PC-Markt im Sinkflug: Preise steigen um bis zu 40 Prozent

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Wer gerade auf der Suche nach einem neuen Rechner ist, merkt es vermutlich selbst am eigenen Geldbeutel: PCs und Notebooks werden spürbar teurer. Die Marktforscher von Omdia haben frische Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt, und die zeigen einen weltweiten Rückgang der Auslieferungszahlen von Desktops, Notebooks und Workstations um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt gingen in diesem Zeitraum 65,7 Millionen Geräte über die Ladentheke, aufgeteilt in 13,9 Millionen Desktops (minus 1,3 Prozent) und 51,7 Millionen Notebooks (minus 4,2 Prozent).

Grund für den Knick ist vor allem der massive Preisdruck bei den Komponenten. Die drastisch gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher (RAM) und SSD-Speicher aus dem ersten Quartal haben im zweiten Quartal voll auf die Endkundenpreise durchgeschlagen.

Viele Verbraucher und IT-Einkäufer in Unternehmen haben ihre Anschaffungen deshalb eilig ins erste Halbjahr vorgezogen, um weiteren Preisrunden zu entgehen. Im Jahresvergleich sind die Preise für vergleichbare Geräte laut Omdia um heftige 20 bis 40 Prozent gestiegen. Und Entwarnung ist erst einmal nicht in Sicht: Zwar soll sich der Preisanstieg bei Speicher im zweiten Halbjahr abschwächen, aber auch andere Bauteile wie Kondensatoren (MLCCs) und Leiterplatten werden teurer. Schnäppchen sind vorerst also nicht zu erwarten.

Das spüren auch die Händler. Über die Hälfte der von Omdia befragten Vertriebspartner gab an, dass Geschäftskunden geplante Hardware-Upgrades erst einmal auf Eis legen, bis sich der Markt beruhigt. Bei den Herstellern führt weiterhin Lenovo das Feld mit 16,6 Millionen ausgelieferten Geräten und 25 Prozent Marktanteil an, trotz eines leichten Rückgangs von 2 Prozent.

Auf Platz zwei folgt HP (13 Millionen Geräte, minus 9 Prozent), gefolgt von Dell auf dem dritten Platz (9,3 Millionen Geräte). Den größten Sprung nach oben konnte Apple hinlegen: Angetrieben durch den Start des neuen MacBook Neo lieferten sie 7,3 Millionen Macs aus und bauten ihren Marktanteil um zwei Prozentpunkte aus. Den fünften Platz sichert sich Asus mit glatten 5 Millionen Geräten.

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