
OpenAI hat erste Details zu seiner neuen Modellreihe GPT-5.6 veröffentlicht. Unter anderem neu ist hier schon das Namensschema: Die Versionsnummer gibt weiterhin die Generation an, aber die Leistungsklassen heißen jetzt Sol, Terra und Luna. Aktuell befindet sich das Ganze noch in einer eingeschränkten Preview-Phase.
Sol ist dabei das Flaggschiff der Reihe und für die rechenintensivsten Aufgaben gedacht. Terra positioniert sich als Mittelklasse-Modell – laut OpenAI vergleichbar mit GPT-5.5, aber rund 50 Prozent günstiger. Luna ist das kompakte Modell, das auf schnelle Antwortzeiten und niedrige Kosten setzt.
Neu sind außerdem zwei Arbeitsmodi. Der „Max“-Modus gibt dem Sol-Modell mehr Zeit, um komplexe logische Probleme gründlich durchzuarbeiten. Der „Ultra“-Modus geht noch einen Schritt weiter und verteilt große Aufgabenpakete auf mehrere sogenannte Sub-Agenten, die parallel daran arbeiten.

Ein großes Thema ist Cybersicherheit. Die neuen Modelle zeigen wohl deutliche Fortschritte bei der Schwachstellenforschung und Code-Analyse – ein Bereich, der ja recht zweischneidig ist, weil solche Fähigkeiten sowohl für Angriffe als auch zur Verteidigung eingesetzt werden können. OpenAI habe darauf mit einem mehrschichtigen Sicherheitssystem reagiert.
Legitime Arbeiten wie Code-Reviews oder das Entwickeln von Patches sollen unterstützt werden, gezielte Cyberangriffe hingegen blockiert. In internen Tests konnte GPT-5.6 zwar Schwachstellen in Browsern wie Firefox identifizieren, war aber nicht in der Lage, daraus funktionstüchtige Exploits zu bauen. Die kritische Schwelle wurde laut den Entwicklern also nicht überschritten. Aber gut, was sollen die Entwickler auch anderes berichten?
Das Sicherheitskonzept greife aber auf mehreren Ebenen: Trainingsdaten sollen bösartige Befehle von Anfang an ausfiltern, und ein Echtzeit-Scanner prüft generierten Text bereits während der Ausgabe. Schlägt er Alarm, wird die Generierung gestoppt und von einem größeren Kontrollmodell überprüft.
Wer GPT-5.6 ausprobieren möchte, braucht noch etwas Geduld. Vorerst ist der Zugang auf eine kleine Gruppe ausgewählter Partner über die API und Codex beschränkt. Der breitere Rollout für ChatGPT-Nutzer und die offene API soll in den kommenden Wochen folgen.
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