Fest verbaut sind nur der Boden, die Wände und das Dach. Alles andere ist beweglich und vernetzt. Maschinen fahren nach Bedarf rein oder raus, Montagelinien vergrößern oder verkleinern sich, autonome Transportroboter beliefern Mitarbeiter mit Bauteilen. Roboter arbeiten mit menschlichen Kollegen Schulter an Schulter und nehmen ihnen gefährliche oder anstrengende Tätigkeiten ab.
Die Energieübertragung erfolgt kabellos über Induktionsschleifen im Hallenboden. Mitarbeiter, Maschinen und Komponenten sind über intelligente Softwaresysteme und mobile Endgeräte vernetzt. Ultraschnelles 5G-Funknetz ermöglicht den Austausch von Informationen in Echtzeit, künstliche Intelligenz (KI) steigert die Produktqualität dank frühzeitiger Fehlererkennung. Mitarbeiter werden entlastet und haben mehr Zeit, um zum Beispiel Algorithmen zu programmieren, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder weitere kreative Aufgaben zu übernehmen. So sieht Bosch die Fabrik der Zukunft. Entsprechend des Standmottos „Factory of the future. Now. Next. Beyond“ zeigt Bosch auf der Hannover Messe, was das Unternehmen bereits heute (now) für die vernetzte Fabrik anbietet, welche Lösungen morgen (next) bereitstehen und was es für übermorgen (beyond) entwickelt.
Mensch, Maschine, Daten: das Erfolgstrio für die vernetzte Fabrik
Wesentlich für den Erfolg von Industrie 4.0 ist auch die Vernetzung bestehender Fabriken und Anlagen. Auf der Hannover Messe zeigt Bosch auf 1 300 Quadratmetern beides: Die schlaue, schlanke und flexible Zukunftsfabrik einerseits. Und heute schon in der Praxis angewandte vernetzte Lösungen für Fertigung und Logistik andererseits. Beide Szenarien haben eines gemeinsam: das Zusammenspiel von Hardware, Software und Services – orchestriert von Menschen. „Das Erfolgstrio für die Fabrik der Zukunft besteht aus Mensch, Maschine und Daten“, sagte Bosch-Geschäftsführer Dr. Stefan Hartung, unter anderem verantwortlich für den Unternehmensbereich Industrial Technology.
Stetiger Umsatzzuwachs mit Industrie 4.0
Auch dank vernetzter Lösungen konnte Bosch 2017 den Umsatz im Bereich Industrietechnik um 7,7 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro steigern. „Mit unserem stetig wachsenden Portfolio an Lösungen für Produktion und Logistik können wir die Vision des komplett vernetzten Wertstroms schrittweise in die Realität umsetzen“, so Hartung. Die 2018 erfolgte Gründung der Geschäftseinheit Bosch Connected Industry mit 500 Mitarbeitern sowie das neue Softwareportfolio „Nexeed“ unterstreichen den hohen Stellenwert von Vernetzung bei Bosch. „Wir kommen unserem Ziel, in der Bosch-Gruppe bis 2020 mit Industrie 4.0 insgesamt mehr als eine Milliarde Euro Zusatzumsatz zu erzielen, immer näher“, sagte Hartung. Auf dieses Ziel zahlen auch hervorragende Ergebnisse von Bosch Rexroth ein: 2017 erwirtschaftete der Spezialist für Drive and Control Technology einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro – ein Plus von 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch aufgrund seiner strategischen Neuausrichtung in den vergangenen Jahren hat Bosch Rexroth seine Wettbewerbsposition ausgebaut und zusätzliche Marktanteile gewonnen.
Neue smarte Werke in Mexiko und China
Darüber hinaus investiert Bosch kräftig im diesjährigen Messe-Partnerland Mexiko: Bis 2019 entsteht in Celaya (Zentralmexiko) für rund 100 Millionen Euro ein smartes Werk für Elektronikkomponenten. Auf einer Fläche von 21 000 Quadratmetern werden dort Motorsteuergeräte für den mexikanischen und amerikanischen Markt hergestellt. Mehr als 1 200 Arbeitsplätze will Bosch am neuen Standort schaffen. „Mit Industrie 4.0 verbessern wir Arbeitsabläufe und sorgen für höhere Produktivität. Wir sind daher auch Jobmotor“, sagte Hartung. Bosch plant zudem eine Industrie 4.0-Referenzfabrik in China. In der Stadt Xian wird ein Werk für Steuerungssysteme und Lineartechnik schrittweise ausgebaut und bis 2020 mit neuen Fertigungsverfahren digital aufgerüstet. Auf der Messe erhalten Besucher einen Eindruck davon, wie diese Verfahren aussehen können.
Roboter schaffen mehr Jobs
Hartung betonte auch die hohe Bedeutung von Robotik. Sie habe in Deutschland laut einer aktuellen Studie bislang für einen Zuwachs an Arbeitsplätzen gesorgt. In einer Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) prognostizieren Ökonomen einen Beschäftigungszuwachs um 0,4 Prozent pro Jahr bis 2021. Wie aus der Studie hervorgeht, ersetzen Roboter zwar manche Arbeitsplätze – gleichzeitig entstehen an anderer Stelle insgesamt mehr Jobs. „Der Mensch bleibt im Industrie 4.0-Zeitalter unverzichtbar“, sagte Hartung. Bei komplexen Aufgaben oder bei Qualitätskontrollen können ihn Roboter gezielt unterstützen. Kollege Roboter – das ist auch die Botschaft von 1,50 Meter großen 3D-Avataren in Pixar-Manier. Sie stehen im Mittelpunkt des Messestands und bewegen sich auf der Bühne der virtuellen Fabrik. Der mobile Produktionsroboter APAS etwa arbeitet eng und doch berührungslos mit menschlichen Kollegen zusammen. Die intelligente Kommunikationsplattform ActiveCockpit hält Mitarbeiter permanent über den aktuellen Stand der Produktion auf dem Laufenden, während ein autonomer Transportroboter benötigte Teile von A nach B bringt und sie unterwegs auch gleich bearbeitet.
Laut einer türkischen Webseite von Samsung soll es jetzt Daten für die Verbreitung von Android Oreo für die in die Jahre gekommenen Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge geben.
Für die beiden gilt jetzt, sollte sich nicht erneut…
Seit fast zwei Jahren nutze ich nun Nuki an meiner Haustür. Verfolgt habe ich das Projekt schon, als es noch bei Kickstarter um Unterstützung gebettelt hat, seither habe ich eigentlich nur lobende Worte für das elektronische Türschloss. Es funktioniert einfach, ohne uns jemals ausgesperrt zu haben oder anderen ungewollt Einlass zu gewähren.
In den letzten zwei Jahren gab es so viele Updates, die immer wieder Verbesserungen brachten und das Zusammenspiel zwischen Schloss, Bridge und „Auslöser“ (App, Sprachassistent, Fob) perfektioniert haben. Mit der zweiten Generation des Bluetooth-Fobs gibt es auch erstmals neue Hardware, die ich mir nun angeschaut habe.
Der Bluetooth-Fob kann quasi als Schlüssel verwendet werden, wenn jemand kein Smartphone hat, über das Nuki gesperrt werden kann. Zum Beispiel als Notfallschlüssel für die Nachbarn oder als kontrollierten Zugang für Schwiegereltern.
Die neue Version kann dabei nicht nur für bis zu 100 Schlösser verwendet werden (ebenso wie sich mit einem Schloss 100 Fobs verbinden lassen), sondern kommt auch mit einer höheren Reichweite von bis zu 15 Metern. Das soll Verzögerungen beim Verbindungsaufbau den Garaus machen.
Verbessert wurde mittlerweile auch die Einrichtung des Fobs, was auch im Zusammenspiel mit der besseren Verbindungsreichweite erzielt wird. Die Einrichtung geht auch super schnell vonstatten, wenn man denn weiß wie – und benötigt auch nicht mehr zwingend die physische Nähe von Nuki.
Der Fob der zweiten Generation lässt sich auch direkt mit der App einrichten. Allerdings ist die Einrichtungsanleitung die schlechteste, die ich bisher bei Nuki gesehen habe. So schlecht, dass ich direkt den Support kontaktieren musste, weil ich keine Verbindung bekam. Aber der Reihe nach.
Die Schnellanleitung des Nuki Fob sieht eine Verbindung direkt am Schloss vor. 5 Sekunden den Button am Fob drücken, gleichzeitig 5 Sekunden den Button am Schloss drücken. Fertig, der Fob ist in der App als Benutzer vorhanden und man kann die Zugangseinstellungen vornehmen.
Nun gibt es aber in der App auch den Punkt „Fob verwalten“, der ebenfalls die Verbindung zwischen Fob und Schloss ermöglicht. Wollte ich natürlich ausprobieren, das geht mit dem Fob der ersten Generation nämlich noch nicht.
Die Anleitung besagt, dass man den Button des Fobs mindestens 10 Sekunden drücken soll, bis die LED blinkt. Ich drücke also den Button, nach ca. 10 Sekunden leuchtet die LED, es passiert aber nichts weiter. Also länger gedrückt, es soll ja schließlich blinken, nichts.
Kein Fob gefunden, sagt die App, die Nutzerverwaltung bestätigt dies. Der Fehler? Meiner. Mindestens 10 Sekunden heißt eben nicht, dass nach 10 Sekunden auch schon etwas passiert. Letztendlich sind es mindestens 18 Sekunden (glaubt mir, ich habe das mehrmals gemessen, nachdem ich mir die Blöße des Kontakts des technischen Supports gegeben habe), die man den Button gedrückt halten muss, damit er dann auch einmal blinkt.
Warum das hier so komisch in der App beschrieben ist, verstehe ich nicht, Nuki ist allgemein an Anwenderfreundlichkeit kaum zu überbieten. Wenigstens ein Hinweis, dass nach dem Leuchten (das ja gefühlt nach den 10 verlangten Sekunden kommt) noch einmal so lange gewartet werden muss, wäre durchaus angebracht.
Ist das erledigt, steht der Fob in der Nutzerverwaltung ebenso zur Verfügung wie bei Verbindung direkt via Schloss. Das heißt: Man kann den Zugang zeitlich begrenzen oder auch wieder ganz entfernen, so wie es eben mit jedem hinzugefügten Nutzer der Fall ist.
Was ist noch neu am Fob der zweiten Generation? Das Aussehen. Statt Tropfenform gibt es nun einen kleinen Barren, der insgesamt aber nicht viel größer ist als das Vorgängermodell, könnt Ihr auch auf dem Bild erkennen, links die neue Version, rechts die alte.
Der Nuki Fob ist gegen Stöße und Wasser geschützt (IP65), zeigt sich also ziemlich robust. Die Batterielaufzeit soll indes 10 Jahre betragen – bei 10 Sperrungen am Tag. Ich behaupte, das wird die Lebenszeit der meisten Fobs überschreiten, zumindest sollte man sich aber keine Gedanken über die Laufzeit des Fobs machen müssen.
Der Fob funktioniert dann wie ein Schlüssel, Knopf auf der Fernbedienung drücken und schon wird die vorher eingestellte Aktion ausgeführt. Einstellen kann man die Aktionen in der allgemeinen Schloss-Administration – schade, dass sich das nicht auch gleich bei der Nutzerverwaltung regeln lässt.
Als Standard ist ein Druck auf den Button auf „intelligent“ eingestellt, heißt also, dass das Schloss das Gegenteil der letzten Aktion ausführt. Wurde zuletzt also aufgesperrt, wird ein Druck auf den Button dann zusperren. Der Standard für ein doppeltes Drücken ist Aufsperren und bei dreifachem Drücken zusperren.
Aus meiner Erfahrung heraus wird man hier aber in der Regel nur einmal drücken. Hier zeigt sich die „intelligente“ Einstellung durchaus brauchbar, weil eben immer das gemacht wird, was das Schloss zuletzt nicht gemacht hat.
Die Reichweite des Fobs soll, je nach baulichen Gegebenheiten, bis zu 15 Meter betragen. Habe ich nicht nachgemessen, aber die Reichweite ist sowohl innen als auch außen für mich zumindest völlig ausreichend.
Das Beste am neuen Fob ist aber sein Preis, der dem des alten Modells entspricht. Man erhält also eine verbesserte Version für 39 Euro, da wird man sich nicht unbedingt beschweren. Wenn dann noch die Anleitung zur Verknüpfung in der App überarbeitet wird, kommt vielleicht sogar der Tech-Blogger damit klar.
Als Alternative zur App ist so ein Fob sehr praktisch, zumal auch im Fall eines Verlustes bis auf den Verlust des Fobs kein großer Schaden entsteht. Benutzer einfach entfernen und schon kann mit dem Fob nicht mehr gesteuert werden. Beim Verlust eines Schlüssels sieht es da doch ein wenig anders aus.
Insgesamt macht der Fob der zweiten Generation das, was wer soll. Ob man von den Verbesserungen nun zwangsläufig etwas spürt, lasse ich dahin gestellt. Ich hatte auch den Fob der ersten Generation im Einsatz und mir eigentlich nie Gedanken über mögliche Verbesserungen gemacht. Es ist ja nur eine Fernbedienung. Ich würde einen funktionierenden Fob der ersten Generation nicht ersetzen, aber natürlich zur zweiten Generation greifen, wenn ich einen neu anschaffen würde.
-> Zum Beitrag Sesam öffne Dich: Nuki Bluetooth-Fob der 2. Generation angeschaut
Heutzutage kommen unsere Kleinsten schon frühzeitig mit Technik in Berührung, sei es das Smartphone der Eltern, der Fernseher und vieles mehr. Früher war das anders. Ich selbst bin Baujahr 82 und hab noch mit Schallplatten und Radio meine ersten Erfahrungen gemacht. Als Kind hörte ich oft Otto oder Hörspiele wie Alfons Zitterbacke, Geschichten über Pittiplatsch, Fuchs und Elster etc. Der Fernseher war damals Luxus, mal davon abgesehen, dass sowieso nichts weiter für Kinder lief.
Auch wenn das Angebot für Kinder heute immens ist, so stehen Hörspiele immer noch verdammt hoch im Kurs, zumindest bei meinen Kindern. Der Große hat in seinem Zimmer einen Play:1 von Sonos stehen, ich stelle ihm abends das gewünschte Hörspiel zum Schlafengehen ein. Klar kann man mit Streamingdiensten wie Spotify und Co. viele Wünsche erfüllen, doch die Kinder haben in diesem Fall keine Kontrolle darüber, was läuft und das Ganze ist doch irgendwie steril und nicht unbedingt für Kids gedacht. CDs und Kassetten sind für mich aber keine Alternative mehr.
Die Toniebox will das anders machen und möchte mehr Charme in das Hören von Musik und Hörspielen bringen. Mit einiger Skepsis habe ich mich daher an den Test gemacht, ob sich das Prinzip Toniebox heutzutage denn überhaupt durchsetzen kann. Carsten war umso skeptischer und hat sich ebenfalls an die Box getraut. Seine Meinung dazu lest ihr am Ende meines Tests, aber kommen wir zur Box.
Diese kommt in einem nett aufgemachten Pappkarton daher, der die Toniebox selbst, ein Ladegerät, etwas bedrucktes Papier und einen Löwen-Tonie mit der Geschichte „Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“ enthält. Die Tonies sind kleine Figuren, die Geschichten enthalten. Wie das genau funktioniert, erkläre ich euch gleich.
Die Box
Schauen wir uns zuerst die Box etwas genauer an, die grob gesagt, ein weicher Würfel mit Ohren ist. Mein Testmodell kommt in Rot daher, was mir ziemlich gut gefällt. Das Außenmaterial ist ein abwaschbarer Stoff, der sich anfühlt wie Kunstleder. Dieser wird übrigens zu 80% aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Generell erfüllen alle verwendeten Materialien die Europäische Spielzeugnorm EN 71, was für Eltern eine ziemlich wichtige Information ist. Selbst die Tonies sind handbemalt mit wasserfester und ebenfalls unbedenklicher Farbe. Bei Reibung oder Druck z. B. durch kleine Zähnchen kann sich die Farbe dennoch ablösen, was für das Kind jedoch nicht schädlich ist.
Der Stoff ist an allen Ecken und Kanten sauber vernäht, man sieht weder Stichfehler, noch steht irgendwo ein Faden ab. Unter dem Bezug befindet sich eine weiche Polsterung, die die Box schützt. Sollten eure Kleinsten das Ding also mal in der Gegend herumschmeissen, ist das kein Problem. Ist bei uns schon oft passiert und der Würfel funktioniert noch tadellos.
Am Boden der Box befindet sich eine kreisrunde Einbuchtung, die auf der Ladestation einrastet. Ein gummierter Ring sorgt außerdem dafür, dass die Toniebox auf glatten Oberflächen nicht verrutscht. Gerade wenn es bei den Kids mal richtig zur Sache geht, kann das ein großer Vorteil sein.
An einer Seite der Toniebox befindet sich der Lautsprecher, der unter dem Bezug versteckt ist. Lediglich das gelochte Muster des Tonie-Logos verrät, dass dort Musik raus kommt.
Kommen wir zum Deckel der Box, wo sich eine Plastik-Platte mit einem Kopfhöreranschluss, den zwei Ohren und einer kleinen Plattform mit LEDs befindet. Keine Knöpfe und auch keine Displays. Ziemlich seltsam für ein heutiges Gerät.
Die Einrichtung der Toniebox
Bevor es richtig losgehen kann, muss die Box natürlich zuerst einmal eingerichtet werden. Dazu benötigt ihr einen Account auf meine.tonies.de, der aber zügig angelegt ist. Nun registriert ihr auf der Website eure Box, indem ihr die Toniebox ID angebt, die auf der Unterseite des Würfels zu finden ist.
Ist das getan, öffnet die Toniebox ein eigenes WLAN, mit dem ihr euch verbindet. Über diese Verbindung teilt ihr der Box nun noch den Namen eures WLAN und den entsprechenden Schlüssel mit – fertig. Ist in fünf Minuten gemacht und selbst ein(e) weniger technisch versierter Opa oder Oma wird ordentlich durch den Vorgang geführt. Einziger kleiner Kritikpunkt: In Zukunft sollte man darüber nachdenken, den Prozess komplett in die App zu verlegen, aktuell wird alles im Browser erledigt.
An die Boxen, fertig, los
Keine Rädchen, keine Regler – die Toniebox ist kinderleicht zu bedienen: Einfach drücken, klapsen, kippen und sie macht genau, was du möchtest. Perfekt für Kinder ab drei Jahren, die hören wollen, wo und wie sie möchten.
Ab dem Zeitpunkt der abgeschlossenen Einrichtung gehörte die Box meinen Kids. Die Testpersonen waren ein knapp Fünfjähriger und ein knapp Zweijähriger. Zwei die von Technik so gar nichts verstehen und das – Gott sei Dank – auch nicht müssen.
Kurz und knapp: Die Kids waren sofort komplett eingenommen von dem charmanten Würfel. Selbst der Kleinste kommt mit der Bedienung klar und hat sich das relativ zeitnah von seinem großen Bruder abgeschaut. Der Tonie wird einfach oben auf der Plattform platziert, hält dort magnetisch und losgeht das Hörspiel. Naja – nicht ganz. Wenn ihr einen Tonie zum ersten Mal obendrauf stellt, fängt die LED an, blau zu leuchten. Das heißt, dass in dem Moment die Geschichte aus der Tonie-Cloud heruntergeladen und im internen Speicher abgelegt wird. Ist das erledigt – dauert nur einen kurzen Moment – leuchtet die LED grün und es kann losgehen. Insgesamt 400 Stunden Spielzeit kann die Box speichern, was eine Weile ausreichen sollte. Das WLAN wird also nur für das Herunterladen benötigt, sonst ist die Box komplett offline unterwegs.
Die Tonies sind liebevoll gestaltete Abbilder bekannter Figuren wie der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde, Ritter Rost, Petterson, Rabe Socke, Grüffelo und das Grüffelokind, Cäpt’n Sharky und viele mehr. Auch die Verarbeitung der Tonies ist absolut vorbildlich. Der Tonie enthält quasi einen Schlüssel in die Tonie-Cloud, der euch für den Bezug des entsprechenden Hörspiels berechtigt. Dabei hat das Kerlchen eine Doppelfunktion. Es ist nicht nur ein Steuerungselement, sondern auch eine Spielfigur. Unser Großer hat sich ab und an Matilda, Oskar und Kokosnuss genommen und ist mit denen durch die Gegend gerannt, der Kleine ebenso.
Wenn das Hörspiel läuft, haben die Kinder volle Kontrolle über alles, was währenddessen passiert. Drückt man das kleine Ohr, wird der Ton leiser. Drückt man das große Ohr, erhöht das die Lautstärke.
Der Klang der Box ist für die kleinen vollkommen okay. Nur bei maximaler Lautstärke hört man, dass es sich nicht um eine Box für Audiophile handelt und es hier und da etwas knarzt. Für Kinder und den entsprechenden Einsatzzweck ist das meiner Meinung nach aber vollkommen ausreichend. Übrigens: Der Akku hielt in meinem Test ungefähr die versprochenen sieben Stunden durch, das Laden dauert mit drei Stunden jedoch ganz schön lang.
Neben Laut und Leise können die Kinder außerdem auch vor- oder zurückspringen, indem sie auf die linke oder rechte Seite klatschen. Zum Spulen muss die Box in die gewünschte Richtung um 45 Grad gekippt werden. Alles relativ einfach zu verstehen und in folgender Grafik noch einmal zusammengefasst.
Der Kreativ-Tonie
Im Gegensatz zu den normalen Tonies, die immer ein paar vordefinierte Hörspiele enthalten, machen die Kreativ-Tonies das Hören um einiges flexibler. Ein Kreativ-Tonie ist eine Figur, die ihr selbst mit Inhalten befüllen könnt. Habt ihr also viele Hörspiele in eurer heimischen MP3-Sammlung, könnt ihr diese dort ablegen und auf der Toniebox verfügbar machen.
Dazu müsst ihr den kleinen Kerl auf die Box stellen. Ab diesem Zeitpunkt ist der Kreativ-Tonie in eurer Tonie-Cloud registriert und ihr könnt ihn auf der Internetseite befüllen. Dort ladet ihr eure gewünschten MP3s hoch und könnt diese in der Reihenfolge anordnen, ändern oder löschen. Insgesamt 90 Minuten passen auf einen Kreativ-Tonie, genug für ein paar Geschichten.
Eine weitere Funktion, die der Kreativ-Tonie mitbringt, ist der Live-Modus. Damit könnt ihr per Smartphone-App kleine Grüße, Geschichten oder Lieder einsprechen, die automatisch immer als erstes abgespielt werden. Kann für die Kids ziemlich überraschend sein, wenn der Papa unterwegs ist, eine Nachricht einspricht und diese vor der Gute-Nacht-Geschichte aus der Box kommt. Selbst das abendliche Vorlesen kann man so dennoch machen, obwohl man nicht zuhause ist. Finde ich klasse, auch wenn es Alternativen wie FaceTime und Co. gibt. Der Überraschungseffekt ist hier wesentlich höher.
Mein vorläufiges Fazit zur Toniebox
Ich war anfangs schon etwas skeptisch, ob diese Box wirklich für nachhaltige Begeisterung sorgen kann. Zumindest in meinem Haushalt ist das aber der Fall. Seit mehreren Wochen rennen die Jungs mit dem Ding durch die Wohnung und hören ihr Hörspiel, wann und wo sie möchten. Selbst wenn der Tonie von der Box fällt, was durch den Magneten bisher noch nie passiert ist, kann er wieder aufgesetzt werden und die Geschichte macht an der richtigen Stelle weiter. Einzige Ausnahme: Der Tonie wurde gewechselt.
Der Anbieter der Toniebox Boxine GmbH ist bemüht das Angebot der Tonies stetig zu erweitern und weitere Geschichten nachzuliefern. Mit knapp 80 Euro ist die Box für meinen Geschmack nicht wirklich teuer, jedoch schlagen die Tonies etwas ins Gewicht. Diese sind liegen zwischen 11 und 20 Euro und unterscheiden sich meist drastisch in der Spielzeit. Sie sind aber tolle Geschenke für die üblichen Anlässe. Vielleicht gibt es in Zukunft ja eine neue Version der Toniebox mit Bluetooth, das würde das Gerät noch ein Stückchen attraktiver machen.
Aktuell hat der Anbieter übrigens nach wie vor mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen, da die Nachfrage der Box weit über den Erwartungen liegt. Das treibt die Preise für die Toniebox und die Tonies in die Höhe. Schaut im lokalen Handel vorbei und lasst euch im Internet nicht übers Ohr hauen.
Und was sagt Caschy zur Box?
Zu meiner Kinderzeit gab es solche Lösungen nicht. Wollte ich Hörspiele als Kind hören, dann musste ich in das Wohnzimmer meiner Oma wandern, damit ich dort in der Musiktruhe meine Schallplatten auflegen konnte. Alternativ gab es auch noch Kassetten, allerdings hatte ich in meiner frühen Kindheit keinen eigenen Kassettenspieler. Walkmans waren auch erst später Mainstream.
Alle Kinder, die ich kenne, mögen Hörspiele. Ich für meinen Teil bin damit groß geworden und dran geblieben. Auch mein Sohn hört gerne Hörspiele, allerdings kam es für uns nicht wirklich infrage, einen speziellen Kinder-Kassettenspieler zu kaufen oder gar einen CD-Player – Silberlinge sind bei uns schon seit Ewigkeiten aussortiert.
Als Max ganz klein war, steuerten wir seine Musik über unsere Smartphones, schickten also via Stream alles in sein Zimmer. Mittlerweile hat er auch seine Erfahrungen mit Sonos und Amazon Echo gemacht, leicht bedienbare Lösungen, aber per Sprache irgendwie doch nicht so ideal für Hörspiele, die durch Kinder gesteuert werden sollen.
Von daher hatten wir ihm meistens eine Playlist mit seinem Kram eingestellt, die er dann per Zuruf oder Knopfdruck starten konnte. Auch die Toniebox machte erst einmal keinen interessanten Eindruck auf uns Eltern. Warum auch immer. Interessanterweise sah Max dies völlig anders. Man kann diverse Hörspiele kaufen und es gibt Kreativ-Tonies, die ich wiederum gut gelöst finde. Das sind quasi Rohlinge. Verknüpft man die Rohlinge mit der Box, dann kann man Inhalte über die Tonie-Cloud mit dem Tonie verknüpfen.
Nutze ich einen der „Rohlinge“, so kann ich seine Hörspiele – beispielsweise Feuerwehrmann Sam – in die Cloud laden und die Box lädt diese Inhalte herunter, wenn die Figur magnetisch aufgestellt wird. Geniales Geschäftsmodell sicherlich für die Macher der Box. Letzten Endes ist die Figur nur ein Kopplungs-Chip, der dafür sorgt, dass die hinterlegten Inhalte heruntergeladen und abgespielt werden.
Ich habe mit Max zusammen also den Spaß ausgepackt, Inhalte für den Kreativ-Tonie hinterlegt und bin mit meinem Sohn die Bedienung durchgegangen. Kleines Ohr für leiser, großes für lauter, links oder rechts die Box antippen, um ein Kapitel vor oder zurückzuspringen. Für mich überraschendes Ergebnis: Max, vier Jahre alt, liebt die Box. Seitdem sind Alexa oder Sonos abgeschrieben. Er schleppt seine Box überall hin, hört, wenn er Lust hat und ist sein eigener Herr. Klasse Sache, wenn der kleine Mann seine Tracks so frei hören kann.
Bis zu 90 Minuten Inhalte passen auf einen Kreativ-Tonie. Will man was ändern, dann muss man neue Kreativ-Tonies kaufen oder den alten quasi „überschreiben“. Was etwas schade ist: Die Kreativ-Tonies sind zwar unterschiedlicher Optik, aber nicht wirklich anpassbar. Logo, man kann nicht alles anbieten an Formaten, man müsste ja Rechte haben, wenn man beispielsweise Feuerwehrmann Sam oder andere als Figur anbietet. Hier hätte ich mir vielleicht für besonders populäre Hörspiele einen vom Kind anpassbaren Tonie gewünscht, quasi einen anpassbaren Rohling, vielleicht sogar nur einen Kopplungs-Chip, den ein Elternteil unter eine frei definierbare Figur pappen kann.
Ich habe bisher nur das Grundset, also die Toniebox mit dem Löwen, der nicht lesen kann und eben einen Kreativ-Tonie, der bei rund 15 Euro liegt. Sehe ich die Box, die mit einem Tonie bei rund 80 Euro liegt, dann kann ich für mich festhalten, dass das keine Ausgabe ist, die schmerzt. Sollte das Interesse abebben, dann haben die Boxen immer noch einen ordentlichen Verkaufswert.
Und Max ist Herr seiner eigenen Hörspiele, eine Ecke eigenständiger und echt glücklich damit. Und das sind die Dinge, die für mich zählen. Und übrigens: Wer keine Geschichten einfach auf den Tonie knallen will, der kann auch selbst etwas aufnehmen, sodass dies dann bei Kopplung abgespielt wird.
-> Zum Beitrag Toniebox angehört – Gebt den Kindern das Kommando…
Das Alarmsystem von Taphome zur Selbstmontage macht vieles anders. Es bietet deutlich weniger Funktionen als die Konkurrenz, ist aber günstig und hat seinen Einsatzzweck.
Das Taphome-System ist nach den Alarmanlagen von Abus, Gigaset und Bosch das vierte Modell, das wir ausführlich in der Praxis getestet haben. Es richtet sich an Bastler und Selbstbauer und kommt ohne professionelle Montage aus. Der Hersteller garantiert eine Einrichtung innerhalb von 30 Minuten, ansonsten gibt's das Geld zurück.
Mehr Informationen zu Alarmanlagen im Allgemeinen, zur Planung und den Gründen, warum die Polizei von Technik für den Selbsteinbau nicht viel hält, gibt es in unserem Grundlagen-Artikel Smart-Home-Alarmanlagen selbst planen und einbauen.
Systemüberblick
Als wir Smart-Home-Alarmanlagen zum Test angefordert hatten, dachten wir an Systeme mit Internet-Anbindung, Push-Mitteilung und Status-Anzeigen per App. So ganz will das System von Taphome nicht dazu passen, obwohl es sich auch per App steuern lässt. Es kommt ohne Internet-Anbindung aus, zur Kommunikation mit dem Rest der Welt setzt es auf das Handy-Netz und eine Prepaid-SIM-Karte.
Auf den ersten Blick hat das viele Nachteile. Ein virtueller Blick in die Wohnung („Sind alle Türen und Fenster geschlossen?“) entfällt ebenso wie Batteriestandsmeldungen der Sensoren in der App. Statt komfortabler, assistenzgeführter Installation, wie wir sie vorbildlich beispielsweise bei Bosch gesehen haben, gibt es hier „nur“ ein gedrucktes Handbuch. Dass dieses ganz hervorragend ist und auf der anderen Seite weder Cloud-Konto noch Internet-Zugang nötig sind, macht einiges wieder wett. So eignet sich das System beispielsweise für abgelegene Ferienhäuser, kleine Geschäfte wie Kiosks, Mobile Homes oder Wohnwagen ohne DSL-Flatrate. Es gibt auch ein passendes Kabel zur Energievrsorgung per Zigarettenanzünder-Stecker.
Im Starter-Set ist enthalten, was man zur grundlegenden Absicherung braucht: Alarmzentrale, zwei Fernbedienungen zum Schärfen und Entschärfen mit Panik-Taste, ein Bewegungsmelder und ein Magnetkontakt zur Überwachung von Türen und Fenstern. Weitere Sensoren kosten vergleichsweise wenig Geld (Bewegungs- oder Rauchmelder ca. 30 Euro, Türkontakt ca. 20 Euro). Außerdem gibt es noch eine Funk-Tastatur zur Code-Eingabe und eine Außensirene. Weitere Gefahrenmelder, die beispielsweise die Gaskonzentration oder Wasserlecks melden, gibt es ebensowenig wie integrierbare Überwachungskameras. Wer von unterwegs einen Blick ins Haus werfen möchte, findet passende Kameras mit Cloud-Speicher in unserem Überwachungskamera-Vergleichstest; dafür ist dann aber eine Internet-Verbindung nötig.SEO
Design
Die Komponenten sehen ansprechend aus und sind hochwertig verarbeitet. Die Alarmzentrale besteht aus einem glänzend-weißen Gehäuse, das Hersteller-Logo leuchtet in verschiedenen Farben und gibt so Feedback. Eine kleine Sirene und ein Puffer-Akku für den Weiterbetrieb bei Stromausfall sind integriert.
Der Bewegungsmelder ist relativ klein und unauffällig, eine passende Wandhalterung mit Kugelgelenk zur optimalen Ausrichtung liegt bei. Der Magnetkontakt ist allerdings vergleichsweise groß und trägt auf Türen und Fenstern dick auf, Smart-Home-Sensoren – etwa von Xiaomi – sind deutlich kleiner. Bei der Montage hatten wir in der Praxis kein Problem, aber unauffällig geht anders.
Zum scharf und unscharf Schalten bieten sich die beiden Funkfernbedienungen an, die allerdings ungeschützte Tasten haben. Bei uns kam es zwar nicht vor, dass sich Funktionen in der Tasche aktiviert haben, aber es ist im Rahmen des Möglichen. Dass die Steuerung per Fernbedienung nicht mit der Einhaltung der Zwangsläufigkeit einhergeht, zeigt, dass es sich bei dem System schlicht nicht um ein professionelles Alarmsystem handelt. Denn dann darf sich das System nicht aktivieren lassen, solange Türen oder Fenster geöffnet sind oder sich jemand in den überwachten Bereichen aufhält. Außerdem muss technisch sichergestellt sein, dass gesicherte Bereiche nicht betreten werden können. Die dafür nötigen Komponenten wie Motor- oder Blockschlösser verkauft Taphome nicht.
Alarmzentrale
Zu Inbetriebnahme der Alarmzentrale ist eine SIM-Karte zwingend notwendig. Bei uns war eine O2-Free-Prepaidkarte dabei, die wir per Video-Identifizierung mit Personalausweis innerhalb weniger Minuten über die Smartphone-App der Post (Postident) aktivieren konnten. Etwa eine Stunde später war die Karte aktiv. Bevor man sie in die Alarmzentrale einlegt, muss man sie zunächst in ein Smartphone stecken und die PIN-Abfrage deaktivieren. Das ist ein nerviger Zusatzschritt, zumal aktuelle Smartphones das kleine Nano-SIM-Format nutzen, die Alarmanlage aber die größere Mini-SIM aufnimmt. Praktischerweise hat der Hersteller SIM-Adapter samt Öffnungstool beigelegt. So klappt alles auf Anhieb, ohne, dass man noch zusätzliches Werkzeug oder andere Komponenten benötigt.
Danach steckt man das Netzteil in die Steckdose, das Kabelende in die passende Buchse auf der Rückseite der Alarmanlage und stellt den versteckt hinten und per Sabotagekontakt überwachten Schiebeschalter an. Ist die SIM-Karte aktiv, war es das: Das System ist startklar. Die mitgelieferten Komponenten (zwei Fernbedienungen, Bewegungsmelder, Magnetkontakt) sind bereits angelernt. Dank integriertem Puffer-Akku läuft das System auch bei Stromausfall weiter. Geht die eigene Batterie zur Neige, meldet sich das System per SMS.
Da die zugehörige App mangels Internet-Anbindung lediglich per SMS mit dem Taphome-System kommuniziert, gibt es keinen Konfigurations-Wizard. Wie das Anlernen weiterer Sensoren und Aktoren funktioniert, verrät die Anleitung. Es klappt mittels Hardware-Tasten an Sensoren und Zentrale ohne große Probleme. Das Zuordnen verschiedener Alarmzonen mittels Steckbrücken (Jumpern) im Inneren der Sensoren ist aber im Vergleich zu den anderen von uns getesteten Systemen arg antiquiert. Über die Zonen stellt man beispielsweise ein, welche Sensoren auch bei abgeschalteter Anlage noch Alarm auslösen (Rauchmelder), welche bei Anwesenheit der Bewohner nicht aktiv sein sollen (Bewegungsmelder) und welche erst mit Verzögerung Alarm auslösen sollen (Magnetkontakt an der Eingangstür).
Komponenten
Im Vergleich zu unserem bisherigen FavoritenAbus Smartvest (Testbericht) sind Komponenten zum Nachkaufen bei Taphome richtig günstig: Tür- und Fensterkontakte kosten etwa die Hälfte, aber auch Bewegungs- und Rauchmelder sind deutlich günstiger.
Dass es keinen Wasserstands- oder Feuchtigkeitsmelder gibt, ist schade. Gerade für den Einsatzzweck im Ferienhaus machen solche Sensoren Sinn. Dafür gibt es ansonsten aber alles, was man braucht – inklusive Code-Tastatur, um Dritten auch ohne Fernbedienung und App-Zugriff die Möglichkeit zu geben, die Anlage zu deaktivieren.
Wirklich nötig ist die Alarmsirene ab gut 50 Euro. Zwar gibt es einen Lautsprecher in der Alarmzentrale, doch der ist bei weitem nicht laut genug, um Einbrecher ernsthaft abzuschrecken. Zum Test lag uns dieses Produkt nicht vor, weswegen wir keine Einschätzung zu Lautstärke und Montage abgegeben können. Da alle anderen Module aber per Sabotagekontakt gegen Manipulation geschützt sind, gehen wir bei der Sirene auch davon aus.
App
Wie gesagt: Die App entpuppt sich in der Praxis fast als Mogelpackung. Zur Erstkonfiguration muss man die Telefonnummer der in der Anlage eingelegten SIM-Karte und seine eigene Handy-Nummer (zur Legitimation der Administration) angeben. Die App generiert daraus eine etwas kryptische SMS, die man von Hand noch editieren kann, um weitere Alarm-Telefonnummern hinzuzufügen. Man schickt die Nachricht ab, das war's.
Danach beschränkt sich die App primär auf das Schärfen und Entschärfen des Systems. Die Oberfläche ist übersichtlich, unter iOS ist der Zugriff auf Wunsch komfortabel per TouchID geschützt. Drückt man einen Knopf, generiert die App wieder eine SMS, die man dann an die Anlage schickt. Sehr einfach, sehr rudimentär, aber es funktioniert. Was weitgehend auf der Strecke bleibt, sind Rückmeldungen: Ist die Alarmanlage scharf oder nicht? Welcher Sensor hat Alarm ausgelöst? Sind alle Fenster geschlossen? Gehen bald die Batterien in den Sensoren zur Neige?
Wer möchte, kann in den Einstellungen Bestätigungs-SMS aktivieren. Viele Informationen, die echte Smart-Alarmanlagen anzeigen können, gibt es hier dann trotzdem nicht – aber man hat zumindest den Überblick über den Systemzustand. Der Haken daran sind freilich die entstehenden Kosten: Beim O2-Free-Tarif der mitgelieferten SIM-Karte kostet jede SMS 9 Cent. Keine große Summe, aber es läppert sich – und man muss daran denken, die Prepaid-Karte regelmäßig aufzuladen oder einzustellen, dass die Karte bei Unterschreiten eines gewissen Guthabens selbsttätig per Lastschrift nachlädt.
Die Anbindung an andere Smart-Home-Systeme ist mangels Schnittstellen nur sehr begrenzt möglich, immerhin steht die SMS zur Verfügung.
Alarm
Wird Alarm ausgelöst, aktiviert sich zunächst die interne Sirene in der Alarmzentrale. Gleichzeitig schickt die Anlage SMS-Nachrichten an die hinterlegten Mobilnummern und informiert über den Grund der Auslösung. Das ist rudimentär, denn es gibt keine Unterscheidung nach einzelnen Sensoren, sondern nur nach Zonen. Wer zusätzlich weitere Rufnummern hinterlegt (unkomfortabel per Konfigurations-SMS), bekommt auch einen Anruf.
Aufschalten auf Sicherheitsdienstleister lässt sich die Anlage nicht. Um so wichtiger ist es, dass man sich bereits vor dem Kauf seine Gedanken macht, was im Alarmfall passieren soll. Ja, eine Sirene kann abschrecken, aber es sollte auch jemand reagieren. Nachbarn oder Verwandte möchte man im Normalfall eher nicht in die Hände potentieller Einbrecher schicken.
Wer keinen Sicherheitsdienstleister will und im Zweifelsfall weit vom Ort des Alarms weg ist, kann für die Erstkontrolle auf eine IP-Kamera setzen. Dann aber braucht es wieder einen Internet-Zugang – und dann könnte man theoretisch auch eine wirklich smarte Alarmanlage verbauen.
Sicherheit
Mangels Internet-Zugang ist zumindest die Gefahr von Hacker-Angriffen deutlich reduziert. Die Kommunikation zwischen Smartphone und Taphome per SMS und App läuft aber unverschlüsselt ab. Wer den Inhalt der SMS-Nachrichten ausliest, sieht den PIN-Code. Ganz so gravierend ist das Problem allerdings nicht, da das System nur auf Nachrichten von hinterlegten Handynummern reagiert.
Die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten erfolgt per Funk im 433-MHz-Band. Die Telegramme sind vermutlich nicht verschlüsselt, wir warten noch auf eine Stellungnahme des Herstellers. Für Hochsicherheitstrakte ist das System daher nicht geeignet, aber da würde es auch schon vorher durchfallen.
Fazit
So wirklich smart ist die GSM-Alarmanlage von Taphome nicht. Ihre Stärke ist die einfache Konfiguration. Das ist aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass es nur wenige Optionen und Einstellungsmöglichkeiten gibt.
Wer ein kostengünstiges Alarmsystem für ein kleines Objekt sucht, an dem es zwar keinen Internet-Anschluss, aber Handy-Empfang gibt, kann mit der Taphome-Alarmanlage einen guten Deal machen. Anlage und Komponenten sind günstig und ordentlich verarbeitet, der Alarm wurde in unseren Tests zuverlässig ausgelöst.
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