Vodafone, ARD und DHBW testen quantenverschlüsselte TV-Übertragung

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Vodafone, die ARD unter Federführung des SWR sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg haben erstmals einen TV-Stream quantenverschlüsselt zwischen Frankfurt und Mainz übertragen. Ziel des Praxistests ist es, Übertragungswege künftig besser gegen Manipulationen und Abhörversuche abzusichern.

Im Fokus steht dabei die sogenannte Quantum Key Distribution (QKD). Die Technologie nutzt die Eigenschaften der Quantenphysik, um Verschlüsselungsschlüssel über einen separaten Glasfaserkanal auszutauschen. Der Clou: Jeder Versuch, die übertragenen Quantenzustände auszulesen, verändert diese unmittelbar und wird dadurch sofort erkannt. In einem solchen Fall kann der Schlüssel automatisch erneuert werden.

Gerade bei TV-Übertragungen spielt die Integrität der Daten laut des Projektteams eine wichtige Rolle. Live-Signale von Sportveranstaltungen, Nachrichtensendungen oder politischen Ereignissen werden als Datenströme transportiert. Würden diese unterwegs manipuliert, könnten theoretisch verfälschte Inhalte in Echtzeit ausgespielt werden.

Hintergrund der Entwicklung sind die Fortschritte im Bereich der Quantencomputer. Diese könnten künftig klassische Verschlüsselungsverfahren unter Druck setzen, da bestimmte Berechnungen deutlich schneller durchgeführt werden können als mit heutigen Rechnern. Entsprechend arbeiten Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereits an neuen Sicherheitskonzepten.

Neben der hardwarebasierten Quantum Key Distribution wird dabei auch an sogenannten Post-Quantum-Kryptografie-Verfahren gearbeitet. Diese setzen auf neue kryptografische Algorithmen und sollen bestehende IT-Systeme gegen Angriffe durch zukünftige Quantencomputer absichern.

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