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iOS 11: Diese Neuerungen kommen im Herbst für diese Geräte

Apple hat die Keynote der WWDC ordentlich vollgepackt. Ein großer Abschnitt war auch iOS 11, das System, das im Herbst final für alle unterstützten Geräte kommen wird. Apple hat nicht alle mauen Funktionen gezeigt, nur ein paar Highlights, die es aber durchaus in sich haben. Angefangen bei ARKit, Apples einfacher Implementierung von AR-Inhalten – nicht nur für neue Geräte, denn auch für ältere Geräte wird ARKit zur Verfügung stehen und somit eine neue Nutzung erlauben.

Die Demo von ARKit sah beeindruckend aus, aber das sehen Demos meistens. Es wird sich zeigen, was Entwickler damit anstellen werden. Sie können ab sofort damit „herumspielen“, damit im Herbst zum Public Release dann auch gleich passende Anwendungen zur Verfügung stehen. Apple sieht iOS bereits jetzt als die größte AR-Plattformm mit mehreren hundert Millionen Geräten, die ARKit unterstützen. Marker oder ähnliche Dinge werden dabei nicht benötigt, alles wird über die Hardware des iOS-Gerätes berechnet.

iMessage hat mit iOS 10 Apps erhalten, diese werden in iOS 11 einfacher erreichbar sein, es wird ein App-Dock in iMessage geben, das alle Apps direkt anzeigt, die sich nutzen lassen. Dazu gehört auch eine neue Form von Apple Pay, in Ländern, in denen Apple Pay unterstützt wird (immer noch kein Wort zu Deutschland), kann man so auch einfach Geld via iMessage verschicken.

Siri wird nicht nur mit einer neuen Stimme (männlich und weiblich) ausgestattet, sondern vernetzt sich auch selbst, sollte der Nutzer mehrere Apple-Geräte nutzen. Das hilft auch beim Machine Learning, Siri erkennt so im Laufe der Zeit immer besser, was der Nutzer vorhaben könnte.

Siri erhält außerdem ein Übersetzungs-Feature. So wird nicht nur Text übersetzt, sondern auf Wunsch auch gleich ausgesprochen. Steht anfangs für Englisch zu mehren Sprachen zur Verfügung, soll aber schnell erweitert werden. Auch im Bereich Kontext wird Siri schlauer. Sucht man beispielsweise etwas auf einer Webseite, wird der News-Bereich auch automatisch mit diesen Themen befüllt.

Außerdem werden dann beispielsweise auch gleich Wörter in das Wörterbuch übernommen. Auf der Bühne wurde das anhand eines Beispiels mit Island gezeigt, komische Namen waren direkt in iMessage verfügbar. Kann durchaus praktisch sein. Trotz dieser „Siri“-Vernetzung bleiben alle gesammelten Daten jederzeit verschlüsselt und sind nur für den Nutzer verfügbar.

„Do not disturb while driving“ mag wie ein kleines Feature klingen, ist aber eigentlich eine großartige Sache. Aktiviert man die Funktion, erhält man keine Benachrichtigungen mehr, wenn man in einem Fahrzeug sitzt. Allerdings kann man auch etwaige Anrufer oder Nachrichten-Schicker mit einem Hinweis informieren. Und in dringenden Fällen kann eine Nachricht auch durchgeschleust werden.

iOS 11 bringt auch neue Kamera-Funktionen. So können Porträt-Fotos unter iOS 11 mit Bildstabilisierung und TrueTone-Blitz aufgenommen werden, auch HDR ist möglich. Bei Live Fotos gibt es neue Effekte, man kann die kurzen Videos nun mit verschiedenen Effekten wie Hüpfen oder in Endlosschleife abspielen.

Ein neues Bildformat gibt es auch, High Efficiency Image File Format (HEIF) wird ab iPhone 7 zum Einsatz kommen. Das verringert die Dateigröße, bleibt aber weiterhin flexibel verwendbar, kann also auch einfach geteilt werden. Passend dazu wird ab iOS 11 auch HEVC für Videos unterstützt, hier ergibt sich ebenfalls eine Reduktion er Dateigrößen.

Eine große Veränderung erfährt auch der App Store. Es soll wieder einmal leichter werden, tolle Inhalte zu entdecken. Vor allem aber soll der Nutzer am besten möglich in den App Store gelockt werden. Dazu gibt es nicht nur jede Menge App-Sammlungen, die zum Stöbern einladen sondern auch App und Spiel des Tages.

Mehr Videos, auch beispielsweise Let’s Play-Vodeos werden ebenfalls im neuen Store möglich sein, außerdem erkennt man besser, wenn Apps einmal von Apple „geehrt“ wurden. Was auch neu ist: In-App-Käufe lassen sich im Store nicht nur direkt sehen, man findet auch gleich einen „Get“-Button im App Store, um diese dann direkt zu kaufen.

Apple Home, die Steuerzentrale für das Smart Home, erfährt ebenfalls ein Update. Neu hinzu kommt die Steuerung von Multiroom-Soundsystemen. Diese Steuerung ist auch direkt über Apple Music möglich. Unterstützt werden alle Air Play 2 Lautsprecher, auch das Apple TV kann so zum „Empfänger“ werden.

Das Kontrollzentrum wird ebenfalls vereinfacht. Hier befinden sich nun alle Bedienelemente auf einer Seite, die auch über den ganzen Bildschirm geht. Außerdem wurde der Benachrichtigungsbildschirm überarbeitet, er bietet nun einen noch einfacheren Weg, alle Benachrichtigungen zu sehen.

Ebenfalls sehr nett: Die neue Dateien-App sammelt alles an einem Ort, egal ob die Dateien lokal, in iCloud Drive oder bei anderen Anbietern wie Box, Dropbox oder weiteren gespeichert sind. Mit der Verfügbarkeit von Drag & Drop über das gesamte System hinweg lassen sich Bilder und Texte einfacher bewegen.

Apple Music erhält neben der Multiroom-Unterstützung auch eine neue Möglichkeit, Musik mit Freunden zu erleben. Man kann sich verbinden und dann sehen, welche Playlists oder welche Musik am häufigsten von anderen gehört wird.

Auch Entwickler erhalten zahlreiche neue Möglichkeiten. Neben dem eingangs bereits erwähnten ARKit wird es auch ein MusicKit geben, dass Drittanbieter-Apps Zugriff auf Apple Music gewährt. So kann Shazam beispielsweise direkt Playlisten anlegen.

HomeKit wird auch einfacher zu nutzen sein. Vor allem für Hersteller, denn es gibt neue Möglichkeiten, Geräte für die Software zu authentifizieren. Wie Apple anmerkt, eine tolle Möglichkeit, für bereits bestehende Geräte. Da wird es wohl bald eine Flut an HomeKit-kompatibler Hardware geben, deutete sich mit den Ikea-Leuchten ja schon ein bisschen an.

Und dann war da noch SiriKit, eine tiefere Siri-Intefgration in Drittanbieter-Apps. Gerade Siri dürfte spannend werden, auch im Hinblick auf den HomePod, der zwar erst einmal nicht nach Deutschland kommt, aber zu dem werden möchte, was Alexa heute bereits ist, nur besser.

Weitere Informationen stellt Apple auf dieser Seite bereit. Entwickler können die erste Beta von iOS 11 ab sofort laden. Ein Public Beta Programm wird es auch wieder geben. Das startet etwas später (voraussichtlich in zwei Wochen), an dieser Stelle kann man sich dafür registrieren.

Mit folgenden Geräten wird iOS 11 nutzbar sein:


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Apple HomePod: Das ist und kann die neue Konkurrenz von Amazon Echo und Google Home

Um ehrlich zu sein, überraschend war es nun nicht unbedingt. Apple hat als letzte Ankündigung seiner WWDC 2017 Keynote seine eigene Interpretation eines smarten Lautsprechers für Daheim vorgestellt: den Apple HomePod. Zugegeben, der Name ist schwer gewöhnungsbedürftig. Nichtsdestotrotz kann der Winzling durchaus mit einigen interessanten Specs aufwarten. Apple selbst wollte mit dem Gerät super Sound mit smarten Funktionen kombinieren. Als wohl wichtigsten Aspekt nannte das Unternehmen die spatial awareness, also quasi die Möglichkeit, für jeden Raum den besten Klang bieten zu können.

Die Technik besteht unter anderem aus einer Anordnung von sieben einzeln per Treiber gesteuerten Tweetern und einem 4 Zoll-Woofer. Im Lautsprecher agiert ein eigener Apple A8-SoC, der Features wie „Real-time acoustic modeling“, „Audio beam-forming“ und „Multi-channel echo cancellation“ beherrscht. Der HomePod unterstützt eine automatische Bass-Anpassung, die für Sound ohne Verzerrungen sorgen soll – auch bei sehr hohen Lautstärken.

Hier die Key Features aus der Apple PM
  • Von Apple entwickelter, nach oben ausgerichteter Tieftöner ermöglicht zusammen mit dem speziell entwickelten A8 Chip das Bassmanagement durch Software-Modellierung in Echtzeit, die dafür sorgt, dass der Lautsprecher den tiefsten und saubersten Bass bei geringer Verzerrung liefert;
  • Eigens entwickelte Anordnung mit sieben Hochtönern nach Richtstrahlverfahren, jeder mit einem eigenen Verstärker, sorgt für ein ausgewogenes, geschmeidiges Timbre sowie eine präzise Richtungssteuerung einer Vielzahl von Strahlformen und -größen;
  • Von Apple entwickelter A8 Chip als Intelligenz hinter den fortgeschrittenen Audio-Innovationen;
  • Automatische Technologie zur Raumerkennung ermöglicht es HomePod, schnell seine Position in einem Raum zu erfassen, egal ob in einer Ecke, auf einem Tisch oder in einem Bücherregal, und binnen von Sekunden ist er perfekt optimiert, um unabhängig vom Aufstellungsort ein packendes Musik-Hörerlebnis zu liefern;
  • Anordnung mit sechs Mikrofonen mit fortschrittlicher Echokompensation versetzt Siri in die Lage Menschen unabhängig davon zu verstehen, ob sie sich in der Nähe des Gerätes befinden oder auf der anderen Seite des Raums stehen, selbst während laute Musik abgespielt wird.
  • Siri Wellenform erscheint auf der Oberseite, um anzuzeigen wann Siri eingesetzt wird, und integrierte Touch-Bedienelemente erlauben darüber hinaus eine einfache Navigation;
  • Automatische Erkennung und Ausbalancierung von zwei Lautsprechern, die sowohl direkten als auch reflektierten Schall verwenden, um ohne Kabel verblüffenden Klang für ein noch eingehenderes Erlebnis zu liefern; und
  • Einfache Einrichtung, die ebenso intuitiv ist wie die Inbetriebnahme von AirPods – einfach ein iPhone in die Nähe von HomePod halten und binnen Sekunden ist er bereit mit der Wiedergabe von Musik zu beginnen.

Der Lautsprecher erkennt notwendige Rauminformationen, um die entsprechende Audiowiedergabe im jeweiligen Raum perfekt anzupassen. Im Übrigen lassen sich auch mehrere HomePods problemlos miteinander kombinieren. Diese unterstützen sich dann gegenseitig beim Erzeugen des idealen Sounds.

Das Gerät besitzt insgesamt sechs Mikrofone, die ein gesprochenes „Hey Siri!“-Kommando auch quer durch den Raum bei gleichzeitiger Hintergrundmusik erkennen sollen. Eine spezielle Beleuchtung an der Oberseite des Speakers signalisiert die Bereitschaft des HomePod. Dank der Integration von Siri kann man nicht nur Fragen und Kommandos rund um die Musik stellen, sondern den HomePod auch zur Steuerung von HomeKit-kompatiblem Smartdevices nutzen oder Termine abrufen, Wetterinfos erfragen und Sportergebnisse ausgeben lassen, etc.

Ebenso lässt sich der HomePod via iPhone oder iPad fernsteuern. Zum Thema Sicherheit vermeldet das Unternehmen, dass die eigentliche Datenübermittlung erst mit dem Aussprechen des Kommandos „Hey Siri!“ beginnt. Der Befehl wird noch lokal aufgefasst und anschließend wird eine anonymisierte ID an den Server mit der Anfrage übermittelt.

HomePod wird für 349 US-Dollar in Weiß und Space Grau ab Dezember zunächst in Australien, Großbritannien und den USA verfügbar sein und ist kompatibel mit iPhone 5s und neuer mit iOS 11. Der Rest der Welt soll dann frühestens Ende 2018 Zugriff auf das Gerät bekommen.

Fragen bleiben natürlich: Was kann der HomePod in Sachen Steuerung eines Apple TV und wie sieht es mit der Einbindung von Diensten abseits Apple Music aus?


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Kaufberatung & Vergleichstest: Bluetooth-Schlüsselfinder

Wir haben in den letzten Wochen neun verschiedenen Bluetooth-4.0-Tags getestet, gedacht als Schlüsselfinder und Diebstahlschutz für Rucksack, Notebook-Tasche & Co. Jetzt fassen wir zusammen, wie sich die Modelle unterscheiden und welcher Kauf sich lohnt.

Neun verschiedene Keyfinder, fünf Hersteller, Preise zwischen 14 und 30 Euro. Die gute Nachricht vorweg: Alle Modelle beherrschen die Grundfunktion zuverlässig: per Smartphone-App einen akustischen Alarm am Schlüsselbund auslösen. Auch die Lautstärke ist bei allen Geräten ausreichend, um sie auch ein paar Zimmer entfernt orten zu können. Alle Modelle unterstützen sowohl Android als auch iOS – und wenn schon nicht offiziell, dann zumindest über eine Drittanbieter-App.

Die GPS-Position speichert die Smartphone-App ebenfalls in allen Fällen automatisch. Da die Tracker aber allesamt keinen eigenen GPS-Empfänger integriert haben, greifen die Programme auf die Ortsinformation des Smartphones zurück. In der Praxis reicht das meist: Man erkennt auf einer Karte in der App, ob Smartphone, Portemonnaie oder Rucksack zu Hause, in der Wohnung oder am Grillplatz im Park zuletzt in Reichweite waren. Sofern der per Bluetooth-Tag markierte Gegenstand noch dort ist, reicht die Genauigkeit aus, um wieder in Bluetooth-Reichweite zu kommen – und um dann per Fingertipp den akustischen Alarm auszulösen.

Die Bauform meisten Tracker ist darauf ausgelegt, unauffällig am Schlüsselbund oder Tragegriff des Rucksacks zu hängen und den Belastungen in Hosen- und Handtasche gerecht zu werden. Andere Modelle wie der Tile Slim sind für die Nutzung im Geldbeutel konzipiert. Auch Musegear hat einen Mini-Tracker für die Unterbringung im Portemonnaie im Angebot, wir hatten davon allerdings bislang kein Testmodell.

Größentechnisch fällt der
Protect Mobile von Terratecetwas aus dem Rahmen. Durch das verhältnismäßig große, längliche Gehäuse wirkt er zwar stabil, dafür aber auch klobig. Das Design erinnert an einen Garagentoröffner.

Von den Transpondern im Testfeld hinterlassen der
Gigaset Keeperund das
Gigaset G-Tagden stabilsten Eindruck. Die Tags
Chipolo Classicund
Musegear Finder 2wirken etwas weniger belastbar. Den Hosentaschentest am Schlüsselbund haben alle Modelle dennoch schadlos überstanden. Eine Ausnahme ist der
Tile Slim: Bauartbedingt gehört er nicht an den Schlüsselbund, sondern ins Portemonnaie. Darin hat auch er den Belastungstest schadlos überstanden.

Laut Herstellerangaben sind alle Modelle bis auf den Protect Mobile und den Chipolo classic spritzwassergeschützt. Die Batterie ist leider nicht überall austauschbar. Wenn diese nach circa einem Jahr leer ist, müssen die Transponder auf dem Wertstoffhof entsorgt oder an den Hersteller zurückgesendet werden. Zwar gibt es für die betroffenen Modelle Tile Slim,
Tile Mate,
TrackR Bravound Chipolo Plus einen Preisnachlass von 50 Prozent beim Kauf eines neuen Modells, doch das ist unpraktikabel und umwelttechnisch mindestens fragwürdig. Auch die Kosten übersteigen beim Austausch die eines Knopfzellenwechsels. Beim Tile Slim ist das sicher auf das extrem flache Gehäuse zurückzuführen, bei den anderen Transpondern können wir diese Produktpolitik nicht nachvollziehen.

Bis auf den Terratec-Tracker, der nur in Schwarz erhältlich ist, gibt es alle Geräte in bis zu acht verschiedenen Farbvarianten. Die größte Farbauswahl bieten der Chipolo Plus und die Tags von Gigaset. Schwarz und weiß sind zwar schick, aber bei weitem nicht so auffällig wie ein bunter Keyfinder. Und alleine die Signalwirkung einer knalligen Farbe hilft schon beim Auffinden.

Die Keyfinder arbeiten mit Blutooth 4.0. Das theoretische Reichweitenmaximum dieses Funkstandards ist 65 Metern, an dieses Maximum trauen sich bei der Herstellerangabe allerdings nur Chipolo mit 60 und Musegear mit 50 Metern. Die übrigen Anbieter geben Werte zwischen 30 und 40 Metern an.

Der Terratec Protect Mobile verlor seine Verbindung als einziger knapp unter den versprochenen 40 Metern. Die Reichweite der anderen Modelle lag bei unseren Messungen auf freiem Feld immer leicht oberhalb der Herstellerangabe. Auch innerhalb von Gebäuden sind weite Distanzen zu schaffen, Baumaterialien wie Sandstein oder Stahlbeton dämpfen aber deutlich.

Bis auf das Gigaset G-Tag können alle Modelle auch das Handy läuten lassen. Das funktioniert zuverlässig und hilft, wenn man sein Smartphone verbummelt hat. Beim Terratec war der Alarm manchmal aber nutzlos: Ist das Smartphone stummgeschaltet, bimmelt es auch auf Knopfdruck nicht. Die anderen Modelle haben unabhängig von der Einstellung des Klingeltons und der Lautstärke zuverlässig Töne abgespielt.

Bis auf die Hersteller Terratec und Gigaset unterstützen alle Tracker die sogenannte Crowd-GPS-Suche. Das funktioniert zusammen mit anderen Nutzern von Bluetooth-Trackern des gleichen Herstellers. Sobald ein Smartphone in Reichweite eines beliebigen Trackers kommt, sendet es seine Position an einen Server, der sich wiederum beim Besitzer des Transponders meldet. Die Idee ist super – der praktische Nutzen ist aufgrund fehlender Verbreitung der Tracker nur gering.

Liebe Hersteller: Entwickelt einen gemeinsamen Standard, am besten sogar eine gemeinsame App. Mit Unterstützung aller Keyfinder-Nutzer wäre die Funktion wirklich richtig nützlich. Eine herstellerbezogene Suche schränkt die praktischen Möglichkeiten viel zu stark ein.

Alle Modelle im Vergleich haben auch eine Art Alarm-Funktion. Ist dieser Modus aktiviert, meldet sich das Smartphone, sobald das Bluetooth-Tag außer Reichweite kommt. Die Idee dahinter: Das Handy erinnert daran, den Büroschlüssel mitzunehmen, wenn man die Wohnung verlässt. Oder es kräht los, sobald jemand sich mit Notebook-Tasche oder Rucksack aus dem Staub macht.

In der Praxis kommt der Alarm meist zum falschen Zeitpunkt. Der Schlüssel meldet sich, nachdem man losgefahren ist, der Rucksack sich, wenn er außer Sichtweite ist. Geht man aber im Restaurant oder im Büro auf die Toilette, piepsen Bluetooth-Tag und Smartphone zuverlässig mit voller Lautstärke.

Für wirklich Vergessliche mag das eine praktische Hilfe sein, uns hat dieses Feature nichts gebracht. Praktischerweise lässt es sich bei allen Modellen abschalten.

Zusätzlich zum akustischen Signal gibt es beim Musegear Finder 2 eine blaue LED. Diese hilft beim Wiederfinden in dunklen Ecken.

Praktisch ist auch die Smartphone-Kamera-Fernauslösung. Dieses Extra gibt es bei den Modellen von Terratec und Musegear. Man wählt die entsprechende Funktion in der App aus, richtet die Kamera aus und betätigt den Auslöser mit der Taste auf dem Keyfinder.

Die explizit beworbene, hohe Lautstärke des Chipolo Plus können bestätigen. Er war im Test der lauteste Tracker.

Wer den besten Allrounder haben möchte, sollte sich den Musegear Finder 2 für etwa 25 Euro ansehen. Er bietet eine überdurchschnittliche Reichweite von über 50 Metern und unterstützt sowohl die Smartphone-Suche als auch den Fernauslöser. Außerdem kann man die Batterie einfach selbst austauschen. Das schont Umwelt und Geldbeutel.

Wer nur die Grundfunktionen braucht, greift zum Gigaset Keeper. Dieser Bluetooth-Tag ist mit 14 Euro der günstigste im Testfeld und fühlt sich besonders robust an.

Möchte man ein möglichst flaches Bluetooth-Tag, beispielsweise für den Geldbeutel, führt am Tile Slim kein Weg vorbei. Allerdings ist dessen Batterie fest verbaut und kann nicht getauscht werden. Maximale Reichweite und Lautstärke gibt es beim Chipolo Plus. Allerdings ist auch dessen Batterie fest verbaut.

Testbericht: Chipolo Classic und Plus

Testbericht: Gigaset Keeper

Testbericht: Gigaset G-Tag

Testbericht: Musegear Finder 2

Testbericht: Tile Mate

Testbericht: Tile Slim

Testbericht: Terratec Protect Mobile

Testbericht: TrackR Bravo

Kompletter Beitrag

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Chuwi Hi13: Windows-2-in-1-Device mit 3K-Display im Test

Das Chuwi Hi13 ist ein 2-in-1-Device mit einem sehr hochauflösenden Display: Auf 13,5 Zoll gibt es 3000 × 2000 Pixel. Außerdem gibt es Unterstützung für einen aktiven Stylus und einen Quad-Core-Prozessor von Intel. Was soweit nicht schlecht klingt, können wir allerdings nur sehr bedingt empfehlen, wenn überhaupt. Warum? Das erfahrt Ihr in unserem Test.



Mit seiner Masse von um die zwei Kilogramm ist das Chuwi Hi13 ein ganz schöner Brocken. 1,1 Kilogramm entfallen hierbei auf das Tablet, die ansteckbare Tastatur wiegt 900 Gramm. Die Abmessungen des Tablets betragen 334 × 222 × 9,2 Millimeter. Die Verarbeitung von Tablet und Tastaturdock ist auf den ersten Blick gut, bei genauerer Betrachtung zeigen sich allerdings einige Schwachstellen. Sowohl Rückseite des Tablets als auch die Unterseite des Keyboards sind spürbar und sichtbar eindrückbar. Während das Tablet in einem Unibody-Alu-Gehäuse steckt, ist die Tastatur aus Kunststoff. Besonders wertig fühlt sich allerdings beides nicht an.

Die meisten Anschlussmöglichkeiten sitzen links am Tablet: ein microSDXC-Kartenslot, ein USB-Type-C-Anschluss, ein microUSB-Anschluss ein HDMI-Ausgang und ein Kopfhörer-Eingang. Links und rechts sitzen jeweils zwei Lautsprecher. Power-Button und Lautstärkewippe sind wie meist am oberen Rand des Gerätes untergebracht. Am Tastaturdock gibt es dann noch zwei herkömmliche USB-2.0-Ports.

Als Antrieb gibt es beim Chuwi Hi13 einen Intel Apollo Lake Celeron N3450 mit vier auf maximal 2,2 GHz taktenden Kernen. Der Arbeitsspeicher fasst 4 GByte, der interne Speicher ist 64 GByte groß. Dem Nutzer stehen nach dem ersten Start allerdings nur knapp 35 GByte zur Verfügung. Für mehr Speicher gibt es einen microSDXC-Kartenslot.

Zum Aufladen und zum Datenaustausch gibt es einen USB-Typ-C-Anschluss, am Tastaturdock sitzen noch zwei USB-2.0-Ports. Zur weiteren Ausstattung gehören ein HDMI-Ausgang, vier Lautsprecher, Bluetooth 4.0, WLAN nach 802.11 a, b, g, n und ac und ein 10.000-mAh-Akku.

Während es sich mit der Chiclet-Tastur, die es allerdings nur mit QWERTY-Layout gibt, in Bezug auf Größe und Anschlag gut tippen lässt, hat uns das Trackpad im Test einige Nerven gekostet. Es reagiert nicht besonders präzise auf Eingaben. Sowohl beim Navigieren des Cursors als auch beim Tippen mit dem Finger benötigte es oft mehrere Anläufe, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Zumindest funktionieren die ins Touchpad integrierten Maustasten am unteren Rand gut.

Das mit 3000 × 2000 Pixel sehr hochauflösende 13,5-Zoll-Display des Chuwi Hi13 ist das Highlight des Gerätes. Die Farbdarstellung ist gut und Inhalte werden so gestochen scharf dargestellt, dass man einzelne Pixel selbst mit einer Lupe wohl nicht finden dürfte. Lichthöfe, wie sie bei IPS-Panels keine Seltenheit sind, konnten wir bei unserem Testgerät nicht feststellen. Allerdings gibt es auch hier einen Kritikpunkt: Das Display ist entweder gar nicht, aber zumindest nicht so stark gehärtet, wie man es in der Regel von Touchdisplays gewohnt ist. Auf die Bedienung hat dies allerdings keinen Einfluss.

Die auf der Rückseite sitzende Kamera das Chuwi Hi13 löst 5, die Frontcam 2 Megapixel auf. Autofokus oder Blitz gibt es nicht. Ironischerweise hat uns die Qualität der geringer auflösenden vorderseitigen Knipse fast besser gefallen, als die der Hauptkamera. Fotografische Meisterwerke darf man von beiden nicht erwarten.

Chuwi hätte gut daran getan dem Hi13 ein geringer auflösendes Full-HD-Display zu spendieren, statt mit den 3000 × 2000 Pixeln auf 13,5 Zoll zu protzen. Der Prozessor hat schon bei nicht groß rechenaufwendigen Aufgaben seine Last die vielen Bildpunkte in Wallung zu bringen, liefert aber eine zumindest noch zufriedenstellende Leistung bei simplen Tasks wie Surfen oder Texte schreiben. Bei der Videowiedergabe macht das 2-in-1-Device einen guten Job. Eine entsprechende Internetverbindung vorausgesetzt laufen auch YouTube-Video mit Auflösungen von 2560 × 1440 Pixel flüssig, bei 4K-Videos hakelt es dann aber ab und an.

Auch der Akkulaufzeit merkt man, dass der Prozessor ganz gut zu tun hat: Im Test kamen wir maximal auf fünf Stunden. Positiv ist zu vermerken, dass das Aufladen einigermaßen schnell geht, dies dauert knapp drei Stunden über das Netzteil und den USB-Type-C-Anschluss.

Wir konnten uns im Test auch den optionalen aktiven Stylus anschauen, der von einer AAAA-Batterie mit Strom versorgt wird. Mit dem Windows-eigenen Zeichen-Feature Ink beispielsweise spielt dieser gut zusammen und reagiert schnell und präzise. Die Taste an der Seite dient gedrückt gehalten dazu Geschriebenes oder Gezeichnetes wieder zu löschen.

Die vier verbauten Lautsprecher sorgen laut Hersteller für Surround-Sound, was durchaus auch hinkommt. Das Tablet klingt durch die Positionierung der Speaker sehr räumlich. Allerdings klingen diese zwar in den Höhen schön crisp und brillant, untenrum kommt allerdings gar nichts. Von Bassanteil kann man erst gar nicht sprechen.

Auf dem Chuwi Hi13 läuft ein schon registriertes Windows-10-64-Bit, beim ersten Start zunächst in englischer Sprache. Über die Einstellungen und Windows-Update lässt sich das Device problemlos eindeutschen. Wir fanden auf dem Chuwi Hi13 weder Bloatware – abgesehen von dem, was Microsoft schon an tollen Apps in sein Windows packt -, noch Malware oder Viren.

Das Chuwi Hi13 bekommt man ab circa 340 Euro in einschlägigen China-Shops,
wie beispielsweise GearBest. Die Tastatur ist dort meist nicht im Lieferumfang und kostet einzeln um die 50 Euro. Und wer noch den Stylus möchte, der muss noch mal 25 Euro obendrauf packen. Alles in allem ist das recht viel Geld für ein Gerät mit nicht unwesentlichen Kritikpunkten.

Die Verarbeitung ist nicht die beste, ebenso wie die Performance und die Akkulaufzeit ist auch nur mäßig. Und dann ist das Gerät – auch ohne Tastatur – schon sehr schwer für ein Tablet. In unseren Augen reißen es das gute Display und der gut funktionierende Stylus dann auch nicht raus. Wer professioneller mit beidem umgehen möchte, der wird mit dem Gerät nämlich auch keinen Spaß haben.

Übrigens, Chuwi hat derzeit auf
Indiegogo eine Kampagnezu einem weiteren Produkt laufen. Dabei geht es um ein weiteres Konkurrenzprodukt des Surface.

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