
Android 15 ist fertig und Google hat inzwischen auch die Verteilung der neuen Android-Version an seine Pixel-Smartphones begonnen. Jetzt ist es an den OEMs, mit der Verteilung von Android 15 nachzuziehen und (oftmals angepasste Versionen) für die eigenen Smartphones zu verteilen. OnePlus hat auf Basis von Android 15 jetzt OxygenOS 15 vorgestellt.
Logisch, in OxygenOS 15 stecken die diversen Neuerungen, die Android 15 mitbringt, aber eben auch noch eine Schippe anderer Neuerungen. Darunter: Ein Feature zur Diebstahlerkennung.

OnePlus hat OxygenOS 15 einige Verbesserungen spendiert, welche das System geschmeidiger laufen lassen sollen. So erlaubt man eine parallele Verarbeitung von Animationen, die diverse Elemente, wie Widgets, Komponenten und Ordner abdeckt. Hierdurch sollen nahtlose Übergänge und flüssige Animationen entstehen. Zudem sei die Wischkonsistenz und damit das Scrollerlebnis systemweit und auch auf Apps von Drittanbietern einheitlich.
Für das neue OxygenOS habe man diverse Systeme neu gestaltet und Farben sowie Optik verbessert. Auch hier steht die visuelle Einheitlichkeit im Fokus. So hat man Shelf aktualisiert und mit mehr Optionen und benutzerfreundlichem Design versorgt. Streicht man von oben links, erreicht man das Benachrichtigungs-Center, oben rechts die Schnelleinstellungen. Letztere wurden ebenfalls visuell und mit konsistenterem Layout und neuen Animationen aufgebohrt.

OnePlus One Take ist OnePlus Umsetzung für das Hintergrundbild für das Always-On-Display (AOD), den Sperr- sowie Startbildschirm. Fotos lassen sich hier als Hintergrundbilder einrichten und mit einer Tiefenfunktion kann durch automatische Abhebung des Motivs ein mehrschichtiger Effekt erzeugt werden. Es gibt neue Farbübergänge, Glastexturen und Tiefeneffekte sowie KI-basierte automatische Fülloptionen. Neue Anpassungsoptionen sollen für mehr Personalisierungsfreiheiten sorgen.

Wie bei anderen Herstellern stehen KI-Funktionen im Fokus. Mit OnePlus AI hat man da auch diverse KI-basierte Fotobearbeitungs-Tool in der Hinterhand. Kennen wir teils auch von anderen Herstellern: Einen Radierer, der unerwünschte Personen und Objekte aus Bildern entfernt. Ein Reflexionsradierer soll zudem bei Sonnenuntergängen, Skylines oder Kunstwerken bei störenden Glasreflexionen Abhilfe schaffen. Per KI wolle man Porträts verbessern, in dem man für einen besseren Unschärfeeffekt sorgt. Zudem sollen per KI Details stärker erhalten bleiben.

OnePlus setzt bei der OnePlus AI auf Googles Gemini-Modell. Beispielsweise, wenn es um textgenerierende Funktionen wie KI-Notizen (Text fortsetzen, Stil verbessern, etc.) geht. So lassen sich beispielsweise Füllwörter entfernen, um die Textqualität zu verbessern, ohne das Original großartig zu verändern. Auch sonst gibt es nützliche KI-Funktionen wie die KI-Zusammenfassung oder einen KI-Schreibassistenten, der bei Rechtschreibung, Grammatik sowie Stil-Fragen zur Seite steht.

Es lassen sich zudem Bildschirminhalte in diversen Apps automatisch analysieren, um in Messaging-Apps wie Instagram, WhatsApp oder Snapchat passende Antwortvorschläge zu liefern. Ebenfalls mit dabei: Googles Circle to Search. KI-basiert hat man auch die Suche auf dem Gerät aufgebohrt, wenn es ums Aufspüren von Einstellungen, Dateien, Notizen oder Fotos geht. Hier soll man jetzt in natürlicher Sprache nach Schlüsselwörtern suchen können.

Open Canvas erlaubt flexibles Multitasking. Hierbei wird der Bildschirm für drei Apps verwendet. Zwei Apps lassen sich ohne Beeinträchtigung der Fenstergröße nutzen. Fluid Cloud visualisiert diverse Apps, wie beispielsweise Spotify. Die App-Kompatibilität soll hier für weitere Echtzeit-Szenarien ausgebaut werden. Die Karten lassen sich für mehr Details oder den Zugriff auf Live-Aktivitäten erweitern.
OnePlus Share soll es erlauben, wie Fotos, Videos und andere Dateien auf iOS-Geräte zu teilen. Der Fortschritt soll hierbei in der Dynamic Island des iPhones gezeigt werden. Liest sich wie eine AirDrop-Integration, bedarf auf dem iOS-Gerät aber wohl einer entsprechenden App.
OnePlus hat einen recht genauen Zeitplan vorgestellt, was die Verteilung von OxygenOS 15 angeht. Zumindest für die Verfügbarkeit von Open-Beta-Versionen. Kommende Woche soll es mit der OnePlus-12-Serie (hier mein Testbericht zum OnePlus 12). OnePlus Open und OnePlus Pad 2 sollen im November folgen. Für den Dezember sind neben dem OnePlus 11 diverse Nord-Geräte vorgesehen. Und im Januar und Februar sollen weitere Nord-Geräte nebst OnePlus 10 Pro und 10T folgen. Erfahrungsgemäß könnten die stabilen Versionen jeweils ein paar Wochen später in den Rollout gehen, wenn denn alles läuft. Genaueres ließ man hierzu jedoch noch nicht verlauten.

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