EU-Studie: Social Media drückt bei Jugendlichen auf die Stimmung

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In Brüssel kam die Sondergruppe für Kindersicherheit im Internet neulich zusammen. Die Experten bereiten nun einen Bericht für EU-Präsidentin Ursula von der Leyen vor, der Mitte Juli übergeben wird.

Ziel ist eine Verschärfung der Regeln, um Minderjährige im Netz besser abzusichern (wobei sich manche Methoden eher wie feuchte Überwachungsfantasien lesen). Flankiert wurde die Sitzung von neuen Eurobarometer-Daten zum Thema.

Demnach verbringen junge Menschen in Europa unter der Woche im Schnitt 4,5 Stunden vor dem Bildschirm, am Wochenende steigt der Wert auf 6,1 Stunden. Etwa 14 Prozent der Jugendlichen sind sogar mehr als 10 Stunden täglich online.

Die Zahlen belegen angeblich einen Zusammenhang zwischen der Nutzungsdauer und dem psychischen Befinden. Fast jeder dritte Jugendliche fühlt sich durch soziale Medien gestresst, traurig oder ausgegrenzt. Wer früh mit Facebook, TikTok und Co. startet, bleibt später länger hängen.

Wer vor dem zehnten Lebensjahr begann, kommt am Wochenende auf rund 7,5 Stunden Bildschirmzeit. Bei einem Start nach dem 14. Lebensjahr sind es im Schnitt nur 5,7 Stunden. Knapp die Hälfte der Befragten vergleicht sich online ständig mit anderen, was den Druck erhöht. Ein Viertel gab an, bereits mit Hassrede oder Gewalt konfrontiert worden zu sein.

Die EU verweist auf bestehende Instrumente wie das Gesetz über digitale Dienste oder die Strategie für ein besseres Internet für Kinder. Auch eine App zur Altersverifikation steht grundsätzlich bereit, die von den Mitgliedstaaten nun angepasst werden kann.

Laut einer weiteren Umfrage halten 92 Prozent der Europäer einen besseren Onlineschutz für Kinder für eine Priorität. Die Empfehlungen der Fachleute sollen nun zeigen, wie Eltern und Erziehungsberechtigte bei dieser Aufgabe stärker unterstützt werden können.

Wobei ich mich manchmal frage, ob nicht auch die Eltern oder Großeltern selbst das Problem sind, die ihre eigene Computer- / Social-Media- / Spielsucht in den Griff bekommen sollten.

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