Suno räumt KI-Training mit urheberrechtlich geschütztem Material ein, will aber nichts zahlen

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In den USA ist die KI-Plattform Suno von der Recording Industry Association of America (RIAA) verklagt worden. Die Klage betrifft im Übrigen auch Udio. Suno und Udio ermöglichen es, mit generativer KI Musik zu erstellen. Dafür genügt die Eingabe eines Prompts. Der Vorwurf der RIAA: Die zugrunde liegenden Modelle seien ohne Erlaubnis mit urheberrechtlich geschütztem Material trainiert worden. Jetzt verpasst Suno dem Ganzen einen Spin. Man räumt diesen Umstand offen ein, beruft sich aber auf die Fair-Use-Regelung.

Kurz zusammengefasst: In den Vereinigten erlaubt es Fair Use, dass urheberrechtlich geschütztes Material frei verwendet werden darf, wenn dies z. B. zum Zwecke der Kritik, der Berichterstattung, der eigenen Stellungnahme oder der Wissenschaft und Forschung geschieht. Dies muss in transformativer Form geschehen. Das Material darf also nicht einfach umkommentiert im Ganzen wiedergegeben werden. Typische Fair-Use-Beispiele wären z. B. Review-Videos von Filmen und Serien mit Ausschnitten aus den Produktionen. In Deutschland gibt es so eine Regelung in dieser Form bedauerlicherweise nicht.

Der CEO und Mitbegründer von Suno, Mikey Shulman, hat inzwischen eingeräumt (via Tech Crunch), dass man auch urheberrechtlich geschütztes Material großer Plattenfirmen aus dem Netz verwendet habe. Er sieht darin aber kein Problem. So stellt Shulman den gewagten Vergleich auf, das Training eines KI-Modells mit massiven Datenmengen zu kommerziellen Zwecken sei doch auch nicht anders, als würde sich ein angehender Musiker seine Lieblingssongs anhören und versuchen, etwas Ähnliches zu komponieren.

Wie erwartet, hat die RIAA diese Argumentation als hanebüchen zurückgewiesen. Wenn ein kommerzielles Unternehmen massenhaft die Werke von Künstlern hernehme und verwerte, um sie per KI zu imitieren und direkt mit den Urhebern zu konkurrieren, habe das nichts mit dem Lernprozess eines Menschen zu tun.

Welcher Seite das Gericht folgen wird, muss sich herausstellen. Ich selbst bin kein Fan großer Branchenverbände, stehe in diesem Fall aber voll auf der Seite der RIAA. Was sagt ihr?

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