SumUp, ein Finanztechnologieanbieter, ist eigentlich für seine Angebote an Händler bekannt. Im Fokus stehen Systeme fürs bargeldlose Bezahlen, die sich vor allem an kleinere Händler richten und auch mobil einsetzbar sind. Kürzlich hatte man da etwa ein Treueprogramm für seine Partner eingeführt, mit welchem diese besser Kunden binden können. Jetzt geht man noch einen Schritt weiter und wendet sich selbst direkt an Privatkunden: mit einem Konto.
Das neue SumUp-Konto ist kostenlos und erlaubt es Verbrauchern, weltweit gebührenfrei zu bezahlen. Außerdem verheißt es bis zu 5 % Cashback. Es sind auch moderne Verwaltungsfunktionen an Bord, etwa zum Setzen von Sparzielen oder dem Einrichten von Budgets und der Teilnahme an Prämienprogrammen bei lokalen Händlern. SumUp will durch das neue Privatkonto nach eigenen Angaben vom Anbieter von Zahlungslösungen für Händler hin zu einem umfassenden Finanzökosystem für Händler und Verbraucher gleichermaßen werden. Auch Echtzeitüberweisungen sind Teil des Pakets.
Die erwähnten 5 % Cashback erhaltet ihr aber nicht allgemein, sondern nur auf Bezahlvorgänge, die innerhalb des SumUp-Netzwerks getätigt werden. Die Einrichtung soll schnell ablaufen: Sie erfolgt über die SumUp-App und dauert laut dem Anbieter mit sicheren Identifizierungsverfahren nur wenige Minuten. In der mobilen Anwendung findet ihr auch eine Übersicht über die Ausgaben aller mit der App verbundenen Konten sowie Tools zur Budgetplanung wie Spaces und Gemeinsame Spaces.
Zahlungen werden durch Sofortüberweisungen, Rechnungsaufteilungen, Terminüberweisungen und Lastschriften sowie physische und virtuelle Karten organisiert. Sicherheitsfunktionen wie Unterstützung von Touch-ID und Face ID sind ebenfalls dabei.
Neben 5 % Cashback bei SumUp-Händlern erhalten Nutzer 2 % Cashback in Supermärkten und 0,5 % auf alle anderen Einkäufe sowie integrierte Treueprämien bei teilnehmenden Händlern. Auf der Website muss man allerdings etwas wühlen, um vage herauszufinden, wie es um die Absicherung des eingezahlten Geldes steht. Da bezeichnet sich SumUp lediglich als „voll lizenziertes E-Geld-Institut“. Deswegen vermeidet man auch den Begriff „Bankkonto“, denn eine Bankenlizenz hat SumUp offensichtlich nicht.
Stattdessen fungiert SumUp hier offenbar als reguliertes Finanzinstitut. Deswegen ist das SumUp-Konto auch kein Girokonto mit klassischer Einlagensicherung. Da solltet ihr also bei der Einrichtung durchaus mal das Kleingedruckte lesen.
SumUp gibt an, dass der Start des neuen Kontos für Privatkunden nur der Auftakt einer umfassenderen Strategie für Verbraucher sei. Man will sich also bald noch mit weiteren Produkten direkt an Verbraucher wenden.
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