
Bei Amazon könnte es demnächst richtig teuer werden. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC bereitet wohl eine Klage vor, die Strafzahlungen in Milliardenhöhe nach sich ziehen könnte. Im Kern geht es um den Vorwurf, dass der Online-Riese Werbekunden hinters Licht geführt haben soll. Die Ermittler schauen sich dabei wohl sehr genau an, ob das Unternehmen Bedingungen und Preise für die gesponserten Anzeigen ordentlich offengelegt hat. Diese Anzeigen tauchen immer ganz oben auf, wenn Kunden auf dem Marktplatz nach Produkten suchen.
Da hängen auch verschiedene Generalstaatsanwälte der US-Bundesstaaten mit drin. Das ist für Amazon deshalb brenzlig, weil die FTC allein bei Geldstrafen oft eingeschränkt ist, die Bundesstaaten über ihre eigenen Gesetze aber horrende Summen pro Tag und Verstoß aufrufen können. Da bei Amazon massenhaft Werbung geschaltet wird, summiert sich das fix auf beachtliche Beträge.
Das Werbegeschäft ist für den Konzern eine Goldgrube. Letztes Jahr spülte dieser Bereich 68,6 Milliarden US-Dollar in die Kassen. Damit liegt man hinter Google auf Platz drei im Markt für Online-Werbung. Die FTC prüft unter anderem, ob Amazon Mindestpreise für Auktionsgebote bei Suchanzeigen verschwiegen hat. Ähnliche Untersuchungen laufen übrigens auch gegen Google. Eine Entscheidung, ob es zur Klage oder zu einem Vergleich kommt, wird bereits für diesen Sommer erwartet.
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