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Elephone U Pro: Flagschiff-China-Smartphone im Test

Mit dem Elephone U Pro versucht sich der Hersteller im Smartphone-Oberklasse-Bereich: ein gekrümmtes Amoled-Display, ein potenter Octa-Core-Prozessor, 6 GByte RAM und 128 GByte Speicher gehören zur Ausstattung. Ob der Preis von knapp 450 Euro gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

Die Inspiration für das Elephone U Pro ist beim ersten Blick klar: Das Gerät ähnelt sehr stark Samsungs Galaxy S9 (Testbericht) oder Galaxy S8 (Testbericht) mit seinen schmalen Rändern und dem gekrümmten Bildschirm. Das U Pro ist top verarbeitet und wirkt edel. Die hochglänzende blaue Rückseite unseres Testgerätes sieht schick aus, ist allerdings anfällig für Fingerabdrücke. Die Abmessungen des 170 g schweren Telefons betragen 154 × 72,5 × 8,7 mm.

Power-Button und Lautstärkewippe sind auf der rechten Seite des Telefons, der Kartenslot oben untergebracht. Unten gibt es einen USB Type-C und den Lautsprecher. Einen Kopfhörereingang besitzt das U Pro nicht, im Lieferumfang befindet sich jedoch ein entsprechender Adapter für USB-C. Auf der Rückseite mittig weit oben sind die Dual-Kamera nebst Blitz und Fingerabdrucksensor verbaut.

Im Inneren des Elephone U Pro werkelt ein Snapdragon-660-Chip. Er hat vier Kerne mit einem Maximaltakt von 1,4 und vier Kerne mit einem Maximaltakt von 2,2 GHz. Es gibt das Smartphone mit 4 GByte und mit 6 GByte RAM sowie mit 64 GByte und 128 GByte großem internen Speicher. Zur Erweiterung gibt es einen MicroSD-Kartenslot. Wir hatten die Ausführung mit 6 GByte RAM und 128 GByte Speicher als Testgerät.

Im mobilen Internet unterstützt das Handy, das zwei SIM-Karten aufnehmen kann, LTE mit allen in Deutschland genutzten Frequenzbändern. WLAN gibt es nach 802.11 a, b, g und n im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Neben GPS und Bluetooth in Version 5 hat das U Pro im Bereich der Konnektivität noch NFC an Bord. Der 3500-mAh-Akku unterstützt die Schnellladetechnologie Qualcom Quick Charge 3 und lässt sich außerdem auch drahtlos nach Qi-Standard aufladen.

Neben dem Ladegerät nebst entsprechendem USB-Kabel gehört neben dem schon erwähnten Audio-Ausgang-Adapter noch eine durchsichtige Gel-Schutzhülle zum Lieferumfang.

Das 5,99 Zoll große Amoled-Display löst 2160 × 1080 Pixel auf und überzeugt mit ausreichend Schärfe und plastischen Farben. Wem diese in der Standard-Einstellung zu poppig sind, der kann die Farbtemperatur in den Systemeinstellungen mit zwei Einstellungsmöglichkeiten (Warm und Kühl) anpassen. Negativ fiel uns die Blickwinkelstabilität auf: Schon ein klein wenig geneigt werden die Farben verfälscht und weiß erscheint leicht grünlich. Geschützt wird das Panel von Gorilla Glass 5. Auf Fingereingaben reagiert der Bildschirm des Elephone U Pro sehr gut. Was die maximale Helligkeit angeht, dürfte das Handy etwas mehr Reserven haben, bei hellem Sonnenlicht sind Inhalte schwer zu erkennen.

Die Hauptkamera des U Pro besteht aus einem Dual-Kamera-Setup mit zwei 13-Megapixel-Linsen für Farb- und Schwarz-Weiß-Aufnahmen und einer f/2.2-Blende. Mit dieser Zusammenstellung wird auch ein Unschärfe-Effekt realisiert. Vorne gibt es eine 8-Megapixel-Selfie-Cam. Auslöser und Fokus reagieren zügig und bei guten Lichtverhältnissen macht das U Pro ansehnliche Bilder. Gemessen am Preis haben wir bezüglich der Bildqualität jedoch mehr erwartet. Zwar sind Fotos in der Regel scharf genug und auch die Farbdarstellung geht in Ordnung, Details sind bei näherer Betrachtung allerdings selbst bei guten Lichtverhältnissen tendenziell etwas verwaschen.

Mit dem potenten Prozessor und dem ordentlichen Arbeitsspeicher legt das U Pro eine sehr gute Performance an den Tag. Das System läuft flüssig und flink. Hänger und Denkpausen konnten wir im Test nicht feststellen. Die Punktzahl von knapp 140.000 Zählern im Antutu-Benchmark unterstreicht die gute Performance. Der Fingerabdrucksensor zeigt sich hingegen als Nervfaktor: Oft benötigt es mehrere Anläufe, bis der Abdruck erkannt wird.

Die Akkulaufzeit des U Pro ist zufriedenstellend, wir kamen im Test auch bei reger Nutzung über den Tag. Das Aufladen per Quick Charge 3 nimmt etwas mehr als anderthalb Stunden an Anspruch. Während die Sprachqualität beim Telefonieren gut ist, klingt der Lautsprecher des Smartphones dünn und blechern.

Als Betriebssystem kommt beim Elephone U Pro Android 8 zum Einsatz. Der Google-Sicherheitspatch war zum Testzeitraum vom 05. Februar 2018. Der Hersteller drückt dem OS optisch seinen eigenen Stempel auf, nimmt aber keine größeren Änderungen am System vor. Bloatware gibt es erfreulicherweise nicht – abgesehen von einer Service-App des Herstellers, über die der Nutzer Feedback senden kann.

Das Elephone U Pro gefällt uns in den Punkten Optik und Haptik, Performance und Display gut. Ein größerer Kritikpunkt ist der nicht zufriedenstellend funktionierende Fingerabdrucksensor und bei der Kameraqualität haben wir mehr erwartet. Bei dem verhältnismäßig hohen Preis finden wird das Preis-Leistungs-Verhältnis dementsprechend nicht besonders gut. Für knapp 450 Euro bekommt man mittlerweile beispielsweise schon ein Samsung Galaxy S8 (Testbericht).

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Android 8.0 Oreo auf dem Galaxy Tab S3 ausprobiert

Vor wenigen Tagen begann Samsung damit, das lang ersehnte Update auf Android 8.0 Oreo endlich auch für das Galaxy Tab S3 zur Verfügung zu stellen. Jedoch war es Samsung typisch wieder einmal nur einem Land vorbehalten. Wie auch schon beim Galaxy S7 und S7 edge war es Großbritannien. Deutsche User müssen also noch ein wenig warten.

Außer man ist technisch versiert und hat Ahnung von der Benutzung des PC-Programms Odin. Damit ihr aber wisst, was mit dem Update kommt, habe ich es mir erlaubt, die Firmware für Großbritannien herunterzuladen und auf mein Tab S3 ohne LTE zu flashen. Hier also ein paar erste Eindrücke. Zur Akkulaufzeit kann ich selbstverständlich direkt nach dem Flashvorgang keine Angaben machen.

Mit Android 8.0 Oreo setzt Samsung auch auf eine neue Benutzeroberfläche, die man schnörkellos Samsung Experience genannt hat und auf Version 9.0 setzt. Zusammen mit Android in Version 8.0 soll das dem Tablet noch einmal einen richtigen Leistungsschub geben und liefert die ein oder andere neue oder verbesserte Funktion. Unter anderem kann der App-Drawer nun durch einen Wisch wie bei der Galaxy S8 und S9 Reihe aufgerufen werden.

Design

Das Design der Software wirkt meiner Meinung nach etwas moderner, feiner in den Details und ist an das der Smartphones mit Android 8.0 Oreo angepasst. Das Einstellungsmenü wurde zum Beispiel wieder einmal etwas überarbeitet und die Unterpunkte zum Teil neu benannt. So wurde aus Gerätesicherheit nun Biometrische Daten und Sicherheit. Außerdem lassen sich für den Sperrbildschirm andere, neue Uhrenstile festlegen.



S-Pen

Der S-Pen, den Samsung mit dem Tab S3 liefert, hat man auch etwas verbessert. Hier hat man nun die Live-Nachrichten des Galaxy Note8 hinzugefügt. Aber auch das Malen, Überblicken und Vergrößern hat Samsung als Samsung eigene Verknüpfungen hinzugefügt. Desweiteren lassen sich so aber auch andere Apps hinterlegen.




Kamera

Bei der Kamera hat Samsung auf den ersten Blick nichts verändert. Schaut man allerdings in die Einstellungen gibt es nun den Unterpunkt Vollbildanzeige (16:9). Mit dieser Funktion lassen sich Bilder und Videos im Vollbild anzeigen. Ich meine, dass diese Funktion vorher fehlte.

Ansonsten konnte ich (leider) nichts weiter feststellen. Bilder und Videos haben die gleiche Qualität und lösen immer noch recht schnell aus.

Dolby Atmos

Die vier Lautsprecher tuned by AKG waren meiner Meinung nach von Anfang an wirklich gut und ich habe gerne Filme geschaut oder Spiele darüber geschaut. Nun wollte Samsung die Qualität noch etwas verbessern und liefert Dolby Atmos nach. Richtig, genau das Feature des Galaxy S9 welches scher zu beschreiben und unbeschreiblich gut/anders ist (entsprechendes Material vorausgesetzt).


Und auch beim Galaxy Tab S3 hat Samsung diesen Effekt sehr gut hingekriegt. Dieser Raumklang und diese Qualität sind meiner Meinung nach sogar etwas über dem Niveau des Galaxy S9 und S9+. Was wohl auf die doppelte Anzahl Lautsprecher zurückzuführen sein dürfte.

Samsung Pass 

Ein weiteres cooles Feature gibt es auch beim Tab S3. Samsung hat vor nicht allzu langer Zeit eine Möglichkeit mit Samsung Pass geschaffen, sich bei verschiedenen Apps und Website automatisch anzumelden. Ist man in einer App oder Website die dieses Feature unterstützt und man tippt auf das Feld für den Anmeldenamen, so erscheint ein Hinweis. Klickt ihr dort drauf, müsst ihr einen oder mehrere Fingerabdrücke hinterlegen und den Anweisungen folgen.



Hat man alles erledigt, muss man seine Anmeldedaten einmal manuell eingeben. Anschließend erscheint ein Hinweis in dem steht, das man die Anmeldedaten speichern kann. Tut man dies, kann man sich beim nächsten mal anhand des Fingerabdrucks anmelden. Das lästige Eintippen der Daten entfällt und man muss nur auf Anmelden klicken. Ich persönlich nutzte dieses Feature schon auf dem Galaxy S8+ und dem S9+. Bei unterstützten Smartphones von Samsung geht dies auch mit der Iris oder dem Gesicht.

Performance und Sonstiges

Die ersten paar Minuten nach dem Flashvorgang war das Tab S3 recht träge, was hierbei durchaus normal ist. Nach circa 15 bis 20 Minuten hat sich dies aber gelegt. Seitdem ist das Tab S3 sogar noch einen kleinen Ticken besser und schneller als noch unter Android 7.0 Nougat. Apps öffnen und schließen sich gewohnt schnell. Auch das Surfen im Internet und das Zocken birgt keinerlei Probleme. Desweiteren bringt das Update auf Android 8.0 Oreo auch den Sicherheitspatch von April mit sich.

Auch die Icons der Apps von Samsung wurden etwas geändert und wirken für mich schicker als vorher. Außerdem kann man seit Android 8.0 Oreo nicht mehr seine Fingerabdrücke für zum Beispiel Samsung Pass hinterlegen, sein Tablet oder Smartphone aber mit der Methode „streichen“ entsperren. Wechselt man nämlich von Fingerabdrücke auf „streichen“ werden aus Sicherheitsgründen sämtliche biometrische Daten gelöscht. Ein guter Kompromiss ist das Nutzen von Googles Smart Lock. Dort kann man vertrauenswürdige Geräte oder Orte hinzufügen, an denen man nicht den Fingerabdruck scannen oder die zusätzliche PIN, Muster oder Passwort eingeben muss. Auch das nutze ich sehr sehr gerne bei meinem Smartphone. Funktioniert aber auch mit einem Tablet.

Fazit

Alles in allem ist das Update für das Tab S3 durchaus gelungen. Neben dem neuen schicken Design und der erwähnten neuen Funktionen liefert Samsung auch eine verbesserte Performance. Was die Akkulaufzeit angeht bin ich recht optimistisch. Allerdings wird das die Zeit zeigen, da das Gerät nach einem Update immer wieder ein paar Ladezyklen benötigt um die Auswirkungen sehen zu können.

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Kaufberatung: PowerLAN für stabiles Internet im Garten

Dicke Wände oder bedampfte Fenster bremsen WLAN. Die Lösung: PowerLAN bringt das Internet über die Stromleitung in den Garten. Wir stellen Adapter mit WLAN-Hotspot vor.

Die Begriffe Powerline, PLC oder PowerLAN werden oft synonym verwendet. Die PowerLine Communications Technik (PLC) nutzt die normalen 230-Volt-Stromleitungen einer Wohnung als Trägermedium für ein lokales Netzwerk. Im einfachsten Falle läuft ein Ethernet-Kabel von einem Router, oder von einem Rechner, zu einem Ethernet-to-PLC-Adapter, der in einer Strom-Steckdose steckt. Dieser überträgt Daten über die haushaltsübliche 230-Volt-Stromleitung an alle anderen Strom-Steckdosen der Wohnung. Dort kann ein zweiter PLC-to-Ethernet-Adapter die Informationen abgreifen und dem Endgerät wieder per LAN-Kabel zuführen. Die großen Hersteller haben inzwischen auch PLC-WLAN-Hybrid-Adapter im Programm, die einen integrierten WLAN Access Point bieten. So lässt sich nicht nur Netz in den Garten bringen, sondern auch die WLAN-Abdeckung im Haus verbessern.

Powerline erreicht inzwischen Gigabit-Geschwindigkeiten, allerdings nur in SchuKo-Dosen und nur, wenn drei Adern bereitstehen. Dank MIMO-Technik kann Powerline so etwa 60 bis 80 Prozent schneller kommunizieren als auf zwei Stromadern. In mehr als zehn Jahren hat sich der Brutto-Speed der PLC-Adapter von 14 Mbps auf 2000 Mbps gesteigert. Ältere PLC-Produkte mit nominal 14 oder 85 Mbps sind nicht mehr kompatibel mit den jüngeren Speed-Klassen 200, 500, 600, 1000, 1.200, 1.300 und 2.000 Megabit.

In der Praxis kommen die Geräte aber kaum auf die Höchstgeschwindigkeit. In unseren Messungen blieben weniger als 50 Prozent vom Brutto übrig, egal ob mit PowerLAN-Adaptern der Hersteller AVM oder Devolo. Powerline-Adapter setzen immer auf bestehende Infrastruktur. Alter und Aufbau der Stromleitungen, ja sogar angesteckte Netzteile im Stromnetz haben einen Einfluss auf die Geschwindigkeit. Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen lassen sich deswegen nur schwer auf andere Gebäude übertragen. In Mehrfamilienhäusern können Nachbarn, die ebenfalls PLC-Adapter benutzen, die Datengeschwindigkeit im ganzen Gebäude verschlechtern. Auch günstige Netzteile in Steckdosen des Nachbarn können das Stromnetz belasten und den PLC-Durchsatz verschlechtern. Falls möglich, sollte man PLC-Adapter auch nur direkt in Wandsteckdosen und nicht in Steckdosenleisten betreiben: Auch sie beeinflussen die Geschwindigkeit negativ.

Laut AVM wird die Geschwindigkeit durch folgende Geräte im Stromkreis potentiell beeinträchtigt: Schalter in Mehrfachsteckdosen, Überspannungsfilter, FI-Schutzschalter, Stromzähler, Dimmer, Vorschaltgeräte sowie einige andere Geräte, die viel Strom verbrauchen wie Bohrmaschinen und Staubsauger. Viele Powerline-Adapter im gleichen Netz können ebenfalls zu Einbrüchen führen. Das gilt nicht nur für AVM-Produkte, sondern so auch für alle anderen Modelle am Markt.

Die Powerline-Entwickler haben den Reiz von Powerline-Adaptern mit WLAN-Access-Points erkannt, entsprechend breit ist das Angebot. Im Prinzip sollten die Powerline-Produkte der Hersteller von 200 bis 1.200 Mbps miteinander kompatibel sein, sofern sich alle an den Homeplug AV2-Standard halten. Mischt man die verschiedenen Speed-Gattungen, dann bremst der langsamere Adapter den Schnelleren aus. Bei der Wahl einer Powerline-Lösung sollte auch die Management-Software in die Kaufentscheidung einfließen, denn da gibt es große Unterschiede. Am besten sollten Nutzer alle PLC-Adapter vom gleichen Anbieter verwenden. Dann passt nicht nur die Software, sondern es gibt auch einen einzigen Ansprechpartner, falls die Kommunikation nicht funktioniert.

Achtung: Die meisten Produkte sind nicht für den ständigen Einsatz draußen konzipiert, es fehlt an Schutz gegen Staub und Wasser. Ihr solltet den WLAN-Adapter also ins Innere tragen, wenn ihr ihn nicht nutzt. Eine Ausnahme ist die Outdoor-Variante von Devolo, siehe weiter unten.

Das Topmodell AVM Fritz Powerline 1260E (+WLAN) kostet keine 100 Euro: Sein Powerline-Modul jagt die Daten mit 1.200 Mbps über die heimische Stromleitung. Sein WLAN verspricht 11n bis 400 Mbps und 11ac bis 866 Mbps. Die LAN-Buchse beherrscht 1.000 Mbps. Eine Durchschleif-Steckdose fehlt.

Für eine optimale Verbindung installiert man zwei identische 1260E-Adapter. Benötigt man an einem der zwei PLC-Standorte jedoch kein WLAN, genügt es, dort den günstigeren AVM Fritz Powerline 1220E einzusetzen. Rund 55 Euro kostet der Adapter ohne WLAN jedoch mit Durchschleif-Steckdose.

Dieses Pärchen mit einem 1260E mit WLAN und einem 1220E ohne WLAN gibt es unter dem Namen AVM Fritz Powerline 1260E WLAN Starter-Set für circa 140 Euro. Zusätzlich gibt es von AVM auch günstigere Starter-Kits mit weniger Speed.

Der Mesh-fähige AVM Fritz Powerline 1260E Adapter eignet sich besonders für Leute, die bereits eine Mesh-fähige Fritzbox haben wie etwa die 7490 oder 7590 samt Schwester-Modellen. Dann sind Hardware, Optik, Funktionalität und vor allem auch Mesh-Bediener-Software besonders gut aufeinander abgestimmt.

Devolo listet auf seiner Website im Mai 2018 neunzehn Powerline-Adapter und Kit-Kombinationen von PLC 500 bis PLC 1.200 mit Listenpreisen von 39 bis 209 Euro. Besonders interessant fanden wir das devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit Powerline für knapp 160 Euro. Es hat große Ähnlichkeit mit dem AVM FRITZ!Powerline 1260E WLAN Set für rund 140 Euro. Sichtbarster Unterschied: Das Duo von Devolo besitzt insgesamt zwei Durchschleif-Steckdosen, das AVM-Paar hat nur eine. Dafür funkt AVM bei 11n bis 400 Mbps, Devolo dagegen nur bis 300 Mbps. Im Standard 11ac funken die Kits von AVM und Devolo dagegen gleich schnell: bis 866 Mbps.

Das teuerste PLC-WLAN-Start-Paket unserer Übersicht ist das D-Link COVR-P2502 Kit und kostet etwa 170 Euro. Es verspricht bis zu 1.300 Mbps im Backbone via Powerline, dazu WLAN-11n bis zu 300 Mbps und 11ac bis zu 866 Mbps – und zwar in beiden Adaptern. Jeder PLC-Adapter hat zudem drei Gigabit-LAN-Buchsen, also insgesamt sechs. Auf Durchschleif-Steckdosen verzichtet der Hersteller. Laut D-Link ist das Kit Mesh-fähig.

Netgear bietet für Powerline-basiertes WLAN das PLW1000-100PES SET. Mit einem Preis um circa 84 Euro kostet es nur gut halb so viel wie die Top-Kits von AVM oder Devolo. Dafür liefert das Netgear-Duo lediglich 1.000 Mbps PLC-Speed im Backbone, und keine Durchschleif-Steckdosen. WLAN bietet einer der zwei PLC-Adapter zwar, aber es war dem Autor schier unmöglich, den genauen WiFi-Speed aus den deutschen oder amerikanischen Webseiten des Herstellers heraus zu lesen. Im Datenblatt steht nur: „PWL1000: IEEE 2,4 GHz / 5 GHz 802.11 b/g/n/ac.“ Die Geschwindigkeitsangabe fehlt.

Das TP-Link TL-WPA9610 Starter-Set ist bei der Geschwindigkeit bereits weiter als bei AVM und Devolo – der chinesische Hersteller setzt bereits auf 2.000 Mbps PLC im Backbone. Das WLAN funkt mit 300 Mbps bei 11n und 866 Mbps bei 11ac – also knapp unter dem AVM 1260E und exakt so viel wie das Devolo-Kit. Wer allerdings eine Steckdose will, der bekommt diese nur in einem Adapter ohne WLAN-Funktion.

Strom und Starkregen passen schlecht zusammen. Der Löwenanteil der Powerline-WLAN-Adapter ist daher für den Indoor-Betrieb vorgesehen und kann höchstens kurzzeitig sowie unter Aufsicht draußen betrieben werden. Devolo will das mit dem DLAN WiFi Outdoor ändern. Dieser ist gegen Staub und Schmutz sowie gegen Wasser und Starkregen gemäß IP65 geschützt. Damit kann er auch bei Wind und Wetter im Garten bleiben, idealerweise sollte er aber dennoch an einem geschützten Ort stehen.

Die Einrichtung ist simpel: Nutzer verbinden einen devolo Powerline-Adapter per LAN-Kabel mit dem Router und stecken ihn in eine freie Wandsteckdose. Der WiFi Outdoor Adapter kommt in eine Außensteckdose und baut draußen einen WLAN-Hotspot auf.

Die technischen Daten: PLC-Speed bis 500 Mbps und WLAN-11n bis 300 Mbps. Ob auch WLAN-11ac unterstützt wird, ist unklar. Der UVP liegt bei 169,90 Euro. Das Outdoor-Modell wird nur einzeln verkauft, so dass Nutzer einen zweiten PLC-Adapter für den Anschluss am Router benötigen. Hier wäre es schön, wenn Devolo ein passendes Kit im Angebot hätte.

Von welchem Hersteller PLC-Adapter auch stammen: Powerline-Strecken generieren stets unerwünschte Funkstrahlung. Die 230-Volt-Strom-Kabel liegen – anders als etwa Ethernet-Leitungen – in der der Regel ohne Abschirmung unter dem Putzo der in Trockebauwänden. PLC-Hersteller versuchen daher, diese Störstrahlung in Frequenzbereiche zu verlagern, wo sie wenig stören. In der Vergangenheit hat das nicht geklappt und war der Grund für kontroverse Diskussionen.

Messungen des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) haben den 500-Mbps-Adaptern von Netgear mit dem Qualcomm Atheros Chipset AR7400 per Januar 2011 wie folgt bestätigt: „Eine Beeinträchtigung des UKW- und DAB-Empfangs durch den Betrieb der nach HomePlug AV2 (IEEE 1901) operierenden Adapter ist […] nicht gegeben“.

Dagegen haben die Störstrahlenmessungen des IRT den 1000-Mbps-PLC-Produkten von Belkin und MSI bescheinigt, „dass diese Modems im Frequenzbereich 30 MHz bis 305 MHz stärker stören als nach der Norm EN 55022 erlaubt“. Diese Störungen erkannten beim IRT offenbar nicht nur die Profi-Messgeräte, sondern auch das bloße Ohr der Testexperten: „Subjektive Hörtests im Nahbereich zu einer datenführenden, ungeschirmten Stromleitung lassen Störungen von UKW-Empfang sowie deutliche Störungen des DAB-Empfangs erkennen, bis zum kompletten Ausfall des Audiosignals.“ Leider werden derart aufwändige Messungen nicht für alle neuen PLC-Produkte durchgeführt.

Inwieweit stören auch die jüngeren 1200-Megabit-Produkte? Dazu ein Sprecher von Devolo: „Aktuelle Powerline-Adapter, […] die dem HomePlug AV(2) Standard folgen, nutzen ausschließlich Frequenzen zwischen 2 und 68 MHz. Störungen […] sind somit nicht zu erwarten.“

Powerline ist eine gute Alternative zu teuren Mesh-Systemen oder WLAN-Repeatern. Die Qualität der Verbindung hängt aber – egal ob im Haus oder über Außensteckdosen im Garten – immer von der Qualität der Stromleitungen ab. Zudem kann es zu Problemen kommen, wenn die Stromkreise zwischen zwei Adaptern durch einen Zähler getrennt sind. Es lohnt sich aber, Powerline zumindest einmal auszuprobieren. Wenn es funktioniert, dann ist es eine sehr gute Alternative zu normalen LANs oder WLANs.

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Senate vote to restore net neutrality will take place on May 16th

For those of you who have been hoping that the Senate will save net neutrality, we now have a date for that vote. Senate Democrats led by Edward Markey (D-MA), Chuck Schumer (D-NY), Bill Nelson (D-FL) and Brian Schatz (D-HI) will force a vote on Wedn…

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Huawei P20 und P20 Pro: Google ARCore ab sofort verfügbar

Zur Vorstellung des Huawei P20 und des P20 Pro hat Huawei auch die Unterstützung für Google ARCore angekündigt, die später folgen sollte. Die Zeit ist nun gekommen, ARCore kann ab sofort auch auf die beiden aktuellen Modelle geladen werden. Der Umweg über APKMirror entfällt also, so konnte man das Ganze ja auch schon vorher nutzen.

Über 60 AR-Anwednungen sind somit auf den beiden Huawei-Smartphones verfügbar, darunter auch „Porsche Mission E: AR„, die App wurde im Zuge der Vorstellung der Smartphones gezeigt.

Es ist gut möglich, dass auch andere Smartphones in den Genuss von ARCore kommen, denn die ein Teardown der App im Vorfeld kündigte auch Geräte wie das Mi Mix 2S oder Galaxy S9 für die Unterstützung an. Wir können aktuell leider nicht verifizieren, ob auch andere Smartphones nun auf ARCore zugreifen können, aber vielleicht habt Ihr ja ein dafür in Frage kommendes Gerät.

ARCore von Google (Kostenlos, Google Play) →

-> Zum Beitrag Huawei P20 und P20 Pro: Google ARCore ab sofort verfügbar

-> Zum Blog Caschys Blog

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