinem Kunststoffgehäuse nicht besonders wertig rüber. Beim neuen GS370 plus sieht die Sache anders aus: Mit seinem 151 × 72 × 8,2 Millimeter großen Aluminiumgehäuse macht das Smartphone haptisch und optisch ordentlich etwas her. Dazu passt auch das verhältnismäßig hohe Gewicht von 145 Gramm.

Oberhalb des Bildschirms sind die Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED untergebracht. Der Lautsprecher sitzt am unteren Rand auf der rechten Seite, das Mikrofon auf der linken. Mittig findet sich ein Micro-USB-Eingang, der USB on the go (OTG) unterstützt: Mit dem passenden Kabel versorgt er angeschlossene Geräte mit Strom, das GS370 dient also als Power Bank.

Einen Kartenschacht für zwei SIM- und eine microSD-Karte sitzt auf der linken Seite des GS370 plus, rechts befinden sich Lautstärkewippe und Powerbutton. Die Dual-Kamera hat ihren Platz auf der Rückseite in der linken oberen Ecke, der Fingerabdrucksensor ist gut erreichbar mittig weiter oben platziert. Das Aluminiumgehäuse zeigte sich im Test leider anfällig für Fingerabdrücke, in der Praxis stört uns aber mehr, dass es etwas rutschig ist. Oft haben wir daher fester zugegriffen als eigentlich nötig, um zu verhindern, dass es auf den Boden fällt.

Beim Antrieb fiel die Wahl des Herstellers auf einen Prozessor von Mediatek. Der 64-Bit-Chip MT6750T hat vier Kerne mit maximal 1,5 GHz und vier mit maximal 1 GHz. Die normale Ausführung des GS370 hat 3 GByte RAM und 32 GByte internen Speicher, die hier getestete Plus-Variante 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher. Zur Erweiterung gibt es einen microSD-Karten-Slot, außerdem stehen dem Nutzer zwei SIM-Karten-Slots für Dual-SIM-Betrieb zur Verfügung.

Das GS370 unterstützt LTE der Kategorie 6 mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream und WLAN nach 802.11 a, b, g, und n im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Bluetooth ist in Version 4.1 an Bord. Weitere Specs des Mittelklasse-Handys sind ein Fingerabdrucksensor, ein Kopfhöreranschluss, GPS und ein 3000-mAh-Akku. Dieser wird per Schnellladetechnologie mit 5 Volt und maximal 2 Ampere aufgeladen. Im Test war der komplett leere Akku damit nach 15 Minuten auf 19 Prozent aufgeladen.

Als Bildschirm kommt bei GS370 und GS370 Plus ein IPS-Panel mit einer Diagonalen von 5,7 Zoll im aktuell gehypten 18:9-Format zum Einsatz. 18:9? Warum nicht 2:1? Gute Frage, vermutlich liegt es an der „gefühlten Nähe“ zum verbreiteten und bekannten 16:9-Formfaktor. Viele aktuelle Smartphones der gehobenen Preisklassen werben mit diesem Seitenverhältnis, darunter beispielsweise die Galaxy-S-Serie von Samsung oder Pixel-Smartphones von Google. In der Praxis ist das Display eben einfach ein Stück länger als normal – mit dem Effekt, dass man beispielsweise Videos im 16:9-Format sehen kann und daneben noch Platz für virtuelle Tasten hat. Wirklich von Vorteil ist das nicht, allerdings wirkt dieser Formfaktor modern und unterstützt die Optik der rahmenlosen Smartphones.

Die Auflösung des Displays beträgt 1440 × 720 Pixel. Somit kommt es auf eine Pixeldichte von 282 ppi. Das genügt für eine ausreichend scharfe Darstellung, ein Unterschied zu deutlich höher auflösenden Bildschirmen teurerer Smartphones ist aber mit dem bloßen Auge ersichtlich. Geschützt wird das Display von an den Seiten leicht gekrümmtem 2.5D-Glas mit einer weitgehend kratzfesten Glasscheibe mit schmutzabweisender Beschichtung.

Die Blickwinkelstabilität des GS370 plus ist gut, die neutrale Farbdarstellung gefällt uns. Über die Option MiraVision in den Display-Einstellungen passt der Nutzer diese auf Wunsch auf seine Bedürfnisse an. Das geschieht per Auswahl eines vorbelegten Bildmodus oder im von Hand mit Einstellungen zu Schärfe, Farbtemperatur, Sättigung und Kontrast.

Als Hauptkamera gibt es eine Kombination aus 13-Megapixel-Sensor mit Phasenvergleich-Autofokus, f/2.0-Blende und LED-Blitz und 8-Megapixel-Sensor mit 120-Grad-Weitwinkelobjektiv. Innerhalb der Kamera-App schaltet der Nutzer bei Bedarf zwischen beiden Linsen um, es gibt sozusagen zwei Zoom-Stufen. Zusätzlich gibt es einen mit der Dual-Kamera realisierten Unschärfe-Effekt: Dort lässt sich festlegen, welcher Bereich scharf dargestellt werden soll. Eine Live-Vorschau des Bokeh-Effektes gibt es nicht, ein nachträgliches Anpassen der Effekt-Intensität ist nicht möglich.

Die Dual-Kamera zeigte sich im Test bezüglich ihrer Qualität durchwachsen. Bei sehr guten Lichtverhältnissen gelingen tolle Bilder. Vor allem im Nahbereich überzeugt die Kamera. Bei nicht mehr ganz so optimalem Licht wirken Aufnahmen schnell unscharf und verwaschen, wie man gut bei unseren Testbildern sieht. Unter Low-Light-Bedingungen gelangen uns nur unzufriedenstellende Aufnahmen. Auch der Bokeh-Effekt konnte uns nicht überzeugen, er wirkt meist gekünstelt.

Die Frontkamera löst beim GS370 5 Megapixel, beim Plus-Modell 8 Megapixel auf. Wie in dieser Klasse üblich gehen die Ergebnisse in hellen Umgebungen in Ordnung, aber sobald es etwas schummriger wirkt, überwiegt das Bildrauschen.

Das Gigaset 370 plus bietet eine für diese Preisklasse gute Systemperformance. Apps öffnen zügig, auch bei vielen gleichzeitig geöffneten Anwendungen kommt das Handy nicht ins Straucheln. Wie bei vielen aktuellen Mittelklasse-Handys ist die Leistung auch für grafisch opulentere Spiele ausreichend, allerdings mit der Einschränkung, dass die Grafikqualität für ein komplett ruckelfreies Zocken manchmal etwas heruntergeschraubt werden muss. Viele Games tun das heutzutage automatisch und sehen auf dem Gigaset GS370 plus dann immer noch sehr gut aus. Natürlich trägt auch die im Vergleich zu teureren Smartphones niedrigere Display-Auflösung ihren Teil dazu bei.

Der Fingerabdrucksensor reagierte im Test zwar zuverlässig, zeigte sich allerdings nicht als der schnellste. Er dient auf Wunsch auch dazu, gesperrte Apps zu öffnen, Fotos aufzunehmen, die Kamera-Anwendung zu starten oder Anrufe anzunehmen. Die entsprechenden Auswahlmöglichkeiten für die gewünschten Optionen finden sich in den Systemeinstellungen.

War der Vorgänger GS270 plus (Testbericht) mit seinem 5000-mAh-Akku ein richtiger Langläufer, zeigt sich auch das GS370 plus mit 3000-mAh-Batterie ausdauernd. Zwei Tage bei häufiger Nutzung haben wir zwar nicht mehr erreicht, aber bis zu eineinhalb Tage sind drin. Um den Akku innerhalb eines Tages leerzubekommen, muss sich der Nutzer schon richtig Mühe geben. Damit sind auch ausreichend Reserven vorhanden, um anderen Geräten über die OTG-Funktion etwas Energie abzugeben.

Das Gigaset GS370 plus läuft von Werk aus mit Android 7.0, der auf unserem Testgerät aktuell installierte Sicherheitspatch ist vom 5. Oktober 2017. Ein Update auf die aktuelle Android-Version 8 Oreo hat der Hersteller für das zweite Quartal 2018 angekündigt. Ein großes Problem sollte dies eigentlich auch nicht sein, da Gigaset Googles mobiles Betriebssystem so gut wie unberührt nutzt und keine ersichtlichen optischen oder softwareseitigen Änderungen vornimmt. An vorinstallierten Programmen gibt es außer den Standard-Android-Applikationen nur eine Hilfe- und eine Gigaset-Werbe-App. Immerhin: Beide sind deinstallierbar.

Das Gigaset GS370 plus bietet mit seinem aktuellen Straßenpreis von knapp 270 Euro ein gutes Preisleistungsverhältnis. Der Käufer bekommt eine ordentliche Leistung, eine gute Akkulaufzeit, ein gutes Display, eine ansprechende Optik und Haptik und ein Update-Versprechen auf Android 8 Oreo.

Nicht überzeugen konnte uns hingegen das eigentliche Highlight, die Dual-Kamera. Sie schießt zwar teils richtig gute, teils aber auch unansehnliche Fotos. Wer auf eine gute Dual-Knipse wert legt, dem empfehlen wir in der Preisklasse bis 300 Euro aktuell das Honor 7X (Testbericht). Bei diesem Smartphone ist bislang allerdings noch nicht bekannt, ob es ein Update auf Android 8 bekommen wird.

Kompletter Beitrag

Continue reading “Gigaset GS370 plus: Mittelklasse mit Dual-Kamera im Test”

Aukey SK-M18: „fetter“ Outdoor-Bluetooth-Lautsprecher im Test

Der Aukey SK-M18 ist ein Outdoor-Bluetooth-Lautsprecher mit FM-Radio, AUX-Eingang und langer Laufzeit. Im Großen und Ganzen hat er uns gut gefallen, konnte uns in einem Punkt allerdings nicht ganz überzeugen. Welcher das ist, und was die positiven Seiten an der Bluetooth-Box sind, das erzählen wir Euch in unserem Test.

Umgangssprachlich würde manch einer den Aukey SK-M18 wohl als „Oschi“ bezeichnen, mit seinen Abmessungen von 247 Millimetern in der Länge und 132 Millimetern im Durchmesser. Links sitzt der Subwoofer hinter einem Metallgitter. Auch die beiden Hochtöner rechts sind von einem solchen geschützt, allerdings in der Mitte unterbrochen von einem Panel mit den Bedienelementen und den vorhandenen Anschlüssen. Oben gibt es einen Tragegriff und unten Gummistandfüße, damit der zylinderförmige Lautsprecher nicht herum kegelt.

Bei den Bedienelementen und Anschlüssen handelt es sich um einen Ein/Aus-Schalter, eine Lautstärkeregelung per mechanischem Drehrad, einem AUX-Eingang, einem microUSB-Anschluss zum Aufladen und Tastern für Play/Pause, nächstes Lied, vorheriges Lied und zum Umschalten auf die eingebaute FM-Radio-Funktion.

Der Aukey SK-M18 ist ein Bluetooth-Lautsprecher mit Dual-Treiber (Leistung 2 Watt) und einem Subwoofer (Leistung 7 Watt). Weitere Details zur Akustik im Inneren verrät der Hersteller nicht. Wie schon erwähnt hat der Speaker neben einem AUX-Eingang noch ein FM-Radio als Medienquelle. Zum Lieferumfang gehört ein Tragegurt, der mit Karabinerhäkchen am Lautsprecher befestigt wird, ein microUSB-Ladekabel und ein Stereo-Mini-Klinkenstecker zum Anschließen von MP3-Player und Co.

Der Akku im Inneren hat eine Kapazität von 3000 mAh und läuft laut Hersteller bis zu 8 Stunden bei Dauerwiedergabe. Im Test kamen wir sogar auf neun Stunden, allerdings bei humaner Lautstärke. Höher aufgedreht muss man entsprechend mit geringerer Laufzeit rechnen.

Der Hersteller spricht von einem Outdoor-Speaker verrät aber keinerlei Spezifikationen, geschweige denn eine IP-Zertifzierung. Robust wirkt der Aukey SK-M18 zwar – mit seinem mit gummiertem Material überzogenen Gehäuse –, dass beispielsweise am Drehrädchen zur Regelung der Lautstärke Schutz gegen eindringendes Wasser gegeben ist, wagen wir allerdings zu bezweifeln. Wir haben das Gerät im Test nur Spritzwasser in nicht übermäßig hohem Maße ausgesetzt, was zu keinerlei Problemen führte.

Die ungewohnte Position der einzelnen Lautsprecher macht es schwierig den Klang des Aukey SK-M18 möglichst konkret zu beurteilen und zu beschreiben. Richtet man die Hochtöner auf sich zeigen sich die oberen Frequenzen zu dominant, richtet man den Subwoofer auf sich fehlt es an Höhen und das gesamte Klangbild wird mulmig. Das ist wenig verwunderlich bei der vom Hersteller gewählten Anordnung und dem Abstrahlwinkel der Töner in nur eine Richtung.

Produktbildern zufolge ist es anscheinend vorgesehen den Lautsprecher längs zu stellen, was auch für uns das beste Klangergebnis brachte. Da die Speaker dann jedoch nach links respektive rechts abstrahlen, ist der Klang ein anderer als bei Lautsprechern, die frontal ausgerichtet sind und der Subwoofer nach unten oder nach hinten. Davon abgesehen empfanden wir auch dann noch die Höhen etwas zu stark betont. Von einem schlechten Sound kann man beim Aukey SK-M18 allerdings nicht sprechen: Der Bass klingt satt und konkret, Mitten und Höhen präsentieren sich aufgeräumt und sauber.

Die Bedienung des Lautsprechers ist selbsterklärend. Wird er eingeschaltet befindet er sich im Connect-Modus, ist er mit dem Abspielgerät per Bluetooth verbunden nutzt der Besitzer die entsprechend gekennzeichneten Bedienelemente zur Lautstärke- und Mediensteuerung. Wird ein Gerät per Klinkenstecker an den AUX-Eingang angeschlossen ist dieser priorisiert und kommt zum Einsatz. Der Mode-Taster dient lediglich zum Einschalten des Radios, die Skip-Tasten dann zum Einstellen der gewünschten Frequenz. Die Taster haben einen guten Druckpunkt und auch das mechanische Rädchen zum Regeln der Lautstärke lässt sich präzise einstellen.

Für knapp 30 Euro bietet der Aukey SK-M18 kein schlechtes Gesamtpaket: FM-Radio, AUX-Eingang und lange Laufzeit sind die herausstechenden Eigenschaften. Was das – auch durch die Bauweise bedingte – Klangbild angeht, sehen wir den Lautsprecher am ehesten als Begleiter am Strand oder bei sportlichen Aktivitäten. Eben dort, wo es nicht so wichtig ist, dass der Sound „aus einem Guss“ am Ohr des Zuhörers ankommt.

Der Amazon-Link im Fazit enthält eine Partner-ID. TechStage bekommt unter Umständen eine Provision.

Kompletter Beitrag

Continue reading “Aukey SK-M18: „fetter“ Outdoor-Bluetooth-Lautsprecher im Test”

Google: Mit Hilfe von Maschinellem Lernen wurden zwei neue Planeten entdeckt

Google selbst kann man inzwischen wohl als verdammt großen Inkubator für immer neue interessante Algorithmen bezeichnen. So basiert nicht nur die Suche von Google auf einem solchen Algorithmus, ganz viele andere Produkte und Lösungen des Unternehmens setzen auf diese intelligenten mathematischen Formeln, die dem Anwender am Ende das Leben erleichtern sollen. Mit dem sogenannten Maschinellen Lernen wurde der Welt vor geraumer Zeit eine weitere ausgesprochen intelligente Möglichkeit gezeigt, Probleme von einem Computer automatisch beseitigen zu lassen.

Maschinelles Lernen beschreibt Techniken, Computer dahingehend zu trainieren, bestimmte Muster zu erkennen. Besonders bei der Einordnung großer Datenmengen kann das von großem Nutzen sein. Die Hauptidee dabei liegt darin, den Computer nicht etwa anhand spezifischer Regeln menschlicher Programmierung, sondern anhand von Lernbeispielen zu trainieren.„, so Google.

Niemand geringeres als die NASA konnte nun ein Problem nennen, dessen man sich bei Google gerne angenommen hat:

Bei der Suche nach Exoplaneten analysieren Astrophysiker üblicherweise riesige Datenmengen, die noch von der Kepler-Mission der NASA stammen und greifen dabei auf eine Kombination von automatisierter Software und manueller Analyse zurück. Das Weltraumteleskop Kepler hat über einen Zeitraum von vier Jahren 200.000 Sterne beobachtet und dabei alle 30 Minuten eine Aufnahme gemacht. Auf diese Weise konnten rund 14 Milliarden Datenpunkte gesammelt werden. Anhand dieser 14 Milliarden Datenpunkte lassen sich ca. 2 Billiarden mögliche Umlaufbahnen berechnen! — Google

Das Problem liegt nun allerdings darin, dass selbst die leistungsstärksten Computer kaum noch in der Lage sind, einigermaßen flott notwendige Berechnungen und Analysen vorzunehmen. Google wollte hier nun ansetzen und den Prozess um einiges beschleunigen – mit Hilfe vom Maschinellen Lernen.

Zusammen mit Astrophysikern der UT in Austin habe man die Technologie eingesetzt, um das System auf die Erkennung neuer Planeten zu trainieren.

Ein Datensatz von über 15.000 der oben genannten Kepler-Signale wurde in Verbindung mit TensorFlow verwendet, um echte Planeten von anderen ähnlichen Himmelsobjekten unterscheiden zu lernen. Am Ende zeigte sich, dass das Modell immerhin in knapp 96 Prozent der Fälle mit seiner Erkennung richtig lag.

Angetrieben vom bisherigen Erfolg wurde das erlernte Modell nun verwendet, um bei rund 670 Sternen, von denen man wusste, dass sie mindestens zwei Exoplaneten in ihrem Umfeld beherbergen müssten. Und tatsächlich konnte man zwei neue Planeten entdecken: Kepler 80g und Kepler 90i. Letzterer ist dann auch noch der achte Planet, der um den Stern Kepler 90 kreist. Bedeutet, dass es sich hier neben dem unseren um das erste weitere Sonnensystem handelt, welches aus acht Planeten besteht. Kepler 90i ist rund 30 Prozent größer als die Erde, bietet eine Oberflächentemperatur von knapp 420 Grad Celsius und benötigt rund 14 Tage für eine komplette Umrundung seines Sterns.

Mal ganz abgesehen von der Tatsache, einfach mal zwei neue Planeten entdeckt zu haben, begeistert mich an der Geschichte vielmehr, wie weitreichend die verwendeten Algorithmen und Technologien in Zukunft noch in der Raumfahrt eingesetzt werden könnten. Mal sehen, was die restlichen 219.330 zu prüfenden Sterne noch alles ergeben. Seit meiner Kindheit fasziniert mich der Weltraum und es ist interessant zu sehen, wie den Instituten inzwischen bei ihrer Forschung unter die Arme gegriffen werden kann.

(via Google Blog)

-> Zum Beitrag Google: Mit Hilfe von Maschinellem Lernen wurden zwei neue Planeten entdeckt

-> Zum Blog Caschys Blog

Unser Feedsponsor:

Google: Mit Hilfe von Maschinellem Lernen wurden zwei neue Planeten entdeckt


Continue reading “Google: Mit Hilfe von Maschinellem Lernen wurden zwei neue Planeten entdeckt”

QAS-300 Multiroom-Speaker im Test: Alexa für Paranoide

Der Versandhändler Pearl hat mit dem Auvisio QAS-300 einen WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit Akku und Alexa-Spracherkennung für unter 100 Euro im Angebot, doch so wie die Konkurrenz funktioniert er nicht. Wir haben ihn getestet.

Der schwarze WLAN-Speaker QAS-300 kommt im Vergleich zur Konkurrenz verhältnismäßig einfach verpackt bei uns an. Zum Lieferumfang gehören eine Kurzanleitung, ein Micro-USB-Kabel und der Lautsprecher. Ein USB-Netzteil ist nicht beigepackt.

Der Lautsprecher ist bis auf die Tasten und den Auviso-Schriftzug komplett in schwarz gehalten. Auf der Oberseite befinden sich berührungsempfindliche Bedienelemente für Wiedergabe/Pause, Lautstärke, Wechsel zwischen WLAN und Bluetooth und die WLAN-Kopplung. Ein Touchfeld mit Mikrofon ist ebenfalls vorhanden.

Auf der Rückseite sitzen der Power-Button, der Micro-USB-Anschluss und eine Aux-In-Buchse, ein Ausgang für den Anschluss weiterer Lautsprecher ist nicht vorhanden. Der Lautsprecher ist gut 15 Zentimeter hoch und wiegt mit 470 Gramm nur etwa halb soviel wie der ähnlich große Echo-2-Lautsprecher von Amazon.

Die Verarbeitung ist insgesamt gut, das Touchfeld ist aber extrem anfällig für unschöne Fingerabdrücke.

Der QAS-300 ist ein echtes Multitalent und bietet den selben Funktionsumfang wie der Link 20 von JBL: Er arbeitet sowohl als klassischer Bluetooth-Speaker als auch als WLAN-Multiroom-Lautsprecher. Dabei unterstützt er Streamingportale wie beispielsweise Amazon Music, Pandora, TuneIn oder Spotify. Gestreamt wird per Android oder iOS Device. Zusätzlich verfügt er über Alexa-Voice-Control und einen internen Akku mit 1500 mAh.

Bis zu acht, in der Wohnung verteilte Lautsprecher werden synchron per WLAN bespielt und ermöglichen so eine einheitliche Beschallung. Das zumindest verspricht der Hersteller. Da wir nur einen Speaker zum testen haben, konnten wir das aber nicht überprüfen.

Im WLAN eingebunden ermöglicht die Alexa-Sprachsteuerung dem Benutzer, Fragen zu stellen oder Befehle zu erteilen. Ebenso klappt es, per Sprache bei Amazon zu bestellen oder Smart-Home-Komponenten zu steuern. Wer unterwegs ist, sendet seine Musik per Bluetooth an den QAS-300.

Um den Lautsprecher im vollen Umfang nutzen zu können, ist es erforderlich, neben der Alexa-App auch die Auvisio-App Cowin auf einem iOS- oder Android-Smartphone zu installieren. Obwohl der Hersteller eine Kompatibilität zum iPhone 6s verspricht, haben wir es nicht geschafft, die Cowin-App damit herunterzuladen. Mit einem aktuellen Android-Smartphone gab es keine Probleme. Die Einrichtung selbst funktioniert, wie in der Anleitung beschrieben, innerhalb von wenigen Minuten. Anschließend erscheint der QAS-300 in der Alexa-App. Einstellungen wie Benennung, Zeitzonen oder Einheiten-Settings funktionieren genauso wie bei Echo-Speakern von Amazon.

In der Praxis zeigen sich dann einige Besonderheiten des QAS-300. Er teilt dem Nutzer nach dem Einschalten auf Englisch mit, in welchem Modus er sich aktuell befindet: WLAN oder Bluetooth. Das ist grundsätzlich in Ordnung, allerdings macht der Auvisio-Speaker das mit voller Lautstärke. Das nervt.

Im Bluetooth-Betrieb und bei 50 Prozent Lautstärke soll der Akku laut Hersteller 6 Stunden durchhalten. Bei etwas höherer Lautstärke hält er im Test allerdings gerade einmal halb so lang durch. Für einen kurzen Ausflug ist das okay, als Musikquelle im Urlaub aber zu schwach.

Die größte Besonderheit für einen sprachgesteuerten Lautsprecher ist die Funktion der Mikrofontaste. Während diese bei der Konkurrenz (Google-Home-Mini, Echo Plus, Echo 2, JBL Link 20, Sony LF-S50) die Mikrofone für die Sprachsteuerung deaktiviert, schaltet sie diese beim Auvisio erst auf Knopfdruck ein. Und das nur für wenige Sekunden und nicht dauerhaft, sozusagen eine Sprachsteuerung On-Demand. Ein sehr ungewöhnliches Konzept wie wir finden. Erst die Taste drücken, um dann per Sprache zu steuern, ist einfach unkomfortabel. Auf die typischen Keywords (“Alexa”) reagiert der Lautsprecher gar nicht, daher steht er eigentlich auch nicht in direkter Konkurrenz zu den Alternativen.

Wer Angst hat, von Alexa ausspioniert zu werden und keine potentielle Wanze im Haus haben möchte, hat so aber eine Alternative: Während Google-Home- und Alexa-Speaker immer zuhören, ist der QAS-300 standardmäßig taub und hört nur auf Knopfdruck.

Die Klangqualität des QAS-300 hat positiv überrascht. Bei geringer oder mittlerer Lautstärke ist der Sound erfreulich gut. Verglichen mit dem sehr guten Sound des JBL Link 20 fehlt es zwar an Bass, ansonsten ist das Klangbild aber sehr harmonisch. Bei hoher Lautstärke fehlt es dann deutlich an Bass und der Lautsprecher beginnt zu scheppern. Verglichen mit der Konkurrenz ist die Wiedergabequalität am ehesten mit dem Echo 2 vergleichbar. Für die Baugröße und den Preis ein ordentliches Ergebnis.

Wer in das Thema sprachgesteuerte Speaker einsteigen möchte, aber Angst um seine Privatsphäre hat, bekommt mit dem QAS-300 ein gutes Produkt mit vielen Funktionen und ausreichender Klangqualität. Wer allerdings eine echte Alternative zu Echo und Co. sucht, ist hier falsch. Der Umstand, die Sprachsteuerung erst händisch aktivieren zu müssen, schränkt den Nutzen einfach zu sehr ein. Für einen ähnlichen Preis bietet der Echo 2 eine dauerhafte Sprachsteuerungs-Funktion und verfügt sogar über einen Klinkenausgang für den Anschluss an die Stereoanlage. Allerdings ist beim Echo kein Akku verbaut. Wer einen akkubetriebenen Speaker mit Sprachsteuerung sucht, sollte sich die Modelle JBL Link 10 und Link 20 ansehen. Diese bieten dauerhafte Sprachsteuerung, Akkubetrieb und eine erstklassige Klangqualität. Allerdings nutzen die Google Home statt der Alexa und sind wesentlich teurer.

Kompletter Beitrag

Continue reading “QAS-300 Multiroom-Speaker im Test: Alexa für Paranoide”

Cotodama Lyric Speaker: Lautsprecher zeigt Lyrics auf transparentem Display

Aus unserer Serie “Weihnachtsgeschenke die ihr bestimmt nicht bekommt” zeigen wir euch heute den Cotodama Lyric Speaker, der definitiv futuristischer ist, als alle intelligenten Smart-Home-Speaker unter der Sonne.

Auf seinem transparenten (ja, das…

Continue reading “Cotodama Lyric Speaker: Lautsprecher zeigt Lyrics auf transparentem Display”

Este sitio web utiliza cookies para que usted tenga la mejor experiencia de usuario. Si continúa navegando está dando su consentimiento para la aceptación de las mencionadas cookies y la aceptación de nuestra política de cookies, pinche el enlace para mayor información.

ACEPTAR
Aviso de cookies