Gegen Amazon wird in den USA eine Sammelklage erhoben. Der Stein des Anstoßes ist durchaus interessant: So werfen die Kläger dem Händler vor, seine Fire TVs zu überhöhten Standardpreisen zu verkaufen. Der Händler starte dann unter anderem regelmäßig irreführende Rabattaktionen, in denen dann der eigentlich korrekte Preis der Geräte ausgerufen werde. Auf diese Weise würden die Kunden jedoch getäuscht.
Im Ergebnis würde Amazon es so aussehen lassen, als wären die Fire TV nicht nur in den Rabattaktionen, sondern generell ein toller Deal, obwohl es vielmehr umgekehrt so sei, dass die eher fiktiven Listenpreise absichtlich zu hoch angesetzt seien. Die Klage, welche in Washington eingereicht worden ist, wirft Amazon vor, diese Taktik schon lange und regelmäßig einzusetzen.
Man gibt dabei auch an, dass Amazon potenziellen Käufern in den USA wichtige Informationen vorenthalte. Etwa verschweige Amazon oft die Dauer der jeweiligen Sales und auch den letzten Zeitpunkt, an dem wirklich der angegebene Listenpreis ausgerufen wurde. So verkaufe Amazon seine Fire TVs in den USA grundsätzlich fast permanent unter dem angegebenen Standardpreis und gaukele damit ein gutes Geschäft vor. Teilweise seien die Geräte aber schon über ein Jahr nicht mehr zur Preisempfehlung angeboten worden.
In der Klage fordert man nun, dass Amazon diese Geschäftspraktiken unterlässt und mutmaßlich Geprellten Schadensersatz zahlt. Amazon hat die ganze Angelegenheit aber bislang nicht kommentiert. Es kann eine ganze Zeit dauern, bis es vor Gericht zu einem Ergebnis kommt.
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