Kaufberatung: Steckerleisten mit Alexa-Steuerung

Steckerleisten sind meist schwer zugänglich. Praktisch, wenn sich die einzelnen Dosen per Alexa steuern lassen. Wir geben Tipps zum Kauf.

Steckerleisten sind wenig dekorativ, in den meisten Wohnungen aber fester Bestandteil. Sie liegen deswegen oft versteckt und sind meist schwer zugänglich. Da macht die Integration von Alexa durchaus Sinn. Es hat einen gewissen Charme, wenn man per Sprache einzelne Dosen an- oder abschalten kann und die eigentliche Steckerleiste hinter dem Fernseher aufgeräumt ist. Wir haben zwei Produkte auf dem noch sehr überschaubaren Marktsegment getestet und geben euch Tipps, worauf ihr beim Kauf achten solltet.

In unserer Testwohnung landete die Meross Smart Wi-Fi Surge Protector und die D-Link DSP-W245. Beide Steckerleisten sind weiß und bieten vier Steckplätze. Jede Buchse hat eine eigene LED, die anzeigt, welcher Slot aktiv ist. Die Leiste von Meross verfügt zusätzlich über vier USB-Steckplätze. Beide Steckerleisten sind außerdem mit Alexa und Google Assistant kompatibel.

Verarbeitet sind beide Modelle sehr gut. Sie verfügen über vier Gummifüße auf der Unterseite, um stabil zu stehen. Auch sind Einbuchtungen vorhanden, um die Leisten an der Wand anzubringen.

Um die Steckerleisten in Betrieb zu nehmen, muss für jede zuerst eine eigene App installiert werden, für die wiederum ein Konto beim Hersteller notwendig ist. Nach dem erfolgreichen Einloggen kann das Gerät mit einem WLAN verbunden werden. Hat das geklappt, wechseln wir zur Alexa-App und suchen nach dem passenden Skill. Nach der Installation wird in der Alexa-App das neue Gerät gesucht und verbunden. Jetzt können die Steckerleisten per Sprachbefehl ein- und ausgeschaltet werden.

In unserem Test stellte sich ganz klar ein Sieger beim Setup heraus. Bis wir es geschafft haben die D-Link-Leiste mit Alexa (und vorher überhaupt erstmal mit dem WLAN und der D-Link-App) zu verbinden, lagen die Nerven schon zwei Mal blank. Ständig sahen wir Fehlermeldungen. Die Anleitung und die vorhandenen Youtube-Videos sind unverständlich und/oder veraltet. Auch der Hersteller selbst hatte nach unserer Kontaktaufnahme keine weitere Idee. Nach mehrmaligem Beenden und Neustarten von App, Smartphone und Steckerleiste selbst hat es irgendwann dann doch funktioniert. An diesem Punkt war das Frust-Niveau aber schon deutlich zu weit oben. Die Leiste von Meross war da ganz anders. Jeder im ersten Absatz beschriebene Schritt klappte auf Anhieb.

Was beim Einsatz dieser smarten Steckerleisten tatsächlich nervt, ist das doppelte Umbenennen der einzelnen Dosen. Möchte man die Apps der Geräte verwenden, kann hier für die gesamte Leiste und für jede einzelne Dose ein spezieller Name, zum Beispiel der des angeschlossenen Geräts, eingestellt werden. Die vier USB-Anschlüsse der Meross-Leiste zählen insgesamt allerdings als ein Anschluss. Doch die Namen in der Alexa-App werden dabei nicht aktualisiert. Die Sprachbefehle orientieren sich aber an dem Namen, der in der Alexa-App steht, also muss hier nochmal umbenannt werden.

Die Steckerleisten lösen ein Problem, von dem ich vorher noch nicht wusste, dass ich es habe. Vor allem, wenn sich die Steckerleisten an einem Ort befinden, der schwer zu erreichen ist, sind die Sprachbefehle zum Ausschalten sehr praktisch. Zeitschaltuhren sind ebenfalls bei beiden Leisten für jeden einzelnen Steckplatz integriert. Zusätzlich lassen sich auch Szenen respektive „One-Tap“-Situationen einrichten. Ein gutes Beispiel der Status „Nicht zu Hause“. Wird dieser durch einen Klick in der App aktiviert, können beispielsweise alle Steckplätze bis auf den für das Aquarium ausgeschaltet werden.

Die Leiste von D-Link zeigt zudem für jeden Steckplatz in der App den aktuellen und den monatlichen Stromverbrauch an. Eine Statistik kann diesen auch für das gesamte Jahr als Diagramm darstellen. Außerdem hat das Modell von D-Link für jede Dose einen separaten Powerknopf, der manuell betätigt werden kann.

Viele Anbieter gibt es noch nicht, die Steckerleisten mit Sprachsteuerung im Sortiment haben. Die meisten Hersteller haben neben den klassischen Steckdosen auch eine oder mehrere USB-A-Buchsen. Das ist beispielsweise clever, um einen Fire-Stick am Fernseher mit Strom zu versorgen, ohne dass eine Steckdose belegt werden muss.

Wer eine smarte Steckerleiste haben möchte, um sie per Sprachbefehl zu steuern, sollte auf zwei Dinge achten: das Produkt sollte einen Überspannschutz bieten und das CE-Zeichen (EU Sicherheitsstandard) haben. Vorab ist es ratsam die Maximalbelastung zu berechnen: Soll ein PC mit starker Grafikkarte und gleichzeitig noch andere Geräte betrieben werden, sollte die Leistung der Steckerleiste den Strombedarf auf jeden Fall abdecken können.

Hier unterscheiden sich unsere getesteten Modelle – die günstige Leiste von Meross bietet unter Umständen nicht genug Leistung für den gewünschten Einsatzzweck. Sie kommt dafür aber mit einer übersichtlicheren App und vier USB-Ports. D-Link punktet wiederum beim Anzeigen des Stromverbrauchs und biete mehr Leistung, kostet aber auch deutlich mehr.

Kompletter Beitrag


Danke: bestboyzde

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