Bestenliste: die Top 5 Video-Drohnen für unterwegs

Mit der richtigen Drohne ist es selbst für Anfänger einfach, beeindruckende und ruckelfreie Videos aus der Vogelperspektive einzufangen. Wir haben die fünf besten Reise-Quadcopter in einer Bestenliste zusammengefasst.

Beim professionellen Einsatz von Drohnen sind Bildqualität und Handling die beiden wichtigsten Kaufkriterien. Für ambitionierte Hobby-Drohnen-Piloten sind allerdings auch Packmaße und Preis entscheidend.

In der Vergangenheit haben wir zahlreiche Drohnen mit HD-Kamera getestet, als Videodrohne sind die meisten Modelle allerdings vollkommen ungeeignet. Zwar ist es sogar mit billigen Spielzeugdrohnen grundsätzlich möglich, Luftbilder zu schießen. Deren Qualität reicht allerdings nicht ansatzweise an die beeindruckenden Aufnahmen heran, die uns in sozialen Medien und im Fernsehen regelmäßig begegnen. Das liegt an der Tatsache, dass Multicopter dauernd in Bewegung sind. Ist die Kamera nicht mit einem Gimbal stabilisiert, wackelt das Videobild. Selbst Fotos werden unscharf und unbrauchbar. Da hilft nicht mal die Stabilisierung per Software – ohne Gimbal sind. Multicopter für anspruchsvolle Luftaufnahmen schlicht ungeeignet. Ein gutes – beziehungsweise schlechtes – Beispiel dafür ist der frische Mantis Q von Yuneec (Testbericht).

Neben der Bildqualität ist vor allem das Flugverhalten entscheidend bei der Auswahl der Video-Drohne. Wer sich auf seine Luftaufnahmen konzentrieren möchte, braucht GPS, Barometer und optische Sensoren. Nur hält der Copter auch bei Wind seine Position und Höhe. Sogar vorgeplante Flüge und automatisierte Verfolgungen ist mit den meisten Modellen möglich. Dank GPS kommen solche Drohnen im Notfall selbstständig zum Startpunkt zurück – ein beruhigendes Extra für die teure, fliegende Kamera.

Weitere wichtige Kaufkriterien sind die Flugzeit und die maximale Reichweite. Billige Drohnen bleiben häufig mit einer Akkuladung nicht mal zehn Minuten in der Luft. Das ist viel zu kurz für ambitionierte Luftaufnahmen. In Deutschland ist es zwar nicht zulässig, Drohnen außerhalb der Sichtweite zu steuern, trotzdem muss die Reichweite ausreichend hoch sein. Das ist nicht nur dann interessant, wenn man im Ausland filmen will, sondern auch, um eine zuverlässige Verbindung zu garantieren. Nichts ist beim Fliegen nerviger, als Bild- oder gar Steuerausfälle aufgrund einer schlechten Datenverbindung.

Die beste Kamera ist immer die, die man tatsächlich dabei hat. Das gilt sowohl am Boden als auch in der Luft. Profi-Modelle wie die DJI Inspire haben zwar eine herausragende Bildqualität und sehr gute Flugeigenschaften, sind aber sperrig. Wer seine Drohne im Rucksack oder dem Reisegepäck transportieren will, sollte deshalb zu einem kleinen oder klappbaren Modell greifen.

Die Multicopter aus unserer Top-Liste erfüllen all diese Punkte. Modelle wie die oben genannte Mantis Q (Testbericht) oder der Hubsan H507A X4 (Testbericht) mit GPS können zwar einiges davon; aufgrund der schlechten Bildqualität haben wir sie aber nicht in die Bestenliste aufgenommen.

Die im Sommer 2018 vorgestellte Mavic-2-Serie von DJI ist derzeit die beste Drohne für unterwegs. Neben hervorragenden Flugeigenschaften und einer Flugzeit von knapp 30 Minuten überzeugen die kompakte Größe und die ausgesprochen hohe Bildqualität. Die Rundum-Sensorik zur Hinderniserkennung und die automatisierten Flugmanöver funktionieren sehr gut und sind auch für erfahrene Piloten eine echte Bereicherung. Ein weiterer Vorteil der gesamten Mavic-Reihe ist das reichhaltige Angebot an passendem Zubehör.

Entscheidende Unterschiede zu den Vorgängermodellen sind die extrem hohe Reichweite von bis zu fünf Kilometern, die sehr gut funktionierende automatische Verfolgung von Objekten und die große Anzahl an automatisierten Flugmanövern. Außerdem ist die Mavic 2 das einzige Modell von DJI, welches bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zuverlässig funktioniert. So unwichtig dieses Detail klingt, für Aufnahmen im Winter ist dieser Punkt nicht zu vernachlässigen.

Bis auf die Kameras sind die beiden angebotenen Mavic-2-Varianten absolut identisch. Wer sein Hauptaugenmerk auf Fotos und höchstmögliche Bildqualität legt, sollte zum Modell Mavic 2 Pro (Testbericht) mit der Hasselblad-Kamera greifen. Diese liefert dank des 1-Zoll-Bildsensors und der variablen Blende die etwas bessere Fotoqualität. Wer flexibler arbeiten möchte und die Drohne vor allem für Videoaufnahmen braucht, sollte zur etwas günstigeren Mavic 2 Zoom(Testbericht) mit verstellbarer Brennweite greifen. Sie ist ihren Preis wert.

Zum ausführlichen Testbericht der Mavic 2 Zoom.

Zum ausführlichen Testbericht der Mavic 2 Pro.

Auf Platz zwei der Bestenliste landet die deutlich kleinere und nur halb so schwere Mavic Air von DJI. Deren Bildqualität ist bis auf den optischen Zoom mit der des Topmodells Mavic 2 Zoom vergleichbar. Auch sonst hat die verhältnismäßig günstige Mini-Drohne einiges zu bieten. Neben GPS und Barometer sind beispielsweise vorwärts und rückwärts gerichtete optische Sensoren zur Hinderniserkennung vorhanden. Automatisierte Flugmanöver beherrscht die Air genauso wie die automatisierte Rückkehr zum Startpunkt.

Einzig die geringe Flugzeit von nur knapp 20 Minuten und die geringere Reichweite von maximal 2 Kilometern unterscheiden diesen Quadcopter von den restlichen Mavic-Modellen. Wer mit diesen Einschränkungen gut leben kann, der bekommt mit der Air einen extrem kompakten Quadcopter mit hoher Bildqualität und einem erstklassigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Air ist besonders für Einsteiger eine sehr gute Wahl.

Zum ausführlichen Testbericht der Mavic Air.

Ganz knapp hinter der Air kommt die älteste Drohne unserer Top-Liste, die Mavic Pro. Als DJI das Modell im Jahr 2016 auf den Markt brachte, war der diese Art von Quadcopter ein echtes Novum. Die Ur-Mavic war zu diesem Zeitpunkt der einzig kompakte Multicopter mit vernünftiger Steuerung, Kamera und GPS. Mit dem Klappsystem der Ausleger und der guten Flugzeit von fast 30 Minuten setzt der Hersteller damals neue Maßstäbe. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Klone der ehemals besten Drohne für unterwegs.

Bei der Anzahl der automatisierte Flugmanöver und der Ausstattung muss sich die Mavic Pro gegenüber den beiden Erstplatzierten geschlagen geben. Sie verfügt zwar über eine nach vorne gerichtete Hinderniserkennung, im Rückwärtsflug ist sie allerdings blind. In Sachen Bildqualität kann sie ebenfalls nicht mit den neueren Modellen mithalten.

Dank großartiger Flugeigenschaften, 4K-Auflösung und ordentlicher Bildqualität ist das Modell trotzdem immer noch sehr interessant. In Sachen Batterielaufzeit und der Reichweite von bis zu vier Kilometern ist sie der Mavic Air sogar überlegen. Wer eine gute und bezahlbare Video-Drohne mit einer großen Reichweite sucht, sollte bei der stark reduzierten Mavic Pro zuschlagen.

Die Facelift-Version, die Mavic Pro Platinum, ist etwas leiser und bleibt drei Minuten länger in der Luft als die Ur-Mavic. Der höhere Preis macht die Platinum-Version allerdings weitgehend uninteressant. Wer über 1200 Euro Budget übrig hat, sollte besser bei der Mavic 2 Zoom zuschlagen.

Zum ausführlichen Testbericht der DJI Mavic Pro Platinum.

Mit der Video-Drohne Anafi hat der französische Hersteller Parrot einen ernstzunehmenden DJI-Konkurrenten ins Feld geschickt. Der Quadcopter ist nicht nur sehr kompakt, er überzeugt durch gute Flugeigenschaften und eine ordentliche Bildqualität. Die Flugzeit ist mit 25 Minuten ebenfalls gut. Was uns beim Test wirklich gut gefallen hat, ist die geringe Lautstärke der Drohne. Im Testfeld ist kein anderes Modell annähernd so leise unterwegs.

Während die Top-Drohnen alle mit einem Drei-Achs-Gimbal arbeiten, nutzt Parrot eine Kombination aus Zwei-Achs-Gimbal und elektronischer Bildstabilisierung. Im Zusammenspiel mit dem optischen Zoom sind damit tolle Aufnahmen möglich. Verglichen mit den unseren Top-3-Modellen schwächelt Bildqualität leicht, besonders bei sportlichen Manövern.

Die Anzahl der automatischen Flugmodi ist ebenfalls geringer. Flugdauer, Reaktionsgeschwindigkeit und die Reichweite sind mit den anderen Modellen vergleichbar. Auf eine optische Hinderniserkennung muss man allerdings vollkommen verzichten. Für erfahrene Piloten ist das unproblematisch, für Anfänger ist das Fehlen der Sensorik ein echter Minuspunkt.

Wer sich für die verhältnismäßig einfach ausgestattete Anafi entscheidet, sollte unbedingt auf den Preis achten. Die UVP von knapp 700 Euro erscheint uns, verglichen mit den Mavics, zu hoch. Ein Blick auf die Bestpreisentwicklung zeigt allerdings einen inzwischen angepassten Preis von unter 550 Euro. Dies erscheint weitaus realistischer und macht die Parrot Anafi zu unserem Low-Budget-Tipp.

Zum ausführlichen Testbericht der Parrot Anafi.

Die DJI Spark ist das einzige Modell in der Top-List ohne klappbare Ausleger. Aufgrund der geringen Abmessungen und der guten Ausstattung eignet sie sich trotzdem gut als Reisebegleitung. Neben ein paar automatischen Flugmanövern stehen unter anderem GPS und eine nach vorne gerichtete Hinderniserkennung zur Verfügung.

Wer möchte, steuert die Video-Drohne alleine per Handzeichen. Mit etwas Übung klappt das erstaunlich gut – ein echter Ersatz für die optional erhältliche Fernsteuerung ist es trotzdem nicht. Wer das volle Potential nutzen will, sollte sich unbedingt zusätzlich den Handsender zulegen.

Ähnlich wie bei der Anafi ist hier lediglich ein Zwei-Achs-Gimbal verbaut. Die Videoauflösung ist mit 1080p allerdings geringer als bei allen anderen Drohnen unserer Top-Liste. Die Fotos und Videos der Spark müssen sich trotzdem nicht verstecken. Die Bildqualität ist insgesamt gut.

Die Flugzeit ist mit lediglich 16 Minuten geringer als bei der Konkurrenz. Die Reichweite ist mit der von DJIs Mavic Air vergleichbar. Wer auf 4K-Auflösung und maximale Reichweite verzichtet, bekommt mit der DJI Spark eine gute und günstige Video-Drohne für unterwegs.

Zum ausführlichen Testbericht der DJI Spark.

Kompletter Beitrag


Danke: bestboyzde

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