Vodafone trommelt erneut fürs Kabelfernsehen

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Ab Mitte 2024 fällt das sogenannte Nebenkostenprivileg weg. Im Klartext heißt das, dass Vermieter die Kosten für den Kabelanschluss nicht mehr über die Betriebskosten der Miete abrechnen dürfen. Dies ist vor Gericht so entschieden worden, weil die Mieter selbst entscheiden können sollen, ob und wie sie das lineare Fernsehprogramm denn am Ende empfangen wollen. Was waipu.tv als IP-TV-Anbieter z. B. sehr freut, hat Vodafone hingegen in Alarmbereitschaft versetzt.

Letztere betonen öffentlich zwar immer wieder, dass angeblich die meisten Kunden sowieso treu bleiben wollten, intern dürfte die Stimmung jedoch anders aussehen. Nur damit ist es etwa zu erklären, dass man sein Tarifangebot massiv verschlechtert hat. Denn: Man hat die Preise für Internet- und Festnetzanschlüsse dramatisch angehoben. Als Kniff bietet man dafür „ohne Mehrkosten“ das Kabelfernsehen gleich dazu an. Im Grunde schnürt man also Zwangs-Bundles, die für diejenigen ärgerlich sind, die kein Interesse am Kabelfernsehen haben. Sie sollen mehr für Internet- und Festnetz blechen.

Vodafone sieht darin eher kein Problem und betont, das Interesse am linearen Fernsehprogramm sei ungebrochen. Allerdings kann man wohl davon ausgehen, dass gerade bei jüngeren Zuschauern immer mehr das Streaming dominiert. Dennoch seien in Deutschland laut Vodafone derzeit mehr als 30 Mio. Haushalte an das Kabelnetz angeschlossen. Im Jahr 2023 haben 15,9 Mio. Haushalte das Kabelfernsehen genutzt. Wie sich diese Zahl 2024 entwickeln wird, dürft spannend zu beobachten sein.

Ich selbst bin Kunde bei Vodafone, habe aber nur einen Internet- und Festnetztarif gebucht. So habe ich keinerlei Interesse am linearen Fernsehen. Insofern hoffe ich auch, dass nicht irgendwann die Konditionen für Bestandskunden weiter den Bach heruntergehen. So hat man ja schon an den 39,90 Euro „auf Dauer“ für den Gigabit-Tarif nachträglich gesägt und die Preise erhöht. Da läuft aktuell immerhin noch eine Klage der Verbraucherzentrale.

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