Lenovo Ideapad 320: günstiges Notebook mit dedizierter Grafik

Das Ideapad 320 bietet eine dedizierte AMD-Grafikkarte, ist aber mit einem Preis unter 500 Euro verhältnismäßig günstig. Ob sich der Laptop so ausgestattet nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Zocken eignet, zeigt unser Test.

Mit Abmessungen von 378 × 260 × 22,9 Millimeter und einem Gewicht von 2,2 Kilogramm gehört das Ideapad 320 nicht gerade zu den mobilsten Laptops, ist aber noch einigermaßen transportabel. Auf der linken Geräteseite gibt es einen Ethernet-Anschluss, zwei USB-A-Ports (einmal USB 2.0 und einmal USB 3.0), einen HDMI-Ausgang, einen Klinken-Eingang für Kopfhörer und ein SD-Karten-Lesegerät. Rechts befindet sich nur eine Öffnung für ein Kensingtonschloss.

Das Gehäuse des Ideapad 320 besteht aus Kunststoff, die Verarbeitung ist größtenteils gut. Nur die in zusammengeklapptem Zustand schon bei leichtem Druck nachgebende Oberseite trübt das ansonsten gute Gesamtbild. Die Stereo-Lautsprecher sind unten angebracht und strahlen nach vorne ab. Vier Gummifüße sorgen für einen stabilen Halt.

Das Ideapad 320 gibt es in zig Ausstattungsvarianten. Mit verschiedenen Prozessoren von Intel (N3350, N4200, i3, i5 und i7), SSD oder Festplatte, verschiedenen Displayauflösungen (1366 × 768 und 1920 × 1080 Pixel), 4 GByte oder 8 GByte Arbeitsspeicher und unterschiedlichen Grafiklösungen (Intel HD Graphics 500, Nvidia GeForce 940MX und AMD Radeon 530). Zum Testen hatten wir eine Ausführung mit Intel-N4200-Chip, 4 GByte Arbeitsspeicher, 128 GByte großer SSD und der dedizierten Grafikkarte AMD Radeon 530, die über 2 GByte dedizierten Grafikspeicher verfügt. Der N4200-Prozessor hat vier Kerne, die mit bis zu 2,5 GHz takten. Die exakte Produktbezeichnung unseres Testgerätes ist Lenovo Ideapad 320-15IAP (80XR0094GE).

Im WLAN funkt das Notebook per 802.11 a, b, g, n und ac, mit anderen Geräten verbindet es sich per Bluetooth 4.1. Zur weiteren Ausstattung gehört ein Zweizellenakku (30 Wh), eine 0,3-Megapixel-Webcam, ein Mikrofon und Stereolautsprecher mit Dolby Audio. Als Betriebssystem ist Windows 10 Home eingerichtet. Lenovo lässt es sich nicht nehmen, dem Nutzer „Mehrwert“ in Form einiger Programme vorzuinstallieren. Dazu gehört LifeSafe von McAfee in einer 30-Tage-Testversion und einige Programme des Herstellers, beispielsweise um auf Einstellungen für Mikrofon, Kamera, Touchpad und Audio schnell zugreifen zu können.

Das matte Display des Ideapad 320 misst 15,6 Zoll in der Diagonalen. Die Auflösung bei unserem Testgerät betrug 1366 × 768 Pixel. Auf dem großen Display Dargestelltes wirkt somit verwaschen, es fehlt schlicht an ausreichend Schärfe. Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität sind zufriedenstellend, die Helligkeit könnte besser sein. Dabei profitiert das Notebook vom Verzicht auf ein glänzendes Display. Denn mit dem Matten Bildschirm lassen sich auch bei direkter Lichteinstrahlung die Inhalte noch lesen. Die 0,3-MP-Frontkamera dagegen ist qualitativ unterirdisch, sie genügt höchstens für einfache Videotelefonie.

Das Ideapad 320 hat eine Tastatur mit kurzem Hub und konkretem Druckpunkt – inklusive Nummernblock. Das Schreiben auf dem Keyboard ging uns im Test gut von der Hand, mit dem Touchpad sind wir allerdings nicht warm geworden. Wir empfanden die Navigation als zu schwammig, um damit wirklich gut arbeiten zu können. Die Windows-typischen Touchgesten mit mehreren Fingern sind integriert und funktionieren gut.

Der Intel-N4200-Chip sorgt in Verbindung mit 4 GByte RAM für eine zufriedenstellende Performance: Das System läuft die meiste Zeit flüssig und flott. Auch bei anderen kürzlich von uns getesteten Laptops hat uns diese Kombination in puncto Leistung gut gefallen (Acer Switch 3 Testbericht, Medion Akoya E3215 Testbericht, Trekstor Primebook P14 Testbericht).

Mit der dedizierten Grafikkarte laufen Spiele besser als beispielsweise auf dem Dell Vostro 15 (Testbericht) mit Core-i5-Chip und 8 GByte Arbeitsspeicher. Allerdings darf man auch nicht zu viel erwarten. Auf sehr niedrigen Qualitätseinstellungen zeigen sich auch einige aktuelle Titel wie Fifa 18 zumindest spielbar, richtiger Spielspaß wollte im Test allerdings nicht aufkommen. Mit einer Auflösung von 1366 × 768 Pixel und die Grafikqualität aufs Geringste reduziert leidet die Optik extrem. In Benchmarks schlägt sich das Ideapad dann wenig überraschend nicht sonderlich beeindruckend. Im PCMark 10 erreicht das Gerät 1591 Punkte, im 3DMark Time Spy 456, im 3DMark Cloud Gate 5186 und im 3DMark Fire Strike 1253 Punkte.

Die Stereo-Lautsprecher des Gerätes liefern einen recht ordentlichen Sound, wenn dieser auch tendenziell ein klein wenig mulmig ist. Für unterwegs verspricht der Hersteller bis zu sechs Stunden Akkulaufzeit im offiziellen Datenblatt. Wir kamen im Test auf fünf Stunden. Abhängig von der Displayhelligkeitseinstellung und der genutzten Anwendungen ist der Akku auch schon mal nach drei Stunden leer.

Für das Ideapad 320 in der von uns getesteten Konfiguration (Ideapad 320-15IAP 80XR0094GE) sehen wir eigentlich nur eine Zielgruppe: Nutzer, die einen möglichst günstigen Gaming-Laptop wollen. Wer ein gutes und preiswertes Arbeitsgerät sucht, der ist beispielsweise mit dem Trekstore Primebook P14 (Testbericht) oder dem Medion Akoya E3215 (Testbericht) in unseren Augen besser beraten. Was das Zocken angeht, ist die verfügbare Leistung auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Zwar schlägt sich das Ideapad 320 dank dedizierter Grafikkarte etwas besser als andere günstige Laptops. Aktuellere Titel sind auf dem Laptop zumindest flüssig spielbar, wenn auch auf niedrigsten Qualitätseinstellungen. Doch dann muss man arge Abstriche bei der Grafikqualität hinnehmen.

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Danke: bestboyzde

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