BSI nimmt smarte Heizungsthermostate unter die Lupe

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Die steigenden Energiepreise veranlassen viele Menschen, ihre Heizung mit intelligenten Thermostaten auszustatten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat nun in einer aktuellen Studie die Sicherheit dieser Geräte unter die Lupe genommen.

Das BSI untersuchte zehn zufällig ausgewählte smarte Heizkörperthermostate. Die gute Nachricht: Der Großteil der Geräte erfüllt die europäischen Basissicherheitsanforderungen für IoT-Geräte. Neun von zehn getesteten Thermostaten bestanden drei Viertel der Prüfungen nach dem ETSI EN 303 645 Standard.

Dennoch entdeckten die Experten einige Sicherheitslücken. Bei einem Thermostat fanden sie eine Cross-Site-Scripting-Schwachstelle, die Angreifer ausnutzen können, um über den Browser der Nutzer kritische Funktionen in der Steuerungs-App zu manipulieren. Ein weiteres Gerät übertrug Daten unverschlüsselt an seinen Server.

Die zugehörigen Bedien-Apps zeigten sich im Test nach dem „OWASP Mobile Application Security Testing Guide“ überwiegend sicher. Trotzdem gab es auch hier Mängel: Drei Apps speicherten vertrauliche Informationen nicht ausreichend geschützt. Zwei weitere Apps verzichteten bei bestimmten Verbindungen auf eine Verschlüsselung, wodurch sie anfällig für Man-In-The-Middle-Angriffe wurden.

Ein interessanter Aspekt der Untersuchung betrifft die Herstellung der Geräte. Drei der getesteten Thermostate und deren Apps basieren auf einer sogenannten Whitelabel-Lösung. Das bedeutet, dass verschiedene Hersteller das gleiche Grundprodukt unter ihrer eigenen Marke verkaufen. Diese Praxis birgt ein besonderes Risiko: Wird eine Sicherheitslücke in der Basis-Software entdeckt, sind gleich mehrere Markenprodukte betroffen. Für Verbraucher bleibt dabei oft unklar, wo die Geräte tatsächlich produziert werden. Schade: Die Studie nennt konkret keine Hersteller mit den Mängel-Produkten.

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