
In München tut sich demnächst etwas in Sachen autonomes Fahren. Uber arbeitet mit Autobrains und NVIDIA zusammen, um einen Robotaxi-Dienst in der bayerischen Landeshauptstadt an den Start zu bringen. Die technische Basis bildet die NVIDIA DRIVE Hyperion Plattform, während Autobrains seine sogenannte Agentic AI beisteuert. Das System setzt nicht auf ein starres Modell für alle Situationen, sondern nutzt verschiedene spezialisierte Agenten, die einzelne Fahrsituationen bewerten und Entscheidungen in Echtzeit treffen.
München wurde aufgrund der dichten Innenstadt, der Autobahnanbindungen und der rechtlichen Rahmenbedingungen als erster Standort gewählt. Ein interessanter Aspekt bei der Sache ist der OEM-agnostische Ansatz. Das bedeutet, dass die Technologie nicht an einen bestimmten Autohersteller gebunden ist, sondern auf verschiedenen Fahrzeugplattformen integriert werden kann. Damit will man das Problem umgehen, dass autonomes Fahren bisher oft teure Spezialumbauten erforderte.
Sobald die behördlichen Genehmigungen vorliegen, sollen die ersten Fahrzeuge über das Uber-Netzwerk vermittelt werden. Für Autobauer bietet das Modell einen Weg, ihre Fahrzeuge ohne eigene Software-Entwicklung in einen autonomen Ride-Hailing-Dienst einzubinden. Letztlich geht es darum, die Technik weg von isolierten Testflotten hin zu einer skalierbaren Infrastruktur im Stadtverkehr zu führen. Ob und wie schnell das im Münchner Alltag reibungslos funktioniert, bleibt abzuwarten.
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