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Rockt oder Ramsch? Einsteiger-Hexacopter Simulus für 50 Euro

Heute geht es in „Rockt oder Ramsch?“ um einen Einsteiger-Hexacopter, der nur
knapp 50 Euro kostet. Ich hatte mit dem Gadget, das sich recht präzise steuern lässt und einen netten Stunt – einen 3D-Flip – drauf hat beim Testen eine Menge Spaß. Was es alles so über den Simulus GH-6.se zu berichten gibt, erfahrt Ihr in unserem Video.

Wer lieber liest, statt ein Video zu gucken: Nachfolgend findet Ihr den Inhalt des Clips als Text.

Der Simulus GH-6.se ist ein kleiner Hexacopter, also eine Drohne mit sechs Propellern. Gesteuert wird er per 2,4-GHz-Fernbedienung, in Sachen Hardware stecken unter anderem ein 6-achsiges Gyroskop und diverse bunte LEDs im Kunststoffgehäuse. Für ein Gerät in dieser Preisklasse – die Drohne kostet gerademal 50 Euro – geht die Verarbeitung von Fluggerät und Fernsteuerung in Ordnung. Im Liegerumfang befinden sich neben sechs Rotor-Schutzbügeln noch sechs Ersatz-Propellerblätter.

Um die Drohne mit den Abmessungen 21 × 19 × 5,7 Zentimeter und ihrem Gewicht von 65 Gramm in Betrieb zu nehmen, muss zuerst einmal der 550-mAh-Akku am PC per USB-Anschluss aufgeladen werden. Er liefert eine Flugzeit von circa 7 Minuten – das ist nicht viel, aber typisch für Drohnen im Preisbereich von bis zu 100 Euro. In die Fernsteuerung kommen vier herkömmliche Batterien des Typs AAA. Zum flugbereit machen wird der Akku in den Hexacopter geschoben und per Kabel mit ihm verbunden. Danach muss an der Steuereinheit der Gashebel einmal nach oben und danach nach unten geschoben werden und die Kiste ist startbereit. Wer Drohnen lieber im Headless-Modus, also jederzeit aus Pilotensicht steuert, kann diesen durch Drücken des Gashebels einschalten.

Der Simulus GH-6.se beherrscht drei Flugmodi, die sich durch Drücken des Steuerhebels durchschalten lassen. Es handelt sich dabei schlicht um drei Geschwindigkeitsstufen, um Anfängern den Einstieg ins Drohnenfliegen zu erleichtern. Und in der Tat sollte man als Neuling mit „Easy“ beginnen, um sich mit der Steuerung vertraut zu machen und das Fluggerät nicht gleich irgendwo anzudonnern, denn ein gewisses Fingerspitzengefühl ist für das Fliegen eines Copters vonnöten.

In Sachen Fingerspitzengefühl gibt es noch Schalter für das Finetuning des Fluggerätes auf der Fernbedienung, wodurch sich beispielsweise ausgleichen lässt, wenn der Hexacopter etwas nach links oder nach vorne ausbricht. Wer schon etwas geübter im Umgang mit Drohnen ist, wird diese eventuell jedoch gar nicht benötigen – unser Testgerät ließ sich in Nullstellung schon sehr gut steuern, allerdings würde ich mich auch als einen zumindest schon etwas erfahreneren Drohnen-Piloten bezeichnen, der kleinere Ausbrüche schon intuitiv mit den beiden Steuerhebeln ausgleicht. Im Zweifelsfall kann die Möglichkeit des Finetunings also natürlich hilfreich sein.

Der Simulus GH-6.se eignet sich durchaus auch zum Herumfliegen in der Wohnung, allerdings sollte man dazu schon etwas geübter im Umgang mit Drohnen sein. Neulingen empfehle ich prinzipiell die ersten Versuche mit einem solchen Fluggerät im Freien zu unternehmen. Mit genügend Platz lässt sich der Simulus GH-6.se schon nach kurzer Einarbeitungszeit recht präzise navigieren und macht dann auch eigentlich erst so richtig Laune. Laune macht auch ein Stunt, den das Gadget draufhat: ein 3D-Flip getaufter Überschlag. Dieser wird dadurch ausgelöst, dass der rechte Schulterknopf gedrückt gehalten wird und dann der Steuerhebel nach oben gedrückt und danach losgelassen wird.

Mit dem Simulus GH-6.se hatte ich im Test eine Menge Spaß. Wie schon erwähnt macht das Teil vor allem im Freien Laune und dort rockt der kleine auch richtig. Aber auch in Sachen Preisleistungsverhältnis macht das Gerät eine gute Figur – technisch gleichwertige Drohnen sind auch in den bekannten China-Shops, bei denen man mit langen Lieferzeiten rechnen muss und im Garantiefall Probleme bekommen kann, nicht wesentlich billiger, wenn überhaupt. Wer sich für den Simulus GH-6.se interessiert, der findet ihn
für 49,90 Euro im Onlineshop von Pearl.

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TechNow: Ist Nokia wieder zurück?

Habt Ihr das mitbekommen?

Nokia ist wieder zurück. Zumindest sollen noch in diesem Jahr die ersten Smartphones folgen. Doch ist es wirklich das Unternehmen Nokia Technologies, das hinter den neuen Mobiltelefonen und Tablets steckt? Ja und auch nein.

In unserem monatlich erscheinenden TechNow geht es heute um vier Firmen: Nokia, Microsoft Mobile, FIH Mobile Limited und einen neuen europäischen Hersteller namens HMD global Oy. Wie aus diesem Quartett eine alt-neue Melodie entstehen soll, erfahrt Ihr nachfolgend in diesem Video:

 

 

emicro one – Elektroscooter von Micro Mobility im Test

Schnell von A nach B kommen: Der Elektroscooter emicro one von Micro Mobility Systems erreicht mit 500 Watt zügig eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Seit einiger Zeit fahren wir nun elektrisch – wie viel Spaß das macht, erfahrt Ihr hier.

Yes, endlich wieder Sommer! Es wird wieder heller, wärmer und angenehmer. Niemand möchte mehr freiwillig in überfüllten Bahnen oder Bussen sein. Doch wir alle müssen unseren Pflichten nachgehen. Wie kann man also nun das gute Wetter mitnehmen und trotzdem zur Arbeit, Uni & Co. kommen? Klar, ein Auto ohne Dach ist natürlich eine Möglichkeit, aber sicherlich nicht die günstigste. Der Klassiker: Fahrrad fahren. Das geht immer. Oder zu Fuß gehen, wenn man's nicht weit oder die Zeit hat. Und dann gibt es noch diese modernen City-Roller. Na Ihr wisst schon:
Männer im Anzug, Umhängetasche und auf zwei kleinen Rädern. Genau so ein Fahrzeug haben wir getestet, nur mit dem Unterschied, dass unser Modell eine elektrische Tretunterstützung besitzt.

Das emicro one kommt aus der Schweiz und wird unter anderem auch hier in Deutschland vertrieben. Wir sprechen von einem kleinen, kompakten und leichten Roller. Von außen sind keine Kabel sichtbar, deshalb nimmt man ihn zunächst auch gar nicht als einen Elektroroller wahr. Erst wenn man das Sirren des Radnabenmotors hört, versteht man, was Sache ist.

7,5 Kilogramm wiegt der Roller und kommt in der Farbe Schwarz daher. Der Hersteller sagt: Er ist für Erwachsene ausgelegt. Aber auch Jugendliche ab 16 Jahren können damit herumfahren. Wichtig zu beachten ist die maximale Nutzlast von 100 Kilogramm. Während meiner zweimonatigen Testzeit hatte ich das emicro one meistens im Kofferraum meines Autos. Und häufig bin ich mit dem Elektroscooter dann zur Bank oder zum nächsten Supermarkt gefahren. Oder einfach in der Nachbarschaft. Von Zuhause bis zur Arbeit hätte es am Stück nicht geklappt, da ich zu weit weg vom TechStage-Büro in Hamburg wohne.

Apropos: Sprechen wir über die Reichweite. Micro Mobility Systems schreibt dem Roller zwölf Kilometer zu. Diesen Wert habe ich so gut wie nie erreicht, dafür fahre ich viel zu
schnelldynamisch. Der Akku hat eine Nennladung von 22.000 mAh und eine Leistung von 82 Wattstunden. Mit dem mitgelieferten Netzteil wird die 100-Prozent-Marke in 60 Minuten erreicht. Vier LEDs im Brett zeigen die Kapazität in 25-Prozent-Schritten an. Der Energiespeicher kann bis zu 700 Mal stabil aufgeladen werden. In den Zyklen danach kommt er dann nicht mehr auf seine volle Kapazität.

Im hinteren Rad sitzt der Radnabenmotor mit einem Drehmoment von vier Newtonmeter und einer maximalen Leistung von 500 Watt. Um Euch ein Beispiel zu geben, wie stark das System wirklich ist: Das emicro one hatte auch bergauf mit meinen 87 Kilogramm keine Mühe.

Grundsätzlich verfügt das emicro one über drei Fahrprogramme. Im performantesten Modus, nämlich Sport, wird eine Nenndauerleistung von 500 Watt mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde freigeschaltet. In Deutschland ist diese Einstellung kritisch, denn man benötigt ein Versicherungskennzeichen, ein Mindestalter von 16 Jahren und sogar eine Fahrerlaubnisklasse ab A/M. Außerdem ist das Tragen eines Helms Pflicht. Aber (!) zum Glück gibt es eine Auswahl. Mit dem mitgelieferten Drehrad lässt sich der Modus einstellen: Mit Standard und Eco mit 250 Watt verhält sich das emicro one wie ein
Pedelec ohne Anfahrhilfe. Und die können in Deutschland auch ohne Helm, Versicherung und Fahrerlaubnis gefahren werden; weitere
Details dazu findet Ihr hier. Trotzdem wird das Tragen eines Helms empfohlen.

High-Tech: Der emicro gewinnt Energie aus Bremsvorgängen. Sobald man bremst, wird der Akku über Rekuperation aufgeladen. Das klappt nicht, wenn der Akku leer oder komplett voll ist. Die Kraft des Motors lässt sich einstweilig auch unterbinden. Für die Deaktivierung muss die Bremse dreimal im Stillstand betätigt werden. Das Blinken der LEDs bestätigen den Vorgang.

Gut, und wie fährt es sich nun mit dem emicro one? Eigentlich wie mit jedem anderen Scooter auch. Die Tretunterstützung greift erst nach dem Anfahren. Sobald man eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht hat und langsamer wird, aktiviert sich der Motor und schiebt einen kräftig nach vorne. Je stärker und intensiver der Kick oder ein gezielter Impuls, desto stärker und langanhaltender die Unterstützung des Motors. Wenige kraftvolle Kicks sind ökonomischer und effizienter als viele kleine Kicks. Für den Anfang rate ich Euch zur Vorsicht: Man unterschätzt die Kraft des Motors leicht. Vermeidet außerdem Fahrten in der Dunkelheit oder bei Nässe. Und nein: emicro one plus Halfpipe ist keine coole Idee. Das Chassis würde dieser Belastung nicht standhalten.

Die Bremse funktioniert prima und sie sollte möglichst immer eingesetzt werden. Das Abspringen während der Fahrt katapultiert den Roller nämlich nach vorne, da der Sprung vom integrierten Bewegungssensor als ein Tretimplus interpretiert wird.

Seit zwei Monaten fahre ich nun mit dem emicro one. Wenn ich ehrlich bin: In diesem Sommer will ich darauf nicht mehr verzichten. Das Fahren macht Spaß. Mit dem Roller bin ich schneller als zu Fuß oder sogar mit dem Fahrrad. Mir gefallen außerdem die Kompaktheit, die Robustheit und das Antriebskonzept. Außerdem ist er kinderleicht zu bedienen; es gibt noch nicht einmal eine Ein/Aus-Taste; alles läuft automatisch. Zwar würde ich gerne mit 500 Watt durch die Gegend fahren, aber das ist in Deutschland nicht so einfach. Für 999 Euro gibt es das emicro one im
Onlineshop von Micro Mobility Systems. Da muss man tief in die Tasche greifen…

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Gadget der Woche 66: Roboterbaukasten Tinkerbots

Heute dreht es sich bei uns um Tinkerbots – Roboter, die nach Baukastenprinzip zusammengesteckt und dann mit dem Smartphone ferngesteuert werden. Unser aktuelles „Gadget der Woche“ ist das „Advanced Builder Set“ der „Cool Robots“, wie der Hersteller die Tinkerbots auch bezeichnet. Und wie üblich könnt Ihr unser Gadget der Woche natürlich auch bei uns gewinnen. Alles Weitere erfahrt Ihr im Video.

Ein „Advanced Builder Set“ der Tinkerbots im Wert von 249,95 Euro könnt Ihr diese Woche bei uns gewinnen. Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst Ihr lediglich einen Kommentar unter diesen Artikel Teilnahmeschluss ist Montag, der 9. Mai 2016 um 14.00 Uhr. Wer kein Glück hat, der findet die Tinkerbots
auf der Homepage des Herstellers.

Das Wasserstoff-Auto
„Fuel Cell Car“ von vergangener Wochehat übrigens die TechStage-Nutzern Melanie Reuss gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Wir melden uns in Kürze bei Dir.

Damit unsere Juristen ruhig schlafen können: Im Folgenden findet Ihr noch einmal den ganzen rechtlichen Krempel sowie die ausführlichen Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel.

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel richtet sich nach folgenden Bedingungen:

TechStage beziehungsweise der Heise Verlag verlost ein „Advanced Builder Set“ der Tinkerbots. Zur Teilnahme genügt es, einen Kommentar unter diesen Beitrag zu schreiben. Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben. Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, benötigen zur Teilnahme die Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter von Heise Medien sowie deren Angehörige.

Unter den fristgerecht eingehenden Einsendungen wird ein Gewinner ausgelost und von uns per E-Mail benachrichtigt. Der Einsendeschluss zur Teilnahme ist der Montag, der 9. Mai 2016 um 14.00 Uhr. Teilnahmen im Wege der Einschaltung Dritter, z. B. Gewinnspielagenturen, werden nicht berücksichtigt. Eine Barauszahlung oder der Tausch des Gewinns sind nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Darüber hinaus können wir leider aus Kostengründen nur Teilnehmer berücksichtigen, die eine Adresse in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben.

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Oppo F1 Plus: gut ausgestattetes Großbild-Smartphone im Test

Mit dem Oppo F1 Plus erscheint im Mai ein großer Bruder des schon länger erhältlichen F1,
das wir erst kürzlich getestet haben. Das F1 Plus legt in vielen Bereichen eine Schippe drauf, beispielsweise mit dem vier GByte fassenden Arbeitsspeicher, dem Full HD auflösenden 5,5-Zoll-Display oder der 16-Megapixel-Frontkamera. Wir konnten das Handy vor dem offiziellen Deutschlandstart ausgiebig testen und sind sehr angetan. Was das Oppo F1 alles auf dem Kasten hat, erfahrt Ihr in unserem Test.

Wie das F1 hat das F1 Plus ein sich hochwertig anfühlendes Metallgehäuse. Das Smartphone liegt aufgrund der dünnen Bauhöhe von 6,6 Millimetern, den abgerundeten Seiten und seinen weiteren Abmessungen – es ist 151,8 Millimeter hoch und 74,3 Millimeter breit – gut in der Hand. Allerdings ist das Metallgehäuse recht glatt, weswegen man aufpassen muss, dass einem das Telefon nicht aus der Hand gleitet. Das Gewicht des F1 Plus beträgt 145 Gramm.

Die Lautstärketasten befinden sich auf der linken, der Einschalter auf der rechten Seite des Gerätes. Unten sitzt der Lautsprecher, ein Kopfhörer-Eingang und der microUSB-Anschluss. Neben einem Home-Button mit integriertem Fingerabdruckscanner sind direkt unterhalb des Displays noch zwei kapazitive Tasten für „Zurück“ und das Aufrufen des Multitasking-Menüs. Im Vergleich zum F1 sind diese beleuchtet.

Der Fingerabdruckscanner, der gefühlt im Bruchteil einer Sekunde anspricht, kann nicht nur zum Entsperren des Smartphones genutzt werden. Auch gewünschte Apps lassen sich vor unbefugtem Zugriff schützen und können dann nur mit dem Fingerabdruck des Besitzers geöffnet werden. Die entsprechende Option findet sich in den Systemeinstellungen des Handys. Was die Erkennung der hinterlegten Fingerabdrücke angeht, arbeitet der im Home-Button sitzende Scanner zuverlässig.

Der auf der rechten Seite sitzende Einschub kann zwei nanoSIM- oder eine nanoSIM- und eine microSDXC-Karte aufzunehmen. Sind zwei SIM-Karten eingesetzt, unterstützen beide LTE mit allen in Deutschland genutzten Frequenzbändern. Die Möglichkeit der Speicherweiterung dürften wohl eher wenige Nutzer beim F1 Plus benötigen: Das Gerät hat satte 64 GByte internen Speicher, von dem dem Nutzer über 50 GByte zur freien Verfügung stehen.

Das 5,5 Zoll große Display des Oppo F1 Plus löst 1920 × 1080 Pixel auf und bietet dank AMOLED-Technologie satte und ausdrucksstarke Farben. Es wird von Gorilla Glass 4 geschützt und unterstützt die Bedienung mit Handschuhen und nassen Fingern. Beides hat im Test sehr gut funktioniert und ist natürlich eine ungemein praktische Sache. Was die Helligkeit angeht, konnte mich das F1 Plus ebenfalls überzeugen: Diese ist auf Maximum gestellt sehr ordentlich und taugt auch für den Außeneinsatz in Sonnenlicht.

Sowohl F1 als auch F1 Plus betitelt der Hersteller Oppo als „Selfie Expert“. Während ich das beim F1 nicht so wirklich nachvollziehen konnte, beide Kameras mich nicht vom Hocker gehauen haben, spielt das F1 Plus diesbezüglich in einer ganz anderen Liga. Sowohl Front- als auch Hauptkamera bieten bei guter Beleuchtung in der Regel sehr ansehnliche Bilder, aber auch im Dämmerlicht geht die Qualität noch voll in Ordnung für ein Mittelklassehandy. Verantwortlich dafür, dass beiden Knipsen so gute Ergebnisse abliefern, sind auf der Rückseite 13 Megapixel und eine f/2.0-Blende und vorne 16 Megapixel und eine Blende von f/2.2.

Über beide Kameras lässt sich unter anderem sagen, dass das Objektiv jeweils gute Dienste leistet: Die Schärfe in der Bildmitte ist außergewöhnlich gut, lässt zu den Ecken hin aber sichtbar nach – was allerdings typisch für Smartphone-Kameras ist. Die wenig aggressive JPEG-Kompression sorgt dafür, dass feine Details sehr gut wiedergegeben werden, was allerdings mit vergleichsweise großen JPEG-Fotos mit Dateigrößen von über vier MByte einhergeht.

Die Farbwiedergabe ist gelungen, Hauttöne sehen ausgezeichnet aus, und auch die Farbwiedergabe –etwa bei bunten Blumen – gefällt gut. Wie bei vielen Kameras sorgen aber intensive Rottöne für leichte Probleme: Hier kommt es zu Überbelichtungen im Rotkanal. Der Auto-HDR-Modus leistet bei kontrastreichen Motiven gute Dienste und verbessert den Dynamikumfang merklich – es gibt weniger unter- und überbelichtete Bildbereiche. Allerdings neigen kontrastreiche Aufnahmen gelegentlich zu einer leichten Überbelichtung.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen nimmt logischerweise auch das Rauschen immer mehr zu. Positiv hervorzuheben ist hier, dass das Rauschen eine recht feine Körnung aufweist, die fast ein wenig an analoge Filme erinnert. Im Gegensatz zu vielen anderen Smartphonekameras ist die Signalverarbeitung in allen Farbkanälen gut, und es treten auch bei hohen ISO-Empfindlichkeiten keine gelben und grünen Farbflecken auf den Fotos auf. Typischerweise ist der Blau-Kanal hier besonders anfällig.

Weiterhin fällt noch auf, dass auch in dunklen Bildbereichen immer noch viele Details vorhanden sind – auch das ist auf eine gelungene Bildverarbeitung zurückzuführen. So ist es beispielsweise mit Photoshop & Co. möglich, nachträglich dunkle Bildbereiche effektiv aufzuhellen. Allerdings geht bei hohen ISO-Empfindlichkeiten immer mehr Sättigung verloren, und die Aufnahmen wirken irgendwann fahl und grau, was die Konkurrenz jedoch auch nicht besser kann.

Wie üblich bei Oppo läuft als User-Interface das Color OS des Herstellers auf dem Smartphone. Im Falle des F1 Plus ist es Color OS in Version 3.0 basierend auf Android 5.1. Performancemäßig klingen 4 GByte Arbeitsspeicher und ein 64-Bit-Octa-Core-Prozessor mit einem Maximaltakt von 2 GHz sehr ordentlich – und so fühlt sich das auch in der Praxis an. Die Performance des F1 Plus mit dem im Inneren werkelnden Helio-P10-Chip von Mediatek ist top, da gibt es nichts zu mäkeln.

Während mich schon beim F1 die Performance positiv überrascht hat, sich mit diesem recht günstigen Handy auch die meisten grafisch anspruchsvolleren Games spielen lassen, hat beispielsweise Modern Combat 5 die Grafikleistung dort jedoch automatisch auf ein nicht mehr ganz so doll aussehendes Niveau gesenkt. Nicht so beim F1 Plus – der beliebte Ego-Shooter läuft dort in voller Pixelpracht und ohne Ruckler. Wenig verwunderlich bescheinigen so auch die gängigen Benchmarktools dem F1 Plus eine ordentliche Leistung: Geekbench beispielsweise sieht das Handy im Single-Core-Ergebnis fast auf dem Niveau eines Snapdragon 810, im Multi-Core zwischen Snapdragon 805 und 810.

Ähnlich wie beim F1 macht auch der Akku des F1 Plus einen guten Job. Es handelt sich hier um eine fest verbaute Batterie mit einer Kapazität von 2850 mAh, die auch bei Power-User-Nutzung keine Probleme damit hatte, mich über den Tag zu bringen. Dank spezieller Schnellladetechnologie von Oppo namens Vooc lässt sich das Telefon außerdem schneller als üblich wieder aufladen.

Das Oppo F1 Plus ist ein Smartphone, das uns in fast allen Bereichen sehr gut gefällt: Design & Verarbeitung, Fingerabdruckscanner, die beiden Kameras, die Performance und der große interne Speicher sind unsere Highlights des Telefons. Alles in allem bleibt – wie schon beim F1 – in Relation zum Preis betrachtet eigentlich nur ein größerer Kritikpunkt: die nicht mehr ganz taufrische Androidversion. Und dann dürfte Oppo seine F1-Reihe von mir aus allerdings auch gern in etwas weniger femininen Farben als Gold und Rosegold anbieten. Das Oppo F1 Plus wird Mitte/Ende Mai in Deutschland erscheinen, den Preis von 389 Euro finden wir angemessen.

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