
Lange galt der humanoide Roboter in der Industrie eher als futuristisches Versprechen. Das ändert sich gerade – und ein konkretes Beispiel dafür kommt aus Deutschland. Bosch hat eine Kooperation mit dem britischen Robotik-Unternehmen Humanoid vereinbart, deren Kern die Serienproduktion des Modells HMND 01 für den europäischen Markt ist.
Im März 2026 lief in einem Bosch-Logistikzentrum im badischen Bühl ein sogenannter Proof of Concept – also ein kontrollierter Testbetrieb unter realen Bedingungen. Der HMND 01 musste dabei Kisten autonom von einem laufenden Förderband auf Transportwagen umladen. Klingt erstmal simpel, war es aber nicht: Das System hatte es mit fünf verschiedenen Kistengrößen, wechselnden Gewichten und gleichzeitig einlaufenden Signalen aus mehreren Zulaufbändern zu tun. Die Steuerung übernahm das herstellereigene KI-Framework KinetIQ. Nach Angaben beider Unternehmen wurden die definierten Ziele in Sachen Scan-Präzision, Greifsteuerung und Systemstabilität erreicht.

Über das sogenannte „Design for Excellence“-Konzept fließt Bosch-Erfahrung direkt in die Hardware-Architektur des Roboters ein. Langfristig ist außerdem geplant, bei künftigen Generationen des HMND verstärkt auf Bosch-eigene Komponenten zu setzen. Sensoren, Antriebe und Aktoren aus dem eigenen Haus sollen dann einen größeren Teil des Systems ausmachen. Für Humanoid bedeutet die Partnerschaft den Zugang zu einer etablierten globalen Produktionsinfrastruktur.
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