Die Dilts Pyramide im unternehmerischen Kontext

Die Dilts Pyramide kann als Modell für die Gestaltung Ihres digitalen Wandels dienen oder für jegliche Veränderungen, die Sie auf Organisations- oder Teamebene erreichen wollen. Mit der Dilts Pyramide werden Aspekte transparent, die bei den meisten Unternehmen in Hinsicht auf Veränderungen, Ziele und Probleme unbeachtet bleiben und dadurch den Erfolg behindern. Auch für Sie selbst ist sie ein Leitfaden in der Zielerreichung und Lösung von Problemen.

Was ist die Dilts Pyramide?

Die Dilts Pyramide kommt aus dem NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) und wird auch als „Modell der logischen Ebenen“ oder „NLP Pyramide“ bezeichnet. Sie wurde in den 80er Jahren von Robert Dilts entwickelt, einem der Mitbegründer des NLPs. Mit diesem Modell kannst du erklären, wo ein Problem oder ein Ziel angesiedelt ist und es trägt so zur Klärung und Planung von Interventionsmaßnahmen bei.  Darüber hinaus beschreibt die Dilts Pyramide Veränderungsprozesse von Menschen, Teams und ganzen Unternehmen. Die ist als hierarchisches Modell aufgebaut, wobei eine höherliegende Ebene die Informationen der darunter liegenden Ebene organisiert und beeinflusst.

Wie ist die Dilts Pyramide aufgebaut?

Die Dilts Pyramide besteht aus sechs Ebenen, die von oben nach unten betrachtet werden sollten.

Die 1. Ebene Ziele und Sinn

Die oberste Ebene beschreibt das „Wozu?“ und ist eine Ebene der Emotion. Somit ist sie nicht sichtbar und lässt sich nicht direkt beobachten. Hier ergeben sich Überschneidungen zur Systemtheorie. Die oberste Ebene bedingt die darunterliegenden. Sie gibt Allem eine Bedeutung und einen höheren Sinn.

Die 2. Ebene Identität

In der zweiten Ebene geht es um das Selbstbild und das Fremdbild. Sie bezieht sich als eine der oberen drei Ebenen auf die Emotion. „Wer bist du?“ und „Wie sehen die anderen dich?“ beschreiben diese Ebene.

Die 3. Ebene Werte und Glaubenssätze

Die dritte Ebene kann uns bewusst oder unbewusst sein. Sie bezieht sich auf die Emotion und bedingt das Anwenden von Fähigkeiten und Ausführen von Verhaltensweisen von Menschen. Hier liegen die Überzeugungen und Ideale eines Menschen. Werte und Glaubenssätze können erfragt werden mit „Was ist (Ihnen) wichtig?“, „Worauf achten Sie?“ und „Warum?“.

Die 4. Ebene Fähigkeiten

Die vierte Ebene der Fähigkeiten lässt sich genau beschreiben, ist jedoch nicht direkt beobachtbar. Die Ebene bezieht sich als eine der unteren drei Ebenen auf die Ratio. Fragen zu dieser Ebene sind gekennzeichnet durch „Wie?“. Wie führe ich eine Tätigkeit aus? Welche Fähigkeiten werden dafür gebraucht?

Die 5. Ebene Verhalten

Die fünfte Ebene ist das Verhalten. Das Verhalten ist direkt sichtbar und bezieht sich ebenfalls auf die Ratio. Sie beschreibt konkretes Handeln, alle individuellen Aktionen und Reaktionen. Dazugehörige Fragen sind: „Was?“, „Was genau wird getan?“ und „Welche Handlung kann ein Außenstehender beobachten?“.

Die 6. Ebene Umwelt

Die Umwelt bildet die Basis der Pyramide. Jedes Verhalten ist in einen konkreten Kontext eingebettet. Diese Ebene ist direkt sichtbar und beschreibbar und bezieht sich wie die zwei darüberliegenden auf die Ratio. Mit den Fragen „Wo?“, „Wann?“, „Wer?“ und „Mit wem?“ kann diese Ebene beschrieben werden. Hier ergeben sich auch Überschneidungen zu Batesons Lerntheorie.

Anwendung und Umsetzung der Dilts Pyramide

Veränderungen auf einer Ebene können nur erreicht werden, wenn Sie zumindest auf dieser Ebene ansetzen, besser jedoch auf der darüber liegenden. Die Dilts Pyramide lässt sich für einen selbst anwenden, für Teams oder ganze Organisationen.

Die Dilts Pyramide für sich selber einsetzen

Für sich selbst ist sie besonders hilfreich zur Lösung eines Problems oder zur Unterstützung in Ihrer Zielerreichung. Sind alle Ebenen mit dem Ziel und Sinn ausgerichtet? Gibt es irgendwo einen Wiederspruch? Auf welcher Ebene kommuniziere ich und wo kann ich ansetzen? Gehen Sie nacheinander die Ebenen durch, um herauszufinden, wo es hakt.

Die Dilts Pyramide auf Teamebene einsetzen

Eine Anwendungsmöglichkeit auf Teamebene bietet sich bei inkonsistentem Verhalten Ihrer Teammitglieder nach verkündeten Entschlüssen. Anhand der Dilts Pyramdie können Sie sich dieses Verhalten erklären und Maßnahmen auf den einzelnen Ebenen treffen. Auf der untersten Ebene gilt es, sich die Unternehmenskultur anzuschauen. Welchen Kontext gibt es für die Mitarbeiter, herrscht eine offene Fehlerkultur und flache Hierarchie, in der sie hinterfragen dürfen und konstruktive Kritik äußern können?

Für die nächsten zwei Ebenen lohnt es sich, das Verhalten offen anzusprechen, Kommunikationstraining oder Moderationstechniken einzuführen, damit Ihre Mitarbeiter lernen, Bedenken sachlich zu äußern und Konflikte zu lösen. Bis zu diesem Punkt sind Interventionen gut sichtbar und deren Erfolg lässt sich übersichtlich bewerten.

Für die oberen drei Ebenen können Sie Einzelgespräche mit Ihren Mitarbeitern führen, um über deren Glaubenssätze und frühere Erfahrungen zu lernen. Sie sollten als Vorbild handeln und Ihre gewünschten Werte täglich vorleben, damit Ihre Mitarbeiter sich an ihnen orientieren können. Auch über die Identität Ihrer Mitarbeiter können Sie in diesen Gesprächen viel lernen. Achten Sie auch ganz genau auf ihre Sprache, hier offenbart sich bereits viel über ihre Identität und auf welcher Ebene Ihr Mitarbeiter oder Ihr Team kommuniziert. Auch das Durchgehen und Erklären der Dilts Pyramide zusammen mit Ihrem Team, kann Ihren Mitarbeitern und Ihnen helfen, euch bewusst zu machen, auf welcher Ebene es sich am meisten lohnt, anzusetzen. Geben Sie ihnen Zeit! Gerade in den oberen drei Ebenen brauchen Interventionen Zeit.

Die Dilts Pyramide auf Unternehemsebene einsetzen

Auf Unternehmensebene können Sie sich die Dilts Pyramide am Beispiel der Digitalisierung vornehmen. Starten Sie zunächst auf der oberen Ebene und definieren Sie ein klares Ziel und einen Sinn. Argumente, warum die Digitalisierung gut ist, finden Sie im Internet tausende, aber was genau heißt das im Kontext Ihres Unternehmens? Was ist der Sinn für euch?

Auf der zweiten Ebene geht es um die Identität des Unternehmens. Wie ist euer Selbstbild? Wie werdet ihr von außen gesehen? Und vor allem: Deckt sich das mit dem Bild eines digitalisierten Unternehmens oder lohnt es sich, hier anzusetzen?

In der dritten Ebene werden die Werte und Glaubenssätze hinterfragt. Ermöglichen sie das Ziel oder behindern sie es gar? Eventuell müssen hier Glaubenssätze verändert oder angepasst werden. Auch die Werte der Mitarbeiter müssen das Ziel der Digitalisierung zulassen können.

Um die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu schulen, bieten sich Trainings in modernen Kommunikationskanälen an oder Seminare zu agilen Methoden etc. Die Änderung des Verhaltens lässt sich an VideoKonferenzen, Nutzung von ProjektManagement Tools und Ähnlichem beobachten. Änderungen in der Umwelt sind wieder am leichtesten sichtbar und bewertbar. Dies könnte ein Laptop für jeden Mitarbeiter bedeuten, um flexibler zu sein oder digitale Touchpoints für Kunden zu schaffen. Für die unteren drei Ebenen wird es Ihnen nach diesem Artikel wahrscheinlich nicht schwer fallen, weitere Beispiele zu finden und sie auf Ihr Unternehmen zu übertragen.

Fazit

Die Transformation von Menschen, Teams und Organisationen ist durch sechs aufeinander aufbauende Ebenen gekennzeichnet. Es gibt jedoch gerade im oberen Bereich keine klaren Grenzen zwischen den Ebenen, diese können miteinander verschwimmen. Veränderungsprozesse, die weiter oben in der Pyramide ansetzen, sind schwieriger und langwieriger als solche auf den unteren Ebenen, lohnen sich für nachhaltige Veränderungen jedoch besonders. Egal, was Sie verändern wollen, stellen Sie immer die Frage nach Ziel und Sinn: Wofür machen wir das? Was sind die Vorteile der Veränderung im konkreten Kontext unseres Unternehmens? Planen Sie zusätzlich Maßnahmen auf den anderen Ebenen.

Viele Unternehmen setzten jedoch leider nur auf den unteren Ebenen an und glauben, ein Obstkorb, eine nette Dachterrasse und ein Tischkicker (Umwelt), Dailys, Slack Kommunikation und Scrum Teams (Verhalten) oder Weiterbildungen und Schulungen in agilen Methoden (Fähigkeiten), seien bereits die Lösung aller Probleme. Ohne ein klar kommuniziertes Ziel und einen Sinn, der jedem klar ist und hinter dem Sie und Ihre Mitarbeiter stehen, wird Ihr Unternehmen keine neue Kultur oder ein neues Mindset entwickeln.

Lean Management – Detox für Unternehmen

Lean management, also schlankes Management – was genau ist das? Durch Lean Management sollen Prozesse und Aktivitäten optimiert werden und dadurch jegliche Verschwendungen aller Art vermieden werden. Doch wie genau wird dieser Ansatz in Unternehmen umgesetzt und gestaltet? Alles wichtige dazu jetzt hier in diesem Artikel.

Lean management – Vorteile und Definition 

Das Lean Management ist ein Ansatz zur kontinuierlichen Prozessoptimierung. Es ist also eine Herangehensweise in Unternehmen, die dauerhaft umgesetzt wird. Diese ist auch nicht auf einen Bereich beschränkt, sondern kann auf jegliches Unternehmens-Gebiet angewendet werden. Das Hauptziel ist es dabei die gesamte Wertschöpfungskette möglichst effizient zu gestalten. Hierbei sind die zentralen Aspekte die Kundenorientierung und Kostensenkung. Durch Eliminieren von Verschwendungen jeglicher Art sollen Werte gänzliche ohne Vergeudung geschaffen werden.

Hierfür müssen alle Prozesse und Aktivitäten so aufeinander abgestimmt werden, dass alle Verschwendungen in der Wertschöpfungskette vermieden werden. Das Personal sollte dabei stets mit einbezogen werden, da dadurch die Mitarbeitermotivation gestärkt werden kann. Auch Vorteile für den Kunden ergeben sich. Durch die optimierten Prozesse wird Zeit gespart und es ergeben sich geringere Produktionskosten. Dadurch kann wiederum der Angebotspreis gesenkt werden, was eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zur Folge hat.

Video: Lean Management einfach erklärt – Definition, Produktion, Personal, Kunden, Pro & Contra

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Quelle: YouTube.com / Die Merkhilfe Wirtschaft

Der Weg ist das Ziel

Mit am wichtigsten bei der Implementierung des Lean Managements in Unternehmen ist das grundlegende Verständnis der Mitarbeiter für dieses. Es kann nämlich nur funktionieren, wenn jeder Mitarbeiter verinnerlicht, dass es sich bei Lean Management nicht um ein Projekt handelt, welches ein bestimmtes Endziel hat und irgendwann abgeschlossen ist. Viel mehr stellt es eine grundsätzliche Unternehmensphilosophie dar. Fehler müssen zugelassen und Probleme offen dargelegt werden. Nur dadurch können sich Unternehmen im Lean Management weiterentwickeln. Wie sagt man so schön? Aus Fehlern lernt man und genau das ist hierbei der richtige Ansatz.

Es soll also eine Art Routine entstehen, bei der man sich ständig verbessern möchte. Fehler sind nichts Schlechtes. Der Weg zur Perfektion ist das Ziel beim Lean Management. Bei richtiger Integrierung kann dies zu einer wichtigen Säule in Unternehmen wachsen. Firmen können sich hierdurch auf die ständig wechselnden Martkanforderungen einstellen und intern sowie extern flexibel, schnell und effektiv darauf reagieren.

Lean Management in den unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens

Wie bereits erklärt ist Lean Management immer auf alle Bereiche von Unternehmen anzuwenden. Es ist ein ganzheitliches Modell und betrifft jeden einzelnen Mitarbeiter. Deshalb soll im nun Folgenden aufgezeigt werden wie Lean Management in den unterschiedlichen Bereichen angewendet werden kann.

Lean Management im Büro

Wo fängt Lean Management an? Im Büro eines jeden Unternehmens. Dabei müssen die Wahrnehmung und die Umsetzung stimmen. Es fängt also im Kopf der Mitarbeiter an, dass hier eine grundlegende Veränderung vonstattengeht. Hier findet es Anwendung durch verschiedene Konzepte, deren Kombination in einer bestmöglichen Wertschöpfung resultieren soll. Beispielhafte Konzepte sind etwa Lean Administration oder Kaizen.

[easy-tweet tweet=“Kaizen kommt aus dem japanischen und ist ein Verfahren in der Fertigungstechnik, bei der InnovationsManagement und Verbesserung zentrale Rollen spielen.“ user=“MirkoPeters8″ url=“https://bit.ly/2X1khtW“ template=“user“]Es gilt als wichtiger Pfeiler in der langfristigen Wettbewerbsstrategie von Unternehmen.

Im Büro kommt es häufig zu vielen Problemen wie Schnittstellenprobleme, Zeitfresser, Rückfragen oder Unklarheiten, die die Effektivität negativ beeinflussen. Diese sollen durch Lean Management eliminiert werden. Dafür ist jedoch eine Basis nötig, die geschaffen werden muss und vor allem eine hohe Produktivität und Flexibilität als Zielsetzung haben sollten. Die 5S-Methode ist hierfür ein bewährtes Mittel. Dabei geht es darum den Arbeitsplatz ordentlich und aufgeräumt zu halten. Sozusagen eine Grundlage schaffen. Durch diese wird auch im Kopf des Mitarbeiters aufgeräumt und klare Strukturen geschaffen. Das Ziel ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der durch klare und transparente Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in Gang gesetzt wird.

Lean Management in der Produktion

Das Produktionssystem von Toyota gilt als effizientestes der Welt. Doch was macht der Automobil-Hersteller so gut? Jegliche Verschwendung im Betrieb wurde ausgeräumt. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden als Ansätze. Beispielsweise wird durch Total Productive Maintenance (TPM) die Effizienz der Arbeitsabläufe gesteigert und die Rentabilität der Firma verbessert. Ebenso müssen die Kosten der Produktion gesenkt werden. Eine Automatisierung an vielen nötigen und sinnvollen Stellen im Arbeitsablauf ist dafür gut geeignet. Zum Lean Management gehört auch die Lean Production. Zu den umfassenden und konjunkturresistenten Erfolgsrezepten im Rahmen einer Lean Production gehören stabile Prozesse, gleichmäßige Produktion, Erkennung von Verschwendungen sowie zuverlässige Mitarbeiter. Optimale Teamarbeit und kundenorientiertes Handeln spielen dabei eine sehr große Rolle.

Video: Was ist Total Productive Maintenance?

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Quelle: YouTube.com / ITB Operations & Process Management (Prof. Dr. R. Ziegenbein, FH Münster)

Lean Management in der Logistik

Durch die Vielzahl an Arbeitsprozessen in der Logistik-Kette kommt es oft zu Verzögerungen. Aufgrund dessen gewinnt Lean Management auch in der logistik immer mehr an Bedeutung, um diese Prozesse zu optimieren. Hier möglichst verschwendungsfrei und kundenorientiert zu handeln, fördert die Unternehmensleistung. Lieferketten verkürzen und das Just-in-Time-Prinzip sind hier zwei Ansätze zur Optimierung und Eliminierung von Verschwendung.

Lean Management ist für Unternehmen jeglicher Art gedacht. Es ist eine nachhaltige Unternehmensführung, durch die flexibel und schnell auf Marktveränderungen reagiert werden kann. Hierbei muss jedoch verstanden werden, dass es sich dabei nicht um ein einmaliges Projekt handelt, welches abgeschlossen werden kann, sondern ein grundlegendes Unternehmens-Prinzip darstellt. Ebenso wichtig ist, dass jegliche Bereiche in Unternehmen involviert sind. Vom Büro über die Produktion bis hin zur Logistik. Überall ist das Hauptziel die Eliminierung von Verschwendung und ein dauerhafter Drang nach Verbesserung. Wird das erfolgreich durchgeführt, können Unternehmen dadurch Marktvorteile erwirtschaften und sich im Vergleich zur Konkurrenz besser platzieren.

So beginnen Sie mit Personal Branding – das Self-Marketing HowTo

Personal Branding bedeutet in etwa so viel wie eine bestimmte Person vermarkten oder auch die Markenbildung beim Menschen. In diesem Artikel geht es darum, wie Sie sich selbst am besten als Marketing-Instrument nutzen. Self-Marketing dient dabei nicht nur für selbstständige Unternehmer. Auch Angestellte, die verbesserte Aufstiegschancen haben möchten, sind hier angesprochen. Welche Mittel gibt es? Was für Vorteile bringt es mit sich?

Den Start beim Self-Marketing machen Ihre Social Media Profile. Sollten Sie bisher Facebook und Instagram zum Verschicken und Schauen lustiger Videos nutzen, muss hierbei umgedacht werden. Social Media bedeutet nicht nur das, sondern spricht viel mehr die ursprüngliche Idee an: zu netzwerken. Dafür sollten zum einen die richtigen Plattformen für das Personal Branding ausgewählt werden und zum anderen diese optimal ausgeschöpft werden.

Personal Branding LinkedIn
LinkedIn bietet viele Möglichkeiten für erfolgreiches Personal Branding. Beispiel das Profil das Autors.

Empfehlenswert sind hier als Grundvoraussetzung Facebook, Xing und LinkedIn. Je nach Branche können auch Instagram und Twitter hinzugefügt werden. Möglichst vollständige Profile machen hier den Anfang. Ohne professionelles Profilbild geht nichts. Hier kommt es jedoch auch auf die Branche an. Nicht immer ist das schönste Anzugbild die beste Wahl. Manchmal tut es auch der lässigere Hemd-Look. Wichtig ist als erstes nur, dass Sie Ihre Social Media Profile überarbeiten. Wichtige bisherige Erfahrungen, Qualifikationen und Karriere-Stationen können insbesondere bei Xing und LinkedIn angegeben werden. Wofür das wichtig ist? Das Netzwerken. Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Richtig netzwerken

Netzwerken bedeutet Kontakte knüpfen – und nicht irgendwelche, sondern die richtigen. Richtig netzwerken ist dabei gar nicht mal so einfach. Die Kontakte müssen schließlich auch gehalten und gepflegt werden. Hier sind sowohl Online- als auch Offline-Maßnahmen angesetzt. Im Internet kommen hierbei erneut die Social Media Profile zum Einsatz. Recruiting-Firmen und Headhunter nutzen Xing, LinkedIn und Co. zur Suche geeigneter Kandidaten für offene Stellen. Haben Sie das passende Profil, könnten Sie also angeschrieben werden, ohne viel dafür machen zu müssen. Auch Sie als Suchender können dort richtig netzwerken.

Richtig Netzwerken

Aller Anfang ist schwer. So auch beim Netzwerken. Dies geht aber so gut wie jedem so. Lassen Sie sich also darauf ein und fangen Sie klein an. Hier könnten Sie beispielsweise zunächst mit Gleichgesinnten sprechen. Später ist es dann wichtig dieses Netzwerk auszuweiten und neue Perspektiven kennenzulernen. Seien Sie stets authentisch. Das ist das A und O! Zeigen Sie ehrliches Interesse und gehen Sie auf Ihr Gegenüber ein. Lächeln Sie, aber nicht aufgesetzt.

Wann Sie netzwerken sollten

Besonders nach Vorträgen oder Konferenzen ist der ideale Zeitpunkt zum Netzwerken. Das muss nicht immer am gleichen Ort sein. Gehen Sie was trinken und vor allem: reden Sie nicht nur über Geschäftliches. Für das Personal Branding ist sehr wichtig persönliche Beziehungen aufzubauen. Sie sollten jedoch unbedingt lernen mit Kritik umgehen zu können. Davon werden Sie nicht verschont bleiben. Gehen Sie strukturiert an Netzwerk-Events heran und bereiten Sie sich vor: Was wollen Sie erreichen? Was sind Ihre Ziele? Vergessen Sie natürlich nicht Ihre Visitenkarten und zu guter Letzt: vernetzen Sie sich auch über Ihre Social Media Kanäle. Diese machen es Ihnen später leichter Ihre Kontakte zu pflegen.

Gastartikel veröffentlichen

Bei Gastartikeln handelt es sich um Ihre Artikel, die Sie in externen Blogs veröffentlichen lassen. Warum sollten Sie das jedoch tun? Zunächst ist es wichtig, dass Sie die richtigen Blogs finden. So ist es als Marketing-Agentur nicht sinnvoll einen Gastartikel in einem Kindermoden-Blog zu veröffentlichen. Suchen Sie sich hier in Ihrer Nische geeignete Blogs und schreiben Sie diese an. Seien Sie authentisch, freundlich und transparent. Dadurch haben Sie beste Möglichkeiten Gastartikel veröffentlichen zu dürfen. Wenn Sie zu den Themen Digitalisierung, E-Commerce oder Marketing schreiben, könnte unser Gastautoren-Bereich für Sie spannend sein.

Gastartikel auf Ldem digital magazin.de
Beispiel einer Autoren Box auf dem digital-magazin.de mit Links zu Social Media Profilen.

Sobald Sie das geschafft haben, bieten sich jetzt verschiedene Vorteile für das Personal Branding. Durch die erweiterte Zielgruppe, der Sie jetzt begegnen, können Sie neue Leser für Ihren eigenen Blog hinzugewinnen. Natürlich können Sie bei Ihrem Gastartikel auf Ihre eigene Seite verlinken. Diese Backlinks wirken sich positiv auf Ihr Suchmaschinen-Ranking aus, welche als einer der wichtigsten Faktoren für Google und Co. dienen. Ebenso positiv ist der Fakt, dass Sie dadurch Ihr Netzwerk erweitern. Sie knüpfen wichtige und wertvolle Kontakte, die später für Sie nützlich sein können.

Eigene Webseite aufsetzen

Die eigene Webseite aufzusetzen spricht eher die Selbstständigen unter Ihnen an. Sobald Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten, ist es unabdingbar dafür, eine Webseite aufzusetzen, diese ansprechend zu gestalten und entsprechend dauerhaft zu optimieren. So machen Sie für sich selbst und Ihr Unternehmen Werbung und können sich von Ihren Konkurrenten absetzen. Gerade in Krisenzeiten von corona läuft beinahe jegliches Marketing hierüber.

Webseiten ohne Programmieren mit WordPress und Co

Großes Knowhow über Programmierung ist hier längst nicht mehr nötig, zumindest für den Anfang. Mittlerweile gibt es viele geeignete Webseiten-Baukästen, die es Ihnen erleichtern Ihre Seite nach Belieben zu gestalten. Nachteilig ist jedoch, dass Sie auf das jeweilige Angebot beschränkt sind. Wollen Sie es noch individueller, so müssen Sie auf professionelle Agenturen zurückgreifen, die Ihre Webseite komplett auf Ihr Unternehmen zuschneiden. Diese sind jedoch deutlich teurer. Empfehlenswert sind sie für größere Unternehmen.

Gründe für die eigene Webseite

Es gibt tausend gute Gründe eine eigene Webseite aufzusetzen. Sie sind hier jederzeit erreichbar. Ihr Angebot kann von potenziellen Kunden rund um die Uhr abgerufen werden. Über Kontaktanfragen können Nutzer direkt auf Ihr Unternehmen zukommen. Auch die unbegrenzten Möglichkeiten der Informationsdarstellung wirken sich sehr positiv auf das Personal Branding. Gut gestaltet können Sie umfangreiche und für die Zielgruppe wichtige Informationen auf Ihrer eigenen Webseite darstellen. Da Sie in der Regel auf der Webseite einen Shop einfügen können, dient diese gleichzeitig als Absatzkanal. Darüber hinaus sind durch die Aktualität Neuerungen in Ihrem Unternehmen unmittelbar kommunizierbar. Es lohnt sich also definitiv eine eigene Webseite zu erstellen. Jedoch sollten Sie beachten, dass dies viel Arbeit mit sich bringt. Ist die Webseite einmal da, muss stets an ihr gearbeitet werden.

Podcast erstellen

Besonders interessant für erfolgreiches Personal Branding kann ein Podcast sein. Gerade über Podcast lassen sich Menschen besonders gerne neue Sachen beibringen. Weiterhin ein nicht unwesentlicher Aspekt von Podcast ist die Zielgruppe, diese ist meist etwas älter und gut gebildet.

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Fazit

Alles in allem ist Self-Marketing unabdingbar für Unternehmer, Freelancer und Arbeitnehmer die Karriere machen wollen. Die Arbeitswelt ist eine Bühne. Nutzen Sie sie für sich selbst. Fangen Sie klein an und bauen Sie sich immer weiter zu einer eigenen Marke auf. So steht Ihrem Erfolg nichts mehr im Weg.

Objectives & Key Results (OKR) – Moderne Mitarbeiterführung á la Google

Ziel eines jedes Unternehmens ist es Wachstum zu generieren. Wenn Unternehmen erfolgreich sind und schneller wachsen als gedacht, herrscht zu Beginn große Freude. Doch schnelles Wachstum bringt nicht nur Vorteile mit sich. Es müssen Dinge beachtet werden, an die vorher nie ein Gedanke verschwendet wurde. Wie geht man an solch eine Situation heran? Wie schafft man es das Unternehmen und seine Mitarbeiter erfolgreich in diesen Rahmenbedingungen zu managen? Objectives & Key Results – oder kurz OKR – bietet hier eine Antwort. Was es damit auf sich hat erfahren Sie in diesem Artikel.

Was bedeutet Objectives & Key Results?

Erfunden wurde die Methode von Intel-Mitgründer Andrew Grove. Heutzutage sind Google, Twitter und LinkedIn Beispielunternehmen, die OKR erfolgreich als Leadership-Modell nutzen. Aus dem englischen übersetzt bedeutet es so viel wie Objekte und Schlüsselresultate. Dabei sind Objectives die qualitativen Ziele, welche motivierend und als Vision formuliert werden. Die Ergebnisse der Objectives sollen einen klaren Mehrwert mit sich bringen. Key Results sind hingegen die quantitativen Ziele. Sie sind die Zwischenergebnisse, die die Objectives messbar machen und den Erfolg sichtbar. Jedem der Ziele (Objectives) werden also messbare Schlüsselergebnisse (Key Results) zugeordnet. In regelmäßigen Abständen wird dann der jeweilige Erfolg gemessen.

Ziele und Ergebnisse

Jedem Objective sind 2-5 Key Results zugeordnet. Es ist also das Ziel vorgegeben und wie dieses anhand 2-5 messbarer Kriterien erreicht werden kann. Dabei kostet vor allem die Generierung der Key Results Zeit. Das Ziel (Objective) ist in der Regel schnell gesetzt. Die Key Results hingegen müssen gut und sinnvoll überlegt sein. Hier ist es nicht unüblich diesen Vorgang immer wieder zu wiederholen, bis man zufriedenstellende und realisitische Key Results erhält. Wichtig ist auch, dass nicht nur OKRs für das Unternehmen insgesamt aufgestellt werden, sondern für jedes Team und für einzelne Mitarbeiter.

Methodik der Objectives & Key Results

Die Methodik der Objectives & Key Results muss jedem Unternehmen individuell angepasst werden. In der Regel werden die Ziele für die nächsten 2-4 Monate gesetzt. Es handelt sich also um eine kurzfristige Methode, die stets von vorne beginnt. Ist der Zyklus um, müssen sich die Ergebnisse angeschaut werden und dementsprechend neue Ziele gesetzt werden. Eine Zielerreichung von 70-90% sollte in etwa anvisiert werden. Ist sie dauerhaft bei 100% kann es bedeuten, dass die Ziele nicht ausreichend ambitioniert sind. OKR ist definitiv keine Mitarbeiterbewertungsmethode. Viel mehr dient sie als Managementansatz zur Zielerreichung. Sie ist transparent und für jeden Mitarbeiter intern öffentlich einsehbar. [easy-tweet tweet=“Objectives & Key Results verbindet die Unternehmensziele und die Ziele der Mitarbeiter. Es ist also essenziell jeden einzelnen bei der Zielsetzung des Unternehmens zu integrieren.“ user=“MirkoPeters8″ url=“https://bit.ly/3glcFdk“ template=“user“]Andernfalls kann kein Commitment der Mitarbeiter gewährleistet werden.

Warum nutzen jedoch gerade Google, Twitter und Co. diese Methode? Die Antwort ist simpel: OKR bietet sich vor allem für sehr schnell wachsende Unternehmen an. Hier ist oftmals eine schnelle Übersicht nötig, die dadurch erreicht werden kann. Dabei spielt die Unternehmensgröße keine Rolle. Die Methodik kann überall angewendet werden.

Objectives & Key Results (OKR) – die Vorteile und Nachteile

OKR bringt viele Vorteile mit sich. So kann beispielsweise die Transparenz des Modells auf sehr viel Zuspruch der Mitarbeiter stoßen. Diese können die Ziele und Schlüsselergebnisse offen einsehen und können sich somit bestens damit vertraut machen. Es fördert die interne Kommunikation und ist einfach zu verstehen. Darüber hinaus ist die Methode ohne komplizierte Infrastruktur implementierbar. Objectives & Key Results gibt Unternehmen einen richtigen Fokus für die nächsten zwei bis vier Monate. Dadurch können sich diese Firmen besser auf das wesentliche fokussieren und knappe Ressourcen dadurch besser gemanagt und verwendet werden. Insgesamt werden Unternehmen agiler und können schneller auf Änderungen reagieren.

Nachteilig kann OKR jedoch werden, wenn es nicht richtig verstanden wird oder die Einsatzbereitschaft nicht gegeben ist. Wird es als „Kontrollinstrument“ der Mitarbeiter verwendet, kann dies auf heftige Ablehnung stoßen. Selbst wenn das nicht der Fall ist, jedoch so verstanden und gefühlt wird, kann es negative Folgen haben. Ebenso ist OKR ein Veränderungsprojekt. Wird auch das nicht so verstanden und angesehen, ist es ebenfalls nicht von Vorteil. Wie bereits erklärt wurde, ist einer der ersten Schritte bei Objectives & Key Results sich Ziele zu setzen. Eine Zielerreichung von 70-90% ist optimal. Sind allerdings zu viele Ziele angesetzt oder sind diese zu ambitioniert, schlägt das schnell auf die Stimmung im Unternehmen. Hier sollte überlegt und mit Vorsicht herangegangen werden. Für jede organisatorische Ebene sollten maximal 4-5 Objectives und 4-5 Key Results pro Objective angesetzt werden. OKR benötigt viel Einsatzbereitschaft und zeitliche Kapazitäten. Dem muss sich jedes Unternehmen und deren Mitarbeiter bewusst sein. Besonders für den sogenannten OKR Master. Dieser wird vom Unternehmen ernannt und ist dauerhaft für die Implementierung und Moderierung der Prozesse verantwortlich. Bestenfalls ist der OKR Master nicht aus der Führungsriege, sondern ein eher neutraler Mitarbeiter.

Hier alle Vor- und Nachteile nochmal in der Übersicht:

OKR – Vorteile

  • Klarheit über die wichtigsten Aufgaben im Unternehmen
  • richtiger Fokus
  • richtige Verwendung knapper Ressourcen
  • Transparenz für Mitarbeiter
  • bessere Kommunikation
  • einfach zu verstehen
  • Unternehmen wird agiler

OKR – Nachteile

  • zu viele Ziele = überfordernd
  • benötigt Einsatzbereitschaft und zeitliche Kapazitäten
  • Einsatz als „Kontrollinstrument“ -> Ablehnung der Mitarbeiter
  • OKR muss als Veränderungsprojekt verstanden werden, sonst Ablehnung der Mitarbeiter

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass OKR, solange es richtig angewendet und verstanden wird, eine überaus gute Methodik zur Unternehmensführung bietet. Nicht ohne Grund wird es von Google erfolgreich genutzt. Es macht Unternehmen agiler und ist besonders für schnell wachsende Firmen optimal geeignet. Durch OKR kann schnell auf Veränderungen reagiert werden. Dies ist bei solchen Unternehmen essenziell, da hier von Woche zu Woche Tendenzen variieren können.

Lean Thinking als Wegbereiter für Customer Centricity

Wie heißt es so schön? Der Kunde ist König. Das ist nicht nur irgendein Sprichwort, welches man so dahinsagt. Es spiegelt die Werte der Customer Centricity wider und spielt die entscheidendste Rolle beim Erfolg eines Unternehmens. Lean Thinking bietet einen Ansatz zum Weg der Customer Centricity. Welche wichtigen Rollen diese beiden Begriffe für Unternehmen heutzutage haben, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist Customer Centricity?

Längst sind aus den meisten ehemaligen Verkäufermärkte Käufermärkte geworden. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Kunde den Markt regulieren kann. Warum ist das so? Es gibt mittlerweile so viele Anbieter in den verschiedensten Märkten, dass ein Angebotsüberhang entstanden ist. Dadurch resultiert die vielfältige Entscheidungsmöglichkeit bei den Käufern. Sie können also auswählen, bei welchem Anbieter sie ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung in Anspruch nehmen. Hier müssen sich demnach die Verkäufer dem Kunden anpassen und dessen Wohl bestmöglich verstehen. Diese unternehmerische Strategie trägt den Namen Customer Centricity.

Echt Mehrwert schaffen

Bei der Customer Centricity steht der Kunde, beziehungsweise Nutzer im Mittelpunkt des Geschehens. Der Fokus des Unternehmens liegt auf den Bedürfnissen und Interessen von Kunden bei sämtlichen Maßnahmen. Dadurch sollen sich Wettbewerbsvorteile ergeben. Customer Centricity ist dabei ein ganzheitlicher, strategischer Ansatz. Die Nutzerbedürfnisse sind demnach der Ausgangspunkt jeglichen unternehmerischen Wirkens. Es sollen echte Mehrwerte (lesen Sie auch Value Model Canvas) für den Kunden geschaffen werden. Hierbei geht es nicht nur darum die bereits bestehenden Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen, sondern auch mit Blick in die Zukunft herauszufinden, was der Kunde potenziell später haben möchte.

Was ist der USP?

Der USP, also das Alleinstellungsmerkmal von Unternehmen, ist mitunter ausschlaggebend für die Kaufentscheidung von Kunden. Was gefällt den Kunden an dem einen Produkt besser als an dem anderen? Mittlerweile ist es in vielen Märkten schwer geworden tatsächliche USP’s hervorzubringen. Umso wichtiger wird deshalb die Behandlung des Kunden und das Standing dessen im Unternehmen. Fühlt dieser sich wohl, kann das viel ausmachen und andere kleinere Fehler oder Minuspunkte wieder gut machen. In diesem Sinne kann eine gute Customer Centricity auch als USP angesehen werden.

Customer Centricity Tools und Umsetzungen

Für Customer Centricity gibt es verschiedene Tools zur Umsetzung. Hierzu zählen zum Beispiel Loyalitätsprogramme, die die Kunden belohnen, die längerfristig dabei sind. Diese Belohnungen können in Form von Prämien, Rabatten oder Geschenken ausfallen. Auch exklusive Clubs zählen zur Customer Centricity. Der Aufbau von Social Media Kanälen ist ebenfalls nützlich zur Gestaltung dieser Philosophie. Wird hier relevanter Content gepostet, der für den Kunden interessant und nützlich ist, kann dies zu mehr, beziehungsweise auch glücklicheren Kunden führen. Dadurch kann die Beziehung zu Bestandskunden sehr gut gepflegt werden.

Lean Thinking – Definition und die fünf Prinzipien

[easy-tweet tweet=“Lean Thinking kommt aus dem sogenannten Lean Management. Hierbei sollen Werte für den Kunden geschaffen und dadurch der unternehmerische Erfolg dauerhaft gesichert werden.“ user=“MirkoPeters8″ url=“https://bit.ly/3d3gVfk“ template=“user“] Diese Werte sollen in immer höherer Qualität und durch Weglassen von unnötigem Ballast geschaffen werden. Dabei gibt es die fünf Prinzipien des Lean Thinking, die nun vorgestellt werden sollen.

Wie ist die Kundenperspketive ?

Zunächst muss der Kunde und sein Value, also Mehrwert, identifiziert werden. Das heißt nichts anderes, als dass man die Kundenperspektive einnimmt. Welche Aktivitäten und Aufwände, die das Unternehmen tätigt, bieten dem Kunden Mehrwerte? Im zweiten Schritt wird der Value Stream identifiziert. Das bedeutet, dass die Prozesse vom Start bis zum Ende, in dem Werte für den Kunden entstehen identifiziert werden. Im ersten Schritt war die Frage also welche Werte entstehen, jetzt wird analysiertu003cemu003e wieu003c/emu003e diese entstehen.

Mehr wertsteigernde Aktivitäten weniger „das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht“

Anschließend soll ein Flow erzeugt werden. Dies geschieht durch bewusstes Vermeiden und Weglassen von Aktivitäten, die keinerlei Mehrwerte liefern. Dadurch kristallisieren sich ausschließlich wertsteigernde Aktivitäten heraus, wodurch keine Unterbrechungen und Störungen mehr gegeben sind – der Flow entsteht. Der vorerst letzte Schritt beinhaltet die Pull-Strategie. Hierbei wird aktiv auf die Kundenbedürfnisse eingegangen. Der Kunde steht beim Lean Management klar im Vordergrund. Demnach muss dieser und seine Bedürfnisse verstanden werden. Es soll also ein Prozess erstellt werden, um auf diese Bedürfnisse einzugehen. Dadurch werden die Prinzipien eins und drei aufgegriffen. Der entsprechende Value für den Kunden soll gesteigert werden und das unter Vermeidung von Verschwendung. Ist dieser Schritt erledigt, kommt es zur Perfection. An sich sind die einzelnen Schritte vollzogen, doch jetzt heißt es arbeiten am Feinschliff. Bei den Lean Thinking Prinzipien handelt es sich um einen Zyklus, der solange durchlaufen wird, bis keine Verbesserung mehr erreicht werden kann.

Dadurch ergibt sich der Name des Lean Thinking, zu Deutsch schlankes Denken. Die Prozesse werden soweit reduziert bis nur noch die wirklich notwendigen vorhanden sind.

In der Kurzfassung:

1. Value (Welche Werte sind relevant für den Kunden?) ->

2. Value Stream (Wie/durch welche Schritte erreiche ich diese Werte?) ->

3. Flow (Wie erzeuge ich den Flow durch Ablassen welcher unnötigen Ballaste?) ->

4. Pull
(auf den Kunden hören und seine Anforderungen, Wünsche und Werte beachten) -> 5. Perfection (zyklische Wiederholung der Schritte auf dem Weg zur Perfektion)

Durch Lean Thinking wird also der Gedanke der Customer Centricity in Unternehmen gefestigt. Der Kunde und seine Bedürfnisse und Wünsche stehen im Mittelpunkt allen Handelns. Strategisch wird alles auf den Kunden ausgerichtet. Dadurch sollen sich Wettbewerbsvorteile ergeben und sich von der Konkurrenz abgehoben werden. Natürlich ist dieses Thema nicht für jede Branche anwendbar, dennoch sollte sie als Denkanstoß dienen und die längst vollzogene Entwicklung vieler Märkte vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt unterstützen. Sind Unternehmen in solch einem Markt, ist die Customer Centricity als Unternehmens-Philosophie unabdingbar. Lean Thinking bietet letztendlich ein gutes und bewährtes Mittel diese Philosophie in die Tat umzusetzen.

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