Bose Quietcontrol 30: Bluetooth-In-Ears mit ANC im Test

Der Bose Quietcontrol 30 ist ein BT-In-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung. Ob der recht hohe Preis des Headsets gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

Beim Bose Quietcontrol 30 sind die Ohrstöpsel mit einem Kabel an einem Nackenbügel befestigt. Grund für diesen Bügel ist die Tatsache, dass der Hersteller dort die nötige Technik für das Hauptfeature des Kopfhörers unterbringt: Der Bose Quietcontrol 30 verfügt über eine aktive Geräuschunterdrückung, um regeln zu können, wie viel der Nutzer von seiner Umwelt mitbekommt – oder eben nicht mitbekommt. Am Kabel des rechten Ohrstöpsels sitzt eine Bedieneinheit zur Steuerung von Lautstärke, Medienwiedergabe und des Active Noice Cancellings. Einschalter und Micro-USB-Anschluss zum Aufladen sind am Nackenbügel untergebracht.

Der Nackenbügel ist mit gummiertem Material überzogen, die Ohrhörer bestehen aus glattem Kunststoff. An jedem Stöpsel ist ein Mikrofon verbaut. Die Verarbeitung des Bose Quietcontrol 30 ist gut und das Headset präsentiert sich robust und wertig. Die Abmessungen des knapp 64 g schweren Kopfhörers betragen 15,2 cm in der Höhe, 16,5 cm in der Breite und 1,9 in der Tiefe.

Technische Daten zu der für den Klang zuständigen Technik verrät Bose nicht. Auch nicht, mit welcher Bluetooth-Version sich das Headset mit dem Abspielgerät verbindet. Dies geht auf die übliche Art und Weise, wahlweise auch mit NFC oder aber mithilfe einer speziellen App (Bose Connect). Diese ist jedoch nicht zwingend für die Nutzung des Bose Quietcontrol 30 nötig, alle dort verfügbaren Optionen lassen sich auch direkt am Kopfhörer regeln und einstellen. Einzig für das Feature der Musikfreigabe benötigt der Nutzer das Smartphone-Programm des Herstellers. Damit lassen sich zwei Bose-Kopfhörer miteinander verbinden, um auf beiden dieselbe Musik zu hören. Praktische Sache!

An der Bedieneinheit am Kabel des rechten Ohrhörers sitzen seitlich zwei Taster, um den Grad der Geräuschunterdrückung einzustellen. Vorne gibt es drei weitere Taster: Die beiden Äußeren dienen zum einstellen der Lautstärke, der mittlere Button startet oder stoppt die Wiedergabe (einmal drücken), springt ein Lied vor oder zurück (zweimal respektive dreimal drücken) und nimmt eingehende Anrufe an und beendet sie (bei eingehendem Anruf einmal drücken und bei laufendem Anruf einmal drücken). Dies alles ging im Test dank der gut erfühlbaren Taster gut von der Hand.

Während der Nackenbügel auf den ersten Eindruck etwas ungewohnt anmutet, trägt sich das Headset komfortabel mit der Technik um den Hals. Das gummierte Material fühlt sich angenehm auf der Haut an. Für sportliche Aktivitäten ist der Bose Quietcontrol 30 zwar auch geeignet, beim Joggen beispielsweise kann der Nackenbügel jedoch etwas wippen und somit eventuell unangenehm auffallen. Auch nimmt das Headset aufgrund des Bügels mehr Platz weg als üblich bei In-Ear-Kopfhörern, auf Reisen für manch einen wohl ein nicht unwesentlicher Kritikpunkt. Ein Aufbewahrungscase zum Schutz des Kopfhörers befindet sich im Lieferumfang.

Die Ohrpassstücke des Bose Quietcontrol 30 nennt der Hersteller StayHear+. Sie haben seitlich einen kleinen Gummi-Flügel, der sich in die Ohrmuschel einsetzt und so für zusätzlichen Halt sorgt. Die Passstücke liegen dem Headset in drei Größen bei. Wir erzielten mit dem am best sitzenden Paar einen perfekten Sitz. Auch nach langer Nutzung fielen die Ohrhörer nicht negativ auf und ließen sich komfortabel tragen. Während der Hersteller eine Laufzeit von zehn Stunden verspricht, kamen wir im Test mit einer Ladung auf durchschnittlich acht Stunden.

Der Bose Quietcontrol 30 liefert einen tollen Sound ab, die Abstimmung über das gesamte Klangbild ist top. Untenherum gibt es druckvollen, aber auch nicht zu dick auftragenden Bass, im Mittenbereich und in den Höhen die nötige Klarheit für einen guten Detailreichtum. Aber auch die aktive Geräuschunterdrückung hat uns gefallen: Komplett aufgedreht ist der Nutzer sehr gut von der Außenwelt isoliert. Er kann aber weiterhin in zwölf Stufen einstellen, wie viel an Umgebungsgeräusch durchkommen soll, um eben nur soweit von der Umwelt abgeschottet zu sein, wie gewünscht. Auch an der Sprachqualität gibt es beim Bose Quietcontrol 30 nichts zu mäkeln, weder auf Seite des Nutzers noch auf Seite des Anrufers. Stimmen werden klar und gut verständlich wiedergegeben.

Der Bose Quietcontrol 30 liefert einen tollen Klang, eine top funktionierende aktive Geräuschunterdrückung, einen guten und komfortablen Sitz und eine zufriedenstellende Laufzeit. Aufgrund der Bauweise ist er jedoch nicht so einfach in der Tasche zu verstauen und für Sportler ist er nur bedingt geeignet.

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Hero (2018), Hero 5 & 6 Black im Vergleich: Welche GoPro kaufen?

Der Actioncam-Hersteller GoPro hat aktuell drei verschiedene Modelle mit nahezu identischem Design im Angebot. Wir zeigen die Unterschiede und erklären, welche GoPro man kaufen sollte.

Die aktuelle GoPro Hero (Testbericht) ist gleichzeitig auch das günstigste Modell im Angebot. Das Gehäuse ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von zehn Metern. Videoaufnahmen sind mit bis zu 1440p bei 30 Bildern je Sekunde möglich. Das Bildverhältnis von 4:3 (1920 × 1440) ist heutzutage allerdings nicht mehr zeitgemäß. Die Full-HD-Aufnahmen mit 60 fps sind dafür ruckelfrei und auch bei schnellen Bewegungen absolut flüssig. Die Videostabilisierung funktioniert gut und im Vergleich zu günstigen China-Actioncams sind die Videos deutlich ruhiger.

Die Bedienung per App oder Touchscreen ist intuitiv und unkompliziert. Wer beim Filmen keine Hand frei hat, kann die Hero (2018) auch per Sprachsteuerung bedienen.

Zeitraffer-Filme nimmt sie zwar auf – allerdings nur mit einem Bildintervall von 0,5 Sekunden. Auch sonst sind die Einstellungsmöglichkeiten stark begrenzt. GoPro hat bei Ihrem Budget-Modell nicht nur einfachere Hardware verbaut, auch bei den softwareseitigen Optionen ist die Hero stark eingeschränkt.

Fotos nimmt die Hero mit zehn Megapixeln auf. Im Serienbildmodus schafft die kleine GoPro bis zu zehn Fotos pro Sekunde.

Außer Kamera, USB-Ladekabel und dem Rahmen (frame) gehören lediglich zwei Klebehalterungen zum Lieferumfang.

Der Akku ist austauschbar und hält gut eineinhalb Stunden durch. Zur Wiedergabe auf einem externen Monitor steht ein Micro-HDMI-Ausgang zur Verfügung.

Die GoPro Hero (2018) kostet mit etwa 200 Euro nur knapp die Hälfte des aktuellen Top Modells Hero6 Black. Für den Preis gibt es eine solide Actioncam mit ordentlicher Aufnahmequalität. Die 60 fps und die Videostabilisierung bieten einen deutlichen Mehrwert gegenüber günstigen China-Kameras. Das wasserdichte Gehäuse und die Sprachsteuerung sind zusätzliche Kaufanreize. Die wenigen Einstellungsmöglichkeiten schränken die kreativen Möglichkeiten allerdings extrem ein. Von den drei getesteten Modellen ist die Hero als einziges nicht mit der GoPro-Drohne Karma (Testbericht) kompatibel.

Die Hero5 Black (Testbericht) war 2017 das Top-Modell von GoPro. Das bis zu zehn Meter wasserdichte Gehäuse liegt dank gummierter Oberfläche angenehm in der Hand; für Tiefere Gefilde gibts es ein spezielles Unterwassergehäuse.

Videos nimmt die Actioncam mit bis zu 4K-Auflösung bei 30 fps auf. Wer nur in Full-HD aufnimmt, kann die Bildrate auf bis zu 120 fps hochschrauben und die Clips in Zeitlupe abspielen. Die Videostabilisierung funktioniert bis zu einer maximalen Auflösung von 2,7K und sorgt für deutlich ruhigere Videoaufnahmen.

Die Bildqualität der Fotos ist sehr gut und profitiert vom großen Dynamikumfang. Die bis zu 30 Einzelbilder pro Sekunde haben eine maximalen Auflösung von zwölf Megapixeln und sind knackig scharf. Wer die Fotos nachbearbeitet, profitiert vom Protune-Format (RAW-Bilder).

Die integrierte Sprachsteuerung und das berührungsempfindliche Zwei-Zoll-Display auf der Rückseite machen die Bedienung sehr komfortabel. Die Steuerung per Smartphone klappt ebenfalls problemlos. Wer prüfen will, wo welche Aufnahmen entstanden sind, profitiert vom integrierten GPS-Empfänger. Der Akku hält im Test nur knapp über eine Stunde lang durch. Originale Ersatz-Akkus kosten etwa 20 Euro. Über einen Mikrofoneingang und einen Micro-HDMI-Ausgang verfügt die Hero5 Black ebenfalls.

Im Lieferumfang sind Kamera, Rahmen, Ladekabel und zwei Klebehalterungen enthalten.

Die Hero5 Black ist nach wie vor eine der besten Actioncams am Markt. Wenn 30 Bilder pro Sekunde in 4K-Auflösung und 120 fps bei Full-HD ausreichen, dann ist das letztjährige Flagship-Modell unsere erste Wahl. Die Bildstabilisierung kann zwar nicht mit der Hero6 Black mithalten, die Preisersparnis von über 100 Euro ist allerdings nicht zu vernachlässigen.

Das Design vom aktuellen Top-Modell gleicht dem Vorgängermodell. Technisch gesehen hat sich trotzdem noch einiges getan. Die Hero6 Black (Testbericht) schafft in der 4K-Auflösung eine doppelt so hohe Bildfrequenz von 60 fps. Im Full-HD-Mode sind sogar 240 Einzelbilder pro Sekunde möglich. Aufnahmen in Zeitlupe sind so kein Problem und die Ergebnisse sehen wirklich beeindruckend aus.

Die Stabilisierung ist nochmal weit besser als beim Vorgängermodell und funktioniert nun auch bei 4K-Auflösung bei bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Bei maximaler Bildrate in Full-HD (240 fps) funktioniert die Stabilisierung nicht. Das Ergebnis ist phänomenal und erinnert an professionelle Aufnahmen mit Gimbal oder Steady-Cam.

Die Eckdaten für Fotos sind unverändert zum Vorgänger-Modell. Allerdings ist noch ein zusätzlicher HDR-Modus dazugekommen.

Anders als beim Vorgänger oder der Hero (2018) ist nun auch das Einschalten per Sprachbefehl möglich. Wer seine Videos automatisiert am Smartphone schneiden möchte (QuikStories-Funktion), profitiert vom schnellen, neu verbauten 5-GHz-WLAN. GPS-Empfänger, Micro-HDMI-Ausgang, Mikrofon-Eingang sind auch wieder verbaut. Der austauschbare Akku hält, je nach Auflösung, zwischen einer und zwei Stunden durch. Der Lieferumfang besteht aus Kamera, Ladekabel, Kamera-Rahmen und zwei Klebehalterungen.

Die GoPro Hero6 Black ist die derzeit wahrscheinlich beste Actioncam am Markt. Super-Slow-Motion in Full-HD-Auflösung und bis zu 60 fps bei 4K sprechen ganz klar für das aktuelle Topmodell. Die hervorragende Bildstabilisierung, und die Möglichkeit, HDR-Fotos zu schießen sind zwei weitere Vorteile gegenüber der Hero5 Black.

Wer eine gute und einfach zu bedienende Actioncam braucht und diese lediglich für kurze Videoclips benötigt, sollte sich die GoPro Hero (2018) kaufen. Wem die Einstellungsmöglichkeiten zu gering erscheinen, der sollte sich alternativ die Yi 4K ansehen. Diese bietet deutlich mehr Optionen und kostet etwa 160 Euro.

Die Hero5 Black ist unser Preis-Leistungs-Sieger bei den drei GoPro-Modellen. Für unter 300 Euro bietet die Kamera eine großartige Bildqualität und jede Menge Features. Wasserdichtes Gehäuse, Bildstabilisator und die 120 fps bei Full-HD-Auflösung reichen für die meisten Anwender locker aus. Wem die Hero5 Black zu teuer erscheint, der sollte sich die Nikon Keymission 170 ansehen. Diese hat im letztjährigen Test sehr gut abgeschnitten und ist mittlerweile für unter 200 Euro erhältlich.

Die Hero6 Black setzt vor allem mit der hohen Bildrate (4K bei 60 fps, Full-HD mit bis zu 240 fps) und dem extrem guten Bildstabilisator neue Maßstäbe. Die technische Ausstattung wirkt sich allerdings auch auf den Preis aus. Gut 400 Euro ist eine Stange Geld für eine Actioncam. Wer die größtmögliche kreative Freiheit und beste Bildqualität sucht, sollte trotzdem zuschlagen. Noch mehr Optionen bietet derzeit eigentlich nur die 360-Grad-Kamera GoPro Fusion.

Einen Vorteil haben alle GoPro-Hero-Modelle: Die Auswahl an erhältlichem Zubehör ist riesig.

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Elephone U Pro: Flagschiff-China-Smartphone im Test

Mit dem Elephone U Pro versucht sich der Hersteller im Smartphone-Oberklasse-Bereich: ein gekrümmtes Amoled-Display, ein potenter Octa-Core-Prozessor, 6 GByte RAM und 128 GByte Speicher gehören zur Ausstattung. Ob der Preis von knapp 450 Euro gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

Die Inspiration für das Elephone U Pro ist beim ersten Blick klar: Das Gerät ähnelt sehr stark Samsungs Galaxy S9 (Testbericht) oder Galaxy S8 (Testbericht) mit seinen schmalen Rändern und dem gekrümmten Bildschirm. Das U Pro ist top verarbeitet und wirkt edel. Die hochglänzende blaue Rückseite unseres Testgerätes sieht schick aus, ist allerdings anfällig für Fingerabdrücke. Die Abmessungen des 170 g schweren Telefons betragen 154 × 72,5 × 8,7 mm.

Power-Button und Lautstärkewippe sind auf der rechten Seite des Telefons, der Kartenslot oben untergebracht. Unten gibt es einen USB Type-C und den Lautsprecher. Einen Kopfhörereingang besitzt das U Pro nicht, im Lieferumfang befindet sich jedoch ein entsprechender Adapter für USB-C. Auf der Rückseite mittig weit oben sind die Dual-Kamera nebst Blitz und Fingerabdrucksensor verbaut.

Im Inneren des Elephone U Pro werkelt ein Snapdragon-660-Chip. Er hat vier Kerne mit einem Maximaltakt von 1,4 und vier Kerne mit einem Maximaltakt von 2,2 GHz. Es gibt das Smartphone mit 4 GByte und mit 6 GByte RAM sowie mit 64 GByte und 128 GByte großem internen Speicher. Zur Erweiterung gibt es einen MicroSD-Kartenslot. Wir hatten die Ausführung mit 6 GByte RAM und 128 GByte Speicher als Testgerät.

Im mobilen Internet unterstützt das Handy, das zwei SIM-Karten aufnehmen kann, LTE mit allen in Deutschland genutzten Frequenzbändern. WLAN gibt es nach 802.11 a, b, g und n im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Neben GPS und Bluetooth in Version 5 hat das U Pro im Bereich der Konnektivität noch NFC an Bord. Der 3500-mAh-Akku unterstützt die Schnellladetechnologie Qualcom Quick Charge 3 und lässt sich außerdem auch drahtlos nach Qi-Standard aufladen.

Neben dem Ladegerät nebst entsprechendem USB-Kabel gehört neben dem schon erwähnten Audio-Ausgang-Adapter noch eine durchsichtige Gel-Schutzhülle zum Lieferumfang.

Das 5,99 Zoll große Amoled-Display löst 2160 × 1080 Pixel auf und überzeugt mit ausreichend Schärfe und plastischen Farben. Wem diese in der Standard-Einstellung zu poppig sind, der kann die Farbtemperatur in den Systemeinstellungen mit zwei Einstellungsmöglichkeiten (Warm und Kühl) anpassen. Negativ fiel uns die Blickwinkelstabilität auf: Schon ein klein wenig geneigt werden die Farben verfälscht und weiß erscheint leicht grünlich. Geschützt wird das Panel von Gorilla Glass 5. Auf Fingereingaben reagiert der Bildschirm des Elephone U Pro sehr gut. Was die maximale Helligkeit angeht, dürfte das Handy etwas mehr Reserven haben, bei hellem Sonnenlicht sind Inhalte schwer zu erkennen.

Die Hauptkamera des U Pro besteht aus einem Dual-Kamera-Setup mit zwei 13-Megapixel-Linsen für Farb- und Schwarz-Weiß-Aufnahmen und einer f/2.2-Blende. Mit dieser Zusammenstellung wird auch ein Unschärfe-Effekt realisiert. Vorne gibt es eine 8-Megapixel-Selfie-Cam. Auslöser und Fokus reagieren zügig und bei guten Lichtverhältnissen macht das U Pro ansehnliche Bilder. Gemessen am Preis haben wir bezüglich der Bildqualität jedoch mehr erwartet. Zwar sind Fotos in der Regel scharf genug und auch die Farbdarstellung geht in Ordnung, Details sind bei näherer Betrachtung allerdings selbst bei guten Lichtverhältnissen tendenziell etwas verwaschen.

Mit dem potenten Prozessor und dem ordentlichen Arbeitsspeicher legt das U Pro eine sehr gute Performance an den Tag. Das System läuft flüssig und flink. Hänger und Denkpausen konnten wir im Test nicht feststellen. Die Punktzahl von knapp 140.000 Zählern im Antutu-Benchmark unterstreicht die gute Performance. Der Fingerabdrucksensor zeigt sich hingegen als Nervfaktor: Oft benötigt es mehrere Anläufe, bis der Abdruck erkannt wird.

Die Akkulaufzeit des U Pro ist zufriedenstellend, wir kamen im Test auch bei reger Nutzung über den Tag. Das Aufladen per Quick Charge 3 nimmt etwas mehr als anderthalb Stunden an Anspruch. Während die Sprachqualität beim Telefonieren gut ist, klingt der Lautsprecher des Smartphones dünn und blechern.

Als Betriebssystem kommt beim Elephone U Pro Android 8 zum Einsatz. Der Google-Sicherheitspatch war zum Testzeitraum vom 05. Februar 2018. Der Hersteller drückt dem OS optisch seinen eigenen Stempel auf, nimmt aber keine größeren Änderungen am System vor. Bloatware gibt es erfreulicherweise nicht – abgesehen von einer Service-App des Herstellers, über die der Nutzer Feedback senden kann.

Das Elephone U Pro gefällt uns in den Punkten Optik und Haptik, Performance und Display gut. Ein größerer Kritikpunkt ist der nicht zufriedenstellend funktionierende Fingerabdrucksensor und bei der Kameraqualität haben wir mehr erwartet. Bei dem verhältnismäßig hohen Preis finden wird das Preis-Leistungs-Verhältnis dementsprechend nicht besonders gut. Für knapp 450 Euro bekommt man mittlerweile beispielsweise schon ein Samsung Galaxy S8 (Testbericht).

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Kaufberatung: PowerLAN für stabiles Internet im Garten

Dicke Wände oder bedampfte Fenster bremsen WLAN. Die Lösung: PowerLAN bringt das Internet über die Stromleitung in den Garten. Wir stellen Adapter mit WLAN-Hotspot vor.

Die Begriffe Powerline, PLC oder PowerLAN werden oft synonym verwendet. Die PowerLine Communications Technik (PLC) nutzt die normalen 230-Volt-Stromleitungen einer Wohnung als Trägermedium für ein lokales Netzwerk. Im einfachsten Falle läuft ein Ethernet-Kabel von einem Router, oder von einem Rechner, zu einem Ethernet-to-PLC-Adapter, der in einer Strom-Steckdose steckt. Dieser überträgt Daten über die haushaltsübliche 230-Volt-Stromleitung an alle anderen Strom-Steckdosen der Wohnung. Dort kann ein zweiter PLC-to-Ethernet-Adapter die Informationen abgreifen und dem Endgerät wieder per LAN-Kabel zuführen. Die großen Hersteller haben inzwischen auch PLC-WLAN-Hybrid-Adapter im Programm, die einen integrierten WLAN Access Point bieten. So lässt sich nicht nur Netz in den Garten bringen, sondern auch die WLAN-Abdeckung im Haus verbessern.

Powerline erreicht inzwischen Gigabit-Geschwindigkeiten, allerdings nur in SchuKo-Dosen und nur, wenn drei Adern bereitstehen. Dank MIMO-Technik kann Powerline so etwa 60 bis 80 Prozent schneller kommunizieren als auf zwei Stromadern. In mehr als zehn Jahren hat sich der Brutto-Speed der PLC-Adapter von 14 Mbps auf 2000 Mbps gesteigert. Ältere PLC-Produkte mit nominal 14 oder 85 Mbps sind nicht mehr kompatibel mit den jüngeren Speed-Klassen 200, 500, 600, 1000, 1.200, 1.300 und 2.000 Megabit.

In der Praxis kommen die Geräte aber kaum auf die Höchstgeschwindigkeit. In unseren Messungen blieben weniger als 50 Prozent vom Brutto übrig, egal ob mit PowerLAN-Adaptern der Hersteller AVM oder Devolo. Powerline-Adapter setzen immer auf bestehende Infrastruktur. Alter und Aufbau der Stromleitungen, ja sogar angesteckte Netzteile im Stromnetz haben einen Einfluss auf die Geschwindigkeit. Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen lassen sich deswegen nur schwer auf andere Gebäude übertragen. In Mehrfamilienhäusern können Nachbarn, die ebenfalls PLC-Adapter benutzen, die Datengeschwindigkeit im ganzen Gebäude verschlechtern. Auch günstige Netzteile in Steckdosen des Nachbarn können das Stromnetz belasten und den PLC-Durchsatz verschlechtern. Falls möglich, sollte man PLC-Adapter auch nur direkt in Wandsteckdosen und nicht in Steckdosenleisten betreiben: Auch sie beeinflussen die Geschwindigkeit negativ.

Laut AVM wird die Geschwindigkeit durch folgende Geräte im Stromkreis potentiell beeinträchtigt: Schalter in Mehrfachsteckdosen, Überspannungsfilter, FI-Schutzschalter, Stromzähler, Dimmer, Vorschaltgeräte sowie einige andere Geräte, die viel Strom verbrauchen wie Bohrmaschinen und Staubsauger. Viele Powerline-Adapter im gleichen Netz können ebenfalls zu Einbrüchen führen. Das gilt nicht nur für AVM-Produkte, sondern so auch für alle anderen Modelle am Markt.

Die Powerline-Entwickler haben den Reiz von Powerline-Adaptern mit WLAN-Access-Points erkannt, entsprechend breit ist das Angebot. Im Prinzip sollten die Powerline-Produkte der Hersteller von 200 bis 1.200 Mbps miteinander kompatibel sein, sofern sich alle an den Homeplug AV2-Standard halten. Mischt man die verschiedenen Speed-Gattungen, dann bremst der langsamere Adapter den Schnelleren aus. Bei der Wahl einer Powerline-Lösung sollte auch die Management-Software in die Kaufentscheidung einfließen, denn da gibt es große Unterschiede. Am besten sollten Nutzer alle PLC-Adapter vom gleichen Anbieter verwenden. Dann passt nicht nur die Software, sondern es gibt auch einen einzigen Ansprechpartner, falls die Kommunikation nicht funktioniert.

Achtung: Die meisten Produkte sind nicht für den ständigen Einsatz draußen konzipiert, es fehlt an Schutz gegen Staub und Wasser. Ihr solltet den WLAN-Adapter also ins Innere tragen, wenn ihr ihn nicht nutzt. Eine Ausnahme ist die Outdoor-Variante von Devolo, siehe weiter unten.

Das Topmodell AVM Fritz Powerline 1260E (+WLAN) kostet keine 100 Euro: Sein Powerline-Modul jagt die Daten mit 1.200 Mbps über die heimische Stromleitung. Sein WLAN verspricht 11n bis 400 Mbps und 11ac bis 866 Mbps. Die LAN-Buchse beherrscht 1.000 Mbps. Eine Durchschleif-Steckdose fehlt.

Für eine optimale Verbindung installiert man zwei identische 1260E-Adapter. Benötigt man an einem der zwei PLC-Standorte jedoch kein WLAN, genügt es, dort den günstigeren AVM Fritz Powerline 1220E einzusetzen. Rund 55 Euro kostet der Adapter ohne WLAN jedoch mit Durchschleif-Steckdose.

Dieses Pärchen mit einem 1260E mit WLAN und einem 1220E ohne WLAN gibt es unter dem Namen AVM Fritz Powerline 1260E WLAN Starter-Set für circa 140 Euro. Zusätzlich gibt es von AVM auch günstigere Starter-Kits mit weniger Speed.

Der Mesh-fähige AVM Fritz Powerline 1260E Adapter eignet sich besonders für Leute, die bereits eine Mesh-fähige Fritzbox haben wie etwa die 7490 oder 7590 samt Schwester-Modellen. Dann sind Hardware, Optik, Funktionalität und vor allem auch Mesh-Bediener-Software besonders gut aufeinander abgestimmt.

Devolo listet auf seiner Website im Mai 2018 neunzehn Powerline-Adapter und Kit-Kombinationen von PLC 500 bis PLC 1.200 mit Listenpreisen von 39 bis 209 Euro. Besonders interessant fanden wir das devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit Powerline für knapp 160 Euro. Es hat große Ähnlichkeit mit dem AVM FRITZ!Powerline 1260E WLAN Set für rund 140 Euro. Sichtbarster Unterschied: Das Duo von Devolo besitzt insgesamt zwei Durchschleif-Steckdosen, das AVM-Paar hat nur eine. Dafür funkt AVM bei 11n bis 400 Mbps, Devolo dagegen nur bis 300 Mbps. Im Standard 11ac funken die Kits von AVM und Devolo dagegen gleich schnell: bis 866 Mbps.

Das teuerste PLC-WLAN-Start-Paket unserer Übersicht ist das D-Link COVR-P2502 Kit und kostet etwa 170 Euro. Es verspricht bis zu 1.300 Mbps im Backbone via Powerline, dazu WLAN-11n bis zu 300 Mbps und 11ac bis zu 866 Mbps – und zwar in beiden Adaptern. Jeder PLC-Adapter hat zudem drei Gigabit-LAN-Buchsen, also insgesamt sechs. Auf Durchschleif-Steckdosen verzichtet der Hersteller. Laut D-Link ist das Kit Mesh-fähig.

Netgear bietet für Powerline-basiertes WLAN das PLW1000-100PES SET. Mit einem Preis um circa 84 Euro kostet es nur gut halb so viel wie die Top-Kits von AVM oder Devolo. Dafür liefert das Netgear-Duo lediglich 1.000 Mbps PLC-Speed im Backbone, und keine Durchschleif-Steckdosen. WLAN bietet einer der zwei PLC-Adapter zwar, aber es war dem Autor schier unmöglich, den genauen WiFi-Speed aus den deutschen oder amerikanischen Webseiten des Herstellers heraus zu lesen. Im Datenblatt steht nur: „PWL1000: IEEE 2,4 GHz / 5 GHz 802.11 b/g/n/ac.“ Die Geschwindigkeitsangabe fehlt.

Das TP-Link TL-WPA9610 Starter-Set ist bei der Geschwindigkeit bereits weiter als bei AVM und Devolo – der chinesische Hersteller setzt bereits auf 2.000 Mbps PLC im Backbone. Das WLAN funkt mit 300 Mbps bei 11n und 866 Mbps bei 11ac – also knapp unter dem AVM 1260E und exakt so viel wie das Devolo-Kit. Wer allerdings eine Steckdose will, der bekommt diese nur in einem Adapter ohne WLAN-Funktion.

Strom und Starkregen passen schlecht zusammen. Der Löwenanteil der Powerline-WLAN-Adapter ist daher für den Indoor-Betrieb vorgesehen und kann höchstens kurzzeitig sowie unter Aufsicht draußen betrieben werden. Devolo will das mit dem DLAN WiFi Outdoor ändern. Dieser ist gegen Staub und Schmutz sowie gegen Wasser und Starkregen gemäß IP65 geschützt. Damit kann er auch bei Wind und Wetter im Garten bleiben, idealerweise sollte er aber dennoch an einem geschützten Ort stehen.

Die Einrichtung ist simpel: Nutzer verbinden einen devolo Powerline-Adapter per LAN-Kabel mit dem Router und stecken ihn in eine freie Wandsteckdose. Der WiFi Outdoor Adapter kommt in eine Außensteckdose und baut draußen einen WLAN-Hotspot auf.

Die technischen Daten: PLC-Speed bis 500 Mbps und WLAN-11n bis 300 Mbps. Ob auch WLAN-11ac unterstützt wird, ist unklar. Der UVP liegt bei 169,90 Euro. Das Outdoor-Modell wird nur einzeln verkauft, so dass Nutzer einen zweiten PLC-Adapter für den Anschluss am Router benötigen. Hier wäre es schön, wenn Devolo ein passendes Kit im Angebot hätte.

Von welchem Hersteller PLC-Adapter auch stammen: Powerline-Strecken generieren stets unerwünschte Funkstrahlung. Die 230-Volt-Strom-Kabel liegen – anders als etwa Ethernet-Leitungen – in der der Regel ohne Abschirmung unter dem Putzo der in Trockebauwänden. PLC-Hersteller versuchen daher, diese Störstrahlung in Frequenzbereiche zu verlagern, wo sie wenig stören. In der Vergangenheit hat das nicht geklappt und war der Grund für kontroverse Diskussionen.

Messungen des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) haben den 500-Mbps-Adaptern von Netgear mit dem Qualcomm Atheros Chipset AR7400 per Januar 2011 wie folgt bestätigt: „Eine Beeinträchtigung des UKW- und DAB-Empfangs durch den Betrieb der nach HomePlug AV2 (IEEE 1901) operierenden Adapter ist […] nicht gegeben“.

Dagegen haben die Störstrahlenmessungen des IRT den 1000-Mbps-PLC-Produkten von Belkin und MSI bescheinigt, „dass diese Modems im Frequenzbereich 30 MHz bis 305 MHz stärker stören als nach der Norm EN 55022 erlaubt“. Diese Störungen erkannten beim IRT offenbar nicht nur die Profi-Messgeräte, sondern auch das bloße Ohr der Testexperten: „Subjektive Hörtests im Nahbereich zu einer datenführenden, ungeschirmten Stromleitung lassen Störungen von UKW-Empfang sowie deutliche Störungen des DAB-Empfangs erkennen, bis zum kompletten Ausfall des Audiosignals.“ Leider werden derart aufwändige Messungen nicht für alle neuen PLC-Produkte durchgeführt.

Inwieweit stören auch die jüngeren 1200-Megabit-Produkte? Dazu ein Sprecher von Devolo: „Aktuelle Powerline-Adapter, […] die dem HomePlug AV(2) Standard folgen, nutzen ausschließlich Frequenzen zwischen 2 und 68 MHz. Störungen […] sind somit nicht zu erwarten.“

Powerline ist eine gute Alternative zu teuren Mesh-Systemen oder WLAN-Repeatern. Die Qualität der Verbindung hängt aber – egal ob im Haus oder über Außensteckdosen im Garten – immer von der Qualität der Stromleitungen ab. Zudem kann es zu Problemen kommen, wenn die Stromkreise zwischen zwei Adaptern durch einen Zähler getrennt sind. Es lohnt sich aber, Powerline zumindest einmal auszuprobieren. Wenn es funktioniert, dann ist es eine sehr gute Alternative zu normalen LANs oder WLANs.

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