
Bambu Lab, derzeit in der Kritik für Lizenzverletzungen, hat mit dem A2L einen neuen Großformat-3D-Drucker vorgestellt. Das Gerät erweitert die A-Serie nach oben und bringt laut Hersteller Funktionen aus der professionellen Klasse in ein deutlich günstigeres Preissegment. Bambu Lab positioniert den A2L als eine Art H2S Lite, also als abgespeckte Variante der H2-Serie.
Kernstück ist der Bauraum von 330 × 320 × 325 mm. Damit bietet der A2L rund 105 Prozent mehr Druckvolumen als die üblichen Maschinen der 256-mm-Klasse. Dies ermöglicht es auch größere Modelle zu drucken, ohne sie in Einzelteile zerlegen und anschließend verkleben zu müssen. Gedruckt wird mit bis zu 500 mm/s und einer maximalen Düsentemperatur von 300 Grad Celsius. Das Heizbett kann auf bis zu 80 Grad erwärmt werden.

Beim Antrieb setzt man auf einen Closed-Loop-PMSM-Servomotor, der die Leistung beim schnellen Drucken stabil halten soll. Neu ist zudem eine adaptive Vibrationskompensation mit Mehrpunkt-Kalibrierung, die Ghosting und Ringing bei hohen, schweren Modellen reduzieren soll. Dazu kommen zwei in den Rahmen integrierte Granular-Dämpfer, die Resonanzen physisch absorbieren. Zusammen sollen diese Technologien dem Bettschubser eine Druckqualität auf Core-XY-Niveau ermöglichen. Ein umfassendes Erkennungssystem (Blob-Detektor, Extrusionsüberwachung, Filament-Runout, Düsenverstopfung und Spulen-Verwicklung) soll unbeaufsichtigtes Drucken absichern. Im Silent-Modus bleibt der Drucker unter 49 dB, im Standardbetrieb liegt er bei rund 52 dB. Der A2L lässt sich im Zusammenspiel mit bis zu vier AMS-Systemen bzw. einer weiteren AMS-Lite-Einheit betreiben und so Drucke mit bis zu 19 Farben realisieren.

Der A2L verfügt über einen Befestigungspunkt für Erweiterungsmodule. Das Blade Cutting Upgrade Kit, bestehend aus Schneidemodul, Stiftmodul, Schneidematte und Zubehör, macht aus dem Drucker einen Plotter für Sticker, Leder und Stoffe sowie ein Zeichengerät. Lasermodule unterstützt der A2L wegen der offenen Bauweise allerdings nicht – aus Sicherheitsgründen. Eine kameragestützte Ausrichtung mit Bambu-Handy-App ist bereits an Bord, eine „Print-then-Cut“-Funktion soll per OTA-Update nachgereicht werden. Richtig gehört, der Drucker kann nicht auf eine verbaute Birds-Eye-Kamera zurückgreifen.
- Preis A2L: 379 Euro, zzgl. Versand
- Preis A2L Combo: 489 Euro, zzgl. Versand
Los geht es beim A2L ab sofort und bei 379 Euro. Die Combo mit einem AMS Lite schlägt mit 489 Euro zu Buche.
| Spezifikation | Bambu Lab A2L |
|---|---|
| Bauvolumen | 330 × 320 × 325 mm |
| Maximale Betttemperatur | 80 °C |
| Maximale Düsentemperatur | 300 °C |
| Druckgeschwindigkeit | 500 mm/s |
| Geräuschpegel Silent Mode | < 49 dB |
| Geräuschpegel Standard Mode | ca. 52 dB |
| Unterstützte Materialien | PLA, PETG und weitere Nicht-Engineering-Filamente |
| Maximale Anzahl Farben | Bis zu vier AMS-Einheiten und eine AMS-lite-Einheit, bis zu 19 Farben |
| Extrusionssystem | PMSM Closed-Loop Servo |
| Vibrationskompensation | Adaptiv, Mehrpunkt-Kalibrierung |
| Granulare Dämpfer | 2, im Rahmen integriert |
| Zusätzliche Module | Blade Cutting, Pen Plotting |
| Konnektivität | 2,4-GHz-WLAN |
| Außenmaße | 544 × 529 × 505 mm |
| Gewicht | 12,8 kg |
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.