Ermittler ziehen DDoS-Diensten den Stecker

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Wer im Netz Unfug treibt und Webseiten per Knopfdruck lahmlegt, bekommt möglicherweise derzeit Post von den Behörden. Im Rahmen der Operation PowerOFF haben Ermittler aus 21 Ländern, darunter auch das Bundeskriminalamt aus Deutschland, einen massiven Schlag gegen die Szene der sogenannten Booter-Dienste gelandet. Diese Plattformen erlauben es gegen Bezahlung, gezielte Überlastungsangriffe zu fahren, ohne dass der Auftraggeber tiefgreifendes technisches Wissen benötigt.

Weltweit wurden 53 Domains abgeschaltet und 25 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Es gab auch vier Festnahmen. Viel interessanter ist jedoch die schiere Menge an Identifizierten. Über 75.000 Nutzer von DDoS-Diensten erhielten Warnschreiben oder E-Mails. Die Ermittler werteten beschlagnahmte Datenbanken aus, die Informationen zu mehr als drei Millionen Nutzerkonten enthielten. Europol unterstützte die nationalen Behörden dabei mit Analysen und Fachwissen im Bereich der Krypto-Verfolgung.

Neben den harten Maßnahmen setzt die Polizei auf Prävention. Wer bei Google nach entsprechenden Angriffswerkzeugen sucht, bekommt nun Warnanzeigen serviert. Zudem wurden über 100 Links aus den Suchergebnissen entfernt, die Werbung für diese illegalen Dienstleistungen machten. Sogar direkt auf der Blockchain hinterließen die Beamten Nachrichten bei verdächtigen Transaktionen. Ziel ist es, vor allem junge Nutzer abzuschrecken, die aus Neugier oder für kleine Beträge Server attackieren und dabei oft unterschätzen, dass sie sich im Bereich der Computerkriminalität bewegen. Die Operation läuft weiter, um die verbliebene (und vermutlich wieder aufploppende) Infrastruktur dieser Miet-Angriffe schrittweise auszutrocknen.

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