#Gastbeitrag – Effektives Netzwerken in einer globalisierten Welt: Ein Wegweiser für Startups 

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#Gastbeitrag

Die Zukunft des Networking in der Startup-Welt liegt in der Balance zwischen digitalen und persönlichen Interaktionen. Dabei geben persönliche Treffen Beziehungen Tiefe, Qualität und Verlässlichkeit. Ein Gastbeitrag der leidenschaftlichen Netzwerkerin Corinna Egerer.

Effektives Netzwerken in einer globalisierten Welt: Ein Wegweiser für Startups 

Freitag, 12. April 2024VonTeam

Networking ist mehr als nur ein Mittel zur Akquise – es ist ein entscheidender Faktor für Erfolg und Innovation. Wer als Startup erfolgreich wachsen will, braucht gute und vor allem verlässliche Kontakte. Regionale Netzwerke sind nach wie vor relevant, doch internationale Beziehungen sind mittlerweile unverzichtbar. Wie man diese aufbaut und pflegt, erklärt dieser Gastbeitrag.

Internationale Vernetzung: Ein wichtiger Push für den Startup-Erfolg

Die Geschichte lehrt: Die Stars der Startup-Szene sind jene, die Grenzen überschreiten. Häufig sind damit auch lokale Grenzen gemeint, also Gründer, die das heimische Nest verlassen. Nehmen wir zum Beispiel N26. Das Mobile-Banking-Startup hat in Deutschland begonnen und sein Netzwerk immer stärker erweitert. Inzwischen hat es sein Geschäft erfolgreich auf andere europäische Länder und teilweise in die USA ausgedehnt, inzwischen als eine der führenden Banken Europas. Oder Qonto, die ihre Finanzlösung nach dem Erfolg in Frankreich europäisch expandierten. Diese Erfolgsgeschichten unterstreichen, wie essentiell ein breites Spektrum an Ressourcen, Wissen und Kapital ist – besser erreichbar durch eigene, grenzüberschreitende Kontakte. Global vernetzte Gründer profitieren von der Vielfalt an Perspektiven, die ihnen vielfältige, belastbare Kontakte geben.

Strategien: Über Ländergrenzen hinweg netzwerken

Traditionelle, lokale Netzwerke wie der Startup-Verband, das Berliner Gründungsnetzwerk oder Station Frankfurt bieten eine solide Basis für deutsche Gründer, sollten aber nur als Startpunkt gesehen werden. Die Herausforderung und zugleich Chance für Startups besteht darin, diese Netzwerke auf eine internationale Ebene auszudehnen. Das verlangt nach mehr: ein strategisches Vorgehen, die Bereitschaft, Zeit zu investieren und eine Offenheit gegenüber neuen Kulturen und Geschäftsumfeldern.

Konkrete Schritte zur Netzwerkpflege:

  1. Digitale Plattformen nutzen: Digitale Plattformen sind mehr als nur Kommunikationstools, sie sind essenzielle Bestandteile des globalen Netzwerkens. LinkedIn, AngelList und Crunchbase sind Beispiele, wo sich Startups nicht nur präsentieren, sondern sich auch aktiv mit potenziellen Investoren, Partnern und Kunden weltweit vernetzen können.
  2. Kulturelle Intelligenz entwickeln: Beim Networking mit internationalen Partnern ist eine gewisse kulturelle Sensibilität entscheidend. Dabei geht es nicht nur darum, die Business Etikette einzuhalten, sondern auch um das Verständnis und die Wertschätzung kultureller Unterschiede, die die Art und Weise, wie Geschäfte weltweit abgewickelt werden, beeinflussen. Gründer sollten sich daher über verschiedene Kulturen informieren, z.B. über Geschäftspraktiken, soziale Normen, Kommunikationsstile sowie politische und soziale Kontexte.
  3. Gegenseitigen Wert schaffen: Netzwerken ist ein Geben und Nehmen. Gründer sollten sich überlegen, welchen Wert sie anderen bieten können und gleichzeitig offen dafür sein, was sie im Gegenzug erhalten.
  4. Persönliche Beziehungen pflegen: Trotz digitaler Möglichkeiten bleibt der persönliche Kontakt unersetzlich. Gründer sollten jede Gelegenheit nutzen, sich persönlich zu treffen, zum Beispiel indem sie an internationalen Konferenzen, Networking-Events oder Geschäftsreisen teilnehmen.

Herausforderungen und Chancen globaler Vernetzung

Die Expansion in internationale Netzwerke bringt Herausforderungen mit sich. Dazu gehören Sprachbarrieren, unterschiedliche Zeitzonen und mitunter komplexe Geschäftsetiketten. Diese reichen von der Begrüßung (in westlichen Ländern ist ein Handschlag üblich, in Japan eine Verbeugung) bis hin zu Gesprächsthemen. So ist es zum Beispiel in einigen Kulturen üblich, Geschäftliches direkt zu besprechen, während in anderen Ländern zunächst ein informeller Austausch bevorzugt wird. Doch gerade diese Vielfalt bietet eine Chance, neue Märkte zu erschließen und innovative Lösungen zu entwickeln. Dafür muss man nicht gleich zwei Monate im Silicon Valley verbringen, oftmals reicht auch als erster Schritt die aktive Mitgliedschaft in internationalen Netzwerken wie Techstars, Y Combinator oder dem Global Entrepreneurship Network.

Zukunft des Netzwerkens: Ein Balanceakt zwischen digital und persönlich

Die Zukunft des Networking in der Startup-Welt – aber auch generell in der Geschäftswelt – liegt in der Balance zwischen digitalen und persönlichen Interaktionen. Die digitale Welt ermöglicht uns, schneller und vor allem effizienter zu netzwerken. Persönliche Treffen geben Beziehungen jedoch Tiefe, Qualität und Verlässlichkeit. Es geht darum, beide Welten geschickt miteinander zu verbinden.

Über die Autorin


Corinna Egerer ist Netzwerkerin aus Leidenschaft und Initiatorin der
Frankfurt Digital Finance-Konferenz.

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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3 

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