Coinstar: 1.000 Automaten bei REWE

REWE bietet seit 2019 in Zusammenarbeit mit Coinstar einen Service an, bei dem Kunden ihr Kleingeld in den Münzgeldwechsel-Automaten gegen Wertbons eintauschen können.

Diese Automaten sind in den REWE-Märkten meist im Eingangsbereich zu finden. Kunden können ihr unsortiertes Kleingeld in großen Mengen einfach in den Automaten werfen und erhalten einen Wertbon, der wie ein Pfandbon an der REWE-Kasse zum Bezahlen verwendet werden kann.

Die maximale Wechselmenge beträgt 500 Euro, und Coinstar erhebt eine Gebühr von 9,9 Prozent, die direkt vom Wertbon abgezogen wird. Die Automaten sortieren auch falsche Münzen und fremde Währungen sorgfältig aus. Täglich nutzen etwa 7.800 Kunden laut aktueller Unternehmensinfo die Coinstar-Automaten in REWE-Märkten.

Seit der Einführung im Jahr 2019 hat REWE 1.000 Automaten in Betrieb genommen und ist damit der größte Kooperationspartner von Coinstar in Deutschland. Coinstar betreibt weltweit über 25.000 aktive Automaten und ist führend im Bereich der Münzgeldwechsler.

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Homeoffice: Gekommen um zu bleiben

Eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW zeigt, dass sich das Homeoffice auch nach dem Ende der Corona-Pandemie in vielen Unternehmen fest etabliert hat. Laut der Umfrage arbeiten mindestens einmal wöchentlich Beschäftigte in 80 Prozent der Unternehmen der Informationswirtschaft von zu Hause aus. Im verarbeitenden Gewerbe, das stärker ortsgebunden ist, liegt der Anteil bei 45 Prozent.

Darüber hinaus erwarten die rund 1.500 befragten Unternehmen in den kommenden zwei Jahren eine Zunahme der Homeoffice-Nutzung, anstatt eines Rückgangs, so der Bericht im ZDF. Laut dem Experten des ZEW, Daniel Erdsiek, setzt sich der mit der Pandemie gestartete Trend zur hybriden Arbeit fort. Die derzeitige Verbreitung von Homeoffice im Juni 2023 zeigt, dass der Anteil der Beschäftigten, die mindestens einmal wöchentlich von zu Hause aus arbeiten, etwa auf dem Niveau der letzten drei Jahre liegt.

Laut der aktuellen Studie hat sich der Anteil der Unternehmen mit Homeoffice-Regelungen in der Informationswirtschaft im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie deutlich erhöht. Vor der Pandemie betrug dieser Anteil lediglich 48 Prozent. Die Informationswirtschaft umfasst Branchen wie die Informations- und Kommunikationstechnologie, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister.

Im Verarbeitenden Gewerbe, das weniger flexibel in Bezug auf ortsunabhängiges Arbeiten ist, betrug der Anteil der Unternehmen mit Homeoffice-Regelungen vor der Pandemie lediglich 24 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen den signifikanten Anstieg des Homeoffice-Trends in der Informationswirtschaft im Vergleich zu Branchen, die stärker auf einen festen Arbeitsplatz vor Ort angewiesen sind.

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Internet Archive wird von Musikfirmen verklagt

Die Universal Music Group, Sony Music Entertainment und andere Plattenfirmen haben das gemeinnützige Internet Archive wegen Urheberrechtsverletzungen im Zusammenhang mit seiner Streaming-Sammlung digitalisierter Musik von alten Schallplatten verklagt, so die Nachrichtenagentur Reuters.

In der Klage heißt es, das »Great 78 Project“ des Archivs fungiere als »illegaler Plattenladen« für Songs von Musikern wie Frank Sinatra, Ella Fitzgerald, Miles Davis und Billie Holiday.

Sie nannten 2.749 Tonträger-Urheberrechte, die das Archiv angeblich verletzte. Die Plattenfirmen gaben an, dass sich ihr Schadenersatz in diesem Fall auf bis zu 412 Millionen Dollar belaufen könnte.

Vertreter des Internet Archive reagierten bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme zu der Klage.

Das in San Francisco ansässige Internet Archive archiviert digital Webseiten, Bücher, Audioaufnahmen und andere Materialien. Es vergleicht sich selbst mit einer Bibliothek und sagt, seine Aufgabe sei es, »universellen Zugang zu allem Wissen zu ermöglichen«. Meines Erachtens eines der wichtigsten Projekte, die das Internet beheimatet.

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ChatGPT: OpenAI ermöglicht Seitenbetreibern Deaktivierung des Web-Crawlers

Nicht jeder Webseitenbetreiber möchte, dass die Informationen auf der eigenen Präsenz vom Crawler der KI von ChatGPT aus dem Hause OpenAI abgegriffen werden. Das Unternehmen hat hierfür nun eine Änderung implementiert, mit der sich genau dagegen widersprechen lässt. OpenAI bietet an, den Web-Crawler daran zu hindern, Informationen von der Webseite zu extrahieren, um damit die GPT-Modelle zu trainieren.

In einem Blogeintrag hat man erklärt, dass Betreiber von Webseiten entweder explizit den GPTBot-Crawler in der Robots.txt-Datei ihrer Webseite ausschließen oder dessen IP-Adresse blockieren können. Webseiten, die durch den GPTBot-Crawler indexiert wurden, könnten potenziell zur Verbesserung zukünftiger Modelle verwendet werden. Dabei werden Quellen, die Paywall-Zugang erfordern, persönlich identifizierbare Informationen (PII) sammeln oder gegen Richtlinien verstoßen, herausgefiltert. Bei Quellen, die diese Ausschlusskriterien nicht erfüllen, könnte der Zugriff des GPTBot auf die Webseite dazu beitragen, die Genauigkeit der KI-Modelle zu erhöhen und deren allgemeine Fähigkeiten sowie Sicherheit zu verbessern, heißt es hier weiter. Mal sehen, wie es damit nun zukünftig weitergehen wird. Immerhin wird es zahlreiche Autoren, Verlage und dergleichen geben, welche von der neuen Option umgehend Gebrauch machen werden.

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Bonify-App: Datenleck, Kredit-Score von anderen Personen war auslesbar

Lilith Wittmann, Netzaktivistin und Mitglied der Forschungsgruppe zerforschung, konnte den Boniversum-Score von Jens Spahn aus der umstrittenen App bonify auslesen. Voraussetzung war technisches Wissen über die Manipulation von Requests/API-Übertragungen und die genauen Adress- und Geburtsdaten der abgefragten Person. Der Boniversum-Score ist ein Score, der aus öffentlichen Daten erstellt wird, dazu werden z. B. auch Wohnort, Alter und Gerichtsdaten aus öffentlichen Verzeichnissen verwendet. Der Schufa-Score, welcher viel mehr private Daten verarbeitet und enthält, war nicht betroffen.

Bonify, mittlerweile von der Schufa übernommen, hat die App daraufhin am 23. Juli abgeschaltet, auch am 24. Juli um 19 Uhr ist sie noch nicht wieder online. Aufgrund des Vorfalls hat die Creditreform Boniversum GmbH, von ihr wurde der Boniversum-Score abgefragt, den Datenaustausch mit Bonify eingestellt. Auch die Schufa bietet keinen Datenaustausch mit der App mehr an. Sobald die App wieder online ist, soll der Basisscore der Schufa wieder in der App abrufbar sein, der Score von Boniversum wird jedoch nicht zurückkehren.

Das Ganze könnte noch ein Nachspiel für Bonify haben, die Berliner Datenschutzbeauftragte wurde bereits durch das Unternehmen am Sonntag informiert. „Nach aktuellem Sachstand könnte es sich um einen Verstoß gegen Artikel 32 Datenschutz-Grundverordnung handeln, der die Sicherheit der Datenverarbeitung zum Gegenstand hat. »Bezüglich des gesamten Verfahrens befinden wir uns derzeit in einer Prüfung«, sagte eine Sprecherin der Behörde. Auch die Bafin ist offenbar bereits informiert, laut NDR und SZ, »wir stehen dazu mit dem beaufsichtigten Unternehmen in engem Kontakt“. Die Schufa selbst will zusammen mit Bonify bis zum Herbst dieses Jahres Sicherheitsanalysen über Kooperationspartner durchführen und Anpassungen durchführen«.

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