Joyn und das ZDF einigen sich auf Embedding

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Wer sich an das Frühjahr 2025 erinnert, dürfte noch das laute Säbelrasseln im deutschen TV-Markt im Ohr haben. Damals hatte ProSiebenSat.1 eigenmächtig und ungefragt Inhalte von ARD und ZDF auf seiner Streamingplattform Joyn eingebunden. Die Öffentlich-Rechtlichen tobten und schoben dem Beta-Test juristisch ganz schnell den Riegel vor. Gute anderthalb Jahre später folgt nun die überraschende Kehrtwende: ProSiebenSat.1 und das ZDF haben sich partnerschaftlich geeinigt.

Nach Informationen von DWDL.de kommen die On-Demand-Inhalte des ZDF nun doch zu Joyn – und zwar genau über den Weg, der damals zum handfesten Krach führte: das sogenannte Embedding. Die Nutzer müssen Joyn also nicht verlassen und werden nicht einfach nur stumpf weitergeleitet, sondern schauen die ZDF-Inhalte direkt in der Joyn-Oberfläche.

Dass der Deal nun zustande kommt, liegt auch an den veränderten Spielregeln. Im Dezember 2025 trat der neue Reformstaatsvertrag in Kraft, der Kooperationen zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern, inklusive Embedding, ausdrücklich vorsieht. Während das ZDF nun im Herbst in die konkrete Umsetzung mit Joyn geht, steht eine Einigung mit der ARD noch aus.

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