Amazon Echo Link im Test – HiFi-Alexa für die Musikanlage

Der Amazon Echo Link bindet die HiFi-Anlage in den Echo-Kosmos ein – und das in anständiger Qualität. Im Test drehen wir die Lautstärke auf Anschlag.

Der Amazon Echo Link ist sowas wie der schlanke Bruder des Amazon Echo Link Amp (Testbericht). Denn bis auf den Audio-Verstärker im Amp sind die Geräte technisch quasi identisch. Dabei ist das Fehlen des Verstärkers im Link für viele kein Nach-, sondern eher ein Vorteil. Denn die meisten werden ohnehin bereits einen Verstärker zu ihren Passivlautsprechern nutzen. Auch bewegt sich der Verstärker im Amp im Einstiegssegment und kann Standalone-Verstärkern kaum das Wasser reichen. Zum anderen sparen sich Käufer des Echo Link im Vergleich zu Echo Link Amp 100 Euro.

Der Amazon Echo Link positioniert sich als Echo-Ergänzung für alle, denen die Übertragungsqualität eines normalen Echo-Lautsprechers zur Anlage über 3,5-mm-Klinkenkabel oder Bluetooth nicht ausreicht. Dabei verbessert der Link nicht nur die analoge Übertragung, sondern bietet (neben dem Echo Link Amp) als einziges Echo-Gerät auch digitale Audio-Anschlüsse.

Amazon verzichtet wie schon beim Amp und bei Echo Sub (Testbericht) auf eine integrierte Alexa-Funktionalität. Wer den Link also im vollen Funktionsumfang nutzen möchte, braucht mindestes noch einen Echo Input (Testbericht) oder einen Echo Dot (Testbericht). Das finden wir schade, schließlich würden selbst bei einem bereits existierenden Setup verschiedener Alexa-Geräte die weiteren Mikrofone am Link dabei helfen, dass Alexa die Sprachbefehle besser versteht.

Folgende Echo-Geräte haben wir bereits getestet:

  • Testbericht Echo Link
  • Testbericht Echo Link Amp
  • Testbericht Amazon Echo Dot (2018)
  • Testbericht Amazon Echo Input
  • Testbericht Amazon Echo Sub
  • Testbericht Amazon Echo Show (2018)
  • Testbericht Amazon Echo Plus (2018)
  • Testbericht Amazon Echo Spot
  • Testbericht Amazon Echo (2017)
  • Vergleichstest 2018: Amazon Echo Dot vs. Plus vs. Show

Der Echo Link kommt mit vielen Anschlüssen. Auf seiner Rückseite versorgt ihn ein Rundhohlstecker mit Strom. Das mitgelieferte Netzteil befindet sich nicht im 520 g schweren Gehäuse mit den Maßen 11,5 × 11,5 × 6,7 cm, sondern hängt direkt an der Steckdose. Mit dem Netzwerk verbindet sich der Echo Link per WLAN oder alternativ über ein LAN-Kabel mit RJ45-Port.

Als analoge Line-In-Ports stehen dem Link je ein Cinch-Stecker für den linken und rechten Kanal, ein optischer Toslink-Port und eine Koax-Verbindung bereit. Außerdem kennt der Link Bluetooth (A2DP) für die Verbindung zum Smartphone. Analog steuert er über Chinch den linken und rechten Kanal sowie einen Subwoofer an. An seiner Front steht ein 3,5-mm-Klinkenport mit TPA6120A2-Verstärker für Kopfhörer bereit. Auch bietet der Link einen digitalen Koax-Ausgang sowie einen optischen Toslink-Steckplatz.

Bisher gab es nur die Möglichkeit, Alexa-Geräte über den Klinkenstecker oder Bluetooth mit der heimischen Musikanlage zu verbinden. Dabei kommt es zu Qualitätsverlusten, die Menschen mit feinem Gehör als störend empfinden können. Der Link-Familie steuert HiFi-Anlagen digital mit einer Abtastrate von 44.1, 48.0, 88.2, und 96.0 kHz an.

Um zu belegen, dass es auch bei einer analogen Audio-Übertrag im Vergleich zum Echo Dot zu einer Verbesserung kommt, zeigt Amazon auf der Produktseite folgende Zahlen:

Um herauszufinden, ob man diesen Unterschied tatsächlich hört, schließen wir den Echo Link über Cinch und einen Echo Dot über 3,5-mm-Klinkenkabel abwechselnd an denselben Aktivboxen an und spielen Musik im Deezer-Stream ab. Einen großen Unterschied zwischen Link und Dot hörten wir nicht. Das muss allerdings nichts heißen, denn unsere audiophile Ader ist nicht sehr ausgeprägt. Andere mit trainierterem musikalischen Gehör und einer besseren HiFi-Anlage hören möglichweise einen Unterschied.

Obwohl der Link über zahlreiche Audio-Eingänge verfügt, können die so angeschlossenen Geräte wie CD- oder Plattenspieler nicht in das Multiroom-System eingebunden werden. Sie spielen ihre Musik nur über die direkt am Link angeschlossenen Audio-Geräte ab.

Dafür lassen sich Geräte, die zum Beispiel über die analogen oder digitalen Ausgänge angeschlossen werden, mit anderen bereits existierenden Echo-Lautsprechern kombinieren. Je nach Lautsprechersystem kann es hier jedoch zu Asynchronitäten kommen. Wir hörten zum Beispiel eine Verzögerung von etwa zwei-zehntel Sekunden beim Einbinden der Sonos Playbar über dessen optischen Toslink.

Die Sprachsteuerung des Echo Link überzeugt uns nicht. Denn im Gegensatz dazu, wenn ein Echo-Gerät per Klinkenkabel an der Anlage hängt, muss man immer zusätzlich den Namen des Gerätes nennen, sonst fängt direkt das Echo-Gerät an zu dudeln und nicht die am Link hängende Anlage. Das gleiche gilt für das Stoppen der Wiedergabe und die Lautstärkeregelung. Das verwirrt auch insofern, dass wir in der App innerhalb einer Gruppe einem Echo-Gerät einen bevorzugten Lautsprecher, in unserem Fall wählten wir den Link, zuweisen können. Genützt hat das nichts.

Über die App können Nutzer die Lautstärke über einen Schiebenschalter anpassen. Anders als in der Sonos-App geht das bei geöffneter App nicht über die Laut-/Leisewippe des Smartphones. Wir hätten uns die Unterstützung der Alexa Fernbedienung der 2. Generation gewünscht, denn diese hat Laut-/Leisetaster. Doch die Fernbedienung arbeitet zumindest momentan nur mit Fire-TV-Geräten wie dem Fire TV Stick 4K (Testbericht) zusammen. Wir hoffen, dass Amazon das bald per Software-Update ändert. Momentan gibt es keine Möglichkeit, die Lautstärke über eine Fernbedienung zu regeln. Zumindest kann man direkt am Gerät über den sowohl schicken als auch wertigen Metalldrehregler laut und leise stellen. Dabei leuchten dezent weiße LEDs durch die matte Kunststofffront.

Die Einrichtung ist wie von anderen Echo-Geräten gewohnt unkompliziert und innerhalb weniger Minuten erledigt. Die Bildergalerie zeigt die einzelnen Schritte in Screenshots.

Wer sich bisher über Qualitätsverluste bei der Audio-Übertagung via Klinkenkabel oder Bluetooth vom Echo-Gerät an die HiFi-Anlage geärgert hat, könnte mit dem Amazon Echo Link Amp glücklich werden. Denn er erweitert nicht nur die Anschlussmöglichkeiten und verbessert die analoge Audio-Ausgabe. Er bietet neben dem fast baugleichen Echo Link Amp als einziges Echo-Gerät auch digitale Ausgänge. Dazu ist er wertig verarbeitet und sieht schick aus.

Mängel sehen wir bei der Integration in das Echo-Ökosystem. So ist die Sprachsteuerung unnötig umständlich und am Link angeschlossenen Audioquellen wie CD- oder Plattenspieler spielen nicht zusammen mit anderen Echo-Lautsprechern. Außerdem vermissten wir neben einer Fernbedienung eigene Mikrofone – so ist immer eine Alexa-fähiges Echo-Gerät für den vollen Funktionsumfang nötig.

Kompletter Beitrag


Danke: bestboyzde

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