Nokia Steel HR im Test: Hybrid-Smartwatch mit Display

Mit der Steel HR mischt Nokias Health-Sparte im Hybrid-Smartwatch-Geschäft mit. Die Uhr zeigt unter anderem Nachrichtentexte auf dem Display an. Wir zeigen, was die Uhr noch so von der Konkurrenz unterscheidet.

Hinweis: Im April 2016 hat Nokia die französische Firma Withings übernommen. Ursprünglich kam die Nokia Steel HR vergangenes Jahr unter der Bezeichnung Withings HR Steel auf den Markt. Das aktuelle Produktportfolio wird aber mittlerweile unter der Markenbezeichnung Nokia vertrieben.

Die Steel HR ist unaufdringlich und unterscheidet sich erst auf den zweiten Blick von einer klassischen Analoguhr. Das runde Uhrengehäuse aus silberfarbenem Metall ist mit 36 Millimetern Durchmesser und 13 Millimetern Dicke etwas kleiner als Konkurrenzmodelle von Kronaby oder Fossil.

Direkt nach dem Auspacken fällt eine Auswölbung auf der Rückseite der Uhr auf. Diese sorgt dafür, dass Kontakt zur Hautoberfläche sichergestellt ist und somit der integrierte Herzfrequenz-Sensor gut aufliegt.

Auf der Vorderseite fällt das kleine Monochrom-Display – ein kleines OLED – im oberen Bereich des Ziffernblattes auf. Im unteren Bereich befindet sich noch eine weitere analoge Anzeige, die sogenannte Fortschrittsanzeige. Es handelt sich dabei um einen Schrittzähler, der das Erreichen eines Fitness-Ziels prozentual angibt. Vorab können Nutzer angeben, wie viele Schritte sie pro Tag gehen möchten.

Zur Bedienung steht statt einer Krone ein einzelner Drucktaster zur Verfügung. Das 18 Millimeter breite Silikonarmband verfügt über einen Schnellwechselverschluss, der einen einfachen Wechsel des Armbandes gestattet. Die Zeiger oder das Ziffernblatt sind nicht nachleuchtend. Dafür ist das kleine OLED beleuchtet, und so ist die Bedienung auch bei Dunkelheit möglich. Die Steel HR hat eine Wasserfestigkeit von 5 ATM und kann somit beim Baden oder Duschen am Handgelenk verbleiben. Im Schwimmbad oder beim Schnorcheln sollte man die Uhr jedoch besser abnehmen.

Verpackung und Verarbeitung sind hochwertig und geben keinen Grund zur Beanstandung. Zusätzlich zur Uhr gehört eine magnetische USB-Ladeschale zum Lieferumfang.

Die Steel HR setzt neue Maßstäbe bei Hybrid-Smartwatches in Sachen Nachrichtendarstellung. Zwar können auch die Modelle anderer Hersteller Anrufe oder eingehende Nachrichten signalisieren, aber eben nicht so komfortabel wie beim Nokia-Modell: Eingehende Anrufe oder Nachrichten werden nicht nur durch Vibration und Stellung der Zeiger, sondern als Text auf dem Display dargestellt. Zusätzlich bietet die Uhr einen Herzfrequenz-Sensor, der bei anderen Hybrid-Modellen grundsätzlich fehlt. Ein Bewegungssensor zum Zählen der Schritte und Überwachung der Schlafphasen ist ebenfalls vorhanden.

Das Display ist im Normalzustand ausgeschaltet und aktiviert sich erst, wenn ein entsprechender Taster bedient wird oder eine Benachrichtigung eingeht. Helligkeit bestimmen entweder Nutzer manuell per App oder ein Helligkeitssensor automatisch. Das verringert den Stromverbrauch und ermöglicht eine Batterielaufzeit von 20 bis 25 Tagen. Andere Hybrid-Uhren halten zwar deutlich länger durch, verglichen mit Voll-Display-Smartwatches ist dieser Wert aber extrem gut. Im Test hat die Uhr bei sehr intensiver Nutzung etwa drei bis fünf Prozent an Akkukapazität täglich verbraucht. Der angegebene Wert von 25 Tagen erscheint also durchaus realistisch. Zum Laden legt gehört die die Uhr auf die magnetische Ladeschale und steckt diese an einen USB-Port. Das Aufladen dauert mehrere Stunden.

Ein Druck auf den seitlichen Bedientaster aktiviert zunächst das Display der Steel HR und schaltet dann zwischen den einzelnen Funktionen durch: Sie zeigt Uhrzeit und Datum, Herzfrequenz, Anzahl der Schritte, zurückgelegte Distanz, eingestellte Weckzeit und Restkapazität des Akkus an.

Um die Steel HR zu einzustellen steht die kostenlose App Health Mate für Android und iOS zur Verfügung.
Zur Koppelung mit dem Smartphone wird zusätzlich zur Software auch ein Anmeldung bei Nokia-Health vorausgesetzt. Die Registrierung ist zwar kostenlos, wir fänden es aber besser, wenn es auch ohne ginge.

Die Einrichtung ist unkompliziert und innerhalb von fünf Minuten erledigt. Nach der erfolgreichen Verbindung von Uhr und Handy, lädt unser Testgerät gleich ein Update herunter und startet neu.

Die App ist in die Unterpunkte Timeline, Dashboard, Programme, Geräte und Profil unterteilt. Unter dem Reiter Timeline sind Schritte, Schlafzeiten oder Herzfrequenzen der letzten Tage, Wochen oder Monate ersichtlich. Das Dashboard gibt einen Überblick über die aktuellen Stand der Aktivitäten und Kennzahlen. Unter dem Punkt Programme finden sich diverse Ratgeber und die Möglichkeit seine Fitnesswerte mit anderen Nutzern teilen und vergleichen zu können. Unter Geräte listet die App auf, welche Nokia-Health-Produkte zusätzlich zur Uhr derzeit mit dem Smartphone verbunden sind. Einstellungen wie Wecker, Display-Helligkeit oder die Benachrichtigungsoptionen sind hier ebenfalls verfügbar. Die Weckfunktion lässt sich auf einzelne Wochentage beschränken. Außerdem ist es möglich, statt einer festen Uhrzeit einen Zeitrahmen für den Vibrationsalarm festzulegen. Dann analysiert die Steel HR die Schlafgewohnheiten und versucht die Weckzeit so zu wählen, dass man sich während des Alarms nicht in einer Tiefschlafphase befindet. Unter Profil finden sich persönliche Daten und diverse Erinnerungsfunktionen. So kann die Steel HR beispielsweise an ins-Bett-Gehen erinnern. Wer andere Apps wie Google Fit, Runkeeper oder ITTT nutzt, kann diese ebenfalls unter Profil verknüpfen. Um sich mit Freunden oder Familienmitgliedern zu messen, lassen sich unter diesem Reiter deren Konten hinterlegen.

Die Steel HR steht wahlweise mit silbernem oder goldenem Gehäuse zur Verfügung. Das Ziffernblatt ist in weiß und schwarz, das Silikonarmband in insgesamt sieben Farben verfügbar. Zudem gibt es geflochtene Armbänder und solche aus Leder.

Außerdem gibt es eine Version mit etwas dickerem Rand. Der Durchmesser beträgt dann knapp 40 Millimeter.

Das integrierte OLED erleichtert die Bedienung und bietet damit echten Mehrwert. Wer sich bislang nicht mit dem Hybrid-Konzept anfreunden konnte, sollte sich die Steel HR deshalb genauer ansehen. Mit der gelungenen Kombination aus klassischem Analoguhr-Design, Smartwatch und Fitnesstracker ist die Steel HR unser Favorit unter den Hybrid-Smartwatches und unsere Kaufempfehlung.

Wer auf das Display und den Herzfrequenz-Sensor verzichten kann, sollte sich die sehr ähnliche Nokia Steel ansehen: Die Hybrid-Smartwatch ohne OLED hat eine fest verbaute Batterie, die laut Hersteller etwa acht Monate lang halten soll. Ansonsten kommen beispielsweise die Modelle von Fossil, Kronaby oder Armani in Frage.

Die Modelle von Huawei, Boss oder Skagen sind für diejenigen interessant, die eine Smartwatches mit vollflächigem Farbdisplay suchen.

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Acer Switch 3: Surface-Clone für 400 Euro im Test

Das Switch 3 ähnelt stark dem Windows-Tablet Surface von Microsoft. Acer hat sich unter anderem bei Type-Cover und Eingabestift inspirieren lassen. Ob das Tablet für 370 Euro eine Alternative zum Original ist, zeigt unser Test.

Das Switch 3 steckt in einem stylishen Gehäuse von 295 × 201 × 9,95 Millimetern bei 0,9 Kilogramm. Mit angesteckter Tastatur wächst das Gerät um 6,35 Millimeter und wiegt dann 1,25 Kilogramm. Oben befinden sich Einschalter, eine Lautstärkewippe, ein Windows-Taster und eine Status-LED. Über dem Bildschirm hat Acer die Frontkamera sowie rechts und links die Lautsprecher platziert. Die Rückseite bietet ebenfalls eine Kamera. Sie sitzt oben mittig.

Auf der linken Seite des Tablets finden sich alle Anschlüsse wie Kopfhörerausgang, ein USB-Type-C- und USB-3.0-Anschluss, ein MicroSD-Kartenslot sowie der Anschluss für das Netzteil. Statt eines Kickstands – wie bei Microsofts Surface – verfügt der Switch 3 über einen herausklappbaren Metallbügel. Er erlaubt eine komfortable und auf Wunsch auch sehr flache Positionierung.

Die Verarbeitung von Tastatur und Tablet ist gut und bietet keine Kritikpunkte. Das Tastaturdock nimmt mit seiner rauen Oberfläche allerdings schnell Schmutz auf und sieht nach kurzer Zeit schon aus, als sei es schon längere Zeit in Gebrauch. Reinigen lässt sich das Type-Cover nur schwer.

Im Inneren des Switch 3 arbeitet der Intel-Prozessor Pentium N4200. An Arbeitsspeicher bietet das Tablet 4 GByte und internen eMMC-Speicher mit 64 GByte. Das Windows-Tablet unterstützt WLAN nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Andere Geräte verbinden sich mit dem Switch 3 per Bluetooth in Version 4.0. Zusätzlich zu einem USB-3.0-Anschluss gibt es noch einen einen USB-Type-C-Anschluss (USB 3.1), Speicher lässt sich über einen MicroSD-Kartenslot nachrüsten. Optional bietet der Hersteller für rund 40 Euro einen Stylus, der 1024 Druckstufen unterstützt. Für unseren Test stand dieser uns leider nicht zur Verfügung. Energie liefert ein 4670-mAh-Akku mit 36 Wh.

Standardmäßig kommt das Switch 3 mit einer ansteckbaren Tastatur, die optisch stark dem Type-Cover des Surface von Microsoft ähnelt. Die Tastatur integriert ein Touchpad und an der Seite eine Lasche für den Stylus. Windows 10 Home ist vorinstalliert, sowie einige Bloatware wie Dashlane, Acer Collection, Expedia oder Houzz. Außerdem zeigt sich eine Demoversion von Norton Security von Haus aus für die Sicherheit verantwortlich und versucht dem Nutzer beim Öffnen des Programms gleich ein kostenpflichtiges Abo aufzuschwätzen.

Das 12,2 Zoll große Display des Switch 3 löst 1920 × 1200 Pixel auf. Es handelt sich um ein IPS-Panel, das Farben realistisch und ansehnlich abbildet. Zusätzlich zur guten Blickwinkelstabilität punktet der Bildschirm mit recht ordentlicher maximalen Helligkeit. Aufgefallen ist uns, dass das Panel Fingereingaben nicht nur gut und präzise erkennt. Es reagiert noch feinfühliger als wir es von den meisten guten Touchscreens kennen. Typisch für einen solchen Bildschirm spiegelt das Panel und erschwert so ein Benutzen im Outdoor.

Das Switch 3 hat zusätzlich zur Webcam auch eine Kamera auf der Rückseite eingebaut. Die Auflösung von Frontcam beträgt 2, die der Hauptkamera 5 Megapixel. Wie oft bei günstigen Tablets machen die beiden Kameras keinen besonders beeindruckenden Job. Während die Qualität bei Videotelefonie noch ganz passabel ist, gelingen mit der Kamera auf der Rückseite keine besonders ansehnlichen Schnappschüsse.

Wie beim Vorbild von Microsoft hält das Tablet die Tastatur beim Switch 3 magnetisch. Das Anstecken und Abnehmen geht gut. Nutzer können die Tastatur flach aufliegend nutzen, oder aber in leichtem Winkel aufstellen. Dabei wird das Keyboard dann im oberen Bereich zusätzlich magnetisch am Switch 3 fixiert. Schreiben lässt sich mit Type-Cover recht gut: Es bietet einen angenehmen Druckpunkt bei geringem Hub. Das Touchpad hingegen reagiert etwas unpräzise auf Eingaben und konnte uns nicht begeistern. Unterwegs dient die Tastatur als Schutz-Cover für das Tablet.

Wie wir schon bei kürzlich von uns ausgeführten Tests eines günstigen Ultrabooks (Trekstor Primebook P14 Testbericht) und eines günstigen Convertibles (Medion Akoya E3215 Testbericht) beobachten konnten, bietet der Pentium-N4200-Prozessor eine flotte Performance bei wenig rechenaufwendigen Tasks. Das zeigt sich auch in Verbindung mit 4 GByte Arbeitsspeicher beim Switch 3. Für Bildbearbeitung, Videoschnitt und zum Zocken aktueller Games ist die CPU zu schwach. Beim Surfen, Videos schauen und Office-Arbeiten läuft das System jedoch flüssig, ohne nervige Denkpausen.

Die oberhalb des Displays sitzenden Lautsprecher bieten einen zufriedenstellend Klang. Sie zeigten sich im Test allerdings prinzipiell etwas höhenlastig. Was die Akkulaufzeit angeht, darf man vom Switch 3 keine Wunder erwarten: Wir kamen im Idealfall auf knapp fünf Stunden mit heruntergeschraubter Displayhelligkeit. Bei maximaler Bildschirmhelligkeit geht dem Tablet schon einmal nach drei Stunden die Puste aus.

Das Switch 3 ist ein gutes Windows-Tablet mit brauchbarer ansteckbarer Tastatur. Das Display und die Leistung gefallen uns gut, Akkulaufzeit und Touchpad sind hingegen nur zufriedenstellend. In Relation zum Preis betrachtet, bietet das Switch 3 dennoch ein ordentliches Gesamtpaket.

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Digitale Inklusion: Diese Emojis könnten 2019 kommen


Mehr Emojis braucht das Land! Von engstirnigen Nutzern gerne verspottet, bieten die kleinen Bildchen auch eine universelle Kommunikationssprache, die jeder versteht. Man muss weder eine bestimmte Sprache sprechen, noch lesen oder schreiben können. Ein lachendes Smiley versteht jeder, das ist toll. Mit den Jahren wurden Emojis immer detaillierter, mittlerweile gibt es für unglaublich viele Dinge im Leben das passende Emoji.

Geht es nach Apple, werden sich 2019 noch einmal mehr Menschen mit Emojis identifizieren können, neue „Accessibility Emojis“ wurden dem Unicode Consortium von Apple vorgeschlagen. Dieser Vorschlag soll auch nur ein Startpunkt sein, später wohl noch mehr Emojis hinzukommen. Menschen mit Behinderungen könnten so passende Emojis erhalten, um ihr Leben besser mit den Bildchen beschrieben zu können.

Bei den Vorschlägen, die frühestens 2019 aufgenommen werden, sind ein Blindenhund, Nutzer elektrischer oder mechanischer Rollstühle, Nutzer eines Blindenstocks, ein Ohr mit Hörgerät, das Zeichen für „taub“ in Zeichensprache sowie Prothesen. Bei den Emojis mit Personen soll es auch gleich eine Geschlechts- und Hautton-Auswahl geben. Details zu den einzelnen Emojis und ihren Varianten gibt es auf dieser Seite.

Sehr interessanter Vorschlag, der sehr sicher auch die Macher der Inklumojis freuen dürfte. Sie haben sich als langfristiges Ziel ja gesetzt, inklusive Emojis als Standardzeichen zu bekommen.

Nächsten Monat wird darüber entschieden, ob die Accessibility Emojis aufgenommen werden. Die Liste für alle Emojis, die 2018 veröffentlicht werden, gibt es an dieser Stelle.

Emojis sind nicht der einzige Ort, an dem immer mehr darauf geachtet wird, auch Menschen mit Behinderung nicht auszugrenzen. Microsoft macht dies zum Beispiel bald über die Xbox Live Avatare.

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Samsung patentiert drahtloses Laden über Funk

Theoretisch könnte Samsung das Level des drahtlosen Ladens ein wenig anheben und das Smartphone durch die Luft laden – irgendwann. Viele Unternehmen arbeiten an einer solchen Technologie die durchaus erst mal spektakulär klingt. Samsung ist eines dieser Unternehmen und hat nun ein entsprechendes Patent eingereicht.

Das Patente welches beim WIPO (World Intellectual Property Organisation) eingereicht wurde, wurde im originalen bereits vor zwei Jahren im Jahr 2016 eingereicht und jetzt öffentlich. Das Patent beschreibt eine Möglichkeit, die Energie auf einen bestimmten Punkt, an den sich das aufzuladende Gerät befindet, zu konzentrieren.

Das System kann dabei nicht nur bestimmte Geräte fokussieren, sondern auch Hindernisse im Raum durch Reflektoren umgehen und das Gerät im Raum aufladen. Das bedeutet im Wesentlichen, das man sich dann frei im Raum mit seinem Tablet oder Smartphone bewegen kann und das Gerät trotzdem aufgeladen wird.



Ob und wann Samsung das Patent in die Realität umsetzen wird und es auf dem großen Markt erscheint ist nicht bekannt. Wie immer gilt bei Patenten, dass diese zwar eingereicht werden um sich die Rechte daran zu sichern, aber womöglich nie realisiert werden. Das wäre nicht das erste Patent, welches diesen Verlauf nehmen würde. Wobei eine entsprechende Technik – die gesundheitliche Unbedenklichkeit vorausgesetzt – schon ziemlich praktisch klingt.

via: sammobile.com
Quelle: WIPO (PDF)

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