
Wer im High-End-Bereich nach einem leistungsstarken Netzwerkspeicher sucht, kennt das Problem: Neben teurer Hardware werden Käufer von den großen Anbietern oft in geschlossene Ökosysteme gedrängt – mit proprietären Festplatten und Softwarelizenzen, die das Budget Jahr für Jahr belasten. Ubiquiti geht mit dem neuen Enterprise NAS (ENAS) aus der UniFi-Serie einen anderen Weg.
Als Dateisystem setzt Ubiquiti hier auf ZFS, das unter Speicher-Enthusiasten einen guten Ruf genießt, weil es als robust und datensicher gilt. Die Hardware-Basis ist entsprechend ausgelegt: Ein ARM Neoverse N2 mit acht Kernen arbeitet zusammen mit 64 GB ECC-Arbeitsspeicher, der kleine Speicherfehler automatisch erkennen und korrigieren soll. Für Lesezugriffe lassen sich zwei M.2-NVMe-SSDs als L2ARC-Cache einbauen. Die Anbindung ans Netzwerk erfolgt über zwei 25-Gigabit-SFP28-Ports, zwei redundante Netzteile sorgen dafür, dass ein Ausfall einer Stromquelle den Betrieb nicht unterbricht.
Mit 16 Laufwerksschächten und einer theoretischen Kapazität von über einem Petabyte ist das ENAS dann aber klar auf den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen ausgerichtet und eben nichts mehr für den Heimgebrauch. Ubiquiti verzichtet vollständig auf einen Festplatten-Zwang. Keine Sperren, keine Firmware-Anforderungen – es kommen schlicht die Laufwerke rein, die passen oder gerade verfügbar sind.
Die Verwaltung läuft über das UniFi-Ökosystem, und laut Hersteller fallen weder Lizenzgebühren noch Abokosten an. Die Nutzerverwaltung lässt sich an externe Login-Systeme anbinden, der Zugriff auf Dateien erfolgt über die UniFi-Endpoint-App. Für alle, die mit Proxmox, VMware oder Hyper-V arbeiten, ist nativer iSCSI-Support an Bord, womit das ENAS als zentraler Speicher für virtuelle Maschinen dienen kann – inklusive Live-Migration im laufenden Betrieb.
Für die Zukunft hat Ubiquiti bereits weitere Software-Features angekündigt: standortübergreifende Backups auf ein zweites ENAS, einen rsync-Server oder in die Cloud sollen kommen, ebenso ein direktes Backup von Microsoft-365-Daten auf das Gerät. Ab 4.000 Dollar ist man dabei.
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